Orangeat selber machen: Ein Rezept mit Honig für die perfekte Weihnachtsbäckerei

Selbstgemachtes Orangeat ist eine aromatische Zutat, die in der Weihnachtsbäckerei unverzichtbar ist. Ob im Stollen, in Plätzchen, Früchtebrot, Lebkuchen oder im Christmas Cake - Orangeat verleiht vielen weihnachtlichen Rezepten eine besondere Note. Doch das industriell gefertigte Orangeat aus dem Supermarkt kann oft künstlich und zu süß schmecken. Die Lösung: Machen Sie Ihr Orangeat einfach selbst!

Was ist Orangeat?

Orangeat ist kandierte Bitterorangenschale. Durch das Kandieren der Fruchtschalen in einem aufwendigen Prozess, der Kochen, Trocknen und Einlegen in Zuckersirup umfasst, entsteht eine süße und aromatische Leckerei mit intensiven Zitrusnoten. Traditionell wird Orangeat aus der Schale der Pomeranze, auch Bitterorange genannt, hergestellt. Diese Zitrusfrucht hat eine dickere, runzelige Schale und einen sauren Geschmack mit einer bitteren Note. Das Pendant aus Zitronen ist das Zitronat.

Warum Orangeat selber machen?

Es gibt viele gute Gründe, Orangeat selbst herzustellen:

  • Besserer Geschmack: Selbstgemachtes Orangeat schmeckt viel natürlicher und aromatischer als gekauftes.
  • Bio-Qualität: Sie können sicherstellen, dass Sie unbehandelte Bio-Früchte verwenden, die frei von Pestiziden sind.
  • Weniger Zucker: Sie können die Zuckermenge selbst bestimmen und eine gesündere Variante ohne Industriezucker herstellen.
  • Individuelle Note: Sie können das Orangeat nach Ihrem Geschmack verfeinern, zum Beispiel mit Honig oder anderen Gewürzen.
  • Zero Waste: Sie können übrig gebliebene Zitronen- oder Orangenschalen verwerten.

Zutaten für selbstgemachtes Orangeat mit Honig

  • 300 g unbehandelte Bio-Orangenschalen (ca. 4 Orangen)
  • Wasser
  • Honig (oder Zucker, je nach Geschmack)

Zubereitung

  1. Vorbereitung der Orangenschalen: Die Orangen heiß abwaschen, trockenreiben und schälen. Die Schalen in nicht zu kleine Stücke oder Streifen schneiden. Wenn Sie Bitterstoffe nicht mögen, entfernen Sie möglichst viel von der weißen Haut oder kochen Sie die Schalen 2-3 Mal für 3-5 Minuten in Wasser und gießen Sie das Wasser jeweils ab.
  2. Kochen der Orangenschalen: Die Orangenschalen in einem Topf mit kaltem Wasser bedecken, zum Kochen bringen, Wasser abschütten und die Prozedur noch zwei Mal wiederholen, damit die Bitterkeit verloren geht. Gründlich abtropfen lassen.
  3. Kandieren der Orangenschalen: Die Schalen abwiegen und mit der gleichen Menge Honig (oder Zucker) und etwas Wasser in den Topf zurückgeben. Langsam zum Kochen bringen und ca. 1 Stunde vorsichtig köcheln, bis die Schalen durchscheinend sind und ein dicker Sirup entsteht. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.
  4. Trocknen des Orangeats: Die Schalen mit einer Schaumkelle aus dem Topf nehmen, gut abtropfen lassen und auf einem Kuchengitter oder Backpapier ausbreiten. Über Nacht bei Raumtemperatur, unbedeckt, trocknen lassen oder im Backofen bei 60-80 Grad (Umluft) für zwei Stunden auf der mittleren Schiene trocknen. Alternativ können Sie das Orangeat auch 1-2 Tage an der Luft trocknen lassen.
  5. Lagern des Orangeats: Das getrocknete Orangeat in kleine Stücke schneiden oder hacken und in Gläser füllen. An einem kühlen Ort oder im Kühlschrank aufbewahren. Das Orangeat hält sich im Kühlschrank ewig.

Tipps und Variationen

  • Zitronat: Statt Orangenschalen können Sie auch Zitronenschalen verwenden, um Zitronat herzustellen. Verwenden Sie am besten die Schale der Zitronatzitrone, da diese besonders dick ist.
  • Andere Zitrusfrüchte: Prinzipiell lässt sich Orangeat aus allen Zitrusfrüchten herstellen, zum Beispiel aus Mandarinen, Clementinen oder Grapefruit.
  • Gewürze: Verfeinern Sie das Orangeat mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Kardamom oder Vanille.
  • Sirup: Der beim Kandieren entstehende Sirup ist vielseitig verwendbar. Verwenden Sie ihn als Marmelade aufs Brot, statt Honig im Lebkuchenteig oder als Sirup in Flap-Jacks.
  • Verfeinerung: In grobem Rohzucker gewälzt sind die Orangeat-Stückchen nicht mehr so klebrig und schmecken herrlich zwischendurch. In feine dunkle Kuvertüre getaucht sind sie eine echte Delikatesse und ein edles Geschenk!

Verwendung von selbstgemachtem Orangeat

Selbstgemachtes Orangeat ist vielseitig verwendbar:

  • Weihnachtsbäckerei: Verwenden Sie es in Stollen, Plätzchen, Früchtebrot, Lebkuchen, Christmas Cake oder Honigkuchen.
  • Andere Backwaren: Geben Sie Orangeat zu Ihrem Lieblingskuchenteig oder Keksen, um eine zitrusartige Note hinzuzufügen.
  • Desserts: Verfeinern Sie Desserts wie Eis, Mousse oder Panna Cotta mit Orangeat.
  • Herzhafte Gerichte: Verfeinern Sie herzhafte Salate mit kleinen Stückchen Orangeat oder bereiten Sie ein fruchtiges Dressing daraus zu. In der asiatischen Küche wird Orangeat in einigen Rezepten verwendet, um herzhafte Gerichte mit Ente oder Hähnchen zu verfeinern.
  • Snacks: Verwenden Sie Orangeat in fruchtigen Energiebällchen oder Trüffeln.

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