Backen mit Maniokmehl: Rezepte und Tipps für glutenfreies Backen
Maniokmehl erfreut sich wachsender Beliebtheit als glutenfreie Alternative zu herkömmlichen Mehlsorten. In diesem Artikel werden wir die Eigenschaften von Maniokmehl beleuchten, Rezeptideen vorstellen und Tipps für die Verwendung in der Küche geben.
Maniokmehl: Ein Überblick
Maniokmehl wird aus der stärkehaltigen Maniokwurzel gewonnen und ist ein Grundnahrungsmittel in vielen Teilen Lateinamerikas und der Karibik. Es ist von Natur aus glutenfrei, nussfrei und hypoallergen, was es zu einer idealen Option für Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten macht.
Maniokmehl vs. Tapiokastärke
Oft wird Maniokmehl mit Tapiokastärke verwechselt, da beide aus der Maniokwurzel gewonnen werden. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung: Maniokmehl wird aus der ganzen Wurzel hergestellt, während Tapiokastärke lediglich die isolierte Stärke der Wurzel ist.
Die Vorteile von Maniokmehl
- Glutenfrei: Ideal für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit.
- Nussfrei und hypoallergen: Eine gute Wahl für Allergiker.
- Vielseitig: Kann für eine Vielzahl von Backwaren verwendet werden.
- Gute Bindeeigenschaften: Durch den hohen Stärkeanteil ähnlich wie Weizenmehl.
- Neutraler Geschmack: Beeinträchtigt den Geschmack der Backwaren nicht.
- Paleo-freundlich: Passt gut in eine Paleo-Ernährung.
Maniokmehl in der Küche: Tipps und Tricks
- Feuchtigkeitsbedarf: Maniokmehl benötigt oft mehr Flüssigkeit als andere Mehlsorten. Achten Sie darauf, genügend Flüssigkeit hinzuzufügen, um einen geschmeidigen Teig zu erhalten.
- Mischen: Maniokmehl kann gut mit anderen glutenfreien Mehlen gemischt werden, um die Textur und den Geschmack der Backwaren zu verbessern.
- Backformen: Der Teig kann in verschiedenen Backformen gebacken werden.
- Qualität: Achten Sie auf die Qualität des Maniokmehls. Ruut ist eine Marke, die für ihre hohe Qualität bekannt ist. Für das Maniokmehl von Ruut wird die Maniokwurzel von peruanischen Bauern auf natürlich bewirtschafteten Feldern geerntet und direkt regional weiterverarbeitet. Ruut unterstützt die Kleinbauern in Südamerika und bezahlt einen fairen Preis für das Produkt.
Rezeptideen mit Maniokmehl
Süßkartoffelkuchen mit Maniokmehl
Dieser Kuchen ist eine köstliche Möglichkeit, die natürliche Süße von Süßkartoffeln zu genießen.
Zutaten:
- 500 g Süßkartoffel
- 200 g Maniokmehl (Fufu) gemischt mit etwa 12g Backpulver
- 150 g Butter oder veganer Ersatz (Margarine z.B.)
- ca. 300 ml Kokosmilch
- 3 EL Ei-Ersatz gemischt mit ca. 10 min.
- Zitronensaft und Abrieb von einer Bio-Zitrone
- 1 großer Esslöffel Puderzucker
Zubereitung:
- Backofen bei 180 ° vorheizen.
- Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen.
- Süßkartoffel schälen, schneiden und im Mixer pürieren.
- Butter auf dem Herd im Topf zerlassen und mit dem Ei-Ersatz-Wasser-Gemisch vermischen.
- Zitronensaft mit Puderzucker mischen und zu der Masse geben.
- Pürierte Süßkartoffel unterheben und das Gemisch aus Maniokmehl und Backpulver nach und nach hinzugeben.
- Alles gut kneten.
- Kokosmilch und Zitronenabrieb hinzugeben und weiter kneten, bis eine homogene Masse entsteht.
- Den Teig in eine mit Butter bestrichene Backform geben und ca. 45 Minuten backen.
Koekoe: Ein traditioneller Kuchen aus Maniokmehl
Koekoe ist ein köstlicher Kuchen, der aus Maniokmehl und Jaggery hergestellt wird.
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Zutaten:
- Maniokmehl
- Jaggery
Zubereitung:
- Maniokmehl und Jaggery vermischen.
- Im vorgeheizten Ofen 30-40 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun und durchgebacken ist.
- Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und dann in Stücke schneiden.
Serviervorschläge:
Servieren Sie Koekoe warm mit einer Tasse Tee oder Kaffee. Er kann auch mit frischen Früchten oder einer Kugel Eis kombiniert werden.
Marmorkuchen mit Maniokmehl
Dieser Marmorkuchen ist ein Klassiker, der mit Maniokmehl eine glutenfreie Variante erfährt.
Zutaten:
- 160g Ruut Maniokmehl
- 80 g dickflüssiger Honig (z.B. 4 Eier, Gr. M)
- 170°C, Ober- und Unterhitze
- Butter und Rohrzucker
- Kakaopulver
Zubereitung:
- Den Ofen auf 170°C, Ober- und Unterhitze vorheizen.
- In einer großen Rührschüssel Butter und Rohrzucker vermengen.
- Mit einem Rührgerät die Mischung etwa 8-10 Minuten aufschlagen bis sie heller und leicht schaumig geworden ist.
- Die Eier einzeln nacheinander hinzugeben und solange aufschlagen, bis sie nach jeder Zugabe gut vermengt sind.
- 160g Ruut Maniokmehl hinzugeben und den Teig solange auf unterer Stufe schlagen, bis er gut vermengt ist.
- 310 g der Mischung in einer separaten Schüssel gut mit dem Kakaopulver verrühren.
- Nun beide Teige in die Backform füllen: dabei werden abwechselnd kleine Häufchen mit den Teigen gemacht, in zwei Schichten.
- Den dunklen Teig auf die helle Teigmasse in die Form füllen und z.B. mit einer Gabel spiralförmig unterziehen.
- Den Kuchen 45 bis 50 Minuten backen. Mit einem Metallspieß oder einem Zahnstocher den Gartest machen.
- Den Kuchen in der Backform auf einem Kuchengitter 15 Minuten abkühlen lassen. Dann den Kuchen auf das Kuchengitter stürzen.
Biskuit aus Maniokmehl
Dieser Biskuit ist eine tolle Grundlage für Torten, Biskuitrouladen oder Biskuitschnitten.
Zutaten:
- 320 g dickflüssiger Honig (z.B. 4 Eier, Gr. M)
- Maniokmehl
- Tapiokastärke
- Weinsteinbackpulver
Zubereitung:
- Die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker in der Rührschüssel der Küchenmaschine mit dem Schneebesen 10 Min. zu einer hellen cremigen Masse rühren.
- Das Maniokmehl mit der Tapiokastärke und dem Weinsteinbackpulver mischen und über die Masse sieben. Mit dem Teigschaber locker unterheben.
- Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Masse darauf streichen.
- Den Backofen auf 200° Unter-/Oberhitze vorheizen. Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und 15 Min. goldbraun backen.
- Den Biskuit an den Rändern lösen und auf ein weiteres Backpapier kippen.
Variationen:
- Für einen Schokobiskuit ersetzen sie 20 g Tapiokastäkre durch Kakao.
- Für die Weihnachtsbiskuitroulade geben sie 1 TL Lebkuchengewürz dazu.
Quarktorte im Naked Cake Style mit Maniokmehl
Diese Torte ist ein Hingucker und schmeckt besonders lecker.
Zutaten:
- 6 Eier (Gr. M)
- 1 P. Vanillezucker
- ¾ P. Backpulver
- 500g Magerquark (ggf. Quarkersatz auf Sojabasis)
- 400ml Sahne (ggf. Sahneersatz auf Sojabasis)
- 2 P. Sahnesteif
- 2 P. Quittengelee (ggf. Fruktosearmen Sanddorn-Fruchtaufstrich)
Zubereitung:
- Biskuit herstellen: Das Eiweiß mit der Hälfte des Puderzuckers fest aufschlagen. Eidotter mit dem restlichen Puderzucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Mehl mit Backpulver auf die Eidottermasse sieben. Steif geschlagene Eiweißmasse ebenfalls zugeben. Alles vorsichtig mit dem Schneebesen verrühren und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze, auf mittlerer Schiene) etwa 35 - 40 Minuten backen. Den fertigen Biskuit aus der Form lösen, Backpapier abziehen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
- Für die Creme: Sahne mit Sahnesteif fest aufschlagen.
- Den unteren Biskuitboden auf eine Tortenplatte legen und mit der halben Menge Quittengelee bestreichen. Quarkcreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle einfüllen und etwa ein Drittel der Creme tupfenartig auf den Biskuit spritzen. Den mittleren Biskuit auflegen mit dem restlichen Drittel Quittengelee bestreichen und ein weiteres Drittel Creme ebenfalls tupfenartig aufspritzen. Den oberen Biskuit auflegen. Einige Esslöffel der Creme in den Spritzbeutel mit Lochtülle einfüllen. Die restliche Creme auf den Biskuit geben und glattstreichen.
Tipps:
- Milchfrei: Der Biskuit ist milchfrei. Für den Belag anstatt Quark 400g Quarkersatz auf Sojabasis verwenden.
- Fruktosearm: Puderzucker durch 140g Getreidezucker austauschen. Vanillezucker weglassen. Fruktosearmen Sanddorn-Fruchtaufstrich anstatt Quittengelee einsetzen. Für die Quarkcreme 100g Getreidezucker anstatt Zucker verwenden. Vanillezucker durch einige Tropfen Vanillearoma ersetzen.
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