Babybrei-Kekse backen: Zückerfreie Rezepte und Tipps für Babys

Sobald euer Baby die ersten Zähnchen hat und ihr mit Beikost beginnt, könnt ihr ihm Fingerfood anbieten. Es dürfen auch schon erste Kekse dabei sein, wenn sie schön weich sind. Babys dürfen ab einem Alter von etwa acht bis zehn Monaten Kekse essen. Sollte dein Kind schon Erfahrung mit Baby Led Weaning (BLW) haben, kannst du natürlich auch Babykekse backen, wenn es erst sechs oder sieben Monate alt ist. Manche Eltern backen Babykekse auch erst ab einem Jahr. In jedem Fall jedoch gilt, dass es ein paar wichtige Dinge zu beachten gilt, damit der Snack sicher und gesund ist.

Warum selbst gebackene Babykekse ohne Zucker sinnvoll sind

Für euer Baby sollten es daher am besten selbst gebackene Babykekse ohne Zucker sein. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Ihr wisst genau, was drin ist. Ihr könnt den Zuckergehalt selbst dosieren. Ihr könnt das Rezept dem Geschmack des Babys anpassen. Wichtig ist, dass Kekse natürlich immer nur ein Snack sind und darin nicht zu viel bzw. am besten fast kein Zucker enthalten ist. Das wird schwer, denn Zuckermoleküle sind ja eigentlich überall enthalten. Doch die Menge macht es natürlich.

Denn euer Baby entwickelt erst Geschmack und braucht es daher noch nicht super süß. Ihr könnt es also ganz langsam an Süßes heranführen und ihm Appetit machen auf leckere Snacks mit wenig Zucker. So wächst es in die gesunde Ernährung hinein. Jeder neue Geschmack wird eine Explosion im Mund des Kleinen sein. Was nicht gefällt, wird gleich wieder ausgespuckt.

Grundregeln für sichere Babykekse

  • Zucker und Salz vermeiden: Handelsübliche Kekse sind oft voller Zucker und Salz, was für Babys nicht gut ist. Der Grund liegt darin, dass ihr Körper beides noch nicht gut verarbeiten kann.
  • Die richtige Konsistenz: Die Kekse sollten weich genug sein, damit dein Baby sie leicht mit dem Zahnfleisch zerkleinern kann, sollte es noch wenige Zähnchen haben. Sie sollten also weder hart noch bröselig sein, damit sich dein Kind nicht verschluckt.
  • Genuss in kleinen Mengen: Die Kekse sollten nur eine kleine Ergänzung zu den Hauptmahlzeiten sein. Babys brauchen vor allem nährstoffreiche Kost wie Gemüse, Obst und Getreide.
  • Achte stets auf Aufsicht: Lass dein Baby niemals unbeaufsichtigt, wenn es einen Keks isst, um sicherzustellen, dass es sich nicht verschluckt.
  • Aufbewahrung: Selbstgebackene Babykekse sind nicht so lange haltbar wie gekaufte. Bewahrt sie in einer luftdichten Dose im Kühlschrank auf (3-4 Tage) oder friert sie ein (bis zu 2 Monate).

Praktische Rezepte: Fünf einfache Varianten

Die folgenden fünf Rezepte für Babykekse ohne Zucker sind sehr leicht und ohne viele Zutaten und Aufwand herzustellen. Ihr könnt sie zaubern, wenn das Baby seinen Mittagsschlaf hält und nach dem Aufwachen gibt es dann den kleinen Snack.

1) Vegane Babykekse ohne Zucker (3 Zutaten)

Die einfachsten Babykekse ohne Zucker bestehen aus nur drei Zutaten. Ich empfehle euch Rapsöl statt Butter, denn darin sind die wichtigsten Vitamine enthalten. Zumal man Rapsöl immer zu Hause hat, wenn man Brei fürs Baby selbst kocht. Vollkornmehl enthält zudem wertvolle Ballaststoffe im Gegensatz zu Weizenmehl, ist jedoch etwas teurer.

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Ihr braucht: ca. 80 g Butter oder ca. 70 ml Rapsöl, eine mittelgroße, sehr reife Banane, 200 g Weizen- oder Vollkornmehl.

So wird's gemacht: Mischt das Mehl mit dem Rapsöl oder der Butter in einer Schüssel zu einer glatten Masse. Zerdrückt die weiche Banane mit einer Gabel bis Bananenmatsch entsteht oder püriert sie im Mixer. Gebt die Banane zur Mehlmischung und verknetet die Masse zu einem glatten Teig. Den Teig stellt ihr eine viertel Stunde in den Kühlschrank. Rollt den Teig danach aus und stecht mit Keksförmchen oder Keksstempeln mundgroße Babykekse heraus. Backt die Kekse im Backofen bei Umluft 160° höchstens 10 Minuten goldgelb. Schaut am besten vorher schon mal kurz rein. Bewahrt die Kekse am besten an einem kühlen, trockenen Ort wie einer Keksdose oder Snackbox auf.

Tipp: Statt der Banane könnt ihr auch anderes weiches Obst oder Beeren pürieren. Es eignet sich auch sehr gut Apfelmark oder anderes Obstmus. So entsteht ein weiteres Rezept für Babykekse ohne zusätzlichen Zucker.

vegane babykekse banane mehl rapsöl

2) Babykekse mit Haferflocken und Nüssen

Ich hab im letzten Jahr, als meine Tochter acht Monate alt war, Müslikekse mit Haferflocken und Nüssen ausprobiert. Sie enthalten gesunde Proteine und vollwertige Ballaststoffe. Solche Babykekse ohne Zucker sind sehr leicht gemacht und schnell gebacken. Sie zerbröseln nur leicht in den kleinen Händchen, aber können dafür gut mit wenigen Zähnchen gegessen werden.

Ihr braucht: ca. 50 g zarte Haferflocken, ca. 50 g Mandelmehl oder einfaches Weizenvollkornmehl, ca. 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse, 50 ml Rapsöl (oder ca. 60 g Butter), etwas Mehl, 1 Ei, Agavensirup nach Belieben, eine Messerspitze Backpulver.

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So wird's gemacht: Verrührt Haferflocken, Mehl und gemahlene Nüsse mit Backpulver und Rapsöl in einer Schüssel. Gebt das Ei hinzu und den Agavensirup, bis ihr die gewünschte Süße habt. Die Masse knetet ihr am besten mit der Hand gut durch und formt dann kleine Bällchen oder flache Kekse. Legt die Babykekse ohne Zucker aufs Blech und backt sie bei ca. 180° Umluft für maximal 10 Minuten im Ofen. Backt die Kekse nicht zu lang, sonst werden sie zu hart.

3) Babykekse aus Getreidebrei und Obstmus

Mit diesem Rezept für Babykekse ohne Zucker schlagt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ihr verwendet euren Getreidebrei, der noch übrig ist und habt einen schnellen Snack fürs Baby. Das Obstmus macht ihr entweder selbst oder ihr nehmt Obstmark bzw. die Obstbreigläser für Babys. Da ist am wenigsten Zuckerzusatz enthalten.

Das braucht ihr: 100 g Getreidebrei (z. B. Hafer, Dinkel oder Roggen oder eine Mischung), 50 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl, 4 bis 5 Esslöffel Obstmus für Babys, etwas Rapsöl.

So wird's gemacht: Mischt den Getreidebrei in einer Schüssel mit dem Mehl und gebt euer Obstmus dazu. Gebt dann etwas Rapsöl hinzu und verrührt nochmal alles gut miteinander. Den zähen Teig rollt ihr aus und stecht mit Förmchen eurer gewünschten Größe Babykekse daraus. Backt die Kekse bei ca. 180° Umluft auf mittlerer Schiene für ca. 10 Minuten im Backofen.

kekse aus getreidebrei obstmus

4) Babykekse mit Datteln

Um etwas Süße in eure Kekse zu bekommen, ohne Zucker zu verwenden, eignen sich auch Datteln. Diese solltet ihr allerdings gut zerkleinern und am besten kurz aufkochen, wenn ihr sie für Babykekse verwendet, damit das Baby sie auch gut essen kann.

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Hinweis: Datteln geben eine natürliche Süße, sind aber sehr klebrig - gut zerkleinert oder als Mus verarbeitet eignen sie sich als Zuckerersatz in kleinen Mengen.

5) Babyplätzchen mit Babygläschen (Apfel, Erdbeere, Blaubeere mit Quinoa)

Damit auch die Kleinsten in der Adventszeit etwas zu Knabbern haben, kannst Du Deinem Baby diese Babyplätzchen anbieten. Dieses Rezept wurde von breifreibaby entwickelt und ist speziell auf die Bedürfnisse von Babys im Beikostalter abgestimmt. Mit unserem Baby Freche Freunde Gläschen “Apfel, Erdbeere, Blaubeere mit Quinoa” bekommt der Teig eine ganz besonders fruchtige Geschmacksnote.

Zutaten für etwa 25 Stück: 190 g Baby-Freche-Freunde-Gläschen Apfel, Erdbeere, Blaubeere mit Quinoa, 2 Eier, 150 g Dinkelmehl Type 630, 200 g gemahlene Mandeln, 1 1/2 TL Backpulver, 2 TL Ceylon Zimtpulver, 1 TL gemahlener Kardamom.

Zubereitung: Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Babybrei und Eier in eine Schüssel geben und mit dem Rührbesen des Handmixers leicht schaumig schlagen. In einer zweiten Schüssel Mehl, Nüsse, Backpulver und Gewürze mischen und zügig unter die feuchten Zutaten rühren. Mit einem angefeuchteten EL ca. 25 kleine Kugeln formen und leicht plattdrücken. Im Ofen (Mitte) ca. 13 Min. backen. Die Kugeln halten sich bis zu 4 Tagen lang frisch.

babyplätzchen mit babygläschen apfel erdbeere blaubeere

Weihnachtliche zuckerfreie Babykekse

Weihnachtszeit ist Backzeit - auch für die Kleinsten! Mit unserem Rezept für Weihnachtskekse für Babys zauberst Du leckere, gesunde und zuckerfreie Plätzchen, die perfekt für kleine Hände sind. Bunte Kekse gehören zur Weihnachtszeit einfach dazu. Doch klassische Plätzchen sind oft zu süß für Babys. Unsere Weihnachtsplätzchen für Babys verzichten komplett auf Zucker und überzeugen stattdessen mit natürlicher Süße aus Obst. Babykekse selber backen ist kinderleicht. Mit wenigen Zutaten entstehen gesunde Leckereien, die perfekt für kleine Hände und Münder sind. Unsere weihnachtlichen Babykekse sind weich und bröseln kaum, sodass sie sich perfekt für Baby-led Weaning eignen. Sie sind handlich geformt, sodass Babys sie gut greifen können. Ab Beikostreife können Babys die ersten Plätzchen probieren - natürlich angepasst an ihre Bedürfnisse. Unsere Rezepte verwenden nur babygerechte Zutaten und verzichten auf Honig, Zucker oder Salz. Die fertigen Kekse halten sich bis zu 4 Tage frisch, wenn Du sie luftdicht aufbewahrst. Extra-Tipp: Lass die Kekse gut auskühlen und friere sie ein.

Variationen und praktische Tipps

  • Früchte als Süßungsmittel: Banane, Apfelmark, Mango, Datteln oder Beeren geben natürliche Süße und liefern gleichzeitig Nährstoffe.
  • Mehlsorten variieren: Dinkelmehl, Vollkornmehl, Hafermehl oder gemahlene Nüsse (z. B. Mandeln) verändern Konsistenz und Geschmack.
  • Fette: Rapsöl ist praktisch und vitaminreich, Butter sorgt für Geschmack; für vegane Varianten Rapsöl oder Kokosöl verwenden.
  • Backzeit: Kekse nicht zu lange backen, sonst werden sie zu hart - 10-15 Minuten sind je nach Rezept typisch.
  • Backpapier-Alternative: Backen ist eine super Gelegenheit euren Alltag nachhaltig zu machen, ganz einfach in dem ihr kein normales Backpapier benutzt, sondern Backpapier-Alternativen.
  • Küchenhelfer: Für feine Konsistenzen Haferflocken im Mixer mahlen oder Obstmus pürieren.
Anleitung: Babykekse ohne Zucker backen - Schritt für Schritt

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Selbstgebackene Babykekse sind nicht so lange haltbar wie gekaufte, da sie keine Konservierungsstoffe enthalten und feuchtere Zutaten - zum Beispiel Bananen - zum Einsatz kommen. Wir empfehlen eine Aufbewahrung in einer luftdichten Dose im Kühlschrank, damit die Kekse keine Feuchtigkeit ziehen und vor Schimmelbildung geschützt sind. So bleiben sie drei bis maximal vier Tage haltbar. Empfehlenswert ist es auch, deine selbst gebackenen Babykekse einzufrieren. Gib sie in einen Gefrierbeutel oder eine gefrierfeste Dose - auf diese Art kannst du sie bis zu zwei Monate aufbewahren. Zum Auftauen nimmst du sie einfach raus und lässt sie bei Raumtemperatur auftauen. Wichtiger Tipp: Ganz gleich, wie du deine Babykekse aufbewahrst, achte immer darauf, dass die Kekse komplett ausgekühlt sind, bevor du sie verpackst.

Häufige Fragen

Ab wann dürfen Babys Kekse essen?

Sobald dein Baby die Beikostreifezeichen zeigt, kannst du eigentlich Kekse anbieten. Anfangs können die Kekse zu knusprig sein, deshalb erstmal mit weicheren Lebensmitteln die Beikost starten. In der Regel ab etwa 8-10 Monaten; bei BLW ab 6-7 Monaten möglich.

Wie lange halten die Kekse?

In einer luftdichten Dose im Kühlschrank 3-4 Tage, eingefroren bis zu 2 Monate.

Kann ich Industriezucker komplett vermeiden?

Ja - viele Rezepte setzen auf natürliche Süße aus Obst (Banane, Apfelmus, Datteln, Beeren). Früchte haben natürlich Zucker, aber die natürliche Süße ist meist vollkommen ausreichend.

Rezepttabelle (Kurzüberblick)

Rezept Hauptzutaten Backzeit Haltbarkeit
Vegane 3-Zutaten-Kekse Banane, Mehl, Rapsöl/Butter 10 Min. (Umluft 160°) 3-4 Tage / einfrieren
Haferflocken-Nuss-Kekse Haferflocken, Nüsse, Ei, Rapsöl max. 10 Min. (180°) 3-4 Tage / einfrieren
Getreidebrei + Obstmus Getreidebrei, Vollkornmehl, Obstmus ca. 10-15 Min. (180°) 3-4 Tage / einfrieren
Dattel-Kekse Datteln, Mehl, Butter/Öl 10-15 Min. 3-4 Tage / einfrieren
Babyplätzchen mit Babygläschen Babybrei-Gläschen, Dinkel, Mandeln, Eier ca. 13 Min. (175°) 4 Tage / einfrieren

Probiert verschiedene Varianten aus: Variiere den Teig nach Lust und Laune und füge weitere Zutaten hinzu. Es macht richtig viel Spaß zu sehen, wie die Kleinen mit zunehmendem Alter Interesse am Kochen und Backen zeigen. Mit unseren zuckerfreien Rezepten wird das gemeinsame Backen und Naschen zu einem gesunden Highlight!

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