Zimtwaffeln nach Omas Rezept: Ein Traditionsgebäck neu entdeckt
Zimtwaffeln sind mehr als nur ein Gebäck; sie sind ein Stück Kindheit, ein Duft von Weihnachten und ein Familienerbstück, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Besonders in der Vorweihnachtszeit, wenn der Duft von Zimt die Luft erfüllt, erinnern sich viele an die Stunden, die sie mit ihren Großmüttern in der Küche verbracht haben, um diese köstlichen Waffeln zu backen. Dieses Rezept ehrt diese Tradition und bietet eine Möglichkeit, den Geschmack der Kindheit wieder aufleben zu lassen.
Die Geschichte der Zimtwaffeln
Zimtwaffeln sind vor allem im Saarland und in der Pfalz ein beliebtes Traditionsgebäck. Die Rezepte werden innerhalb der Familien weitergegeben und sind oft eng mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Charakteristisch für Zimtwaffeln ist ihre hauchdünne und knusprige Konsistenz sowie das spezielle Waffeleisen, das zum Backen verwendet wird. Dieses Eisen prägt die Waffeln mit feinen Mustern und Motiven, die jede einzelne zu einem kleinen Kunstwerk machen.
Das traditionelle Rezept
Viele Familien haben ihr eigenes, gehütetes Rezept für Zimtwaffeln. Ein klassisches Rezept besteht aus wenigen, einfachen Zutaten:
- 500 g Weizenmehl (Type 550 oder 405)
- 250 g Zucker (oder 750g, je nach Rezept)
- 250 g Butter (oder 375g, je nach Rezept)
- 3 Eier (oder 6 Eier, je nach Rezept)
- 40 g Zimt (kräftige Sorte)
Zubereitung
- Teig zubereiten: Butter und Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier dazugeben und unterrühren. Zimt und Mehl mischen und löffelweise unter den Teig rühren. Es ist wichtig, dass ein fester, gleichmäßiger Teig entsteht.
- Teig ruhen lassen: Den Teig mindestens eine Stunde, besser noch über Nacht, kaltstellen. Dies ermöglicht es dem Teig, sich zu verfestigen und die Aromen besser zu entfalten.
- Waffeln backen: Den Teig zu kleinen Kugeln formen. Das Zimtwaffeleisen mit Kokosfett (Palmin) einfetten und die Kugeln hineinlegen. Die Waffeln ca. 3 Minuten goldbraun backen.
- Abkühlen und genießen: Die fertigen Zimtwaffeln vorsichtig aus dem Waffeleisen nehmen, auf einer schnittfesten Unterlage in Quadrate schneiden und auskühlen lassen. Noch warm mit Puderzucker bestäuben.
Variationen und Tipps
- Zimt: Für einen intensiveren Geschmack kann mehr Zimt verwendet werden. Es empfiehlt sich, hochwertigen Ceylon-Zimt zu verwenden, da dieser ein feineres Aroma besitzt als der günstigere Cassia-Zimt.
- Teigkonsistenz: Sollte der Teig zu weich sein, kann er nochmals kurz kaltgestellt werden.
- Vegane Variante: Für eine vegane Variante können Butter durch vegane Butter und Eier durch Hafermilch ersetzt werden.
- Weitere Zutaten: Dem Teig können gemahlene Haselnüsse oder Mandeln (65g) hinzugefügt werden, um den Geschmack zu variieren. Ein Fläschchen Rumaroma kann ebenfalls für eine besondere Note sorgen.
- Gewürzwaffeln: Anstatt 50g Zimt können 30g Zimt und 20g Zimtbrötchengewürz verwendet werden.
Das richtige Waffeleisen
Ein gutes Waffeleisen ist entscheidend für das Gelingen der Zimtwaffeln. Traditionell wurden schwere Eisenwaffeleisen verwendet, aber heutzutage gibt es auch moderne Geräte mit Antihaftbeschichtung. Wichtig ist, dass das Waffeleisen die typischen Muster und Motive in die Waffeln prägt. Eine beliebte Alternative ist auch das Hörncheneisen.
Aufbewahrung
Die ausgekühlten Zimtwaffeln sollten in einer luftdichten Keksdose an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. So bleiben sie bis zu vier Wochen frisch und knusprig.
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Zimtwaffeln für verschiedene Anlässe
Zimtwaffeln sind nicht nur ein beliebtes Weihnachtsgebäck, sondern passen auch zu anderen Anlässen. Sie können als süßer Snack zum Nachmittagstee serviert oder als besondere Beilage zum Kaffee gereicht werden. Auch für Picknicks oder als kleine Aufmerksamkeit in der Brotdose sind Zimtwaffeln eine willkommene Abwechslung.
Omas Waffelteig - Ein Grundrezept für viele Möglichkeiten
Omas Waffelteig ist flexibel und kann für verschiedene Arten von Waffeln verwendet werden. Hier ist ein Grundrezept, das sich leicht anpassen lässt:
- 4 Eier (Größe M)
- 400 g Mehl (Type 405 oder Dinkelmehl Type 630)
- 300 ml Milch
- 180 g Zucker
- 80 ml neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl) oder 100 g weiche Butter
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (8 g)
- 1 Päckchen Backpulver (16 g)
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine gut verrühren.
- Das Waffeleisen vorheizen und bei Bedarf mit etwas Öl einfetten.
- Pro Waffel einen kleinen Schöpflöffel Teig in das Waffeleisen geben und goldbraun backen.
Dieser Teig kann auch im Kühlschrank aufbewahrt und später verwendet werden.
Serviertipps
Zimtwaffeln können auf verschiedene Arten serviert werden. Klassisch sind sie mit Puderzucker bestäubt oder mit heißen Kirschen und Schlagsahne. Auch Nuss-Nougat-Creme, Marmelade, Honig, Obstsalat oder Schokoladenstreusel sind beliebte Varianten. Für manche gehört auch Apfelmus zum Waffelglück dazu.
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