Welche Tiere fressen Honig? Eine umfassende Betrachtung

Obwohl der Honigdachs namensgebend für seine Vorliebe für Honig ist, stellt sich die Frage, welche anderen Tiere ebenfalls Honig zu ihrer Nahrungsgrundlage zählen. Dieser Artikel beleuchtet die Ernährungsweise verschiedener Tierarten und geht dabei besonders auf den Honigdachs ein, ein Tier, das für seine Furchtlosigkeit und Anpassungsfähigkeit bekannt ist.

Der Honigdachs: Mehr als nur ein Honigliebhaber

Der Honigdachs, auch bekannt als Ratel, ist ein faszinierendes Tier, das in den Wäldern, Steppen und Bergen Afrikas und Asiens beheimatet ist. Sein Aussehen ist unverwechselbar: Der vordere Teil seines Körpers ist schwarz, während Kopf, Rücken und Schwanz von einem weiß-grauen Fell bedeckt sind. Es gibt auch vollständig schwarze Honigdachse, allerdings sind diese auf bestimmte Unterarten beschränkt.

Obwohl sein Name darauf hindeutet, dass Honig seine Hauptnahrungsquelle ist, ist der Honigdachs ein Allesfresser. Seine Lieblingsspeise sind Bienenlarven, die er in Bienenstöcken findet. Er frisst zwar auch Honig, aber sein Hauptaugenmerk liegt auf den Larven und Puppen der Bienen.

Lebensraum und Unterarten

Honigdachse sind in weiten Teilen Afrikas südlich der Sahara sowie in Teilen Westasiens und der Indischen Halbinsel verbreitet. Es gibt etwa 12 anerkannte Unterarten, darunter der Persische Ratel, der Nepalesische Ratel, der Indische Ratel, der Schwarze Ratel, der Weißrückenratel und der Tschadsee-Ratel mit Sprenkeln.

Furchtlosigkeit und Aggressivität

Der Honigdachs ist bekannt für seine Furchtlosigkeit, selbst gegenüber größeren Gegnern. Er greift massive Tiere wie Büffel an, wenn sie in sein Revier eindringen. In die Enge getrieben, verteidigt er sich und sein Revier heftig. Dabei sträubt er sein Fell, zeigt seine scharfen Zähne und langen Krallen, faucht und knurrt und versprüht einen üblen Geruch.

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Anpassungsfähigkeit und Verteidigungsmechanismen

Die Stärke und Furchtlosigkeit des Honigdachses beruhen auf verschiedenen Faktoren. Seine dicke Haut ist schwer zu durchdringen, und ihre Elastizität ermöglicht es ihm, sich in Gefangenschaft zu drehen und seinen Angreifer anzugreifen. Seine kräftigen Pfoten mit langen, gebogenen Krallen dienen zum Graben, zur Zerstörung von Termitenhügeln und Bienenstöcken sowie zur Verteidigung.

Honigdachse scheinen auch eine gewisse Resistenz gegen Schlangengift zu besitzen. Es ist bekannt, dass sie giftige Kobras jagen. Wenn eine Kobra den Honigdachs beißt, kann das Gift eine vorübergehende Lethargie verursachen, aber nach etwa zwei Stunden erwacht das Tier wieder und verzehrt die Kobra.

Ein weiterer Abwehrmechanismus ist die Fähigkeit, in Gefahrensituationen eine stark unangenehm riechende Flüssigkeit abzusondern, die Insekten und größere Tiere abschrecken kann.

Ernährungsgewohnheiten

Honigdachse sind opportunistische Aasfresser, die sich an die jeweiligen Umstände anpassen. Ihre Ernährung umfasst kleine Nagetiere, Schlangen, Frösche, Vögel und Vogeleier. Sie können fast jedes Tier mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm oder mehr erbeuten. In der südlichen Kalahari-Wüste wurden über 60 Arten von Beutetieren der Honigdachse gezählt.

Sie fressen auch Pflanzen wie Wurzeln, Zwiebeln, Beeren und Früchte. Manchmal fressen sie Früchte wegen der Flüssigkeit. Sie dringen gerne in Bienenstöcke, Termitenhügel und Höhlen von Nagetieren ein.

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Andere Tiere, die Honig fressen

Neben dem Honigdachs gibt es noch andere Tiere, die Honig als Teil ihrer Ernährung nutzen:

  • Bären: Bären sind bekannt für ihre Vorliebe für Honig. Sie plündern Bienenstöcke und nehmen dabei viele Stiche in Kauf, um an den nahrhaften Honig und die Waben zu gelangen.
  • Affen: Einige Affenarten, insbesondere solche, die in tropischen Regionen leben, fressen ebenfalls Honig. Sie nutzen ihre Geschicklichkeit, um an den Honig in Bienenstöcken zu gelangen.
  • Vögel: Einige Vogelarten, wie der Honiganzeiger, haben sich auf das Auffinden von Bienenstöcken spezialisiert und führen andere Tiere, wie den Honigdachs oder den Menschen, zu ihnen. Nachdem diese den Bienenstock geöffnet haben, profitieren auch die Vögel von dem Honig und den Larven.
  • Insekten: Verschiedene Insektenarten, darunter einige Käfer und Fliegen, ernähren sich ebenfalls von Honig. Sie dringen in Bienenstöcke ein, um an den Honig zu gelangen, und können dabei Schäden an den Waben verursachen.

Bedrohungen und Schutzstatus

Honigdachse haben fast keine natürlichen Feinde, da viele große Raubtiere den Umgang mit ihnen meiden. Gelegentlich werden sie jedoch von Löwen und Leoparden getötet, meist alte oder geschwächte Tiere. Die größte Bedrohung für Honigdachse geht vom Menschen aus. Sie werden wegen ihres Fleisches gejagt, und Teile ihrer Körper werden in der traditionellen Medizin verwendet. Imker stellen Fallen auf, um ihre Bienenstöcke zu schützen.

Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist die Art nicht ernsthaft bedroht, obwohl die Gesamtpopulation abnimmt. Ihr Schutzstatus ist am wenigsten besorgniserregend. Die zurückgezogene Lebensweise und die Abgeschiedenheit der Lebensräume des Honigdachses vom Menschen tragen zu seinem Überleben bei. Dennoch stuft die Naturschutzbiologie die Art in einigen bestimmten Lebensräumen als gefährdet ein.

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