Welche Cornflakes sind zuckerarm? Ein umfassender Leitfaden
Cornflakes sind ein beliebter Frühstücksklassiker, der schnell und einfach zubereitet ist. Viele Verbraucher achten jedoch zunehmend auf den Zuckergehalt in Lebensmitteln und suchen nach zuckerarmen Alternativen. Dieser Artikel untersucht, welche Cornflakes wenig Zucker enthalten, welche gesundheitlichen Aspekte zu berücksichtigen sind und welche Alternativen es gibt.
Zucker in Cornflakes: Eine kritische Betrachtung
Viele herkömmliche Cornflakes enthalten zugesetzten Zucker, der nicht nur Karies verursachen, sondern auch zu Übergewicht und anderen gesundheitlichen Problemen beitragen kann. Das Bio-Start-up Erdbär hat beispielsweise mit seiner Kampagne gegen die Zuckerlobby auf die Problematik aufmerksam gemacht und zuckerreduzierte Frühstücksprodukte auf den Markt gebracht. Diese Produkte, wie "Zimt Gedöns", "Schoko Dinger" oder "Bunte Kringel", enthalten zwar weniger Zucker als viele konventionelle Produkte, sind aber dennoch nicht zuckerfrei.
Einige Hersteller, wie Kellogg's, haben reagiert und den Zuckergehalt in ihren Produkten reduziert. Allerdings wird ein Teil des Zuckers oft durch Glukosesirup ersetzt, der vom Körper ähnlich verarbeitet wird und somit keine echte Verbesserung darstellt. Zudem kann die Deklaration auf der Zutatenliste irreführend sein, da Glukosesirup aufgrund seiner höheren Menge im Vergleich zu Zucker weiter vorne steht, obwohl er gesundheitlich ähnlich zu bewerten ist.
Zuckerarme Cornflakes: Empfehlungen und Vergleiche
Einige Marken bieten Cornflakes mit deutlich reduziertem Zuckergehalt an. Ein Beispiel sind die dm Bio Cornflakes, die gänzlich ungesüßt sind und nur 0,3 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten. Im Vergleich dazu enthalten die als kinderfreundlich beworbenen NAT Frühstücksflakes von Nestlé 16,8 Gramm Zucker pro 100 Gramm, was über der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Kinderlebensmittel liegt (maximal 12,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm). Kellogg's Cornflakes enthalten 8,0 Gramm Zucker pro 100 Gramm.
Öko-Test hat 48 Cornflakes-Produkte getestet und dabei deutliche Unterschiede im Zuckergehalt festgestellt. Viele Bio-Cornflakes schnitten gut ab, darunter Produkte von Davert, DM Bio, Ener Bio, Hensel, Alnatura, Bauck Mühle, Campo Verde, K-Bio, Rewe Bio, Spielberger Mühle und Verival. Diese Produkte enthalten oft keinen Zuckerzusatz und bestehen aus Dinkel oder Mais aus biologischem Anbau.
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Salzgehalt in Cornflakes
Neben dem Zuckergehalt ist auch der Salzgehalt in Cornflakes ein wichtiger Faktor. Ein hoher Salzkonsum kann zu Bluthochdruck und anderen Gesundheitsproblemen führen. Ernährungswissenschaftlerin Sabine Reichhold betont, dass viele Cornflakes zu viel Salz enthalten. Der Salzgehalt variiert stark, von weniger als 0,01 Gramm (dm Bio Cornflakes) bis zu 1,1 Gramm (Kellogg's Cornflakes) pro 100 Gramm. Die Verbraucherzentrale stuft Produkte mit mehr als 1,5 Gramm Salz pro 100 Gramm als erhöht ein.
Nachhaltigkeit und Verpackung
Ein weiterer Aspekt ist die Nachhaltigkeit der Produkte. Viele Hersteller, darunter Rewe, Lidl, Nestlé und Kellogg, verpacken ihre Cornflakes doppelt in Kunststofftüten und Umkartons, was zu mehr Emissionen und Müll führt. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert diese Praxis und argumentiert, dass die zusätzlichen Kartonagen hauptsächlich dazu dienen, den Verbrauchern eine größere Produktmenge vorzugaukeln. Einige Hersteller, wie dm und Seitenbacher, verzichten auf die zusätzliche Verpackung.
Auch die Herkunft des Mais ist relevant. Einige Hersteller beziehen ihren Mais aus Argentinien, was lange Transportwege und höhere CO2-Emissionen verursacht. dm bezieht seinen Mais beispielsweise aus Italien, Nestlé aus Polen. Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe betont, dass Mais für Cornflakes problemlos in Europa angebaut werden kann.
Tipps für eine zuckerarme Ernährung
Um den Zuckerkonsum zu reduzieren, empfiehlt es sich, auf unverarbeitete Lebensmittel zurückzugreifen und Müslis selbst aus Vollkornflocken, Nüssen und Obst zusammenzustellen. Der Nutri-Score kann als Hilfsmittel dienen, um Produkte miteinander zu vergleichen. Beim Kauf von Frühstücksflocken sollte auf den Zucker- und Ballaststoffgehalt geachtet werden: Je weniger Zucker und je mehr Ballaststoffe, desto besser. Die WHO empfiehlt, dass Frühstückscerealien für Kinder höchstens 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten sollten.
Alternativen zu Cornflakes
Neben zuckerarmen Cornflakes gibt es auch andere gesunde Frühstücksalternativen. Ernährungswissenschaftlerin Reichhold empfiehlt ein selbstgemachtes Müsli mit ballaststoffreichen Haferflocken. Auch Porridge oder Basis-Müslis können eine gute Wahl sein, wobei auch hier auf den Zuckergehalt geachtet werden sollte.
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Cornflakes vielseitig einsetzen
Cornflakes können nicht nur zum Frühstück, sondern auch als Zutat in Müslis, als knusprige Panade oder als Snack für zwischendurch verwendet werden. Vegane Schoko-Cornflake-Crunchies sind eine leckere Option für einen süßen Snack. Auch als Back- und Kochzutat sind Cornflakes vielseitig einsetzbar.
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