Wie Zucker Arthrose begünstigt: Ursachen und Ernährungsempfehlungen

Arthrose ist eine weit verbreitete Gelenkerkrankung, die durch übermäßigen Knorpelverschleiß gekennzeichnet ist. Dieser Artikel beleuchtet, wie Zucker und andere Ernährungsfaktoren die Entstehung und den Verlauf von Arthrose beeinflussen können, und gibt Empfehlungen für eine angepasste Ernährung.

Arthrose: Ein Entzündungsprozess

Arthrose ist nicht nur eine Abnutzungserscheinung, sondern auch ein Entzündungsprozess. Geht der schützende Knorpel in den Gelenken verloren, kommt es zu Entzündungen und Schmerzen. Obwohl der Verschleiß nicht rückgängig gemacht werden kann, kann eine Ernährungsumstellung viel bewirken.

Der Einfluss von Zucker auf Entzündungen

Ein hoher Zuckerkonsum kann Entzündungen im Körper befeuern. Daher ist es wichtig, den Konsum von Süßigkeiten, Gebäck und Weißmehlprodukten zu reduzieren. Kohlenhydrate, insbesondere einfacher Zucker, können Entzündungsprozesse fördern. Stattdessen sollte man Vollkornprodukte wählen und Kaffee oder Tee ungesüßt trinken. Bei Heißhunger auf Süßes kann ein fettarmer Joghurt mit Marmelade, Früchten und etwas Honig eine gesündere Alternative sein.

Ernährungsempfehlungen bei Arthrose

Was man essen sollte

  • Gemüse und Pflanzenöle: Viel Gemüse und gesunde Pflanzenöle wie Leinöl und Rapsöl sollten auf dem Speiseplan stehen.
  • Omega-3-Fettsäuren: Diese Fettsäuren, die in Leinöl und fettreichem Fisch wie Lachs, Hering und Makrele enthalten sind, unterstützen den Körper bei der Bekämpfung von Entzündungen.
  • Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente: Eine pflanzenbasierte Ernährung bietet eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen, die für die Gelenkknorpel wichtig sind. Besonders Silizium (in Kieselsäure) hat eine knorpelstabilisierende Wirkung.
  • Entzündungshemmende Gewürze: Kurkuma, Chili und Zimt können schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Eine Mixtur aus Kreuzkümmel, Koriander und Muskat kann die Durchblutung der Gelenkschleimhaut verbessern.
  • Lauchöl (Allicin): Enthalten in Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch, wirkt knorpelschützend und reduziert die Bildung von Arachidonsäure.
  • Ballaststoffe: Lösliche (in Gemüse und Früchten) und unlösliche (in Getreide und Hülsenfrüchten) Ballaststoffe wirken gewichtsstabilisierend und können Entzündungen lindern.
  • Eiweiß und Vitamin D: Wichtig für den Muskelaufbau und die Knochengesundheit. Pflanzliche Quellen wie Hülsenfrüchte, fettarme Milchprodukte und Tofu sind gute Alternativen zu Fleisch.

Was man vermeiden sollte

  • Fleischkonsum einschränken: Insbesondere rotes Fleisch und Wurst enthalten viele entzündungsfördernde Stoffe, wie Arachidonsäure.
  • Omega-6-Fettsäuren reduzieren: Diese Fettsäuren, die in Eiern, Schweineschmalz, Leber und einigen pflanzlichen Ölen (Distelöl, Sonnenblumenöl, Kokosöl, Sesamöl, Sojaöl) enthalten sind, können Entzündungen fördern.
  • Milchprodukte: Kuh- oder Ziegenmilch ist für den Menschen artfremd und enthält Östrogene und Arachidonsäure, die Entzündungen fördern können. Käse enthält zudem Casomorphin, eine süchtigmachende Substanz.
  • Wurstwaren: Enthalten oft viele Zusatzstoffe und Arachidonsäure.
  • Hochverarbeitete Lebensmittel: Wurst, Fastfood und Weißmehlprodukte können Entzündungen begünstigen.
  • Zucker: Süßigkeiten, Gebäck und Weißmehlprodukte sollten reduziert werden.
  • Koffein, Alkohol und Nikotin: Diese Substanzen sollten vermieden werden.

Weitere Faktoren, die Arthrose beeinflussen

  • Übergewicht: Übergewicht belastet die Gelenke und fördert Entzündungen. Intervallfasten kann helfen, das Gewicht zu reduzieren.
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung ist wichtig für die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen und die Produktion von Gelenkflüssigkeit.
  • Fehlbelastung und Überlastung: Diese Faktoren können die Entstehung einer Arthrose begünstigen.

Die Rolle von Gewürzen

Viele Gewürze haben entzündungshemmende Inhaltsstoffe. Dazu gehören Kurkuma, Chili oder Zimt. Ein häufig wirksames natürliches Schmerzmittel bei Arthrose ist zudem eine Mixtur aus Kreuzkümmel, Koriander und Muskat. Diese Gewürze verbessern die Durchblutung der Gelenkschleimhaut. Das Wunderbare an Gewürzen ist, dass sie nicht nur wertvolle Pflanzenstoffe liefern, sondern auch ausgezeichnet schmecken - im Quark, im Dip, im Curry oder als Verfeinerung eines Gemüsegerichts. Faustregel bei der Dosierung: Ein bis zwei Messerspitzen pro Tag und Gewürz gelten als übliche Verzehrmenge.

Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel

Studien liefern erste Hinweise darauf, dass Mikronährstoffe positive Effekte auf den Knorpel und die Schmerzsymptome haben können. Zu den Mikronährstoffen zählen mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamin D, Vitamin K sowie die Antioxidantien Vitamin C, E und Selen. Die Studie zeigt auch, dass zu hohe Eisen- und Kupferspiegel hingegen schädlich für die Schleimhaut des Gelenks (Synovialmembran) und den Knorpel sein können.

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  • Vitamin C: Kofaktor der Kollagensynthese und antioxidativ wirksam.
  • Vitamin D: Niedrige Spiegel sind mit reduziertem Muskelstatus und höherem Arthroserisiko assoziiert. Zielbereich: 25(OH)D 30-50 ng/ml.
  • Vitamin E: Lipophiles Antioxidans; niedrigere Spiegel korrelieren mit erhöhter Entzündungsaktivität im Gelenk.
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA): Hemmen proinflammatorische Eicosanoide. 1-2 g /Tag reduzieren inflammatorische Marker und Beschwerden.
  • Curcumin: Kann als phytotherapeutische Option zur Kontrolle niedriggradiger Entzündungsprozesse eingesetzt werden. In Studien vergleichbar mit nicht-steroidalen Antirheumatikan (NSAR) wirksam (500-1.000 mg/Tag), insbesondere bei entzündlicher Symptomatik.
  • Glucosaminsulfat: 1.500 mg/Tag verbessern gemäß Studien Schmerz und Funktion bei beginnender Arthrose.

Potenziell ungesunde Dosierungen finden sich manchmal in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM).

Diabetes und Arthrose

Menschen mit Diabetes scheinen anfälliger für Gelenkbeschwerden wie Arthrose zu sein. Übergewicht ist ein Risikofaktor sowohl für Arthrose als auch für Typ-2-Diabetes. Forschende haben eine genetische Überlappung zwischen Typ-2-Diabetes und Arthrose gefunden, die es ermöglichen könnte, dass betroffene Menschen von bereits zugelassenen Medikamenten schneller profitieren.

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