Vogelfutter-Kuchen selber machen: Rezepte, Anleitung und Tipps
Seit ein paar Jahren mache ich für die Piepmätze im Winter gerne kleine Vogelkuchen selber. Das geht nicht nur einfach und schnell, die Vögel hier lieben es. Seitdem findet im Garten regelmäßig eine Vogelparty statt. Finde es immer zu schön sie dabei zu beobachten, wie sie sich auf die Miniküchleins stürzen.
Warum Vogelfutter-Kuchen selbst machen?
So ein Vogelfutter-Kuchen ist schnell gebacken und sieht auch noch schön aus. Das Futter ist nicht nur in den Vogelhäusern verteilt, es lässt sich super an die Bäume hängen oder liegt zwischen meiner Winterdeko im Garten. Und wer Lust hat, der kann aus Schnee gleich eine schöne Futterstelle bauen und seinen Vogelfutterkuchen darin anbieten.
Grundregeln: Was niemals in Vogelfutter-Kuchen gehört
- Selbstverständlich darf man keine Zutaten wie Salz, Zucker, Backtriebmittel oder Gewürze in den Vogelfutterkuchen mischen, da sie für Vögel sehr schädlich sein können.
- Jede Vogelart bevorzugt ein anderes Futter. Natürlich gibt es bunte Mischungen die alle Geschmäcker weitgehend abdecken, aber auch die Position der Futterstelle kann entscheidend sein.
- Amseln nehmen ihr Futter beispielsweise am liebsten in Bodennähe auf. Wer Amseln im Garten hat, wird beobachten, dass sie an der Futterstelle gerne viel „Mist“ machen und loses Futter wild verteilen.
Rezept A: Klassische Körnermischung mit Kokosfett (für Förmchen und Sterne)
Dieses Mal habe ich sie nur aus einer Körnermischung und Kokosfett zubereitet. Davor das Mal waren noch kleine Zieräpfel dabei. Rosinen oder getrocknete Wildbeeren sind auch perfekt.
Zutaten
- gemischtes Vogelfutter (oder ihr mischt es selber z.B. mit Sonnenblumenkernen, Getreideflocken, Rosinen, getrocknete Wildbeeren, etc.)
- Kokosfett z. B. von Palmin
- Pappteller oder eine andere Unterlage
- Stern Keksausstecher oder eine andere süße Form / Muffinförmchen
- Alufolie, Zahnstocher, Bäckergarn zum Aufhängen
Zubereitung
- Zuerst das Kokosfett schmelzen und dann über die Körnermischung schütten. Alles gut vermengen und in die Förmchen füllen.
- Den Ausstecher so von unten mit der Alufolie fest umwickeln, dass er nun so etwas wie einen Boden hat und das flüssige Fett später nicht herausfließen kann. (Bei meinem ersten Versuch ist mir ein zu großer Anteil des Fetts auf die Unterlage geflossen, so dass das Vogelfutter nicht ausreichte und zusammenpappte.)
- Kokosfett schmelzen und dann ein wenig abkühlen lassen, bis es wieder etwas an Festigkeit zunimmt. Hier sollte man natürlich den Punkt nicht verpassen, wo aus flüssig und weich wieder fest wird.
- Vogelfutter in das Kokosfett geben und gut vermengen. Aber nehmt nicht zu viel Vogelfutter, sonst zerbröseln die birdy cookies hinterher.
- Diese Mischung nun in die Formen geben und etwas festdrücken. Einen Zahnstocher für ein Loch im oberen Bereich reinstecken, damit die Vogelleckereien auch in die Bäume gehängt werden können.
- Anschließend das Bäckergarn durch das Loch fädeln, eine Schlaufe machen und verknoten. Abwarten, Tee trinken und Kekse mümmeln. Und irgendwann - vielleicht am besten am nächsten Tag - die cookies aus den Formen drücken.
Mit Keksaustechern funktioniert es auch sehr gut. Zum Aufhängen eine Schnur durchziehen.
Rezept B: Gebackener Vogelfutter-Kuchen (mit Quark und Hafer)
Seit ein paar Jahren mache ich für die Piepmätze im Winter gerne kleine Vogelkuchen selber. Das geht nicht nur einfach und schnell, die Vögel hier lieben es.
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Zutaten
- Speisequark
- Hafermehl
- Haferflocken
- gehackte Nüsse
- optional: Rosinen, Sonnenblumenkerne oder eine Vogelfuttermischung
- optional: etwas Kokosfett für größere Geschmeidigkeit
Zubereitung
- Speisequark und Hafermehl mischen.
- Nach und nach Haferflocken und gehackte Nüsse hinzu geben, bis aus der Mischung ein klebriger Teig entsteht.
- Wer möchte, kann der Mischung noch Rosinen, Sonnenblumenkerne oder eine Vogelfuttermischung hinzugeben.
- Man sollte darauf achten, dass der Teig nicht „zu trocken“ wird, damit sich der Kuchen beim Backen nicht verhärtet. Für eine größere Geschmeidigkeit kann man auch etwas Kokosfett in die Teigmischung geben.
- Der Teig wird in die Brotform gefüllt und glatt verstrichen. Wer möchte, kann die Oberfläche mit einem Muster verzieren. Ich habe dafür etwa ein Fünftel des Teigs aufgespart und nach und nach auf der Oberfläche platziert.
- Nach einer Backzeit von etwa 30 - 40 Minuten bei 150°C ist der Vogelfutterkuchen fertig. Je nachdem wie dick der Kuchen ist, kann sich die Backzeit natürlich verändern.
- Wenn man sich nicht sicher ist ob der Kuchen schon fertig ist oder nicht, testet man seine Festigkeit mit einem Stäbchen. Dafür steckt man einen Zahnstocher oder ein Spießchen in den Kuchen.
- Da so ein Kuchen natürlich nicht auf einmal aufgefressen wird, zerteilt man ihn am besten in kleinere Brocken und verfüttert diese nach und nach.
Rezept C: Vogelfutter-Muffins mit Honey Pops und Karamell (Knabberei-Variante)
Heute morgen im Bus sah ich ein Mädchen mit einer ganzen Schüssel dieser 'Leckerei', es sah so interessant aus, dass ich fragte, was das ist. Sie sagte "Vogelfutter-Muffin", lecker, wird aus Honey Pop, Butter und Caramel gemacht !!!
Zutaten
- 1 Packung Honey Pops (Kellogg's)
- 250 g Sonnenblumenkerne
- 250 g Butter
- 425 g Karamellbonbon (weiche)
Zubereitung
- Honey Pops in einen größeren hitzebeständigen Topf schütten.
- Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne OHNE Fett anrösten und auf die Honey Pops in den Topf geben.
- Die Butter in einem Topf schmelzen. Nun die weichen Karamellbonbon zugeben und alles zusammen so lange verrühren, bis sich die Bonbons aufgelöst haben und eine cremige Masse entstanden ist.
- Die fertige heiße cremige Masse wird nun über die Pops und die Sonnenblumenkerne geschüttet und sofort mit dem Rührlöffel vermengt. Wichtig ist, dass sich alles gut miteinander verbindet, bzw. überall Karamell ist, welches bindet.
- Nun die Masse mit einem Esslöffel in Muffinförmchen füllen. Die Größe bestimmen Sie dabei selbst. Auskühlen lassen und fertig sind die leckeren "Vogelfutter-Muffin".
Tipps zur Fütterung und Lagerung
- Das Futter ist nicht nur in den Vogelhäusern verteilt, es lässt super an die Bäume hängen oder liegt zwischen der Winterdeko im Garten.
- Da der Boden aber noch gefroren ist, habe ich mich heute früh gleich mal auf dem Eis lang gemacht. (Hinweis: beim Aufhängen vorsichtig sein und sichere Plätze wählen.)
- Da so ein Kuchen natürlich nicht auf einmal aufgefressen wird, zerteilt man ihn am besten in kleinere Brocken und verfüttert diese nach und nach.
- Jede Vogelart bevorzugt ein anderes Futter; je nach Arten in eurem Garten könnt ihr die Mischungen variieren.
Variationen und Dekoration
Ich habe dafür etwa ein Fünftel des Teigs aufgespart und nach und nach auf der Oberfläche platziert. Der Teig ist sehr klebrig und lässt sich nicht in Form kneten. Und am Ende sieht der Vogelfutterkuchen dann etwa so aus.
Kurze Tabelle: Vergleich der drei Rezepte
| Rezept | Hauptzutaten | Besonderheit |
|---|---|---|
| Kokosfett + Körnermischung | Kokosfett, Körnermischung | Schnell, gut für Förmchen und Aufhängen |
| Gebackener Vogelfutter-Kuchen | Quark, Hafer, Nüsse | Bäckt wie Kuchen, portionierbar |
| Honey Pops Muffins | Honey Pops, Sonnenblumenkerne, Karamell | Knusprige Süß-Variante, bindet mit Karamell |
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! Schneit es bei euch? Oder ist es eher ein nasses Grau in Grau. Bei uns hier ist es heute wieder sehr regnerisch.
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