Die Herkunft des "Aus der Torte Springen": Eine Untersuchung

Die Vorstellung, dass jemand aus einer Torte springt, ist ein überraschendes und oft humorvolles Bild, das vor allem mit Geburtstagsfeiern und besonderen Anlässen assoziiert wird. Aber woher kommt diese ungewöhnliche Tradition?

Die Torte als Symbol

Die Torte selbst hat eine lange Geschichte als Symbol für Feierlichkeiten. Von den einfachen, honigsüßen Broten der Antike bis zu den aufwendigen, mehrstöckigen Kreationen der Moderne, Torten waren immer ein Zeichen von Wohlstand und besonderer Bedeutung. Sie sind ein zentraler Bestandteil von Geburtstagen, Hochzeiten und anderen wichtigen Ereignissen.

Die Überraschung als Element

Das Element der Überraschung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil vieler Feierlichkeiten. Ein unerwartetes Geschenk, eine plötzliche Party oder eben das "Aus der Torte Springen" sorgen für Aufregung und Freude. Es bricht die Routine und macht den Anlass unvergesslich.

Mögliche Ursprünge

Obwohl es keine eindeutigen historischen Belege für den genauen Ursprung des "Aus der Torte Springen" gibt, lassen sich einige mögliche Einflüsse und Entwicklungen erkennen:

  • Varieté und Burlesque: In der Welt des Varieté und Burlesque gab es schon früh Darbietungen, bei denen Künstler aus ungewöhnlichen Objekten auftauchten. Eine überdimensionale Torte könnte hier als besonders auffälliges und humorvolles Requisit gedient haben.
  • Geburtstagsrituale: Die Tradition, Geburtstagstorten mit Kerzen zu versehen und sich etwas zu wünschen, bevor man sie ausbläst, ist weit verbreitet. Das "Aus der Torte Springen" könnte eine Weiterentwicklung dieses Rituals sein, um die Überraschung und den Spaßfaktor zu erhöhen.
  • Popkultur: Filme und Fernsehsendungen haben sicherlich dazu beigetragen, das Bild des "Aus der Torte Springen" zu popularisieren und zu verbreiten. Es ist ein visueller Gag, der leicht verständlich ist und oft für humorvolle Effekte eingesetzt wird.

Die Herstellung der Torte

Die Torte, aus der jemand springt, ist in der Regel eine spezielle Anfertigung. Es besteht aus Karton oder Holz. Der Korpus und die Torte sind extra dafür angefertigt. Derjenige, der rausspringen soll, stellt sich rein und oben wird eine Torte drauf gestellt. Eine gestufte Torte kann man aus Weichholz selber bauen. Mit dem Motiv kann man dann zum Bäcker gehen und sagen, er soll darauf eine Torte machen, also das Holz-"Blech" belegen.

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Fazit

Das "Aus der Torte Springen" ist eine skurrile und unterhaltsame Tradition, deren Ursprünge im Dunkeln liegen. Es ist eine Kombination aus dem symbolischen Wert der Torte, dem Element der Überraschung und dem Einfluss von Varieté, Geburtstagsritualen und Popkultur.

Weitere Traditionen rund um Torten

Neben dem "Aus der Torte Springen" gibt es noch viele andere Traditionen und Bräuche rund um Torten:

  • Die Schwarzwälder Kirschtorte: Diese Torte ist weit über regionale Grenzen hinweg bekannt und beliebt. Die Schwarzwälder Kirschtorte verbinden wohl die meisten Menschen mit dem Schwarzwald. Ob sie ihren Ursprung jedoch wirklich hier in der Region hat, daran scheiden sich die Geister. Ihren Ursprung hat die Schwarzwälder Kirschtorte nicht als Torte, sondern als geschichtetes Schalendessert. Dass man dann daraus eine Torte geformt hat, das fing erst ab den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts an. Zu der Entstehung der Torte als solche existieren verschiedene Geschichten. Keine von ihnen ist allerdings verifiziert. Die bekannteste Version besagt, dass der aus Riedlingen stammende Konditor Josef Keller 1915 in einem Café in Bad Godesberg bei Bonn eine Torte erfand, die als erste Schwarzwälder Kirschtorte in die Geschichte einging. Die zweite Geschichte soll sich in Tübingen abgespielt haben. Nachforschungen eines ansässigen Stadtarchivars ergaben, dass ein Konditor namens Erwin Hildenbrand 1930 die erste Schwarzwälder Kirschtorte gebacken haben soll. Auch über die Herkunft des Namens herrscht keine Einigkeit. Denkbar sei, dass die Farben Schwarz, Weiß und Rot an Schwarzwälder Trachten erinnern. Insbesondere der Vergleich der Kirschen mit dem bekannten Bollenhut liege nahe. Eine weitere Version führt den Namen auf das Schwarzwälder Kirschwasser zurück, welches ein essentieller Bestandteil der Torte ist. Seit 2014 ist die Schwarzwälder Kirschtorte eine eingetragene „garantiert traditionelle Spezialität“. Das Kirschwasser muss Schwarzwälder Kirschwasser sein.
  • Die Napoleon-Torte: Erzählungen nach wurde die Napoleon-Torte 1912 von russischen Konditoren erfunden, die den hundertjährigen „Sieg“ gegen Napoleon bei seinem Russlandfeldzug feierten. Was zunächst ein Dreieck war, um den Hut Napoleons zu symbolisieren, wurde sehr bald zu einer Torte abgewandelt. Bis heute ist diese Torte extrem populär, besonders auf russlanddeutschen Hochzeiten ist diese Torte standardmäßig dabei. Wir machen eine Art Blitzblätterteig, aus dem wir insgesamt 12 (!) Böden rollen, die wir anschließend einzeln mit Creme bestreichen. Die Torte sollte mindestens eine Nacht so vorbereitet durchziehen können, damit die Tortenböden weicher werden und die Creme ihren vollen Geschmack entfalten kann. Die Böden kann man super einfrieren, was bedeutet, dass diese Torte perfekt lange im Voraus zubereitet werden kann.

Torten als Spiegel der Kultur

Torten sind nicht nur süße Speisen, sondern auch Ausdruck ästhetischer Entwicklungen. Werke aus Konditorei und Pâtisserie erzählen Geschichten von Kultur, Handwerk und gesellschaftlichem Wandel. Die Gestaltung süßer Speisen hat sich über die Jahrhunderte verändert und das Konsumverhalten die Konditorei geprägt.

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