Vegane Schokolade zum Backen: Tipps und Empfehlungen
Immer mehr Menschen entdecken den pflanzlichen Genuss, und vegane Schokolade erfreut sich dabei großer Beliebtheit. Besonders für Veganer:innen, die nicht auf den schokoladigen Genuss verzichten wollen, gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an veganen Schokoladenprodukten, die sowohl pur als auch in Backrezepten Verwendung finden können.
Was ist vegane Schokolade?
Vegan bedeutet, dass bei der Herstellung auf Zutaten tierischen Ursprungs verzichtet wird, allen voran Milchprodukte. Klassische Milchschokolade enthält neben Kakaomasse auch Milch, welche durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden muss, damit die Schokolade für Veganer:innen geeignet ist. Das kann einfach klingen, ist aber eine Herausforderung für Hersteller, da pflanzliche Drinks wie Reis- und Sojamilch einen geringeren Fettgehalt besitzen und die Rezeptur somit angepasst werden muss - meist durch einen höheren Anteil an Kakaobutter. Kakaobutter selbst ist pflanzlich und daher in veganer Schokolade kein Problem.
Sorten und Inhaltsstoffe veganer Schokolade
Zartbitterschokolade ist von Natur aus meist vegan, da sie keinen Milchzusatz enthält. Sie zeichnet sich durch einen hohen Kakaoanteil von über 50 Prozent und einen intensiveren, herberen Geschmack aus. Für Menschen, denen die Bitternote zu stark ist, gibt es inzwischen eine Vielfalt an hellen veganen Schokoladen, die mit pflanzlichen Milchalternativen wie Reisdrink, Sojadrink, Buchweizen- oder Hirsepulver hergestellt werden. Solche veganen „Milch“-Schokoladen sind im Biohandel erhältlich - oft mit Zusätzen von Keksstückchen, Nüssen, Trüffel oder Nougat.
Dabei setzen viele Hersteller ausschließlich auf Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau sowie echte Aromen wie Bourbonvanille. Vereinzelt wird Soja-Lecithin, ein biozertifizierter und gentechnikfreier Emulgator, verwendet, um die Zutaten homogen zu binden. Die Kakao- und Zuckerbestandteile stammen oft aus zertifizierter Fairtrade-Erzeugung, wodurch die Bauern faire Preise erhalten und auf Pflanzenschutzmittel verzichten.
Backen mit veganer Schokolade - Möglichkeiten und Tipps
Vegan backen benötigt oft geeignete Alternativen zu Milch, Butter und Ei, ohne auf Genuss zu verzichten. Zum Backen eignen sich dunkle Schokoladen mit hohem Kakaoanteil sehr gut. Viele vegane Schokoladen sind vielseitig verwendbar: Sie können zum Kochen, in Desserts, zum Raspeln und zum Überziehen von Kuchen eingesetzt werden.
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Milch- und Butterersatz beim Backen
- Milchalternativen: Soja-, Hafer-, Mandel- und Reisdrinks eignen sich zum Eins-zu-eins-Ersetzen von Kuhmilch beim Backen. Sie unterscheiden sich im Geschmack und Fettgehalt, wobei Sojamilch oft als Basis vielen anderen Produkten dient. Haferdrink ist mild und ballaststoffreich, Mandeldrink ist kalorienarm und glutenfrei, während Reisdrink eher dünnflüssig ist und ermöglicht feuchte Gebäcke wie Milchreis.
- Butterersatz: Pflanzliche Margarine oder vegane Butteralternativen aus Kokosfett, Sheabutter und Nussmus sind hervorragend zum Backen geeignet. Sie sind meist geschmacksneutral und ersetzen die tierischen Produkte gut. Wichtig ist, auf die Herstellungsweise zu achten, damit keine tierischen Zusätze wie Gelatine enthalten sind.
Ersatz für Eier beim Backen
Eier spielen beim Backen eine wichtige Rolle als Bindemittel und Lockerungsmittel. Es gibt viele pflanzliche Alternativen:
- Essig und Natron: Diese Kombination eignet sich zum Auflockern von Kuchenteigen (1 EL Essig + 0,5 TL Natron ersetzen ein Ei).
- Reife Banane: Besonders gut für Kekse, Muffins und Kuchen. Eine halbe Banane ersetzt ein Ei.
- Apfelmus: Bindet besonders feuchte Teige, 75 ml ersetzen ein Ei.
- Gemahlene Leinsamen oder Chiasamen: Besonders für Vollkorngebäck geeignet. Zwei EL Leinsamen quellen in drei EL Wasser auf und ersetzen ein Ei.
- Kichererbsenwasser (Aquafaba): Eignet sich als Eischneeersatz und zum Auflockern. 100 ml Aquafaba + 0,5 TL Weinsteinpulver entsprechen einem Eiklar.
- Johannisbrotkernmehl: Ideal für Cremes und Pudding, bindet die Masse gut.
Kuvertüre und Schokolade beim Backen
Kuvertüre ist ideal für Glasuren und Überzüge, da sie mehr Kakaobutter enthält und somit beim Schmelzen dünnflüssiger wird. Nicht alle Kuvertüren sind vegan - Achten Sie auf die Zutatenliste, da manche Milchpulver oder Butterreinfett enthalten. Zartbitterkuvertüre mit hohem Kakaoanteil ist am häufigsten vegan.
Beim Schmelzen von Kuvertüre ist Vorsicht geboten, da eine zu starke Erhitzung die Kakaobutter ungleichmäßig kristallisieren lässt, was die Textur beeinträchtigt.
Vegane Schokolade im Handel
Die Auswahl an veganer Schokolade ist heute sowohl im Bioladen als auch im Supermarkt sowie online sehr groß. Die Produktvielfalt reicht von klassischen dunklen Tafeln über helle vegane Schokoladen bis hin zu mit Nüssen, Früchten und Superfoods angereicherten Varianten. Viele Hersteller bieten inzwischen auch allergiefreundliche Schokoladen, beispielsweise ohne Soja oder Nüsse, an.
Wer auf raffinierte Zuckerarten verzichten möchte, findet zudem vegane Schokoladen mit alternativen Süßungsmitteln wie Kokoszucker oder Dattelsüße. Auch hier gilt: Je nach Geschmackspräferenz sollten Sie die Zutaten aufmerksam lesen, da manche Produkte Reisdrink oder andere pflanzliche Zutaten mit spezifischem Eigengeschmack enthalten können.
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Leckere vegane Rezepte mit Schokolade
Vegan backen ist mittlerweile einfach und gelingt köstlich. Hier einige Rezeptideen und Tipps für vegane Schokoladenkreationen:
- Veganer Schokokuchen: Aus Mehl, Zucker, Backpulver, Backkakao, pflanzlichem Öl und dunkler Schokolade - der Kuchen ist super saftig und kommt ohne Eier, Milch und Butter aus.
- Vegane Ganache: Kombination aus veganer Sahnealternative und fein gehackter Dattelschokolade, die geschmolzen und gerührt wird. Sie kann als Überzug oder Füllung dienen.
- Cashew-Frosting: Aus eingeweichten Cashews, Kokoscreme und Dattelsirup entsteht eine cremige, nussige Creme für Kuchen und Torten.
- Vegane Schokopudding-Variationen: Mit Mandeldrink und Dattelschokolade lässt sich ein herrlich cremiger, schokoladiger Pudding zubereiten.
Nachhaltigkeit und Fairtrade bei veganer Schokolade
Bio- und Fairtrade-Schokolade setzt sich zunehmend gegen Ausbeutung und umweltschädliche Anbaumethoden ein. Gerade bei veganer Schokolade ist darauf zu achten, dass die Rohstoffe wie Kakao und Zucker aus zertifizierter Fairtrade-Produktion stammen. So erhalten Bauern angemessene Preise und Unterstützung.
Die Verpackung von Schokolade besteht meist aus einer inneren Schicht aus Aluminium, Polypropylen oder Holzfasern zum Schutz des Aromas und einer äußeren FSC-zertifizierten Papierschicht. Diese doppelte Verpackung erzeugt zwar Müll, ist aber für die Qualitätssicherung notwendig.
Fazit
Vegane Schokolade zum Backen bietet eine großartige Alternative für alle, die auf tierische Inhaltsstoffe verzichten möchten, ohne den Geschmack zu verlieren. Mit einer Vielzahl an hochwertigen biozertifizierten und fair gehandelten Produkten, cleveren Ersatzzutaten für Milch, Ei und Butter sowie vielfältigen Rezeptideen gelingt Ihnen das vegane Backen mit Schokolade sicher und lecker.
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