Vegane Schokolade ohne Soja: Genuss für Allergiker und Umweltbewusste
Vegane Schokolade erfreut sich wachsender Beliebtheit, nicht nur bei Veganern, sondern auch bei Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten. Besonders für Personen mit Sojaunverträglichkeit ist die Suche nach passenden Schokoladenalternativen oft eine Herausforderung. Dieser Artikel beleuchtet die Vielfalt der veganen Schokolade ohne Soja, ihre Inhaltsstoffe, Vorteile und einige empfehlenswerte Marken.
Was macht Schokolade vegan?
Vegane Schokolade verzichtet vollständig auf tierische Inhaltsstoffe wie Milch, Sahne oder Butter. Stattdessen werden rein pflanzliche Zutaten verwendet. Die Grundlage bilden Kakaomasse und Kakaobutter, die beide aus der Kakaobohne gewonnen werden. Als Milchersatz dienen pflanzliche Alternativen wie Reisdrink, Mandelprotein, Haferdrink oder Kokosmilch. Zum Süßen werden Rohrzucker, Kokosblütenzucker oder andere vegane Süßungsmittel eingesetzt. Wichtig ist, dass keine tierischen Emulgatoren wie Lecithin aus Ei verwendet werden.
Warum sojafreie vegane Schokolade?
Sojalecithin wird häufig als Emulgator in Schokolade eingesetzt, um die Zutaten zu verbinden und eine glatte Textur zu gewährleisten. Allerdings leiden viele Menschen unter einer Sojaallergie oder -unverträglichkeit, weshalb der Bedarf an sojafreien Alternativen stetig wächst. Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche Hersteller, die vegane Schokolade ohne Sojalecithin anbieten.
Inhaltsstoffe und Alternativen zu Soja
Anstelle von Sojalecithin können in veganer Schokolade ohne Soja andere Emulgatoren oder Stabilisatoren verwendet werden, wie beispielsweise Sonnenblumenlecithin. Einige Hersteller verzichten gänzlich auf Emulgatoren und setzen stattdessen auf eine sorgfältige Verarbeitung und hochwertige Zutaten, um eine optimale Textur zu erzielen.
Einige Hersteller verwenden auch alternative Zutaten, um den Geschmack und die Textur von Milchschokolade nachzuahmen. Dazu gehören:
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- Reisdrink: Verleiht der Schokolade eine cremige Süße und ist besonders gut verträglich.
- Erdmandel: Akzentuiert den Geschmack und sorgt für eine nussige Note, ohne Nüsse zu enthalten.
- Mandelprotein: Sorgt für eine ausgewogene und feine Textur.
Vorteile veganer Schokolade ohne Soja
- Geeignet für Allergiker: Ideal für Menschen mit Sojaallergie oder -unverträglichkeit.
- Ethisch: Verzicht auf Tierleid und Unterstützung einer nachhaltigen Landwirtschaft.
- Umweltfreundlich: Vegane Produkte haben oft einen geringeren ökologischen Fußabdruck als Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen.
- Gesundheitliche Aspekte: Dunkle vegane Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthält viele Antioxidantien und Flavonoide.
- Vielfalt: Große Auswahl an Geschmacksrichtungen und Variationen, von Zartbitter bis hin zu "weißer" Schokolade.
Marken und Produkte ohne Soja
- iChoc White Vanilla: Eine weiße vegane Schokolade mit Reisdrink und echter Bourbon Vanille, die ohne Nüsse auskommt. Die Komposition mit Erdmandel akzentuiert den Bourbon Vanille Geschmack.
- NOMO: Bietet eine breite Palette an veganen Schokoladenprodukten ohne Nüsse und Soja, darunter Riegel, Tafeln und Ostereier. Besonders beliebt bei Allergikern.
- Rapunzel Schokolade: Steht für höchste Qualität nach Schweizer Herstellertradition verbunden mit wertvollen fair gehandelten Zutaten aus ökologischem Anbau.
- Pott au Chocolat: Vegane Schokolade aus eigener Manufaktur in Dortmund, die nach dem Bean-to-Bar-Prinzip arbeitet und Kakaobohnen aus direktem Handel bezieht.
- Vegane Bioschokolade aus dem Schokoladen-Outlet: Hier findet man Bruchschokolade zu günstigen Preisen, die in der regulären Produktion aussortiert wurde, aber qualitativ einwandfrei ist.
- CAMONDAS: Bietet Bio-Kakaobohnen und Kakaonibs aus Peru, fair gehandelt und aus reinem Criollo-Kakao.
- Claudio Corallo: Unconchierte 100%ige Forastero-Schokolade mit purem Kakaogeschmack.
- TAZA: Unconchierte dunkle Bio-Schokolade nach mexikanischer Art, in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich.
- Marou: Vegane dunkle Schokolade aus Vietnam, mit unterschiedlichen Kakaoanteilen und aus verschiedenen Provinzen.
- Paccari: Vegane dunkle Bio-Rohschokolade mit verschiedenen Zutaten wie Blaubeeren, Passionsfrucht, Chili, Feigen oder Minze.
- Paradai: Dunkle vegane Single Origin Schokolade aus Thailand, mit unterschiedlichen Kakaoanteilen und aus verschiedenen Regionen.
- Willie's Cacao: Schokolade mit 100% Kakaogehalt und verschiedenen Zutaten wie Orange, Mandeln, Pistazien, Datteln, Rosinen oder Haselnüssen.
Vegane Schokoladenvariationen
Die Vielfalt veganer Schokolade ist groß und bietet für jeden Geschmack etwas:
- Dunkle Schokolade: Mit hohem Kakaoanteil, oft ohne Milchprodukte, aber auf die Zutatenliste achten.
- Milchschokoladen-Alternativen: Auf Basis von Reisdrink, Mandelprotein, Haferdrink oder Kokosmilch.
- Weiße Schokolade: Mit Kakaobutter, Zucker und pflanzlichen Alternativen zu Milch.
- Schokolade mit Nüssen und Früchten: Mit Haselnüssen, Mandeln, Rosinen, Beeren oder anderen Zutaten.
- Schokolade mit Gewürzen: Mit Chili, Zimt, Vanille oder anderen Gewürzen.
- Rohschokolade: Ungeröstete Kakaobohnen für einen besonders intensiven Geschmack.
Tipps zum Kauf von veganer Schokolade ohne Soja
- Zutatenliste prüfen: Achten Sie auf den Hinweis "enthält kein Sojalecithin" oder "sojafrei".
- Bio- und Fairtrade-Siegel: Diese Siegel garantieren eine nachhaltige und ethische Produktion.
- Herstellerinformationen: Informieren Sie sich über die Philosophie und die Produktionsweise des Herstellers.
- Bewertungen lesen: Lesen Sie die Bewertungen anderer Kunden, um mehr über den Geschmack und die Qualität der Schokolade zu erfahren.
- Probieren: Probieren Sie verschiedene Sorten und Marken, um Ihre Lieblingsschokolade zu finden.
Vegane Schokolade in der Küche
Vegane Schokolade eignet sich nicht nur zum Naschen, sondern auch hervorragend zum Backen und Kochen. Sie kann für Kuchen, Brownies, Kekse, Desserts, Glasuren und vieles mehr verwendet werden. Achten Sie beim Backen darauf, dass die Schokolade einen hohen Kakaobutteranteil hat, damit sie gut schmilzt. Vegane Schokolade eignet sich auch für Schokobrunnen, sollte aber ebenfalls einen hohen Kakaobutteranteil haben.
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung
Viele Hersteller von veganer Schokolade legen Wert auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Sie verwenden Bio-Zutaten, unterstützen fairen Handel und setzen sich für den Schutz der Umwelt ein. Einige Unternehmen spenden sogar einen Teil ihrer Einnahmen an soziale Projekte oder Hilfsorganisationen.
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