Coop Schokolade: Inhaltsstoffe, Nachhaltigkeit und Tierschutz im Fokus
Schokolade ist eine der beliebtesten Süßigkeiten weltweit. Doch was steckt eigentlich in der Schokolade, die wir konsumieren? Und welche Auswirkungen hat der Anbau von Kakao und die Produktion von Schokolade auf Mensch, Tier und Umwelt? Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe von Coop Schokolade, die Bedeutung von Fairtrade, sowie Aspekte des Tierschutzes und der Nachhaltigkeit.
Inhaltsstoffe von Coop Schokolade
Die Inhaltsstoffe von Schokolade variieren je nach Sorte und Hersteller. Ein Blick auf die Zutatenliste einer Pralinenmischung bekannter Marken zeigt folgende Bestandteile:
- Zucker
- Glukosesirup
- MAGERMILCHPULVER
- Kakaobutter
- Kakaomasse
- Palmfett
- Molkepermeat (MILCH)
- Butterreinfett (MILCH)
- ERDNÜSSE
- Kokosraspel
- WEIZENMEHL
- Sonnenblumenöl
- Emulgatoren (SOJALECITHIN, E471)
- GERSTENMALZEXTRAKT
- Salz
- fettarmes Kakaopulver
- Feuchthaltemittel (Glycerin)
- HÜHNEREI-TROCKENEIWEISS
- Backtriebmittel (E500, E341, E501)
- WEIZENGLUTEN
- Süssmolkepulver (MILCH)
- Aroma
Der Kakaoanteil beträgt mindestens 25%.
Eine andere Coop Schokoladensorte, möglicherweise eine Haselnusscreme, enthält folgende Zutaten:
- Zucker (aus Rohrzucker gewonnen)
- Pflanzenöle und -fette (Sonnenblumenöl und Kakaobutter)
- HASELNÜSSE 13%
- Magerkakaopulver 7,4%
- MAGERMILCHPULVER
- MOLKEPULVER
- Emulgator: Sonnenblumenlecithin
- natürliches Vanillearoma
Es ist wichtig zu beachten, dass ein hoher Zuckerkonsum zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen kann.
Lesen Sie auch: Unsere Bewertung der Coop Nougat Eistorte
Zusatzinformationen zu Inhaltsstoffen
Es ist ratsam, sich über die einzelnen Inhaltsstoffe zu informieren. Plattformen wie HalalCheck bieten Informationen darüber, ob bestimmte Produkte den islamischen Normen entsprechen. Dies ist besonders für Konsumenten wichtig, die auf Halal-Produkte achten.
Fairtrade: Ein fairer Handel für Kakaobauern
Coop setzt bei einigen Schokoladenprodukten auf Fairtrade. Das bedeutet, dass die für die Herstellung benötigten Mengen an Kakao, Zucker und Vanille nach Fairtrade-Standards angebaut, zertifiziert und vermarktet wurden. Fairtrade-Standards garantieren den Erzeugern einen Mindestpreis für ihre Produkte. Dies soll ihnen ein stabiles Einkommen und bessere Lebensbedingungen ermöglichen. Coop-Solidaritätsprodukte unterstützen Genossenschaften, kleine Produzenten- und Arbeitergemeinschaften in der südlichen Hemisphäre.
Fairer Handel ist ein kontrollierter Handel, bei dem die Erzeuger für ihre Produkte einen Mindestpreis erhalten, der von einer Fair-Trade-Organisation bestimmt wird. Dies trägt dazu bei, Armut zu bekämpfen und nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Tierschutz und Milch in der Schokoladenproduktion
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat in einer Schokoladen-Challenge die Strategien großer Schokoladenhersteller zur Reduzierung von Kuhmilch bewertet. Dabei wurden Aspekte wie Tierwohlstandards und die Eindämmung der Klimakrise berücksichtigt. Das Ergebnis war ernüchternd: Nur wenige Unternehmen zeigten nennenswerte Bemühungen in diesem Bereich.
VIER PFOTEN fordert die Industrie auf, klare Ziele zur Reduktion tierischer Inhaltsstoffe und höhere Tierschutzstandards umzusetzen. Milchprodukte haben negative Auswirkungen auf das Tierwohl, die Umwelt und das Klima. Kühe geben nur Milch, wenn sie ein Kalb haben. In der Milchindustrie werden Kälber oft kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Männliche Kälber werden meist gemästet und geschlachtet. Zudem verursacht Kuhmilch zwei- bis viermal mehr Treibhausgasemissionen als pflanzliche Milch.
Lesen Sie auch: Hohlkugeln für Pralinen einfach herstellen
Einige Unternehmen bieten bereits vegane "Milch"-Schokolade an, bei der Milch durch pflanzliche Alternativen wie Hafermilch, Nussbutter oder Reissirup ersetzt wird. Allerdings plant keiner der untersuchten Hersteller, dieses Angebot zu erhöhen oder Strategien zur Reduktion von Milchprodukten zu verfolgen.
Nachhaltigkeit und Umweltauswirkungen
Die Produktion von Schokolade hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Über 80 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche wird für die Produktion tierischer Produkte genutzt. Das Produktionswachstum von tierischen Produkten geht auf Kosten der Wälder und anderer Ökosysteme. Der Flächenverbrauch für Kuhmilch ist mehr als zehnmal so hoch wie für Pflanzenmilch.
Sogenannte „Nutztiere“ sind für einen erheblichen Teil der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich, wovon ein Drittel auf die Milchproduktion entfällt. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Auswirkungen auf die Umwelt abzumildern.
Green Score und Produktinformationen
Der Green Score wurde ursprünglich für Frankreich entwickelt und wird derzeit auf andere europäische Länder ausgeweitet. Er soll Konsumenten helfen, umweltfreundlichere Produkte zu wählen. Es ist ratsam, die Angaben auf der Produktverpackung mit den online verfügbaren Informationen zu vergleichen und gegebenenfalls zu korrigieren.
Lesen Sie auch: Cailler Übersicht
tags: #coop #schokolade #aktion #inhaltsstoffe


