Rezept: Vanillekekse mit Marmelade (Spitzbuben & Marmeladenplätzchen)
Diese Spitzbuben Doppeldecker-Kekse sind mit Himbeer- oder Johannisbeer-Gelee "gefüllt" und damit toll fruchtige und knusprige Plätzchen für die Advents- und Weihnachtszeit. Spitzbuben sind ein Klassiker zur Advents- und Weihnachtszeit. Die mit Marmelade gefüllten Plätzchen sind für uns mit Abstand die Wichtigsten auf dem Plätzchenteller.
Warum Marmeladenplätzchen so beliebt sind
Die fruchtige Füllung bildet einen frischen Kontrast zum knusprigen, buttrigen Teig. Der süß-säuerliche Fruchtaufstrich passt perfekt zum buttrig-mürben Gebäck. Zudem sieht die Kombination aus hübschen Formen und leuchtender Konfitüre einfach toll aus. Marmelade-Plätzchen sind nicht nur zu Weihnachten beliebt - es gibt unzählige köstliche Varianten.
Zutaten - Basisrezept für Vanille-Mürbeteig (für Spitzbuben)
- 300 g Weizenmehl (Type 405)
- 100 g gemahlene Mandeln (blanchiert) oder alternativ 100 g gemahlene Haselnüsse
- 1 Prise Salz
- 150 g Zucker (plus 1 Pck. Vanillezucker)
- 200 g Butter (weich oder kalt je nach Teigvariante)
- 2 Eigelbe (oder 3 Eigelb in einigen Varianten)
- Marmelade oder Gelee nach Wahl (z. B. Himbeer-, Johannisbeer- oder Aprikosenmarmelade)
- etwas Puderzucker zum Bestäuben
Zusätzliche Aromenvorschläge
Noch festlicher schmecken sie, wenn du weihnachtliche Gewürze wie Zimt oder auch geriebene (Bio-) Orangenschale unter den Teig knetest. Auch eine gute Idee: Auf weihnachtliche Marmelade wie Glühwein-Gelee, Orangenmarmelade oder Apfel-Ingwer-Gelee für die Füllung zurückgreifen. Für Spitzbuben mit Mandeln könnt ihr einen Teil des Mehls (etwa 100 Gramm) durch blanchierte, gemahlene Mandeln oder sogar Nüsse ersetzen.
Grundmethoden: Gerührter Mürbeteig oder klassischer Mürbeteig
Für den gerührten Mürbeteig die weiche Butter mit dem Zucker 2-3 Minuten schaumig schlagen. Dann das Ei gut unterrühren. Zuletzt das Mehl dazugeben und alles zusammen kurz zu einem homogenen, recht weichen Teig verkneten. Die Konsistenz liegt zwischen Mürbeteig und Rührteig.
Beim klassischen (kalten) Mürbeteig gibt man zunächst das Mehl in eine große Schüssel und vermischt es mit dem Backpulver und einer Prise Salz. Dann formt man eine Mulde in die Mitte und gibt die kalte (!) Butter in kleinen Stückchen dazu, anschließend die Eigelbe und den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker obenauf. Ärmel hochkrempeln und alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten.
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Teigruhe und Verarbeitung
Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung wirklich kalt und fest sein! Die zunächst ziemlich weiche Masse muss für mindestens 1 Stunde (besser länger) in den Kühlschrank. Das sorgt dafür, dass sie sich besser ausrollen lässt und sich die Zutaten verbinden.
Lasst den Spitzbuben-Teig danach kurz Zimmertemperatur annehmen und rollt ihn z.B. zwischen Folie, Backpapier oder einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel aus. Ich verwende am liebsten Ausstecher mit ca. 5 cm Durchmesser, z. B. klassisch am Rand geriffelt wie diese, alternativ komplett runde, sternförmige oder herzförmige.
Ausstechen, Füllen und Backen - Schritt für Schritt
- Backofen auf 175-180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen.
- Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (ca. 2-3 mm hoch). Mit einem runden Ausstecher Plätzchen ausstechen. Bei der Hälfte der Kekse zusätzlich ein Loch in der Mitte ausstechen (ich habe hierfür den Deckel einer kleinen Flasche genommen).
- Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und die Plätzchen im vorgeheizten Ofen ca. 8-12 Minuten backen (sie sollten nicht zu braun werden).
- Plätzchen zum Abkühlen auf ein Gitter setzen.
- Das Himbeer- oder Johannisbeergelee in einem kleinen Topf erwärmen. Tipp: Erwärmte Marmelade lässt sich leichter auf dem Gebäck verteilen.
- Auf die runden Kekse ohne Loch einen Klecks Marmelade geben und leicht verstreichen. Jetzt einen Keks-Deckel mit Loch darauf legen und leicht andrücken. So mit allen weiteren Keksen fortfahren.
- Die Plätzchen mit dem Loch in der Mitte mit Puderzucker bestäuben.
Tipps für die optimale Marmelade
Ob Marmelade, Konfitüre oder Gelee: Für die fruchtig-knusprigen Kekse eignet sich Gelee am besten, da der Aufstrich schön glatt ist und sich gut verarbeiten lässt. Marmelade wird meist als Synonym für Konfitüre verwendet. Wer keine Lust auf Stückchen oder Kerne hat, streicht sie besser vor der Verarbeitung durch ein Haarsieb. Ist die Marmelade zu flüssig und du möchtest sie dennoch verwenden, kannst du kommerzielles Pektin, Gelierzucker oder Maizena/Speisestärke zum Eindicken verwenden. Ist dir das Eindicken deiner Marmelade gelungen, lasse sie unbedingt abkühlen, bevor du sie auf die Plätzchen gibst.
Varianten und kreative Ideen
- Terrassenplätzchen: Drei unterschiedlich große Sterne, Kreise oder Herzen aufeinandergesetzt ergeben eine hübsche Turm-Optik.
- Gefüllte Plätzchen mit Glühweingelee, Orangenmarmelade oder Apfel-Ingwer-Gelee für weihnachtliche Aromen.
- Schokoladige Varianten: Kakaomürbeteig mit Orangenmarmelade.
- Nussige Varianten: Teilweiser Austausch von Mehl durch gemahlene Nüsse (Walnuss, Haselnuss, Mandel).
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Die selbst gebackenen Plätzchen mit Marmelade sind ungefähr 2-3 Wochen haltbar. Spitzbuben können richtig gelagert (an einem kühlen, trockenen Ort) durchaus 4 Wochen halten. Bewahren Sie Ihre Marmelade-Plätzchen in luftdichten Keksdosen auf. Wichtig ist, die Plätzchen getrennt von feuchten oder sehr saftigen Sorten zu lagern, da sie sonst zu weich werden könnten. Tipp: Lege zum Aufbewahren der Plätzchen eine Lage Backpapier zwischen die Schichten von Marmeladenplätzchen, damit der Fruchtaufstrich nicht verschmiert und sie nicht zusammenkleben.
Vorbereiten und Einfrieren
Der fertige Plätzchenteig kann problemlos für 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Außerdem kannst du den einfachen Plätzchenteig für 2-3 Monate einfrieren, falls du ihn später verarbeiten möchtest. Man kann sowohl den rohen Teig als auch die fertig gebackenen, gefüllten Spitzbuben auch einfrieren.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum sollte man die Marmelade für Plätzchen erwärmen?
Es lohnt sich, die Marmelade für Plätzchen zu erwärmen, damit sie sich leichter verstreichen lässt und eine glattere Oberfläche auf dem Gebäck bildet. Außerdem haftet die Marmelade durch das Erwärmen besser am Gebäck, sodass die Plätzchen länger schön aussehen und nicht so schnell auseinanderfallen.
Wie lange halten sich Plätzchen mit Marmelade?
In einer luftdicht verschlossenen Dose und kühl gelagert halten sie sich in der Regel etwa 2-3 Wochen. Tipp: Lege zum Aufbewahren der Plätzchen eine Lage Backpapier zwischen die Schichten von Marmeladenplätzchen, damit der Fruchtaufstrich nicht verschmiert und sie nicht zusammenkleben.
Einfaches Rezept für kleine Marmeladen-Kekse (Variante mit Mulde)
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Strang formen und in etwa kirschgroße Portionen teilen. Daraus kleine Kugeln formen, leicht flach drücken und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit dem Daumen oder mit Hilfe eines Kochlöffelstiels kleine Mulden in die Kugeln drücken. Mit der Marmelade füllen und im Ofen ca. 15 Minuten backen. Vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Meine besten Tipps für schönes Ergebnis
- Teig gut kühlen: Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung kalt und fest sein.
- Nicht zu braun backen: Die Plätzchen sollten eher hellgolden bleiben.
- Mini-Ausstecher-Mitte verwerten: Die Mini-Kreise/Herzen/Sterne, die man aus der Mitte heraussticht, kann man entweder wieder mit dem übrigen Teig verkneten oder ebenfalls backen und später als Mini-Doppeldecker zusammensetzen.
- Puderzucker kurz vor dem Servieren aufstreuen, damit er nicht verläuft.
- Für besonders saubere Füllungen Marmelade leicht erwärmen und ggf. durch ein Sieb streichen.
Worauf ich persönlich achte
Verwendet klassisches helles Weizenmehl Type 405, weil die Konsistenz und der Geschmack so am besten werden. Butter sorgt für den feinen, buttrigen Geschmack und sollte nicht durch Margarine ersetzt werden. Zucker in Form von normalem weißem eignet sich am besten, weil er ohne eigenes Aroma süßt und das richtige Volumen für den Teig mitbringt. Die Marmelade ist am besten Aprikosenmarmelade, Johannisbeermarmelade oder Erdbeermarmelade, weil diese Sorten schön aussehen. Grundsätzlich funktioniert jedes Obst als Basis.
| Zutat | Menge (ca.) |
|---|---|
| Weizenmehl (Type 405) | 250-300 g |
| Gemahlene Mandeln/Haselnüsse | 100 g (optional) |
| Zucker + Vanillezucker | 150 g |
| Butter | 150-200 g |
| Eigelbe | 2-3 |
| Marmelade / Gelee | nach Bedarf |
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