Torte Beatrix von Storch Rezept: Eine Analyse der Tortenwürfe als politische Protestform

Tortenwürfe auf Politiker sind in den letzten Jahren wieder vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Was als harmloser Streich begann, hat sich zu einer etablierten Form des politischen Protests entwickelt. Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe, Motive und Folgen dieser Aktionen, insbesondere im Kontext des Tortenwurfs auf Beatrix von Storch.

Der Fall Beatrix von Storch: Eine Kieler Aktivistin vor Gericht

Im November des vergangenen Jahres wurde Beatrix von Storch, die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende, bei einem Vortrag in Kiel mit einem Tortenboden, gefüllt mit Rasierschaum, beworfen. Eine 22-jährige Kielerin wurde daraufhin vom Amtsgericht Kiel zu einer Geldstrafe von 150 Euro verurteilt. Die junge Frau weigerte sich jedoch, die Strafe zu bezahlen und erklärte, sie wolle stattdessen die Strafe im Gefängnis absitzen. Gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft hatte sie Einspruch eingelegt, was zu einer Gerichtsverhandlung führte, an der von Storch nicht teilnahm.

Die Polizei sicherte das Gerichtsgebäude mit zahlreichen Beamten und kontrollierte die Zuschauer vor dem Einlass in den Verhandlungssaal. Dieser Vorfall verdeutlicht die Brisanz, die solchen Aktionen mittlerweile beigemessen wird.

Tortenwürfe als Protestform: Eine historische Perspektive

Tortenwürfe sind keine neue Erfindung. Sie haben eine lange Tradition, die bis ins Varieté des 19. Jahrhunderts zurückreicht. In der Stummfilmzeit wurden Torten oft als Mittel der Komödie eingesetzt, um Charaktere lächerlich zu machen. Ein frühes Beispiel ist der Kurzfilm "Mr. Flip" aus dem Jahr 1909, in dem eine Verkäuferin feiner Backwaren einen Mann mit einer Torte stoppt, der sie bedrängt. Als Urmutter aller Tortenschlachten gilt "Die Schlacht des Jahrhunderts" von 1927 mit Stan Laurel und Oliver Hardy.

In den 1960er Jahren fand der Tortenwurf seinen Weg in die politische Arena. Die 68er-Bewegung in Deutschland nutzte Torten als Mittel des Protests, um auf politische Missstände aufmerksam zu machen. Seitdem wurden zahlreiche Politiker und Politikerinnen Opfer von Tortenwürfen, darunter Helmut Kohl, Jürgen Trittin, Beatrix von Storch, Karl-Theodor zu Guttenberg und Christian Wulff.

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Die Motive hinter den Tortenwürfen

Die Motive für Tortenwürfe sind vielfältig. Oftmals stecken politische oder ideologische Überzeugungen dahinter. Täter wollen mit ihrer Aktion auf Missstände aufmerksam machen, Kritik üben oder ihre Ablehnung gegenüber bestimmten Personen oder Parteien zum Ausdruck bringen. Im Fall von Sahra Wagenknecht warf ein Antifa-Aktivist eine Schokotorte auf sie, um gegen ihre Positionen zur Flüchtlingspolitik zu protestieren. Der Tortenwerfer auf die Mona Lisa gab an, aus Protest gegen Umweltzerstörung gehandelt zu haben.

Ein weiteres Motiv ist die Provokation. Tortenwürfe sind darauf ausgelegt, Aufmerksamkeit zu erregen und eine Reaktion beim Opfer und in der Öffentlichkeit hervorzurufen. Die cremige Sauerei im Gesicht wirkt demütigend und soll die betroffene Person lächerlich machen.

Die Reaktionen auf Tortenwürfe

Die Reaktionen auf Tortenwürfe fallen unterschiedlich aus. Während einige die Aktionen als harmlosen Protest abtun, verurteilen andere sie als Gewaltakt und Angriff auf die Demokratie. Politiker und Parteien, die Opfer von Tortenwürfen geworden sind, reagieren oft mit Empörung und erstatten Anzeige.

Nachdem Beatrix von Storch Opfer einer Tortenattacke wurde, veröffentlichte sie das Foto und den Namen des Täters im Internet, was zu Morddrohungen gegen den Mann führte. Dieser Vorfall zeigt, wie schnell solche Aktionen eskalieren und zu gefährlichen Situationen führen können.

Rechtliche Konsequenzen

Tortenwürfe können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. In der Regel werden sie als Beleidigung oder Sachbeschädigung geahndet. Je nach den Umständen des Einzelfalls können auch weitere Straftatbestände wie Körperverletzung oder Nötigung erfüllt sein. Die Strafen reichen von Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen.Der Tortenwerfer auf Ba-Wü-Innenminister Gall musste beispielsweise 1.000 Euro Geldstrafe zahlen. Dazu kamen 1.300 Euro Schmerzensgeld für Galls Personenschützer, der sich beim Einschreiten verletzte.

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Die Rolle der Medien

Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Tortenwurf-Aktionen. Durch die Berichterstattung über die Vorfälle wird die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Täter und ihre Motive gelenkt. Dies kann dazu führen, dass Tortenwürfe als legitimes Mittel des politischen Protests wahrgenommen werden und Nachahmer finden.

Gleichzeitig können die Medien aber auch dazu beitragen, die Aktionen zu verurteilen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Eine ausgewogene und differenzierte Berichterstattung ist daher von entscheidender Bedeutung.

Tortenwürfe im digitalen Zeitalter

Das Internet und die sozialen Medien haben die Verbreitung von Tortenwurf-Aktionen nochmals beschleunigt. Videos und Fotos der Vorfälle werden in Sekundenschnelle in den sozialen Netzwerken geteilt und erreichen ein Millionenpublikum. Die Täter nutzen die Plattformen, um ihre Botschaften zu verbreiten und Unterstützer zu gewinnen.

Die sozialen Medien können aber auch dazu genutzt werden, die Täter zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen. Im Fall von Beatrix von Storch führte die Veröffentlichung des Fotos des Täters im Internet jedoch zu einer Eskalation der Gewalt und zu Morddrohungen gegen den Mann.

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