Marzipanschnecken: Ein Rezept für Kaffeeliebhaber

Was passt besser zu einer Tasse Kaffee als eine frisch gebackene Schnecke? Marzipanschnecken sind eine köstliche und relativ einfach zuzubereitende Leckerei, die sich perfekt für einen gemütlichen Nachmittag eignet. Dieses Rezept kombiniert den Geschmack von Hefegebäck mit der Süße von Marzipan, verfeinert mit optionalen Zutaten wie Rosinen, Cranberrys oder Gewürzen.

Zutaten

Die Zutatenliste lässt sich in Hefeteig, Marzipanfüllung und Guss unterteilen.

Für den Hefeteig:

  • 500 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 1 Würfel Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
  • 50 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 1 Prise Salz

Für die Marzipanfüllung:

  • 300 g Marzipan-Rohmasse
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Aroma Citro-Back
  • 30 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 3 EL Milch
  • 100 g Rosinen (optional)
  • Etwas Rumaroma (optional)

Für den Guss:

  • 150 g Aprikosenkonfitüre
  • 100 g Puderzucker
  • 4 EL Wasser (oder Zitronensaft, Rum, etc.)

Zubereitung

Die Zubereitung der Marzipanschnecken umfasst mehrere Schritte, vom Hefeteig über die Füllung bis zum finalen Guss.

1. Schritt: Der Hefeteig

  1. Für den Vorteig die Milch erwärmen, bis sie lauwarm ist. Die Hefe darin auflösen und abgedeckt etwa 15 Minuten gehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit das Mehl in eine Schüssel geben (am besten gesiebt) und mit Salz, Zucker, weicher Butter und Eigelb mischen. Den Hefeansatz dazugeben.
  3. Alle Zutaten nun zu einem glatten Teig verkneten und ca. 1 Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Der Teig sollte sich sichtbar vergrößern.

2. Schritt: Die Marzipanfüllung

  1. Das Marzipan (am besten kühl gelagert) reiben und mit Zucker vermengen.
  2. Ei, Citroback und Rum-Aroma dazugeben und zum Schluss das Mehl zufügen.
  3. Wem die Masse zu fest sein sollte, kann sie mit einem Schuss Milch oder Rum (je nachdem, ob Kinder mitessen) etwas verflüssigen. Sie sollte aber nicht zu flüssig sein! Alternativ kann man das Marzipan mit etwas Milch und Amaretto zu einer streichfähigen Masse verrühren.

3. Schritt: Formen und Backen

  1. Den Teig zu einem Rechteck ausrollen (ca. 42 x 32 cm) und die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. Einen kleinen Rand frei lassen und diesen mit einem Eigelb-Milch-Gemisch (bestehend aus 1 Eigelb + 3 EL Milch) bestreichen.
  2. Rosinen (oder Cranberrys) darauf verteilen, wenn gewünscht, und den Teig zusammenrollen.
  3. Ca. 20 gleichgroße Stücke abschneiden und diese als Schnecken auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen (genug Abstand lassen). Die Oberfläche wieder mit der Eigelb-Milch-Mischung bestreichen.
  4. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und auf der 2. Schubleiste von unten die Schnecken 20-25 Minuten backen. Die Backzeit kann variieren, daher ist es wichtig, die Schnecken im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass sie nicht zu dunkel werden.

4. Schritt: Der Guss

  1. Aprikosenmarmelade mit 4 EL Wasser erhitzen.
  2. Damit die noch warmen Schnecken bestreichen und abkühlen lassen.
  3. Dann aus Puderzucker und Wasser (oder auch Zitronensaft, Rum etc.) einen Guss herstellen und Schnecken damit noch überziehen.

5. Schritt: Genießen

Am besten noch am Backtag verzehren oder am Tag danach, da das Gebäck nach 2 Tagen vom Hefeteig her leider schon etwas trocken wird.

Variationen und Tipps

  • Füllung: Anstelle von Rosinen können auch Cranberrys, gehackte Nüsse oder Schokoladenstückchen verwendet werden. Für eine fruchtigere Note können Apfelstücke in die Füllung gegeben werden.
  • Teig: Für einen besonders lockeren Teig kann ein Vorteig zubereitet werden. Dazu die Hefe in etwas lauwarmer Milch mit Zucker auflösen und ca. 15 Minuten gehen lassen, bevor sie zum restlichen Teig gegeben wird.
  • Guss: Der Guss kann nach Belieben variiert werden. Statt Aprikosenkonfitüre kann auch eine andere Marmelade oder einfach nur Puderzucker mit Zitronensaft verwendet werden. Für einen intensiveren Geschmack kann dem Guss etwas Rum oder Amaretto hinzugefügt werden.
  • Marzipan: Für eine intensivere Marzipannote kann die Menge an Marzipan in der Füllung erhöht werden. Es ist auch möglich, etwas Bittermandelaroma hinzuzufügen.
  • Kardamom: Für eine besondere Geschmacksnote können die Marzipanschnecken mit Kardamom verfeinert werden. Dazu einfach etwas gemahlenen Kardamom zum Teig oder zur Füllung geben.
  • Aufbewahrung: Die Marzipanschnecken sollten am besten frisch verzehrt werden. Sie können aber auch für 1-2 Tage in einer luftdichten Dose aufbewahrt werden. Um sie wieder aufzufrischen, können sie kurz im Ofen erwärmt werden.
  • Einfrieren: Marzipanschnecken lassen sich gut einfrieren. Dazu die abgekühlten Schnecken in Gefrierbeutel oder -dosen verpacken und einfrieren. Bei Bedarf können die Schnecken im Ofen bei niedriger Temperatur aufgetaut werden.
  • Vegan: Für eine vegane Variante können die Eier durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden. Die Butter kann durch Margarine und die Milch durch Pflanzenmilch ersetzt werden. Auch der Honig kann durch ein anderes Süßungsmittel, wie z.B. Ahornsirup, ersetzt werden.
  • Glutenfrei: Für eine glutenfreie Variante kann glutenfreies Mehl verwendet werden. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass der Teig nicht zu trocken wird. Gegebenenfalls muss etwas mehr Flüssigkeit hinzugefügt werden.

Kardamomschnecken mit Marzipan - eine Alternative

Wer Zimtschnecken liebt, sollte unbedingt die Variante mit Kardamom und Marzipan ausprobieren. Kardamom, ein aromatisches Gewürz aus der Ingwerfamilie, verleiht den Schnecken eine besondere Note.

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Zutaten für Kardamomschnecken mit Marzipan:

  • 525 g Mehl Type 550 + etwas mehr zum Bestäuben
  • 65 g Zucker
  • 80 g sehr weiche Butter
  • 250 ml handwarme Milch (ca. 30 °C)
  • 1 Würfel Frischhefe oder 2 Pck. Trockenhefe
  • 1 Eigelb
  • 1/3 TL Salz

Für die Füllung:

  • 120 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 70 g Marzipan
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • 1-2 Tropfen Bittermandelaroma (optional)
  • 1 guter TL Kardamom (Kapseln oder gemahlen)
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/3 TL Salz

Für die Glasur:

  • 200 g Puderzucker
  • Ca. 3 EL Wasser

Zubereitung der Kardamomschnecken:

  1. Teig: Milch lauwarm erhitzen (30 °C) und Hefe sowie Eigelb einrühren. Alle anderen Zutaten in einer Rührschüssel vermischen, bevor die Milchmischung zugegeben wird. Den Hefeteig 5-10 min kneten, bis er samtig, weich und homogen ist, er darf nicht mehr kleben.
  2. Ruhezeit: Schüssel mit etwas Mehl bestäuben und den zu einer Kugel geformten Teig hineinlegen. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, bis der Umfang des Teiges sich verdoppelt hat (ca. 1h).
  3. Füllung: Kardamomkapseln mit dem Mörser zerstoßen, die Samen herauslösen und fein zermahlen. Marzipan mit 2-3 EL der Butter cremig rühren, dann mit den restlichen Zutaten kurz aufschlagen.
  4. Formen: Den Teig zu einem 45×30 cm großen Rechteck ausrollen. Die Füllung glatt und gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dann alles von der langen Seite her eng aufrollen. Die seitlichen Ränder der Rolle sparsam abschneiden und genau 8 Schnecken mittels eines geriffelten Messers und ohne viel Druck beim Schneiden abtrennen. Die Schnecken auf ein Backblech geben und nochmal 15-20 min an einem warmen Ort gehen lassen, bis sie etwas aufgegangen sind.
  5. Backen: Währenddessen den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei ein Ofenfestes Gefäß mit Wasser befüllt hineinstellen. Die Schnecken 20 min goldbraun backen.
  6. Glasur: Puderzucker mit Wasser zu einem dickflüssigen Guss verrühren und die noch warmen Schnecken damit bestreichen.

Tipps und Tricks für perfekte Marzipanschnecken

  • Hefe: Frische Hefe sorgt für einen luftigen Teig. Wenn Trockenhefe verwendet wird, sollte diese nicht zu alt sein.
  • Teigtemperatur: Der Teig sollte nicht zu warm werden, da sonst die Hefe abstirbt. Die Milch sollte daher nur lauwarm sein.
  • Ruhezeit: Der Teig benötigt genügend Zeit zum Gehen. Die Ruhezeit sollte daher nicht verkürzt werden.
  • Füllung: Die Füllung sollte nicht zu flüssig sein, da sie sonst beim Backen ausläuft.
  • Backtemperatur: Die Backtemperatur sollte nicht zu hoch sein, da die Schnecken sonst zu schnell dunkel werden.
  • Guss: Der Guss sollte nicht zu dünn sein, da er sonst verläuft.

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