Rahmkuchen Rezept – einfach und traditionell
Rahmkuchen ala Mama - das Geheimrezept für den allerbesten pfälzischen Rahmkuchen, den es je gab! Alle Details sind hier versammelt und warten nur darauf, von dir entdeckt zu werden.
Warum Rahmkuchen?
Ein Rahmkuchen ist das was mich an die Pfalz erinnert. Dort habe ich ihn zum ersten Mal in einer Straußenwirtschaft gegessen. Die Mutter oder besser gesagt, die Großmutter hat ihn dort gebacken. Er ist so ganz anders als die klassischen Käsekuchen. Er ist sehr, sehr cremig und lässt sich mit der Zunge im Gaumen zerdrücken. Ein Rahmkuchen ist eine Art von Käsekuchen, wie er cremiger nicht sein kann. Hier kommt es nicht auf die Höhe an, denn der Rahmkuchen ist relativ flach und so muss er auch sein. Wir bestreuen ihn mit etwas Zimt/Zucker. Und so lieben wir ihn, egal ob im Sommer oder im Winter.
Zutaten für etwa 12 Stücke
Rahmkuchen - die Zutaten für ca. 12 Stücke:
| Für den Teig | Für den Guss / die Füllung |
|---|---|
| 200 g Mehl (Typ 405) | 3 Eier |
| 1 TL Backpulver | 125 g Zucker |
| 80 g Zucker | 400 g Crème fraîche |
| 80 g Butter | 400 g Schlagsahne |
| 1 Ei (Gr. M) | 400 g saure Sahne |
| 1 Prise Salz | 1 Pck. Vanillepuddingpulver (zum Kochen) |
| 1 Pck. Vanillezucker (optional) | Vanillepaste oder Vanillezucker nach Geschmack |
Vorbereitung des Mürbeteigs
Mehl, Butter, Zucker und Salz zügig zu einem Mürbeteig verarbeiten. (Ich verwende dafür einen Teigmischer (siehe unten).)
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einem Teig verkneten. Dafür nutze ich den Handmixer und zum Schluss die Hände.
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Den Teigklos in eine Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank 30-45 Minuten kühlen.200 g Weizenmehl TYP 405, 80 g Zucker, 80 g Butter, 1 Stück Ei Größe "M", 1 TL Backpulver
Füllung herstellen
Die Eier schaumig schlagen und den Zucker, Salz, Vanillepaste einrieseln lassen. Weiter schaumig schlagen bis die Masse weißlich ist.100 g Zucker, 3 Stück Eier Größe "M", 1 Prise Salz, 1/3 TL Vanillepaste oder 2 Päckchen Vanillezucker
Das Puddingpulver mit etwas Schlagsahne klümpchenfrei verrühren. Saure Sahne, Creme Fraiche und die restliche Schlagsahne unter die Eimasse heben.400 g Saure Sahne, 400 g Schlagsahne, 1 Päckchen Puddingpulver "Vanille , 400 g Creme Fraiche
Die Eier mit dem Mixer schaumig schlagen, Zucker einrieseln lassen. Nach und nach Crème fraîche, Schlagsahne und saure Sahne unterrühren. Zuletzt Puddingpulver unterrühren.
Form vorbereiten und zusammensetzen
Den Backofen auf 160° C Umluft vorheizen. Den Springformboden mit Backpapier auslegen, die Seitenränder der Form buttern und mehlieren.
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2/3 des Teiges zwischen zwei Klarsichtfolien ausrollen und den Boden der Springform damit auslegen. Aus dem restlichen Teig einen ca. 4cm hohen Rand für die Springform herstellen und mit dem Boden verbinden. (Die Übergänge zwischen Rand und Boden glattstreichen damit keine Füllung austreten kann).
Die Hälfte des Mürbeteigs rund ausrollen und den Boden einer leicht gefetteten Springform (26 cm Durchmesser) damit auslegen. Die andere Hälfte zu einer langen Rolle formen, um den Rand der Springform legen. Den Teig dabei gleichmäßig hochziehen und andrücken.
Backen
Die Füllung in die Form gießen und im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens für 30-35 Minuten hell backen. Dann die Temperatur auf 150°C drosseln und für weitere 10 Minuten backen.
Den Rahmkuchen bei 160° C Umluft für ca. Manche Kuchen wecken Erinnerungen - an gedeckte Kaffeetafeln, warme Nachmittage bei Oma oder das erste Stück direkt vom Blech. Ich lasse den Kuchen dann noch 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen, bevor ich ihn herausnehme und auf einem Backgitter (siehe unten) abkühlen lasse.
Den Kuchen komplett im geschlossenen Backofen auskühlen lassen. (2-4 Stunden) und dann im Kühlschrank komplett erkalten lassen. Ich empfehle dringend, den Rahmkuchen am Tag vor dem Servieren zu backen und ihn nach dem Auskühlen im Kühlschrank zu lagern.
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Servieren und Haltbarkeit
Wir bestreuen ihn mit etwas Zimt/Zucker. Hier dient der Zucker nur als Trennmittel damit der Zimt nicht zu dicht fällt. Und so lieben wir ihn, egal ob im Sommer oder im Winter.
Dieser Kuchen bleibt im Kühlschrank gut 3-4 Tage frisch. Aber bitte denke daran, dass er nicht neben geruchsintensiven Lebensmitteln stehen sollte. Der Rahmkuchen kann den Geruch sehr leicht annehmen, das wäre echt schade. Wir genießen ihn gerne eiskalt aus dem Kühlschrank.
Die Kombination aus Sahne, Crème fraîche und saure Sahne lässt diesen Kuchen so besonders cremig werden. Aber ganz wichtig ist, dass er komplett auskühlt. Erst dann ist er wirklich fest, denn das Fett in der Füllung wird beim Abkühlen wieder schnittfest.
Variationen und Tipps
Natürlich kannst du ihn auch ohne Zimt/Zucker genießen. Ab und an wandeln wir ihn mit den Früchten der Saison ab. Es können auch Dosenfrüchte wie Mandarinen, Heidelbeeren oder auch Aprikosen sein. An frische Früchte verwende ich gerne Himbeeren oder Heidelbeeren.
Ich streiche gerne etwas Blaubeermarmelade oder Pflaumenmus auf den Boden, bevor ich die Füllung darauf gebe. Damit bekommt der Kuchen noch einen leicht fruchtigen Geschmack. Und ja, es geht auch jede andere Marmelade oder jeder andere Fruchtaufstrich. Nur zu dick sollte die süße Schicht nicht sein.
Die saure Sahne oder den Schmand ersetze ich teilweise auch mit Crème fraîche, Mascarpone oder Quark. Die flüssige Sahne ersetze ich auch schon mal mit Joghurt. Es ist auch möglich, etwa zwei Teelöffel Orangen- oder Marillenlikör oder Rum in die Saure-Sahne-Masse zu geben.
Ja! Ich streue statt Zimtzucker auch gern Mandelblättchen auf. Auch ein bisschen Karamell- oder Schokosirup oder fruchtige Soßen sind super geeignet. Seid ein wenig kreativ.
Alternative: Schwäbischer Rahmkuchen & Crème-Brûlée-Kruste
Dieses unfassbar leckere schwäbische Rahmkuchen ist für mich Nostalgie pur! Es hat lange gedauert bis ich das perfekte Rezept für diesen Klassiker aus meiner Heimat ausgetüftelt habe - herausgekommen ist der beste schwäbische Rahmkuchen, den man sich vorstellen kann. Cremig, mit genau dem richtigen Anteil an Zimt und einem superknusprigen Mürbeteig.
Das Schwäbische Rezept verwendet Mehl, kalte Butter, Puderzucker und Ei für den Teig und mischt Sauerrahm, Schmand, Sahne, Eier, Zucker und Vanille für die Füllung. Den Kuchen dann ca. 40-60 Minuten backen bis er goldbraun und fest wird. Am besten den Wackeltest machen.
In einer Variation wird der Kuchen nach dem Abkühlen mit Zucker und Zimt bestreut und per Flambiergerät karamellisiert - eine Crème Brûlée-Kruste macht das Ganze zum Dessert-Highlight.
Praktische Hinweise
- Ich empfehle ausdrücklich, den Rahmkuchen nicht mit Margarine zu backen.
- Am liebsten backe ich mit Weizenmehl Typ 550, Typ 405 ist natürlich genauso gut geeignet.
- Für dieses Rezept verwende ich Maisstärke oder Speisestärke (die auch aus Maisstärke besteht). Sie sorgt für den Stand.
- Man kann den Teigboden vorbacken (blindbacken), das macht ihn knuspriger, ist aber kein Muss.
- Wer eine 26 oder 28 cm Form verwendet, verkürzt ggf. die Backzeit und der Kuchen wird etwas flacher.
- Ich verpacke ihn luftdicht und lagere den Saure-Sahne-Kuchen im Kühlschrank; einfrieren funktioniert auch wunderbar.
Nährwerte (ungefähr)
Kalorien: 4811,54 kcal | Kohlenhydrate: 381,85 g | Protein: 53,77 g | Fett: 349,81 g | Gesätt. Fettsäuren: 214,75 g | Mehrf. ungesätt. Fette: 12,82 g
Noch ein paar persönliche Worte
Gerade für Menschen, die mir viel bedeuten, backe ich diesen Kuchen. Er ist so einfach und unscheinbar, aber in ihm steckt soviel Liebe. Um das nachzuvollziehen, musst Du ihn backen, kühlstellen und dann mit geschlossenen Augen genießen. Es ist unglaublich, wie schnell dieser Rahmkuchen gebacken ist. Wer es einmal ausprobiert hat, wird genauso begeistert sein, wie ich es damals war.
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