Christmas Pudding: Eine englische Weihnachtstradition
Weihnachten in England ist ein Fest voller Traditionen und Bräuche, die sich von denen in Deutschland unterscheiden. Eine dieser Traditionen ist der Christmas Pudding, auch bekannt als Plum Pudding. Dieser reichhaltige Nachtisch ist ein fester Bestandteil des britischen Weihnachtsessens und hat eine lange Geschichte.
Ursprung und Geschichte
Der Christmas Pudding hat seine Wurzeln im Mittelalter. Sein Vorläufer war eine Art Grütze, die mit Gewürzen angereichert wurde. Im Laufe der Zeit kamen weitere Zutaten hinzu, wie Trockenfrüchte, Zitronat, Orangeat, Mehl, Fett und Eier. In der viktorianischen Zeit wurde der Pudding in ein Tuch gewickelt und über dem siedenden Wasser aufgehängt, was ihm seine typische Kugelform verlieh.
Die Zubereitung
Die Zubereitung des Christmas Puddings ist aufwendig und zeitintensiv. Traditionell wird er am "Stir-up Sunday" angerührt, dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent. An diesem Tag versammelt sich die Familie, um gemeinsam die Zutaten zu vermischen und den Pudding zuzubereiten. Dabei darf sich jeder etwas wünschen. Der Pudding reift dann bis Weihnachten an einem kühlen Ort, bevor er am ersten Weihnachtsfeiertag als krönender Abschluss des Festessens serviert wird.
Zutaten und Varianten
Der Christmas Pudding besteht hauptsächlich aus Trockenfrüchten, Nüssen, Gewürzen, Fett und etwas Mehl. Es gibt jedoch viele verschiedene Rezepte und Varianten. Einige enthalten auch kandierte Früchte, Nierenfett oder Bier. Wichtig ist, dass der Pudding reichhaltig und gehaltvoll ist.
Servieren und Genießen
Vor dem Servieren wird der Christmas Pudding traditionell flambiert. Dazu wird er mit Brandy übergossen und angezündet. Die blaue Flamme sorgt für eine festliche Atmosphäre und verstärkt den Geschmack des Puddings. Dazu werden Brandy Butter, Sahne oder Vanillesauce gereicht.
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Der Stir-up Sunday
Der "Stir-up Sunday" ist ein wichtiger Tag in der Vorweihnachtszeit in England. An diesem Tag wird nicht nur der Christmas Pudding zubereitet, sondern auch die Weihnachtsdekoration hervorgeholt. Der Begriff "Stir-up Sunday" stammt aus einem Gebet, das am Sonntag vor dem Advent gesprochen wird: "Stir up, we beseech thee, O Lord, the wills of thy faithful people" - "Erwecke, oh Herr, den Willen deiner treuen Gefolgsleute".
Traditionen und Bräuche
Um den Christmas Pudding ranken sich viele Traditionen und Bräuche. So wird traditionell eine Münze oder ein silberner Anhänger im Pudding versteckt. Wer das Stück findet, soll Glück haben. Beim Verzehr des Puddings darf sich jeder etwas wünschen.
Christmas Pudding heute
Heutzutage kaufen die meisten Menschen ihren Christmas Pudding fertig und erhitzen ihn vor dem Servieren. Dennoch ist der Christmas Pudding nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des britischen Weihnachtsfestes. Er symbolisiert Tradition, Familie und Zusammengehörigkeit.
Alternativen zum Christmas Pudding
Wer den traditionellen Christmas Pudding nicht mag, kann auf andere weihnachtliche Desserts ausweichen. Beliebt sind zum Beispiel Trifle, Mince Pies oder Christmas Cake.
Weihnachten in Großbritannien
Weihnachten in Großbritannien ist ein buntes und fröhliches Fest. Am Heiligabend hängen die Kinder Socken an den Kamin, die der Weihnachtsmann über Nacht befüllt. Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages packen die Kinder die Geschenke aus. Das große Weihnachtsessen gibt es am Nachmittag. Gegen Abend hält die Queen ihre Weihnachtsrede im Fernsehen, die sich die meisten Briten ansehen.
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