Schmeckt die Schwarze Sapote wirklich nach Schokolade? Alles über die Schokopuddingfrucht
Es klingt wie der wahrgewordene Traum vieler kleiner und auch großer Naschkatzen: Obst mit Schokogeschmack! Die Schwarze Sapote, auch bekannt als „Schokoladenpuddingfrucht“, wird nicht umsonst so genannt. Ihr Fruchtfleisch soll tatsächlich an den Geschmack von cremigem Schokopudding erinnern und zudem ist sie noch besonders nährstoffreich. Wer auf der Suche nach einer kalorienarmen Süßigkeit ist, entdeckt mit der Schwarzen Sapote eine echte Alternative zu klassischer Schokolade.
Botanik und Herkunft: Die exotische Frucht mit Schokoladenaroma
Die Schwarze Sapote (Diospyros digyna) gehört zur Familie der Ebenholzgewächse und kommt ursprünglich aus Mexiko und Guatemala. Dort wächst sie sowohl im subtropischen Tiefland als auch in höheren Lagen an über 20 Meter hohen, immergrünen Laubbäumen. Die Exotin ist mit der Kaki (Sharonfrucht) verwandt. Inzwischen wird der Baum aber auch in anderen Teilen der Welt angebaut, etwa in Südostasien, Australien, auf den Philippinen und den Westindischen Inseln.
Bei den Früchten handelt es sich um Beeren, die äußerlich an eine große, unreife Tomate erinnern oder an einen grünen Granatapfel. Zunächst sieht die grüne Frucht, mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern, wie ein grüner Apfel aus. Sind die Früchte reif genug, weisen sie eine dunkelbraune bis schwarze Farbe auf.
Schmeckt die Schwarze Sapote wirklich nach Schokolade?
Viele behaupten, dass das Fruchtfleisch der Schwarzen Sapote wie Schokoladenpudding schmeckt, weshalb sie oftmals als Schokoladenpudding-Frucht bezeichnet wird. Das braune, breiige Fruchtfleisch ähnelt in seiner Konsistenz Pflaumenmus oder Nutella und wirkt nicht besonders appetitlich, überzeugt aber durch ein sahniges, süßlich-mildes und nussiges Aroma mit einem Hauch von Vanille. Manche beschreiben den Geschmack auch als karamellig.
Das Geschmackserlebnis soll Schokoladenpudding ziemlich nahekommen. Dennoch ist Geschmack und Konsistenz des braunen Fruchtfleischs nicht zu 100 % identisch mit klassischem Schokopudding. Ob die Sapote tatsächlich geschmacklich mit dem süßen Kakaoerzeugnis mithalten kann, muss jedoch jeder selbst herausfinden.
Lesen Sie auch: Leckere Dessertideen mit Obst
Tatsächlich hat die schwarze Sapote nichts mit der Kakaopflanze zu tun, aus der Schokolade hergestellt wird. Sie hat nur ein Achtel der Kalorien einer Tafel Schokolade, dafür aber viel mehr Nährstoffe.
Nährwerte und Superfood-Potential
Die Schwarze Sapote punktet nicht nur beim Geschmack, sondern auch bei den Nährwerten. Sie besitzt viermal so viel Vitamin C wie Orangen und ist reich an Kalzium sowie Phosphor. Die Früchte sind außerdem prall gefüllt mit Nährstoffen und Vitaminen und enthalten nur etwa 65 Kalorien pro 100 Gramm - das entspricht etwa einer Achtel Tafel Schokolade.
Die Schwarze Sapote liefert auf 100 Gramm Fruchtfleisch etwa 23 Milligramm Vitamin C - grob kann man sie beim Vitamin-C-Gehalt zwischen Grapefruit und Kartoffel einordnen. Außerdem ist sie eine gute Quelle für Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor sowie die Vitamine B1, B2, B6 und E. Das macht sie zu einem echten Fitness-Food und einer kalorienarmen Leckerei.
Zu den weiteren Inhaltsstoffen der Schokoladenpuddingfrucht zählen Antioxidantien sowie Gerbstoffe (Tannine). Tannine sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole und liegen in großen Mengen in der Rinde des Sapotenbaums vor. Diese werden in der traditionellen Volksmedizin zur Behandlung von Verdauungsproblemen, Hautinfektionen und Entzündungen genutzt.
| Nährstoff | Gehalt (pro 100g) | Bedeutung |
|---|---|---|
| Kalorien | 65 | Sehr kalorienarm |
| Vitamin C | 23 mg | Immunsystem, Antioxidans |
| Kalium | hoch | Muskelfunktion, Blutdruck |
| Kalzium | hoch | Knochengesundheit |
| Phosphor | hoch | Knochengesundheit |
| Magnesium | hoch | Nerven und Muskeln |
Wieso ist die Schwarze Sapote hierzulande so unbekannt?
Viele fragen sich vielleicht, warum die Frucht nicht schon viel bekannter ist, wenn sie doch so viel Gutes zu bieten hat. In deutschen Supermärkten ist die Schwarze Sapote bisher nicht zu haben. Das liegt daran, dass die exotische Frucht in unseren Breitengraden nicht (bzw. nur sehr schwer) anzubauen ist. Die Frucht ist sehr empfindlich gegenüber Kälteschäden und ihre sehr weiche Textur im reifen Zustand erschwert Handhabung und Versand. Das macht die Logistik teuer und kompliziert.
Lesen Sie auch: Süße Köstlichkeiten: Marzipan-Kreationen
Auch ist die Frucht bei uns noch recht unbekannt, die Nachfrage also bisher nicht groß genug. Nur spezielle Läden, die sich auf exotische Früchte spezialisiert haben, bieten diese an. Ergattern kann man sie unter Umständen in Delikatessenläden oder in Geschäften, die sich auf exotische und tropische Lebensmittel spezialisiert haben. Viele Hobbygärtner probieren sich zudem im Eigenanbau.
Tipps zum Anbau und Fruchtreife
Wer jedoch einen grünen Daumen hat, kann die Schwarze Sapote auch selbst anbauen. In Gartenshops oder im Internet sind Samen erhältlich. Wer kein Gewächshaus hat, kann die Pflanze im Sommer auf dem Balkon ziehen. Das ideale Substrat besteht aus einem Gemisch für Kübelpflanzen, angereichert mit Humus und gröberem Kies.
Die Pflanze benötigt nicht viel Wasser, sollte aber gleichmäßig feucht gehalten werden. Im Kübel kann die Schwarze Sapote eine Höhe von bis zu 5 Metern erreichen und wächst mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Zentimetern pro Jahr. Die ersten Früchte trägt sie aber meist erst nach mehreren Jahren Geduld.
Noch nicht ausgereifte Früchte kann man für ungefähr zwei Wochen in zimmerwarmer Umgebung lagern und nachreifen lassen. Danach sollten sie so schnell wie möglich verzehrt werden.
Zubereitung und beliebte Rezeptideen
Das Fruchtfleisch der Schwarzen Sapote kann direkt aus der Schale gelöffelt werden. Besonders für laktoseintolerante Menschen und Veganer ist sie ein toller Pudding- oder Brotaufstrich-Ersatz! Verfeinert mit Milch oder dem Saft von Zitrusfrüchten wird das Obst zu einem köstlichen Dessert.
Lesen Sie auch: Saisonales Joghurt Dessert
Sapoten sind auch eine willkommene Zutat für Kuchen, Milchshakes, Muffins, Frühstück-Bowls und sogar bei Eiscreme. Gesund backen geht mit der schwarzen Sapote besonders einfach - denn damit lassen sich Muffins oder Kuchen kreieren, die süß schmecken, aber mit weniger Zucker auskommen.
Probieren Sie einen Sapote-Smoothie mit Banane, Kokosmilch und Gewürzen wie Ingwer, Zimt und Vanille. Bereits vergorene Früchte finden zudem bei der Herstellung von alkoholischen Getränken ihre Verwendung.
Fazit: Eine naschbare Sensation für alle Schoko-Fans
Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Die sogenannte Schwarze Sapote ist der Traum aller Liebhaber der dunklen Süßigkeit. Denn sie hat kaum Kalorien und schmeckt tatsächlich wie Schokopudding. Mit dem Fruchtmus der Schwarzen Sapote lässt sich süß naschen - ganz ohne Reue.
Ihr nussig-süßer, schokoladenähnlicher Geschmack macht sie zum Geheimtipp unter den Superfoods und zur perfekten Nascherei für gesundheitsbewusste Genießer.
tags: #schmeckt #die #schwarze #sapote #nach #schokolade


