Manuka Honig: Vorteile, Wirkung und Anwendung im Detail
Manuka-Honig ist weit mehr als nur eine süße Leckerei. Dieses Naturprodukt, gewonnen aus dem Nektar des neuseeländischen Manukastrauches (Leptospermum scoparium), besitzt eine einzigartige Zusammensetzung und Wirkung, die ihn von anderen Honigsorten deutlich abhebt. Besonders in der heutigen Zeit bevorzugen immer mehr Menschen ein reines Naturprodukt gegenüber chemischer Medikamente mit zahlreichen Nebenwirkungen. Für Wellness, Hautpflege und vieles mehr wird Manuka-Honig heute als eines der einzigartigen kleinen Geschenke der Natur gefeiert.
Die Herkunft des Manuka Honigs
Die Blüten der Manuka-Pflanze ähneln Kirschblüten und ihr Farbspektrum reicht von weiß über blutrot bis violett. Der Honig stammt von der Manuka-Pflanze ab, welche in den Bergen Neuseelands und in Nord-Australien wächst. Manuka-Pflanzen sind Bäume, welche bis zu vier Meter hochwachsen können. Sie können aber auch in Form von Sträuchern vorkommen. Die fleißigen Ligustica-Bienen sammeln den Manuka Nektar und verarbeiten diesen in ihrem Bienenstock zu Honig. Die befüllten Waben werden dann von den Imkern mit einem Kaltschleuder-Verfahren ausgelöst. Dieses Verfahren ist sehr wichtig, denn beim Erhitzen würden die natürlichen Inhaltsstoffe verloren gehen.
Von den neuseeländischen Ureinwohnern wird die heimische Südseemyrte (Leptospermum scoparium) bereits seit Jahrhunderten geschätzt und als Heilmittel angewandt. Die Maori, die Krieger und Ureinwohner Neuseelands, erkannten die einzigartige Wirkung der Südseemyrte (oder Manukastrauch) schon vor hunderten Jahren. Sie erkannten, dass ein Sud aus verschiedenen Pflanzenteilen sehr gut zur Behandlung von Verbrennungen, Wunden und Entzündungen war. Der Honig der Manukablüte wurde erstmals im 19. Jahrhundert gewonnen.
Was macht Manuka Honig so besonders?
Aber es gibt noch einen Grund, warum Manuka Honig so besonders ist: Der Wirkstoff Methylglyoxal - kurz MGO - kommt in diesem Honig in bis zu 100-fach höherer Konzentration vor als in herkömmlichen Honigsorten. Manuka-Honig wirkt multifaktoriell, unter anderem durch die Produktion von Wasserstoffperoxid, phenolische Verbindungen und den hohen Zuckergehalt.
Die außergewöhnliche antibakterielle Eigenschaft ist der Hauptwirkstoff Methylglyoxal (MGO) verantwortlich. MGO entsteht aus Dihydroxyaceton (DHA), das in den Blüten des Manuka-Strauchs vorkommt und während der Reifung des Honigs durch enzymatische Prozesse im Bienenmagen in MGO umgewandelt wird. Zudem verfügt Manuka-Honig über die sogenannte Non-Peroxid-Aktivität, die ihn von anderen Honigsorten unterscheidet. Eine bedeutende Komponente ist Methylglyoxal (MGO), eine Verbindung, die in vielen Honigsorten vorkommt, in Manuka-Honig jedoch in weit höheren Mengen.
Lesen Sie auch: Bienenprodukte im Vergleich: Manuka Honig und Propolis
Wissenschaftliche Studien der neuseeländischen University of Wakaito belegen, dass die Maori offenbar sehr genau wussten, was sie taten. Manuka-Honig erwies sich als äußerst effektiv bei der Behandlung von Escherichia coli und Helicobacter pylori, also jenen Bakterien, die sehr häufig Magen-Darm-Probleme auslösen können. Er wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien und sogar gegen Krankenhauskeime, jedoch ohne Resistenzen zu bilden.
Antibakterielle und antivirale Wirkung
Antibakterielle Wirkung: Manuka-Honig hat starke antibakterielle Eigenschaften, die durch den hohen MGO-Gehalt unterstützt werden. Die antimikrobiellen Eigenschaften von Honig, einem Naturprodukt mit einer langen Geschichte medizinischer Anwendungen, werden zunehmend anerkannt, insbesondere gegen antibiotikaresistente Erreger.
Medizinischer Manuka-Honig soll zudem verhindern, dass sich auf Wunden ein Biofilm bildet, der Bakterien vor Antibiotika schützt. Außerdem soll er bestehende Biofilme auflösen und so die Wundheilung unterstützen. Staphylococcus aureus ist ein Bakterium, das bei geschwächtem Immunsystem z. B. Hautinfektionen hervorrufen kann, die sich in Eiterpusteln zeigen. Manuka-Honig wirkt multifaktoriell, unter anderem durch die Produktion von Wasserstoffperoxid, phenolische Verbindungen und den hohen Zuckergehalt.
Seine grundsätzlich antibiotischen und antiviralen Eigenschaften machen den Manuka-Honig natürlich auch zu einem wohlschmeckenden und hilfreichen Heilmittel bei Erkältungen, Halsschmerzen, Husten und anderen Infekten der Atemwege.
Vorteile und gesundheitliche Effekte
- Verbessert die Wundheilung: Manuka-Honig wird traditionell zur Förderung der Wundheilung eingesetzt.
- Erhöht die Immunabwehr: Manuka-Honig enthält viele wertvolle Nährstoffe, darunter Aminosäuren, B-Vitamine und Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink.
- Hilft bei Verdauungsproblemen: Manuka-Honig kann bei der Behandlung von Verdauungsproblemen wie dem Reizdarmsyndrom oder Gastritis helfen.
- Verbessert die Mundgesundheit: Manuka-Honig hat sich auch als wirksam bei der Bekämpfung von Mundbakterien erwiesen.
- Hautpflege und Schönheitsbehandlungen: Die natürlichen antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften lassen Manuka-Honig in einer Vielzahl von Hautpflegeprodukten und Schönheitsbehandlungen zum Einsatz kommen.
- Antimykotische Wirkung: Da der Honig außerdem eine beeindruckende antimykotische Wirkung aufweist, eignet er sich auch sehr gut zur komplementären Therapie (äußerlich und innerlich) bei Pilzerkrankungen aller Art.
Manuka Honig in der traditionellen und modernen Medizin
Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, verwendeten den Manuka-Honig traditionell zur Heilung von Wunden, Geschwüren und Infektionen. Die federartigen Blätter des Manuka-Busches wurden von den Medizinmännern gequetscht und als Wundauflage benutzt. Die Samen und auch die Pflanzenteile von Jungpflanzen wurden gekaut, um auf diese Weise Beschwerden im Magen- und Darmbereich zu behandeln.
Lesen Sie auch: Was macht guten Manuka Honig aus?
In den letzten Jahrzehnten ist die Wissenschaft auf die besonderen Heilkräfte des Honigs aufmerksam geworden. In zahlreichen Forschungen wurde bestätigt, dass der Manuka-Honig stärker antibakteriell, antiviral und antiseptisch wirkt, als alle anderen Honigsorten. Es empfiehlt sich, den heilkräftigen Manuka-Honig als wirksame Naturmedizin in jedem Haushalt bereit zu halten.
Anwendung und Dosierung
Empfohlen wird die Einnahme von bis zu drei Teelöffeln täglich, entweder pur, auf Brot oder im Tee. Bei Erkältungen und Infekten mit Husten und Halsschmerzen lässt man mindestens 3-mal täglich einen Teelöffel des Honigs auf der Zunge zergehen. Den letzten Teelöffel nehmen Sie am besten direkt vor dem Schlafengehen. Manuka-Honig hingegen kann bei den genannten Infektionen der Atemwege ganz einfach vor dem Schlafengehen an die inneren Nasenwände gestrichen werden, so dass der Honig über Nacht an Ort und Stelle auf die Schleimhäute einwirken kann.
| MGO-Wert | Anwendung |
|---|---|
| 100+ | Immunstärkung |
| 400+ | Akute Beschwerden, äußere Anwendung bei Wunden, Hautproblemen |
Zur Unterstützung der Verdauung und Immunabwehr kann ein Teelöffel Manuka-Honig in warmem Wasser, Tee oder einfach direkt vom Löffel genommen werden. Zur äußerlichen Anwendung, etwa auf kleinen Schnittwunden, Verbrennungen oder Hautkrankheiten, kann Manuka-Honig dünn auf die betroffene Stelle aufgetragen werden und sollte mit einem Pflaster oder Verband abgedeckt werden. Die Anwendung sollte täglich wiederholt werden, bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Selbst der Ausbruch eines Lippenherpes lässt sich durch frühzeitiges und wiederholtes Auftragen von Honig in vielen Fällen verhindern. Wie schmeckt Manuka-Honig eigentlich? Sein Aroma besticht durch würzig-herbe Noten. Du kannst Manuka-Honig klassisch löffeln - pur oder im Tee (nicht zu heiß!).
Zertifizierung, Qualität und Kauf von Manuka Honig
Der Hype um den kostbaren Honig hat in den letzten Jahren zugenommen, aber dieser Honig hat auch seinen Preis. Manuka-Honig ist mindestens sechsmal so teuer wie andere Honigsorten. Aufgrund seines hohen Preises gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Es ist ein regelrechter Hype entstanden. Weltweit gibt es über einhundert unterschiedliche Anbieter und Marken. In Deutschland sind im stationären Handel besonders fünf Marken vertreten: Egmont Honey, Manuka Health, Larnac, Watson & Son und Comvita.
Achten Sie beim Manuka Honig kaufen auf Siegel wie Manaaki Whenua, MGO oder UMF. Seriöse Anbieter liefern Batch-Nummern zur Rückverfolgung. Ein Manuka Honig-Tabelle hilft bei der Dosierung: MGO 100+ eignet sich zur Immunstärkung, MGO 400+ bei akuten Beschwerden. Das Unique Manuka Factor (UMF)-Zertifikat bestätigt zusätzlich die Qualität, wobei die Angabe der Konzentration an MGO einer eigenen Manuka Honig-Tabelle folgt.
Lesen Sie auch: Leitfaden zum Manuka Honig Kauf
Der MGO-Wert muss von einem renommierten und unabhängigen Honiglabor analysiert worden sein. In Neuseeland hingegen wird die Qualität des Honigs mit dem sog. UMF (Unique Manuka Factor) angegeben. UMF bewertet nicht nur den MGO-Gehalt, sondern zusätzlich noch andere Inhaltsstoffe und steht außerdem für Echtheit und Qualität, ist also eher ein Qualitäts- und Echtheitssiegel. Die UMF- und MGO-Werte können einfach in den jeweils anderen umgerechnet werden - und zwar mit Hilfe von Umrechnern im Internet. Ein MGO von über 400 steht dabei schon für Spitzenqualität.
Lagerung und Haltbarkeit
Wie bei jedem Lebensmittel ist die richtige Lagerung entscheidend - sie verlängert die Haltbarkeit von Honig und erhält seine Wirkung. Honig als Lebensmittel sollten Sie an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren, da er hitze- und lichtempfindlich ist. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten, da Honig bei Kälte kristallisiert und wieder erhitzt werden muss, um flüssig zu werden. Ein trockener Ort ist ebenfalls wichtig, da Honig Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Daher sollten Sie am besten immer den Deckel fest verschließen. Stellen Sie Ihr Honigglas in den Vorratsschrank oder in eine Speisekammer, wo es vor Licht und Wärme geschützt ist. So bleibt Ihr Honig lange frisch und behält seine gesunden Eigenschaften.
Risiken und Nebenwirkungen
- Babys und Säuglingen unter zwölf Monaten sollte kein Honig verabreicht werden, da sich ihre Darmflora noch nicht komplett entwickelt hat und sie sich dadurch mit dem seltenen, aber lebensgefährlichen Säuglingsbotulismus infizieren können.
- Wie bei jedem Imkereiprodukt können Menschen, die allergisch auf Bienen oder Honig sind, allergische Reaktionen auf Manuka-Honig zeigen.
- Hoher Zuckergehalt: Da Honig ein Naturprodukt ist und als natürliches Süßungsmittel angesehen wird, wird oft übersehen, dass er einen hohen Zuckeranteil hat.
- Manuka-Honig kann die Wirksamkeit bestimmter Medikamente beeinträchtigen. So kann er beispielsweise die blutverdünnende Wirkung von Warfarin erhöhen.
- Die antibakterielle und antioxidative Wirkung kann bei Temperaturen von über 65 Grad Celsius verringert oder gar zerstört werden.
Nachhaltigkeit und Umweltaspekte
Die steigende Nachfrage an Honig aus Manuka-Nektar belastet Neuseelands Ökosysteme. Manuka-Monokulturen verdrängen die Biodiversität und laugen Böden aus, was Wildbienen und endemische Arten wie den Kiwi-Vogel bedroht. Zertifizierungen wie Manaaki Whenua („Land bewahren“) fördern nachhaltige Imkerei: Manuka wird in Mischkulturen angebaut, Pestizide vermieden und mindestens 20 % der Flächen als Wildhabitate erhalten.
Das Zentrum der Gesundheit empfiehlt, aus ethischen Gründen keinen Honig zu verwenden. Wenn Sie Honig dennoch kaufen möchten, achten Sie auf verantwortungsvolle Bienenhaltung und wählen Honig am besten aus der Region und von sorgfältig arbeitenden Hobbyimkern.
Wichtige Hinweise und Zusammenfassung der Vorteile
- Manuka-Honig ist ein wertvoller Zusatz zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährungsweise.
- Die Wirkung des Manuka-Honigs wird zunehmend wissenschaftlich untermauert.
- Manuka-Honig ist mehr als ein Luxusprodukt; Qualität hat ihren Preis.
- Manuka-Honig wird auch das flüssige Gold aus Neuseeland bezeichnet.
- Allerdings sind nicht alle Manuka-Honigprodukte gleich. Wie bei allen Nahrungsergänzungen ist es wichtig, das Produkt verantwortungsbewusst zu verwenden und auf mögliche Nebenwirkungen zu achten.
Manuka-Honig ist mehr als nur eine Delikatesse - seine einzigartigen Inhaltsstoffe machen ihn zu einem wirksamen Naturheilmittel für zahlreiche gesundheitliche Beschwerden, von Hautproblemen bis zu Magen-Darm-Problemen. Mit der richtigen Dosierung und Wahl eines zertifizierten Produkts profitieren Sie von den vielseitigen Vorteilen.
tags: #Manuka #Honig #Vorteile #und #Anwendung


