Manuka-Honig: Anwendung bei unreiner Haut und Wirkung
Schon zur Zeit der alten Ägypter und des antiken Griechenlands galt Honig als Schönheitsgeheimnis schlechthin. So soll Kleopatra, die allerorts für ihre Schönheit bekannte Königin Ägyptens, ihr Gesicht mit Honig gepflegt und in Vollbädern aus Milch und Honig gebadet haben. In den letzten Jahren hat zum Beispiel Manuka-Honig vermehrt an Trend-Wert gewonnen und ist bekannt für seine positiven Effekte auf die Gesundheit.
Was ist Manuka-Honig und warum ist er besonders?
Manuka-Honig wird aus den Blüten der sogenannten Südseemyrte („Manuka“) gewonnen. Dieser Strauch ist mit dem australischen Teebaum verwandt, dessen ätherisches Öl für seine wundheilenden und desinfizierenden Eigenschaften bekannt ist. Die einheimischen Maori-Stämme kennen die nützlichen Wirkungen dieser Pflanzen seit vielen Jahrhunderten. Sie verwenden Blätter, Rinde und auch den Honig als Naturheilmittel gegen Wunden, Verletzungen, Atemwegserkrankungen und bei Magen-Darm-Problemen.
Das Besondere an Manuka-Honig ist seine antibakterielle Aktivität, die auf den Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO) zurückgeführt wird. Manuka-Honig enthält einen hohen Anteil des Zuckerabbauprodukts Methylglyoxal (MGO). MGO entsteht aus Dihydroxyaceton (DHA), das in den Blüten des Manuka-Strauchs vorkommt. Je mehr MGO im Manuka-Honig nachgewiesen werden kann, desto höher kann die antibakterielle Wirkung sein. Auf den Gläsern von Manuka-Honig wird stets der Anteil von MGO angegeben. Dieser steht für den Mindestgehalt an Methylglyoxal in Milligramm pro Kilo Honig.
Inhaltsstoffe und hautpflegende Eigenschaften
Vor allem in der Gesichtspflege spielt Honig als natürliches Antibiotikum eine große Rolle. Zusätzlich enthält Honig auch noch viel Vitamin A, B2, B3, B5 und C sowie zahlreiche Mineralien. Manuka-Honig ist für seinen hohen Gehalt an Polyphenolen, die wie Antioxidantien wirken, und Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Kalzium bekannt. Er beinhaltet den Inhaltsstoff Methylglyoxal (auch MGO). Bereits der Nektar der Südseemyrte verfügt über viele wertvolle Inhaltsstoffe und wird von den Bienen zusätzlich mit wichtigen Enzymen angereichert. Er wirkt heilend, antibakteriell und anti-entzündlich.
In der Gesichtspflege hilft Honig dabei, die Haut glatter, praller und geschmeidiger erscheinen zu lassen. Seine Inhaltsstoffe verhelfen der Haut zu mehr Elastizität und spenden Feuchtigkeit, ohne zu beschweren. Wird Honig in seiner puren Form oder als Inhaltsstoff in der Gesichtspflege verwendet, hilft es der Haut, Feuchtigkeit besser zu speichern. In der Anti-Aging-Pflege spielt Honig ebenfalls eine wichtige Rolle, da er straffende und regenerierende Eigenschaften besitzt.
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Wie wirkt Manuka-Honig bei unreiner Haut und Akne?
Manuka-Honig unterstützt die Wundheilung als natürliches Antibiotikum, enthält Antioxidantien, glättet die Haut und wirkt Akne entgegen. Seine antibakteriellen und Wundheilung fördernden Eigenschaften bieten höchst willkommene Effekte. Bei zu Akne und Unreinheiten neigender Haut wirken sich vor allem die antibakteriellen Inhaltsstoffe des Honigs positiv auf das Hautbild aus. Eine Gesichtspflege mit Honig klärt die Haut, ohne sie unnötig auszutrocknen. Das Geheimnis liegt in der antiseptischen Formel des Honigs, die sich in kleinen Mengen durch ein Enzym im Honig anreichert.
Die meisten Dermatolog:innen raten bei wiederkehrender Akne und Pickeln von einer Behandlung mit Honig ab und empfehlen stattdessen verschiedene medizinisch wirksame Stoffe, die nachgewiesenermaßen einen positiven Effekt auf die Haut haben. Zwar stimmt es, dass Honig Bakterien und Mikroben abtöten kann, jedoch kann dieser Effekt nicht zur Behandlung aller Hautprobleme benutzt werden. Denn das Bakterium, das in den meisten Fällen für die Bildung von Akne verantwortlich ist - Propionibacterium acnes - kann nicht von Honig abgetötet werden. Stattdessen ist Honig daher eher für die Versorgung von Wunden interessant und weniger als alleinige Dermatologie-Lösung.
Wann Manuka-Honig helfen kann
- Bei kleinen Schürfwunden, Hautabschürfungen und zur Unterstützung der Wundheilung (unter ärztlicher Beratung kann medizinischer, steriler Manuka-Honig angewendet werden).
- Bei entzündeten Stellen: Manuka-Honig kann entzündungshemmend wirken und Rötungen sowie Schwellungen lindern.
- Bei trockener, rissiger Haut: Er hilft, Feuchtigkeit einzuschließen und Symptome wie Juckreiz und Rötungen zu reduzieren.
- Als unterstützende Pflege bei Akne: Kann betroffene Stellen beruhigen und mögliche Bakterienlast reduzieren - jedoch nicht als alleinige Therapie bei mittelschwerer bis schwerer Akne.
Wann die Wirkung begrenzt oder nicht belegt ist
Die Wirksamkeit von Manuka-Honig bei der Behandlung von Ekzemen und Akne ist nicht hinreichend durch großangelegte Studien belegt. Es gibt kleinere Studien und Erfahrungsberichte, die positive Effekte nahelegen, doch ist die Übertragbarkeit der Laborbefunde auf den lebenden Organismus unklar. Viele Dermatolog:innen empfehlen, Honig maximal ergänzend zu verwenden und bei persistierenden Problemen ärztlichen Rat einzuholen.
Anwendungstipps: So verwenden Sie Manuka-Honig bei Pickeln und unreiner Haut
Honig kann gezielt auf einzelne Pickel oder als ganze Maske aufgetragen werden - er wirkt Entzündungen entgegen und trocknet Unreinheiten aus. Honig kann auch gezielt auf einzelne Pickel oder als ganze Maske aufgetragen werden - er wirkt Entzündungen entgegen und trocknet Unreinheiten aus. Für die Anwendung von Honig gegen Pickel geben Sie am Abend mit einem unbenutzten Wattestäbchen oder einem Kosmetikspatel wenig Honig auf die betroffene Stelle. Lassen Sie den Manuka-Honig einwirken (15-20 Minuten), damit der Honig optimal gegen Pickel wirken kann. Nach ca. 20 Minuten kann der Honig mit lauwarmem Wasser sanft abgewaschen werden.
Für großflächige Anwendungen mischen Sie 1 Teelöffel Manuka-Honig mit 3 Esslöffeln Quark (vegane Alternative: Mischen Sie den Manuka-Honig mit Aloe vera) und tragen die Mischung im Gesicht und Dekolleté auf. Die Manuka-Honig-Quark-Maske bleibt 10-20 Minuten auf der Haut, bevor sie mit lauwarmem Wasser abgewaschen wird. Der Manuka-Honig hilft gegen Pickel, während der Quark oder das Aloe vera Gel Ihrer Haut Feuchtigkeit spendet.
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Punktuelle Anwendung
- Wattestäbchen oder sauberer Kosmetikspatel benutzen.
- Wenig Manuka-Honig auf die betroffene Stelle auftragen.
- 15-20 Minuten einwirken lassen, dann mit lauwarmem Wasser abspülen.
Großflächig als Maske
Mit einem Pinsel auftragen, 10-20 Minuten einwirken lassen und sanft abwaschen. Die Anwendung kann die betroffenen Stellen beruhigen und die Haut geschmeidiger machen.
Sicherheitsaspekte, Risiken und Lagerung
Ein Hauptrisiko stellen Allergien dar. Wenn Sie auf Bienen oder Pollen allergisch sind, ist es möglich, dass Sie auf Honig allergisch reagieren: Das würde nur zu einer Verschlimmerung der Symptome führen. Außerdem wird die Anwendung von Honig nicht für Säuglinge empfohlen. Pollen und Bienenproteine lösen bei vielen Menschen außerdem allergische Reaktionen aus. Menschen mit einer Pollenallergie sollten deshalb bei der Anwendung von Honig auf Pickeln besonders vorsichtig sein oder lieber komplett darauf verzichten.
Honig ist durch seine sehr hohe Konzentration an Zucker sehr gut haltbar. Allerdings muss er dafür kühl, trocken und vor Licht geschützt gelagert werden. Die ideale Lagertemperatur beträgt 4 °C. Dann kann Honig ohne Veränderungen der Substanz mehrere Jahre aufbewahrt werden. Selbst bei einer Lagertemperatur von bis zu 15 °C ist Honig immer noch drei und mehr Jahre haltbar. Kritischer wird es, wenn die Umgebungstemperatur permanent 18 °C und mehr beträgt. Dann beginnt der Honig innerhalb kurzer Zeit, die enthaltenen Zuckeranteile umzubauen - er kristallisiert aus bzw. wird fester. Durch sanftes Erwärmen im Wasserbad lässt sich kristallisierter Honig wieder verflüssigen. Dabei darf jedoch die Temperatur von 40 °C nicht überschritten werden, wenn die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben sollen.
Honig sollte an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahrt werden, da er hitze- und lichtempfindlich ist. Wenn er längere Zeit hohen Temperaturen und Licht ausgesetzt ist, können wertvolle Stoffe und Enzyme abgebaut werden. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten, da Honig bei Kälte kristallisiert und wieder erhitzt werden muss, um flüssig zu werden. Die antibakterielle und antioxidative Wirkung kann bei Temperaturen von über 65 °C verringert oder gar zerstört werden.
Worauf beim Kauf achten - Echtheit und Qualität
Manuka-Honig ist mindestens sechsmal so teuer wie andere Honigsorten. Aufgrund seines hohen Preises gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, ob der Anbieter Mitglied des neuseeländischen Branchenverbandes „Unique Manuka Factor Honey Association“ oder der „Australian Manuka Honey Association“ ist, da diese Honige auf Reinheit geprüft und zertifiziert werden. Um sicherzugehen, dass es sich um echten Manuka-Honig handelt, können Sie das Produkt auf Zertifizierungen prüfen: es trägt das wabenförmige Gütesiegel „UMF 13+“ oder die Angabe „MGO 400+\".
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Medizinischer, steriler Manuka-Honig muss bestimmte Reinheits- und Sicherheitskriterien erfüllen. Er enthält die Wirkstoffe in standardisierten Mengen, damit er direkt oder in Form anderer Zubereitungen zur Wundbehandlung verwendet werden kann. Nur der medizinische, sterile Honig darf zur Wundbehandlung verwendet werden. „Normaler“ Manuka-Honig hingegen ist ein Naturprodukt, das Keime enthält und folglich schwere Reaktionen und Wundinfektionen hervorrufen kann.
Manuka-Honig ergänzend zu medizinischen Therapien
Als alleiniges Mittel zur Behandlung von Hautunreinheiten und Pickeln ist Honig nicht zu empfehlen. Treten regelmäßig Pickel und Akne auf, hat das meist tiefer liegende Ursachen, die von einer Dermatolog:in untersucht und gezielt behandelt werden sollten. Die meisten Dermatolog:innen empfehlen medizinische Wirkstoffe wie Retinoide (Vitamin-A-Säure) zur Lösung von Porenverstopfungen, Benzoylperoxid zur Reduktion der Bakterienanzahl oder Niacinamid zur Beruhigung und Ausgleich des Hautbildes. In Kombination mit pflegenden Wirkstoffen wie Panthenol, Ceramiden, Zink oder Aloe Vera kann eine dermatologisch angepasste Routine die optimale Lösung bieten.
Viele Anwender:innen schwören auf Manuka-Honig und kombinieren ihn ergänzend mit medizinisch erprobten Maßnahmen. Wenn Sie nach einer neuen Ergänzung zur Behandlung Ihrer Haut suchen, könnte Manuka-Honig einen Versuch wert sein - besprechen Sie Ihr Vorhaben aber immer mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen.
Tabelle: Übersicht Anwendung, Nutzen und Grenzen
| Anwendungsform | Nutzen | Begrenzung / Risiko |
|---|---|---|
| Punktuelle Anwendung auf Pickel | Beruhigt Entzündungen, kann Rötungen reduzieren | Kein Ersatz für medizinische Akne-Therapie; Allergierisiko |
| Großflächige Maske (Honig + Quark/Aloe) | Spendet Feuchtigkeit, beruhigt, milde Peelingwirkung mit Quark | Bei sensibler Haut Vorsicht; Zitronensaft vermeiden |
| Medizinischer Manuka-Honig (steril) | Wundheilungsfördernd, antibakteriell; Biofilm-Unterstützung | Nur unter ärztlicher Anleitung; teuer |
| Orale Anwendung (Tee, Löffel) | Linderung bei Halsschmerzen, unterstützend bei Erkältung | Nicht für Säuglinge; Qualität beachten |
Ob als leckerer Brotaufstrich, als Süße für den Tee oder als heilsamer Wirkstoff in der Kosmetik - Honig ist ein wahrer Alleskönner. Entdecken Sie die Heilkraft des Honigs für Ihre Schönheitspflege und für Ihr persönliches Anti-Aging-Konzept. Testen Sie die vielseitigen Manuka-Honig Anwendungsgebiete mit zertifizierten Produkten und nutzen Sie Honig ergänzend zu bewährten dermatologischen Therapien.
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