Manouri Käse mit Honig: Rezepte und Variationen eines griechischen Genusses

Manouri ist ein griechischer Weichkäse aus Schafs- und Ziegenmilch, der sich durch seinen milden, cremigen und leicht gesalzenen Geschmack auszeichnet. Er ist vielseitig einsetzbar, sowohl in herzhaften als auch in süßen Gerichten. Besonders beliebt ist die Kombination von Manouri mit Honig, die eine perfekte Balance zwischen Süße und Würze bietet.

Was ist Manouri Käse?

Manouri ist ein traditioneller griechischer Käse, der hauptsächlich in den Regionen Thessalien und Makedonien hergestellt wird. Er gehört zur Familie der Weichkäse und wird aus einer Kombination von Ziegen- und Schafsmilch gewonnen. Mit einem Fettanteil von mindestens 60 Prozent besitzt er eine reichhaltige Textur und eine fantastisch cremige, buttrige Konsistenz. Im Gegensatz zu anderen Käsesorten ist Manouri nicht ölig, sondern weich und präsentiert intensive Milch- und Butteraromen.

Manouri ist ein Käse geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) bzw. "PDO" (Protected Designation of Origin). Dies bedeutet, dass er nur in bestimmten Regionen Griechenlands und unter Einhaltung spezifischer Herstellungsrichtlinien produziert werden darf.

Geschmack und Verwendung

Der Geschmack von Manouri ist mild, leicht süßlich und erinnert an frische Milch und Butter. Durch seine feine, weiche Konsistenz eignet er sich ideal als Dessertkäse, kann aber auch in zahlreichen anderen Gerichten verwendet werden.

Mögliche Verwendungen von Manouri:

  • Als Dessert: Pur mit Honig und Nüssen, oder als Zutat in Süßspeisen wie Kuchen und Gebäck.
  • In Salaten: Als cremige Komponente in Kombination mit frischem Gemüse und einer leichten Vinaigrette.
  • Gegrillt oder gebraten: Durch die Hitze karamellisiert der Käse leicht und entwickelt ein noch intensiveres Aroma.
  • Als Füllung: Für Teigtaschen, Gemüse oder Fleisch.
  • Zu Wein: Passt hervorragend zu fruchtbetonten, halbtrocken ausgebauten Weinen mit ausgewogener Säure.

Beliebte Rezepte mit Manouri und Honig

1. Gebackener Feta im Filoteig mit Thymian und Honig

Dieses Rezept ist eine einfache und schnelle Variante des bekannten Baked Feta und versetzt dich direkt in Urlaubsstimmung.

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Zutaten:

  • 1 Filoteigblatt
  • 100 g Feta (oder Manouri)
  • 2 EL Butter (flüssig)
  • Etwas Thymian
  • Etwas Honig
  • Etwas Sesam

Zubereitung:

  1. Das Filoteigblatt auseinanderfalten und mit flüssiger Butter bestreichen.
  2. Etwas frischen Thymian darüberstreuen.
  3. Das Filoteigblatt in der Mitte falten und erneut mit flüssiger Butter bestreichen.
  4. Den Schafskäse (oder Manouri) in den Filoteig einwickeln und zu einem Päckchen falten. Dabei den Filoteig immer wieder mit Butter bestreichen, damit er sich besser falten lässt und gut zusammenhält.
  5. Das fertige Päckchen mit Butter bestreichen und mit Sesam bestreuen.
  6. Den Feta bei 180 Grad für ca. 15 Minuten backen, bis der Filoteig goldbraun ist.
  7. Den gebackenen Feta mit Honig und noch mehr Thymian servieren.

Variationen:

  • Anstelle von Filoteig kann auch Blätterteig verwendet werden.
  • Für eine herzhaftere Variante können Knoblauch, Zwiebeln und andere Kräuter hinzugefügt werden.
  • Der Feta kann auch mit Gemüse wie Spinat variiert werden.

2. Panierter Manouri mit Champignons und Honig-Senf-Sauce

Dieses Gericht eignet sich hervorragend als Vorspeise und überzeugt durch die Kombination von knusprigem Käse, aromatischen Pilzen und einer süß-würzigen Sauce.

Zutaten:

  • 2 Pck. Manouri
  • 500 g Champignons (frisch)
  • 1 Salat (Grüner)
  • 1 Becher Joghurt
  • 4 EL Senf (Dijon)
  • 3 EL Honig (Waldhonig)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 200 ml Olivenöl
  • Etwas Thymian
  • Etwas Basilikum
  • 2 Eier (verschlagen)
  • 300 g Semmelbrösel
  • 300 g Mehl

Zubereitung:

  1. Den Manouri in ca. 100 g große Stücke teilen.
  2. Mehl, verschlagenes Ei und Semmelbrösel vermengen und jedes Käsestück sehr gut darin panieren.
  3. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
  4. Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen. Die Champignonscheiben darin anbraten. In den letzten Minuten den Käse so lange mitbraten lassen, bis die Panade goldbraun ist.
  5. Einige Salatblätter waschen und auf einem Teller anrichten. Erst die Champignons darauf verteilen, dann den Käse darüber legen.
  6. Für die Sauce den Joghurt mit Senf und Honig vermengen. Thymian und Basilikum beifügen und alles vorsichtig salzen.
  7. Die Sauce über den Käse gießen. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

3. Gegrillter Manouri mit Rote Bete, Grillzwiebeln und Honig-Vinaigrette

Dieses Rezept kombiniert die Süße von Rote Bete und Honig mit dem cremigen Manouri und den Röstaromen der Grillzwiebeln.

Zutaten:

  • Rote Bete
  • Essig
  • Salz
  • Zwiebeln
  • Olivenöl
  • Honig
  • Oregano
  • Pfeffer
  • Blattsalat
  • Manouri-Käse

Zubereitung:

  1. Die Rote Bete in einem großen Kochtopf mit Essig, Salz und Wasser bedecken und ca. 40-45 Minuten köcheln lassen, bis sie gar ist. Die Rüben im Kochwasser auskühlen lassen, dann schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Den Grill oder eine Grillpfanne erhitzen. Die Zwiebelscheiben auf beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen, mit Pfeffer und Salz bestreuen. Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze grillen, bis sie gleichmäßig gebräunt und weich sind.
  3. In einer kleinen Schüssel Essig, Lake, Honig, Oregano, Salz und Pfeffer gut verquirlen. Nach und nach unter ständigem Rühren das Öl einfließen lassen, bis alles gut vermischt ist.
  4. Auf jedem Teller Blattsalat und Manouri-Käse anrichten. Die Rote-Bete-Scheiben und die Grillzwiebeln gleichmäßig auf die Teller verteilen und mit der Vinaigrette beträufeln.

4. Gebratener Manouri mit Walnüssen, Trauben und Thymian-Honig

Dieses einfache Rezept ist schnell zubereitet und bietet eine köstliche Kombination aus süßen, nussigen und würzigen Aromen.

Zutaten:

  • Manouri
  • Walnüsse
  • Weintrauben
  • Thymian
  • Honig
  • Butter
  • Öl
  • Salz

Zubereitung:

  1. Thymian waschen, trocken schütteln und Blätter von den Stielen streifen. Weintrauben waschen und halbieren. Manouri abtropfen lassen und mit Küchenkrepp trocken tupfen.
  2. In einer Pfanne Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und Walnüsse mit etwas Salz unter Schwenken ca. 2 Minuten goldbraun rösten. Walnüsse leicht abkühlen lassen und grob hacken. In einer Schüssel mit Thymian und Trauben vermengen.
  3. Pfanne erneut mit Butter auf mittlerer Stufe erhitzen und Manouri darin auf jeder Seite ca. 3 Minuten goldbraun anbraten.
  4. Manouri auf Tellern anrichten, Walnüsse, Trauben, Thymian darübergeben, mit Honig beträufeln und servieren.

5. Currylinsen mit Orangen-Manouri

Dieses Rezept kombiniert scharfe Currylinsen mit der fruchtigen Süße von Orangen und dem cremigen Manouri.

Zutaten:

  • Manouri
  • Orangen
  • Rote Linsen
  • Mangold (oder Spinat)
  • Schalotte
  • Kokosöl
  • Ingwer
  • Currypaste
  • Kokosmilch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronen- oder Limettensaft

Zubereitung:

  1. Manouri in Orangensaft und -schale marinieren.
  2. Mangold waschen und in Streifen schneiden, auch die Stiele. Schalotte schälen und würfeln.
  3. In einer großen Pfanne Kokosöl erhitzen, Mangoldstiele und Schalotten für 2-3 Minuten bei mittlerer bis geringer Hitze dünsten. Ingwer schälen und in die Pfanne reiben, dann die Currypaste dazu geben und kurz mitdünsten.
  4. Die Linsen mit der 2,5fachen Menge an Wasser dazu geben und das Mangoldgrün oben drauf „legen“.
  5. Wenn die Linsen gar sind, die Kokosmilch einrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronen- oder Limettensaft abschmecken.
  6. Den marinierten Manouri in einer 2. Pfanne goldbraun anbraten, wieder in seine Orangenmarinade geben und damit glasieren.
  7. Die Currylinsen mit dem glasierten Manouri servieren. Dazu passt etwas Brot, Reis oder Quinoa.

Weinempfehlungen zu Manouri Käse

Die Wahl des passenden Weins hängt von der Zubereitungsart des Manouri ab.

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  • Pur oder als Dessert: Fruchtbetonte, halbtrocken ausgebaute Weine mit ausgewogener Säure, wie z.B. ein Muscat de Rio-Patras.
  • Gebraten oder mit öligen Gemüsegerichten: Ein kräftiger Róbola oder ein Assyrtiko von Santorini.
  • Als Saganaki: Ein Retsina oder ein aromatischer, ölig ausgebauter Vidiano.
  • Zu Salaten oder Vorspeisen: Ein Rosé mit intensiven Fruchtnoten.

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