Lisa Graf — Lindt und Sprüngli Band 2: Die Familiensaga um Rudolphe Lindt und die Erfindung, die Schokolade veränderte

Ein Junge, der dem Schicksal trotzt. Eine Erfindung, die die Schokoladenherstellung revolutioniert. Opulent, dramatisch und akribisch recherchiert - die unvergessliche Familiensaga rund um die weltberühmten Schweizer Chocolatiersfamilien Sprüngli & Lindt.

Kurzbeschreibung und Kernthemen

Bern 1863: Kurz bevor die Räder einer vorbeifahrenden Kutsche den kleinen Tagträumer Rudolphe Lindt auf dem Marktplatz erfassen, wird er von einem bildhübschen Blumenmädchen gerettet. Von diesem Augenblick an ist klar: Der junge Lindt hat überlebt, um Großes zu vollbringen!

Doch nicht etwa so, wie es sich seine Familie wünscht. Der Sohn eines Apothekers wird zum Schulabbrecher und stürzt sich in das Abenteuer. In Bern eröffnet er schließlich eine Schokoladenfabrik und schafft etwas Einzigartiges, das ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert: Der Junge, der einst eine herbe Enttäuschung für seine Familie war, revolutioniert die Schokoladenherstellung.

Marktplatz von Bern im 19. Jahrhundert, Darstellung Rudolphe Lindt und Blumenmädchen

Die dramatische Lebensreise Rudolphe Lindts

Als Charmeur und Lebemann haben ihm schon immer alle Türen offen gestanden. Wieso sollte sich das nun ändern? Der Sohn eines Arztes wird zum Schulabbrecher und stürzt sich in das Abenteuer.

Rudolf Lindt, Sohn eines Apothekers, verbringt fünf Jahre als Lehrling und Reisender bei seinem Großvater in Lausanne. Nach seiner Rückkehr nach Bern eröffnet er eine Schokoladenfabrik mit alten Maschinen. Er probiert lange mit verschiedenen Mischungen, verhält sich sehr zurückhaltend, bis er eines Tages zufrieden ist mit seiner ersten Schokoladentafel.

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Mit bloßen Händen errichtet er seine Schokoladenfabrik und probiert so lange, bis ihm das Unmögliche gelingt: aus harter, sandiger Masse eine zartschmelzende Verführung zu schaffen. Als Anna seine Arbeit kostet, weiß sie: Das ist Schokolade, wie sie die Welt noch nicht gekannt hat.

Traum, Verlust und Antrieb

Parallel zu Rodolphe Lindts Versuchen, selbst Schokolade herzustellen, wird auch die Geschichte der Familie Sprüngli in Zürich weiter erzählt. Zürich 1826: Voller Verzweiflung bringt der kleine Rudolf Sprüngli seiner Mutter eine Tafel Schokolade ans Krankenbett. Sein letztes Taschengeld und all seine Hoffnung legt er in dieses kleine Mysterium, das sich Schokolade nennt. Wie durch ein Wunder wird sein Wunsch erhört und seine Mutter wieder gesund. Ab diesem Tag ist für Rudolf klar, dass er Schokolade herstellen möchte.

Bei seiner eigenen Familie stößt Rudolphe mit diesem Berufswunsch auf wenig Gegenliebe: Schon immer waren die Lindts Akademiker, keine Unternehmer. Neben Binia liebt Rudolf vor allem seine kleine Schwester Fanny. Als die nach einer schweren Krankheit stirbt, bricht für Rudolf eine Welt zusammen, sein Lebensmut ist dahin. Da kommt das Angebot seines Großonkels Charles Kohler, ihn nach Lausanne zu begleiten, gerade recht.

Confiserie-Szene: historische Confiserie Sprüngli in Zürich

Die Erfindung der Conche und technischer Wandel

Tatsächlich ist das Verfahren des Conchierens eine Erfindung von Rodolphe Lindt aus dem Jahre 1879, die heute noch in der Schokoladenproduktion angewandt wird. Während Rudolphe Lindt das Conchieren erfindet, richten sich die Blicke der Welt auf ihn. Mehr noch: Er hat die Schokoladenherstellung mit seiner Erfindung der Conche geradezu revolutioniert. Die „Chocolat Lindt créé à Berne“ schmeckt dadurch viel cremiger und zartschmelzender als die bisher bekannte herkömmliche Schokolade.

Die „Chocolatier Sprüngli“ kann nicht glauben, was er vollbracht hat …

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Schema: Funktionsprinzip der Conche (Rühren, Reiben, Aerieren)

Experimentierfreude und akribische Arbeit

Man kann gar nicht anders, wenn man so detailliert liest, wie Rodolphe mit seinen Zutaten experimentiert, bis die Schokolade so verlockend riecht, schmeckt und aussieht, wie er sich das vorgestellt hat. Er probiert lange mit verschiedenen Mischungen, verhält sich sehr zurückhaltend, bis er eines Tages zufrieden ist mit seiner ersten Schokoladentafel.

Roman und Historie: Fiktion trifft Recherche

Opulent, dramatisch und akribisch recherchiert - die unvergessliche Familiensaga rund um die weltberühmten Schweizer Chocolatiersfamilien Sprüngli & Lindt. Die Autorin hat hier recherchiert und die überlieferte Historie in ein packendes Romangeschehen verpackt.

Die Serie Lindt & Sprüngli schuf Lisa Graf im Jahre 2024. Auf zwei Bände ist die Reihenfolge seitdem angewachsen. Die Fortsetzung des Nummer-1-Spiegel-Bestsellers: Ein liebevoll gestaltetes Paperback rundet dieses einzigartige Lesevergnügen ab!

Trailer oder Gespräch mit der Autorin Lisa Graf über Band 2 und die Recherche zur Conche

Bandfolge und Lesermeinungen

Die Serie wird mit dem Buch "Zwei Familien, eine Leidenschaft" eingeleitet. Während im ersten Band die Familie Sprüngli aus Zürich im Mittelpunkt stand, lernen wir im zweiten Band die Familie Lindt in Bern kennen, vor allem Sohn Rudolf, einen verträumten Jungen, der so gar keine Lust hat, in die Fußstapfen seines Apotheker-Vaters zu treten.

Zu einer Begegnung zwischen den Familien Lindt und Sprüngli kommt es erst ganz am Ende des Buches. Denn mittlerweile ist Rodolphe Lindt mit seinen Versuchen, Schokolade herzustellen, der Durchbruch gelungen. Nach einem Jahr wurde der Nachfolgeband herausgebracht. Nimmt man diese Abfolge als Maßstab, müsste der hypothetische Veröffentlichungstermin des 3. Bandes theoretisch in einem Folgejahr liegen; uns erreichte bisher jedoch keine konkrete Bekanntmachung zu einem dritten Band.

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Stil, Wirkung und Leseempfehlung

Ich habe dieses immerhin fast 500 Seiten starke Buch in wenigen Tagen verschlungen (und dabei, ich gestehe, auch so manches Stück Schokolade!) und warte jetzt schon sehnsüchtig auf Herbst 2026, wenn im Band 3 „Lindt & Sprüngli: Zwei Dynastien, ein Vermächtnis“ endlich die beiden Schokoladenhersteller Lindt und Sprüngli zueinander finden.

Ein spannender Roman, der detailliert die Versuchsanordnungen, die Zutaten und die Geduld eines Pioniers beschreibt. Die Lektüre dieses Buches macht unweigerlich Lust auf Schokolade und führt zu erhöhter Kalorienzufuhr!

Element Inhalt / Bemerkung
Setting Bern 1863, Lausanne, Zürich 1826
Protagonist Rudolphe / Rudolf Lindt - rebellischer Erfinder
Zentrale Erfindung Conchieren (Conche), verbessert Cremigkeit und Geschmack
Genre Historischer Roman, Familiensaga
Seitenumfang ca. 480 Seiten
Stil Opulent, dramatisch, akribisch recherchiert

Über die Autorin

Lisa Graf wurde in Passau geboren. Nach Stationen in München und Südspanien lebt sie nun im Berchtesgadener Land. Als Hobbybäckerin hat sie eine Schwäche für Trüffelpralinen und liebt Zitronensorbet mit Champagner. Mit ihrem grandiosen Familiensaga-Auftakt entführt sie ihre Leserinnen ins München der Jahrhundertwende und verzaubert mit einer wunderbaren Familiengeschichte rund um den Feinkostladen Dallmayr.

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