Köstliche Marmeladenrezepte: Ein süßer Genuss für jede Jahreszeit
Marmelade ist mehr als nur ein Brotaufstrich. Sie ist ein vielseitiges Produkt, das in der Küche vielfältig eingesetzt werden kann. Ob als Füllung in Quarkbällchen und Crêpes, als Zutat in Kuchen und Torten oder pur beim Frühstück zu Brot und Croissants - die kunterbunten Fruchtaufstriche sind vielseitig einsetzbar und dürfen im Vorratsregal auf keinen Fall fehlen. Selbstgemacht bringt Marmelade einen himmlischen fruchtig-zuckrigen Geruch in die Küche und schmeckt einfach immer noch am besten!
Die Vielfalt der Marmelade
Der Begriff Marmelade stammt aus dem portugiesischen "marmelo" und bedeutet übersetzt Quitte. Streng genommen handelt es sich bei einem Marmeladen Rezept jedoch nur um einen Aufstrich aus Zitrusfrüchten. Werden andere Obstsorten wie Aprikosen, Erdbeeren oder Kirschen verwendet, so spricht man von Konfitüre. Die Begriffe Konfitüre und Marmelade werden oftmals synonym verwendet. Bis 2003 wurden aber auch Fruchtaufstriche aus anderen Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren als Marmelade betitelt. Deshalb ist der Begriff in vielen Haushalten noch gebräuchlich.
Schon die Römer haben den fruchtigen Aufstrich genossen. Die erste marmeladeähnliche Substanz wurde nämlich im Jahre 1937 bei einer Ausgrabung gefunden und auf die Zeit des alten Roms zurückdatiert. Dabei sind Tongefäße zum Vorschein gekommen, die Rückstände von Zwetschgenmus und Zuckerrohr aufwiesen. Der Vorläufer der heutigen Marmelade!
Marmelade selber machen: So einfach geht's
Marmelade lässt sich auch einfach selber machen und ist für die Kinder ein absolutes Highlight in der Küche. Das Gute ist: Du brauchst für selbstgemachte Marmelade nur reife, aromatische Früchte und Gelierzucker in einem Verhältnis von 2:1. Je nach Jahreszeit bieten sich unterschiedliche Marmeladen Rezepte und Früchte zur Verarbeitung an. Im Frühjahr geht es los mit Rhabarbermarmelade, im Sommer folgen Erdbeermarmelade, Kirsch-, Heidelbeer-, Aprikosen-, Pflaumen- und Himbeermarmelade. Im Herbst können Äpfel und Birnen zu Marmelade verarbeitet werden und im Winter schließlich Orangen und Mandarinen. Deiner Kreativität sind beim Kochen keine Grenzen gesetzt und du kannst auch eigene Marmeladen Rezepte kreieren. Wie wäre es mal mit einer Kombi aus Kaki, Orange und Ingwer oder einem feinen Vanille und Zimt Zusatz in der Pflaumenmarmelade?
Grundrezept zum Marmelade kochen
Step by Step mit vielen anschaulichen Fotos könnt ihr Marmelade, Konfitüre, Gelee und Fruchtaufstrich einfach selber machen. Wir verwerten im Sommer und Herbst gern unser eigenes Obst aus dem Garten, von der Familie oder von Freunden und haben so das ganze Jahr über leckeren Marmeladen, Gelees und Konfitüren. Mit diesen fruchtigen Schätzen ist gleichzeitig eine Basis geschaffen, mit der sich so allerlei (Salat-) Soßen, Eis und Desserts aufpeppen lassen.
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Zutaten:
- 500 g Obst (geputzt)
- 500 g Zucker oder Gelierzucker 1:1
- 1 Spritzer Zitronensaft oder Alkohol für den Geschmack (optional)
- 1 Prise Gewürze (z.B. Zimt, Nelken, Vanille etc.)
Zubereitung:
- Die Marmeladengläser (mit Schraubdeckel oder Gummiring) spülen und im Wasserbad oder Backofen sterilisieren.
- Früchte waschen. Sehr delikate Früchte wie z.B. Himbeeren werden nicht gewaschen. Nur reifes und unversehrtes Obst verwenden, schlechte Stellen entfernen. Die Früchte putzen (Stile, Kerne oder Kernhaus entfernen). 500 g Obst Rhabarber wird für eine Marmelade am besten geschält, wenn er nicht sehr jung und zart ist. Wir empfehlen auch Äpfel und Birnen zu schälen, damit die relativ harte Schale nicht in der Marmelade bleibt. Größere Früchte etwas klein schneiden. Je nach dem, ob du größere oder kleinere Fruchtstücke in der Marmelade magst, schneidest du die Früchte in entsprechend große Stücke.
- Das Obst wird mit dem Zucker in einem Topf unter Rühren zum Kochen gebracht. Etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Dabei umrühren, damit die Masse nicht einbrennt.
- Den Schaum, der sich ggf. bildet, abschöpfen. Nach Geschmack Gewürze, etwas Zitronensaft oder einen Schuss Alkohol dazugeben, nochmals kurz aufkochen.
- Gelierprobe: Wenn die Fruchtmasse dickflüssig vom Löffel auf einem vorgekühlten Teller geliert, vom Herd nehmen.
- Optional: Wer lieber eine gleichmäßigere Maße wünscht, kann die Marmelade auch pürieren.
- Optional: Bei Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren kannst du die kleinen Kerne aus der Fruchtmasse entfernen, indem du die Früchte durch ein Sieb oder durch die sogenannte Flotte Lotte streichst.
- Heiß in die ausgekochte Schraub- oder Weckgläser geben. Dabei leistet ein Marmeladentrichter gute Dienste.
- Optional (siehe Notizen!): Die gefüllten Gläser 1-2 Minuten auf den Deckel stellen, um diesen mit der heißen Masse zu desinfizieren. Dieser Schritt ist nicht notwendig und es wird häufig davon abgeraten.
Wichtige Tipps:
- Beim Marmelade selber machen, ist es notwendig den Schaum beim Aufkochen abzuschöpfen.
- Damit die Marmelade nicht schnell verderbt, am besten immer einen frischen Löffel zum Entnehmen der Marmelade verwenden.
- Angebrochene Marmeladen solltet ihr übrigens immer im Kühlschrank aufbewahren.
- Lasst die Marmelade nicht zu lange kochen, damit sie ihre schöne Farbe nicht verliert.
- Je höher der Fruchtanteil ist, desto aromatischer und weniger zuckrig wird die Marmelade. Allerdings ist der Fruchtaufstrich mit verringertem Zuckergehalt nicht kürzer haltbar.
- Wem die Marmelade in der kalten Jahreszeit ausgeht, der muss nicht bis zum nächsten Sommer warten. Auch tiefgekühlte Früchte eignen sich sehr gut zum Einkochen.
Gläser sterilisieren: So geht's richtig
Um selber Marmelade zu kochen, macht man sich solche Mühe. Man kauft oder erntet frisches Obst, wäscht und putzt dieses und kocht die Marmelade bzw. Konfitüre ein. Schade, wenn das Glas dann beim Öffnen verschimmelt ist!
Gläser im Wasserbad sterilisieren:
- Die Marmeladegläser werden in einen großen Topf mit kaltem Wasser gelegt. Auch Gummiringe und Schraubdeckel werden mitgekocht.
- Das Wasser mit den Gläsern wird erhitzt und etwa 10 Minuten gekocht (Vorsicht: Keine Plastikdeckel verwenden!). Auf diese Art springen die Gläser nicht.
- Nehmt die Gläser, Deckel und Ringe mit einer Zange oder einem Löffel aus dem heißen Wasser. Stellt sie mit Öffnung nach oben auf ein sauberes Küchentuch. Nicht abtrocknen, um keine Keime in die Gläser zu bringen!
- Die Marmelade wird heiß eingefüllt. Nachdem der Deckel geschlossen ist, können die Marmeladengläser 1-2 Minuten auf den Kopf gestellt werden. Dies dient dem Sterilisieren des Randes und der Innenseite des Deckels durch die heiße Marmelade.
Gläser sterilisieren im Backofen:
- Den Backofen auf 140 Grad vorheizen. Die Marmeladegläser spülen und dann für etwa 15 Minuten im Backofen sterilisieren.
- Die Gläser werden mit Handschuhen aus dem Ofen genommen und direkt mit der heißen Marmelade befüllt.
- Die Schraubdeckel oder Gummiringe müssen etwa 10 Minuten in heißem Wasser ausgekocht werden.
Gläser auf den Kopf stellen?
Früher wurde immer geraten die Marmeladegläser nach dem Füllen 1-2 Minuten auf den Kopf zu stellen. Dies dient dem Sterilisieren des Randes und der Innenseite des Deckels durch die heiße Marmelade. Länger sollten die Gläser allerdings nicht auf dem Kopf stehen, damit die Marmelade nicht beginnt, im Deckel zu gelieren und es ist bei sterilisierten Gläsern auch nicht zwingend notwendig. Heute wird eher abgeraten davon die Gläser umzudrehen. Wir haben beide Varianten getestet und bei keiner der Varianten Vor- oder Nachteile festgestellt.
Etiketten für selbstgemachte Marmelade
Wir haben einige hübsche Etiketten für euer Marmeladen Rezept: Erdbeermarmelade, Himbeermarmelade, sowie viele andere Obstsorten wie auch Blankoetiketten zum Selberbeschriften für euch entworfen, die ihr euch gratis downloaden und ausdrucken könnt. Damit sieht die selbstgemachte Marmelade gleich noch besser aus! Ladet einfach das folgende PDF herunter und druckt die Seiten, die ihr benötigt aus. Solltet ihr beispielsweise nur die Etiketten für die Kirschmarmelade benötigen, könnt ihr nur diese Seite in der gewünschten Anzahl ausdrucken.
Variationen für Fruchtaufstriche mit weniger Zucker
OPTION 2:1 bzw. 3:1 FruchtaufstrichDer Fruchtaufstrich mit weniger Zucker wird vom Grundprinzip genauso wie die Marmelade gemacht. Allerdings verwendet Ihr 2 Teile Früchte und 1 Teil Zucker (also z.B. 600g Erdbeeren und 300g 2:1 Gelierzucker), oder sogar 3 Teile Früchte und 1 Teil Zucker (also z.B. Manche Früchte (z.B. Stachelbeeren, Quitten, schwarze Johannisbeeren, Äpfel, Heidelbeeren, Zitrusfrüchte) haben von Natur aus einen höheren Pektin-Anteil und die Marmelade geliert einfacher. Für Früchte mit geringem Pektingehalt (z.B.
Marmeladenkuchen: Fruchtiger Genuss für jeden Anlass
Auch außerhalb der Saison müssen wir dank Marmeladenkuchen nicht auf fruchtiges Gebäck verzichten! Wir holen einfach unsere Lieblingsmarmelade aus dem Keller oder Supermarkt und schon kann das Backvergnügen losgehen. Tipp: Der verwendete Fruchtaufstrich in den Rezepten gilt als Empfehlung und kann je nach Geschmack durch die persönlich bevorzugte Konfitüre ausgetauscht werden! Erdbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- und viele weitere Marmeladen harmonieren mit diesen Kuchen fantastisch.
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Ebenfalls praktisch ist, dass Marmeladenkuchen in der Regel mit einfachen Zutaten auskommen, die du bestimmt schon im Vorratsschrank hast. Und ein Glas Marmelade haben, dank der langen Haltbarkeit, wohl die meisten Menschen immer auf Lager. Der fertige Kuchen schmeckt zu jedem Anlass und lässt sich, abgesehen von Varianten mit Sahne und Cremes, perfekt mitnehmen! Zum Picknick, fürs Büro oder auf dem Geburtstag - von diesen Kuchen nimmt jeder gerne ein Stück … oder zwei … oder … .
Im Sommer, wenn die meisten Früchte wie Erdbeeren, Kirschen, Blaubeeren, Aprikosen und Co. Saison haben, schmeckt Marmeladenkuchen noch besser. Entweder du kochst dir aus dem Obst kurzerhand selber Marmelade für den Kuchen, oder du kombinierst süße Konfitüre mit frischen Früchten, was gleich doppelt unschlagbar ist. Marmeladen selber machen muss kein kompliziertes Unterfangen sein. Dr. Oetker liefert neue Inspirationen, die sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Marmeladenexperten eignen. Dabei sollte zuerst unterschieden werden, ob ein klassischer Ein-Frucht-Aufstrich oder aber eine Obstkombination verwirklicht werden soll. Ein-Frucht-Marmeladen lassen sich leicht selbst kochen und sind dabei aber nicht weniger geschmacksintensiv. Ganz im Gegenteil, die Orangenmarmelade entfaltet pur ihr volles Aroma. Dafür müssen nur die Orangenfilets zusammen mit etwas Orangensaft und Dr. Oetker Extra Gelierzucker aufgekocht werden. Fertig ist der Frühstücksklassiker!
Etwas exotischer wird es mit der Grapefruit-Physalismarmelade. Der saure Geschmack der Grapefruit zusammen mit dem fruchtigen Aroma der Physalis ergeben eine besondere Kombination. So können Freunde ganz einfach mit einem neuen Frühstückserlebnis begeistert oder auch Gastgeber mit einem leckeren Mitbringsel überrascht werden.
Egal auf welches Marmeladen-Rezept die Entscheidung fällt, um sicherzustellen, dass der Fruchtaufstrich am Ende die gewünschte Konsistenz hat, sollte eine Gelierprobe durchgeführt werden. D.h. dass ein Teelöffel der angefertigten Marmelade auf eine kalte Untertasse gegeben wird. Wenn die Masse innerhalb einer Minute erkaltet, ist die Probe gelungen und alles darf in schöne Gläser gefüllt werden.
Marmelade als Geschenkidee
Eine selbstgemachte Marmelade eignet sich hervorragend als kleines Mitbringsel für Freunde und Familie. Dafür die heiße Fruchtcreme einfach in schöne Einmachgläschen füllen, Schleife drum- fertig! Natürlich kannst du dein Glas dann noch nach Wunsch weiter verzieren, zum Beispiel mit Packpapier, buntem Etikett, einem selbstgemalten Bildchen von deinen Kindern oder mit dem zusammengerollten Marmeladen Rezept.
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