Rezept: Kirsch-Gin-Marmelade
Kirsch-Gin-Marmelade verbindet die sonnige Süße reifer Kirschen mit einer feinen, dezenten Wacholderzitrus-Note des Gins. Ob als Brotaufstrich, Füllung für Biskuitrouladen, Torten oder als Geschenk aus der Küche - diese Marmelade ist vielseitig und aromatisch.
Zutaten (ca. 4-6 Gläser, Menge variabel)
- 2 kg Süßkirschen (oder nach Wunsch andere Kirschsorten; gefrorene, bereits entsteinte Kirschen sind möglich)
- 950 g Gelierzucker 2:1 (alternativ Gelierzucker 1:1 oder Gelier-Fruchtzucker je nach Süße)
- 1 Vanilleschote (optional)
- Saft von 1 Zitrone (optional, empfohlen bei Zuckerersatz oder niedrigerem Pektingehalt)
- ca. 2-4 EL Gin (je nach Geschmack; Alkohol verkocht größtenteils, bleibt als Aroma)
- frische Minze (optional, für eine Minz-Gin-Variante)
Vorbereitung und Hinweise
Die Kirschen waschen, abtropfen lassen, Stiele entfernen und entsteinen. Wenn du dir die Arbeit sparen willst, kannst du gefrorene, bereits entsteinte Kirschen nehmen. Lasse diese gut auftauen und kontrolliere trotzdem noch nach vereinzelten Kernen. Eine andere Möglichkeit ist es, die Kirschen nach dem Kochen durch ein Sieb zu streichen, sodass die Kerne zurückbleiben und nur das Fruchtfleisch übrig bleibt.
Zubereitung (klassische Methode mit Fruchtstücken)
- Die gewaschenen Kirschen entsteinen und in einen großen Topf geben. Ritze die Vanilleschote an und kratze das Mark zu den Kirschen, gib auch die leere Schote dazu.
- Vermische alles mit dem Gelierzucker und einem Spritzer Zitronensaft. Lasse die Mischung für etwa 2 Stunden ziehen, damit der Zucker sich auflöst und der Saft aus den Kirschen austreten kann.
- Wenn du eine feinere Marmelade magst, püriere die Früchte nun kurz, sonst lasse alles, wie es ist.
- Stelle den Topf auf den Herd und bringe die Mischung unter Rühren zum Kochen. Koche die Kirschen für etwa 4 Minuten sprudelnd, bis alles beginnt zu gelieren. Bei Verwendung von Gelier-Fruchtzucker: mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen.
- Rühre den Gin und eventuell gehackte Minze kurz vor Ende der Kochzeit unter. Der Gin verleiht eine subtile Wacholder- und Zitrusnote; der Alkohol verkocht größtenteils.
- Mache die Gelierprobe: Gib etwas Marmelade auf einen kühlschrankkalten Teller. Wenn sie gleich fest wird und eine feine Haut bildet, ist sie fertig. Wenn nicht, lass sie noch ein bisschen länger kochen und prüfe erneut.
- Nimm die Vanilleschote heraus und fülle die noch heiße Marmelade randvoll in zuvor sauber ausgespülte, heiße Gläser. Die Gläser mit einem Schraubdeckel verschließen und anschließend sofort umdrehen und etwas abkühlen lassen.
Alternative: Kirsch-Gelee oder Gelee aus entsafteten Kirschen
Willst du ein klares Gelee, kannst du die Kirschen entsaften. Kirschen waschen, abtropfen lassen und leicht zerdrücken. Mit 100 ml Wasser kurz aufkochen und durch ein mit Safttuch ausgelegtes Sieb abtropfen lassen. 750 ml Saft abmessen, ggf. mit Wasser auffüllen, mit Gelierzucker und Zitronensaft mischen und sprudelnd ca. 4 Minuten kochen lassen. Gin unterrühren, Gelierprobe machen und heiß in Gläser füllen.
Ohne Gelierzucker / zuckerreduzierte Varianten
Du kannst deine Kirschmarmelade auch ohne Gelierzucker kochen, da Süßkirschen bereits viel Fruchtzucker enthalten. Da Kirschen aber einen niedrigen Pektingehalt haben, musst du dann reichlich Zitronensaft oder ein alternatives Geliermittel wie Apfelpektin oder Agar-Agar verwenden. Weitere vegetarische Gelierhilfen sind möglich. Als Alternative eignet sich das Beimischen pektinreicher Früchte (Johannisbeeren, Heidelbeeren, Pflaumen).
Wenn die Marmelade zu flüssig ist
Falls deine Marmelade zu flüssig geworden ist, kannst du sie noch etwas länger kochen lassen, damit mehr Flüssigkeit verdampft, oder noch zusätzliches Pektin hinzufügen.
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Raffinierte Variationen
- Minz-Gin-Kirsch: frische Minze fein gehackt zusammen mit Gin unterrühren - ergibt ein frisches Aroma.
- Weihnachtlich: mit Zimt und Bio-Orangenschalen aromatisieren.
- Schokolade oder Nuss-Nougat: Blockschokolade in der heißen Marmelade schmelzen lassen oder Nuss-Nougat einrühren.
- Marzipan: kleine Stückchen unterheben für eine samtige Textur.
- Alkohol-Variation: zusätzlich Kirschwasser oder Amaretto (ca. 3 EL pro kg Früchte) verwenden.
Sterilisieren der Gläser
Das A und O für die Haltbarkeit ist die Sauberkeit der Gläser. Die Gläser und Deckel sollten entweder abgekocht oder mit kochendem Wasser gefüllt werden. Variante A: Auskochen - sowohl Glas als auch Deckel. Variante B: Multi-Dampfgar-Gerät zum Sterilisieren nutzen. Die Gläser mit kochend heißem Wasser füllen und kurz vor dem Befüllen ausleeren, dann sofort die heiße Marmelade einfüllen.
Haltbarkeit und Lagerung
Selbstgemachte Kirschmarmelade ist bei heißem Abfüllen in saubere Gläser und dunkel-kühl gelagert mindestens für ein Jahr haltbar. Nach dem Öffnen solltest du das Glas innerhalb von ein bis zwei Wochen verbrauchen und immer einen sauberen Löffel zur Entnahme benutzen.
Tabelle: Mengen und Kochzeiten (Orientierung)
| Zutaten | Menge (Beispiel) | Hinweis |
|---|---|---|
| Süßkirschen | 2 kg | Frisch oder gefroren, entsteint |
| Gelierzucker 2:1 | 950 g | Alternativ Gelierzucker 1:1 oder Gelier-Fruchtzucker |
| Gin | 2-4 EL | Gin, der dir pur schmeckt, ergibt bestes Aroma |
| Kochzeit | 4 Min. sprudelnd | Bis Gelierprobe positiv ist |
| Ziehen lassen | ~2 Std. | Damit Zucker Saft zieht (bei Zucker-Methode) |
Serviervorschläge und Verwendung
- Als Brotaufstrich auf frischem Brötchen oder Toast.
- Zum Füllen von Biskuitrouladen oder Torten.
- Als Topping für Desserts, Eis oder Joghurt.
- Als Geschenk: Gläser mit selbstgemachten Etiketten verzieren.
- Für Gin-Liebhaber: Ein Glas lässt sich auch als kulinarische Delikatesse zur Käseplatte reichen.
Praktische Tipps
- Empfehlung: Einen Gin wählen, der dir auch pur schmeckt - so verhunzt du nicht das Aroma der Marmelade.
- Bei zuckerreduzierten Rezepten unbedingt mit Gelierhilfen und Zitronensaft arbeiten.
- Wer die Kerne nicht entstechen möchte, kann nach dem Kochen die Masse durch ein Sieb streichen.
- Du kannst auch gemischte Marmeladen kochen, z. B. Kirsch-Johannisbeer, um das Gelierverhalten zu verbessern.
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