Kaugummi ohne Zucker: Kohlenhydrate, Gehalt und Nährwerte

Bitte beachten Sie, dass einige Lebensmittel für manche Leute eventuell nicht geeignet sind und sie daher aufgefordert werden den Rat eines Arztes einzuholen, bevor sie mit irgendeiner Bemühung des Gewichtsverlust oder Diät-Kur beginnen. Obwohl die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen nach Treu und Glauben präsentiert werden, korekt zu sein, gibt fatsecret keine Zusicherungen oder Gewährleistungen hinsichtlich der Vollständigkeit oder Richtigkeit und alle Informationen, einschließlich der Nährwertangaben, werde von ihnen auf eigene Gefahr benutzt.

Spezielle langkettige Moleküle (Polymere) in der Kaumasse machen ihn weich und geschmeidig, aber auch klebrig. Klassischer Kaugummi enthält außerdem Zucker oder Maissirup. Bei zuckerfreiem Kaugummi kommen stattdessen Süßstoffe und sogenannte Zuckeraustauschstoffe zum Einsatz. Keine dieser Basiszutaten in Kaugummi ist gesund.

Was ist zuckerfreier Kaugummi und welche Inhaltsstoffe sind relevant?

Bei zuckerfreiem Kaugummi kommen stattdessen Süßstoffe und sogenannte Zuckeraustauschstoffe zum Einsatz. Zuckeraustauschstoffe wie Xylit oder Erythrit gelten daher als zahnfreundlich. Süßstoffe wie Cyclamat und Aspartam sowie Zuckeraustauschstoffe wie etwa Sorbit und Xylit liefern Bakterien kaum Energie. Die Kaumasse besteht aus einem unverdaulichen Gemisch überwiegend künstlicher Stoffe.

Illustration der typischen Inhaltsstoffe von zuckerfreiem Kaugummi (Kaumasse, Süßstoffe, Zuckeraustauschstoffe)

Kohlenhydrate und Kalorien: typische Werte

Zuckerfreie Kaugummis haben etwa 2 bis 5 Kalorien pro Stück. Zuckerhaltige Kaugummis schlagen mit etwas mehr Kalorien zu Buche und kommen meist auf das Doppelte - je nach Sorte und Inhaltsstoffen. Für eine Diät sind am besten zuckerfreie Kaugummis ohne Menthol geeignet, da sie das Sättigungszentrum stimulieren können. Kaugummi allein reicht nicht aus, um abzunehmen. Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi, der bis zu 5 Kalorien pro Stück enthält, kann jedoch dabei unterstützen, Gewicht zu verlieren.

Typ Kalorien pro Stück Kohlenhydrate
Zuckerfrei (typisch) 2-5 kcal meist sehr gering, oft <1 g
Zuckerhaltig ca. 4-10 kcal je nach Zuckeranteil deutlich höher

Zuckerersatzstoffe und ihre Wirkung

Zuckeraustauschstoffe wie Xylit oder Erythrit gelten daher als zahnfreundlich. Forschenden zufolge kann Xylit sogar Kariesbakterien von den Zähnen fernhalten. Allerdings lässt sich mit zuckerfreien Kaugummis die tägliche Zahnpflege (mit Zähneputzen und Zahnseide) nicht ersetzen. Die in zuckerfreien Kaugummis enthaltenen Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit können in größeren Mengen eine abführende Wirkung haben.

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Einfluss auf die Zahngesundheit

Kariesbakterien lieben Zucker. Sie verstoffwechseln ihn zu Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Zuckerhaltige Kaugummis und andere Süßigkeiten sind problematisch für die Zahngesundheit. Anders sieht es mit zuckerfreiem Kaugummi aus: Süßstoffe wie Cyclamat und Aspartam sowie Zuckeraustauschstoffe wie etwa Sorbit und Xylit liefern Bakterien kaum Energie. Dafür regt das Kauen den Speichelfluss an - und das wiederum neutralisiert für den Zahnschmelz schädliche Säuren. Studien zeigen: Regelmäßiges Kaugummi kauen kann dazu beitragen, die Zähne gesund zu halten und sie vor Karies zu schützen.

Diagramm: Wirkung von zuckerfreiem Kaugummi auf Speichelfluss und Zahnschmelz

Kaugummi in Schwangerschaft und Stillzeit

Besonders wichtig ist die Mund- und Zahnpflege für Schwangere. Mit der hormonellen Umstellung steigt bei werdenden Müttern das Risiko für Zahnfleischentzündungen und Zahnerkrankungen. Fachleute empfehlen, in der Schwangerschaft verstärkt auf eine gute Mundhygiene zu achten. Zuckerfreie Kaugummis - am besten mit Xylit - können dabei helfen. Zudem lindert der minzige Geschmack von Kaugummis bei manchen Frauen schwangerschaftsbedingte Übelkeit.

In der Apotheke gibt es spezielle Kaugummis gegen Reiseübelkeit, die den Wirkstoff Dimenhydrinat enthalten. Bevor Sie diese Kaugummis in der Schwangerschaft oder Stillzeit nutzen, holen Sie sich am besten frauenärztlichen Rat ein. Ab dem dritten Schwangerschaftsdrittel kann das enthaltene Antihistaminikum unter Umständen wehenfördernd wirken.

Kaugummi kauen und Gewichtsmanagement

Appetitkontrolle: Beim Kaugummikauen wird der Mund beschäftigt und der Appetit unterdrückt. Ablenkung: Kaugummi kann auch von Heißhunger oder dem Verlangen nach ungesunden Snacks ablenken. Anti-Stress: Da das Kauen von Kaugummi entspannend wirkt, könnte auch dies beim Abnehmen unterstützen. Auch wenn Kaugummi kauen als Tipp zum Abnehmen kursiert: Die wissenschaftliche Datenlage ist eher dünn. In einer Studie nahmen Teilnehmende, die Kaugummi kauten, ebenso viele Kalorien zu sich wie jene in den Vergleichsgruppen ohne Kaugummi. Tatsächlich aßen die Personen in den Kaugummi-Gruppen insgesamt weniger Obst; ihr Appetit auf weniger gesunde und kalorienreiche Snacks wie Süßigkeiten reduzierte sich nicht.

Erklärungsvideo: Kann Kaugummi beim Abnehmen helfen?

Wirkung auf Konzentration, Stress und Arbeitsleistung

Verschiedene Studien bestätigen: Kaugummikauende sind sowohl bei speziellen Aufgaben als auch im Arbeitsalltag aufmerksamer und zeigen zum Teil bessere Leistungen. Geschmack und Kaufrequenz scheinen dabei keinen Einfluss zu haben. Vielen hilft Kaugummi kauen auch bei Nervosität und Stress.

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Nachteile und mögliche Risiken des Kaugummikauens

So mancher Fan der klebrigen Kaumasse fragt sich, ob zu viel Kaugummi kauen Folgen haben kann. Tatsächlich sehen einige Fachleute den unnatürlichen dauerhaften Kauvorgang kritisch. So könne sich das Kaugummi kauen negativ auf die Kiefermuskeln und -gelenke auswirken, eventuell sogar Erkrankungen des Kauapparats auslösen oder verstärken. Erste Anzeichen sind etwa wiederholtes Knacken in einem oder beiden Kiefergelenken sowie Kopfschmerzen oder Kieferschmerzen. Auch die positive Wirkung auf die Zahngesundheit kann sich auf Dauer womöglich umkehren, wenn ständiges Kauen die Zähne falsch belastet und überstrapaziert.

Eine generelle Empfehlung, wie viele Kaugummis am Tag noch gesund sind, gibt es nicht. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Kiefergelenke oder Zähne leiden, kauen Sie möglicherweise zu viel und zu lang. Auch häufiger Durchfall kann ein Hinweis darauf sein, dass man weniger Kaugummi kauen sollte.

Verschlucken von Kaugummi

Meistens passiert es im Kindesalter: Kurz gestolpert, erschreckt oder auf dem Sofa gehüpft - und schon ist der Kaugummi verschluckt. Dafür vorgesehen ist die zähe Kaumasse eigentlich nicht. Gefährlich ist das nicht: Ein versehentlich verschluckter Kaugummi ist nicht schlimm und hat in aller Regel keine negativen gesundheitlichen Folgen. Ähnlich wie ein verschluckter Kirschkern passiert sie normalerweise den Darm an einem Stück und kommt rund 40 Stunden später mit dem Stuhl wieder heraus. Dass ein verschluckter Kaugummi über sieben Jahre im Bauch verbleibt, ist ein Mythos und stimmt nicht.

Etwas anders liegt der Fall, wenn etwa ein Kleinkind gleich mehrere Kaugummis gegessen und verschluckt hat: Dann kann die Kaumasse den Darm blockieren und im schlimmsten Fall für einen Darmverschluss sorgen. Warnzeichen sind unter anderem Bauchschmerzen, Verstopfung, Völlegefühl, Krämpfe und Erbrechen.

Praktische Empfehlungen beim Kauf und Konsum

  • Für die Zahngesundheit zuckerfreie Kaugummis mit Xylit bevorzugen.
  • Auf die Inhaltsstoffe achten: Sorbit kann abführend wirken, Dimenhydrinat ist nur nach Rücksprache in der Schwangerschaft sinnvoll.
  • Kaugummi kauen als gelegentliche Hilfe zur Appetitkontrolle oder Stressreduktion nutzen, nicht als Ersatz für gesunde Ernährung und Zahnpflege.
  • Bei Schmerzen im Kieferbereich oder Verdauungsbeschwerden den Konsum reduzieren und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen.

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