Kaki-Marmelade Rezept einfach: Sonnig, süß und unkompliziert

Hast du schon mal Marmelade aus Kakis gemacht? Wenn nicht, ist das hier dein Signal. Denn die orangefarbenen Früchte sind jetzt reif und stecken voller Geschmack, den du mit Sicherheit den Rest des Jahres vermissen wirst. Nicht jedoch, wenn du ihn konservierst, zum Beispiel als Kaki-Marmelade. Wie du diese zubereitest, erfährst du jetzt.

Kaki-Marmelade: sieht sonnig aus und schmeckt fruchtig-lecker

Kakis gehören vermutlich zu meinen Top fünf Lieblingsfrüchten. Schon als Kind war ich begeistert, wenn die knallorangefarbenen Früchte ihren Weg in die Obstkiste fanden, die meine Familie wöchentlich erhielt. Damals gab es sie noch nicht so häufig, weshalb ich hocherfreut war, als das Obst seinen Weg mit der Zeit regelmäßiger in die Supermarktregale fand. Heute freue ich mich jedes Jahr auf den Oktober, denn das bedeutet, sie sind wieder so weit. Der lateinische Name von Kaki bedeutet übersetzt „Götterfrucht“, ein anderer Name für sie ist „Honigapfel\". Das klingt sehr poetisch, passt allerdings meiner Meinung nach perfekt. Schließlich schmeckt das Fruchtfleisch wunderbar süß, honigartig und gleichzeitig ist die Sorte, die es hierzulande meist gibt - Rojo Brillante - knackig wie ein Apfel. Doch nicht nur roh lässt sich Kaki genießen, auch als Kaki-Marmelade ist sie eine echte Offenbarung.

Knallorange Kakis auf Holztisch

Warum Kaki-Marmelade?

Kakis sind nicht nur als frische Rohkost zu genießen, Sie können aus den Früchten auch verschiedene Marmeladen als leckeren Brotaufstrich herstellen. Die Konfitüre passt daher super in die Zeit, in der viele andere Früchte eher knapp sind - perfekt, um das Frühstück etwas spannender zu machen. Kakis liefern von Natur aus eine cremige, fast puddingartige Textur. Die Konfitüre ist dadurch oft eher samtig als stückig - ideal für alle, die keine Fruchtstücke mögen. Durch Kaki-Marmelade wird dein Frühstück richtig gemütlich. Da fehlt nur noch die passende Deko!

Zutaten - Basisrezept

Zutat Menge
Kakis (geschält) 1 kg (etwa 4-5 Früchte)
Gelierzucker 2:1 400-500 g (je nach Rezeptvariante)
Zitrone (Saft) 1 Zitrone
Optional Orangensaft, Vanillemark, Zimt, Ingwer oder Weißwein

Grundlegende Zubereitung (einfach und schnell)

  1. Schäle die Kakis und schneide sie in kleine Stücke. Entferne dabei den Stielansatz und harte Stellen.
  2. Gib das Fruchtfleisch in einen großen Topf und presse die Zitrone dazu. Orangensaft auspressen und 100-250 g abwiegen, wenn du eine Kaki-Orangen-Marmelade machen möchtest.
  3. Koche die Früchte bei mittlerer Hitze, bis sie weich sind - das dauert etwa 10 Minuten.
  4. Püriere alles fein mit einem Stabmixer, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Dann rühre den Gelierzucker ein und bringe die Masse unter Rühren zum Kochen.
  5. Lass sie etwa 3-5 Minuten sprudelnd kochen (je nach Herstellerangabe des Gelierzuckers): Nach knapp vier Minuten sprudelndem Kochen ist die Marmelade schon bereit, in Gläser gefüllt zu werden.
  6. Mach eine Gelierprobe: Gib etwas Marmelade auf einen kalten Teller. Wird sie fest, ist sie fertig.
  7. Fülle die heiße Marmelade sofort in saubere, heiß ausgespülte Gläser und verschließe sie fest. Verschließe sie sofort und warte, bis sie ein Vakuum gebildet haben.
  8. Dann hält sich der Aufstrich im dunklen, kühlen Küchenschrank mehrere Monate.

Tipps für die perfekte Konsistenz und Aroma

  • Für die Marmelade am besten reife Kakis verwenden, sie dürfen auch schon ein bisschen weich sein. Wähle wirklich reife, weiche Früchte - nur dann bringen sie ihre ganze Süße und ihr Aroma in die Konfitüre.
  • Feste Früchte eher nachreifen lassen, statt sie zu früh zu verarbeiten.
  • Die Kaki-Marmelade ist meist samtig-cremig; wer eine feinere Konsistenz möchte, püriert die Frucht besonders gründlich.
  • Die Schale kann man zwar essen, in der Kaki-Marmelade ist sie jedoch unangenehm hart - daher schälen.
  • Wenn du es gerne komplexer magst, kannst du die fertige Konfitüre beim Servieren mit etwas Zimt oder Vanille kombinieren. Verfeinere die Kaki-Marmelade mit etwas Vanillemark oder einer Prise Zimt, wenn du magst.
  • Mit ein bis zwei Scheiben Ingwer bekommt die Marmelade noch einen zusätzlichen Schärfekick. Einfach zusammen mit den Kaki-Stücken in den Kochtopf geben.
Kaki-Marmelade im Glas mit Zimtstange

Varianten: Ideen für mehr Geschmack

Kaki-Orangen-Marmelade

Eine süßfruchtige Kombination aus leckerem Orangensaft und süßem Kaki Fleisch. Kakis schälen und in kleine Würfelchen schneiden. Orangensaft auspressen und 100-250 g abwiegen. Beides zusammen in einem hohen Topf mit dem Gelierzucker vermengen und eine halbe Stunde Saft ziehen lassen. Dann mit einem Pürierstab zu einem feinen Mus pürieren. Nun aufkochen und nach Anweisung des Zuckerherstellers 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Kaki-Orangen-Marmelade ist eine sanft-fruchtige Alternative zu klassischen Zitrusaufstrichen.

Kaki-Ingwer-Marmelade

Da die Kaki eine sehr süße Frucht ist, benötigt eine daraus hergestellte Marmelade keinen industriellen Zucker. Außerdem bringt der Ingwer in diesem Rezept eine besondere Note mit ein, die gemeinsam mit der Fruchtsüße eine köstliche Kombination eingeht. Für dieses Rezept benötigst du 1000 g geschälte Kaki, 10 g geschälten, frischen Ingwer, 250 g Dattel-Süße oder 300 g Reissirup, 1 TL Agar-Agar und 2 EL Zitronensaft. Püriere alles, lasse das Fruchtpüree über Nacht ziehen und erhitze anschließend das Püree, ohne es zum Kochen zu bringen. Lösen Sie das Agar-Agar in etwas kaltem Wasser auf und geben Sie diese Mischung unter ständigem Rühren dazu.

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Wein-Variante

Für eine erwachsene Note: Kaki-Stücke zusammen mit der Zitronensäure und dem Gelierzucker ca. 5 Minuten kochen lassen, dann den Weißwein zugeben, einrühren und nicht mehr kochen lassen. Die Marmelade in heiss ausgespülte Vorratsgläser füllen und sofort verschließen.

Kaki-Orangen-Marmelade auf Brioche

Serviervorschläge und Foodpairing

  • Kaki-Orangen-Marmelade schmeckt auf Brioche, Hefezopf oder knusprigem Baguette besonders gut.
  • Als Topping auf Naturjoghurt, Overnight Oats oder einem einfachen Vanillepudding bringt sie Farbe und ein mildes Fruchtaroma ins Spiel.
  • Neben Brot und Brötchen passt diese Kombi hervorragend zu milden Frischkäsen oder Ziegenkäse.

Lagerung und Haltbarkeit

Verschließe die Gläser fest und warte, bis sie ein Vakuum gebildet haben. Dann hält sich der Aufstrich im dunklen, kühlen Küchenschrank mehrere Monate. Die Marmelade hält sich kühl und trocken gelagert rund 6 Monate. Bei Kakis habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Kaki-Marmelade ca. 8 Wochen nach dem Einkochen am besten schmeckt.

Herstellung von Kaki-Marmelade Schritt für Schritt

Praktische Hinweise und Helferlein

  • Du benötigst: Sparschäler, Messer, Zitruspresse, Topf, Kochlöffel, Stabmixer, Schöpfkelle, saubere Marmeladengläser.
  • Alles mit einem Kochlöffel gründlich vermischen, dann zum Kochen bringen. Zutaten 3-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei gut aufpassen, weil die Marmelade extrem heiß ist und spritzt!
  • Heiße Konfitüre mit einem Pürierstab grob pürieren. Mit Hilfe einer Schöpfkelle oder einer Einfüllhilfe in vorbereitete Gläser füllen und fest verschließen.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Kakis schmecken in allerlei Zubereitungen hervorragend. Backe doch auch mal einen Kaki-Mürbeteig-Kuchen, ein Kaki-Spekulatius-Porridge oder einen Kaki-Milchshake. Die Marmelade lässt sich gut verschenken oder als farbenfroher Aufstrich auf Sonntagsbrötchen genießen: „Was gibt es Schöneres, als selbst gemachte Marmelade zu frischen Sonntagsbrötchen?“

Gläser mit selbstgemachter Marmelade als Geschenk

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