Die Geschichte und Herstellung von Kakao mit Nuss Likör in der DDR

Die Tradition des Kakaos als Genussmittel reicht über zwei Jahrtausende zurück. Nach heutigem Wissensstand vermutet man den bislang ältesten Nachweis von Kakao auf Tongefäßen aus Honduras. Sicher ist, dass das Volk der Olmeken, das im mexikanischen Tiefland siedelte, bereits um 1000 v. Chr. Schokolade genoss - man vermutet zumeist in flüssiger Form.

Der lateinische Name des Kakaobaums ist "Theobroma cacao L.", übersetzt: "die Speise der Götter". Der bis zu 15 Meter hohe Baum gedeiht nur in tropischen Gebieten, vorzugsweise im Schatten größerer Bäume, und gehört zu den Sterkuliengewächsen. Direkt am Stamm entstehen jährlich bis zu 100.000 Blüten - aus den befruchteten werden lange, dickliche und gurkenförmige Früchte, die mit der Reife immer gelber und dunkler werden. In ihrem Inneren sind bis zu 50 Samenkörner in einem dicken, weißen Fruchtfleisch zu finden: der Kakao. Erst durch Weiterverarbeitung durch Trocknen, Fermentieren und Rösten entfalten diese Körner ihr charakteristisches Aroma.

Kakao und Schokolade: Von den Ursprüngen bis zur Industrialisierung

In Mexiko erkannte man relativ schnell den Wert der Kakaobohne. Man hielt sie für heilig und nur adeligen Männern, Priestern und Kriegern war der Konsum der Kakaobohne erlaubt. Der Wert lag nicht nur im Geschmack und der anregenden Wirkung des Kakaos, sondern auch in der Bohne selbst. Bei den Maya galt die Kakaobohne als Zahlungsmittel, später ebenfalls bei den Azteken. Große, fahlrote Kakaobohnen wurden als besonders wertvoll betrachtet, sodass sich sogar eine Tradition des "Geldfälschens" entwickelte.

Die Entdeckung Amerikas war auch die Entdeckung des Kakaos. Hernan Cortez brachte die Kakaobohne im 16. Jahrhundert erstmalig nach Europa und führte sie dem spanischen Königshof vor. Zunächst fand die Kakaobohne wenig Anklang, denn Kakao an sich enthält keine eigene Süße. Doch am spanischen Hof begann man mit Honig und Rohrzucker zu experimentieren und kam auf den Geschmack.

Es dauerte bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, bis ein vollkommen neues Verfahren entwickelt wurde. Der Holländer Van Houten presste und zermalte die Kakaobohnen und trennte hierdurch die Kakaobutter vom Kakao. Mit dieser Entwicklung breitete sich der Kakao mehr und mehr in Europa aus. Die erste richtige Essschokolade entstand 1847, Vollmilchschokolade wurde 1875 erstmals durch den Schweizer Daniel Peter erschaffen.

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Historische Darstellung des Kakaobaums und seiner Früchte

Kakao und Schokolade in der DDR: Herausforderungen der Produktion

Wie in ganz Deutschland waren auch im Osten zahlreiche Betriebe der Schokoladenbranche zerstört oder im Krieg zu Rüstungsbetrieben umgebaut worden. So war eine schnelle Wiederaufnahme einer kontinuierlichen Produktion, auch wegen fehlender Rohstoffe nicht möglich. Mit dem „Volksentscheid in Sachsen“ vom 30. Juni 1946 begann man in der Deutschen Demokratischen Republik damit, die meisten Betriebe der Süßwarenindustrie in Volkseigentum umzuwandeln.

Die folgenden Betriebe prägten die Schokoladenindustrie in der DDR:

  • Süßwarenfabrik „Halloren“, Halle
  • Süßwarenfabrik „Berggold“, Pößneck
  • Süßwarenfabrik „Rotstern“, Saalfeld
  • Dresdener Süßwarenfabrik „Elbflorenz“, Dresden
  • Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik „Zetti“, Zeitz
  • Schokoladenfabrik „Goldeck“, Leipzig
  • Kakao- und Schokoladenfabrik „Sachar“, Delitzsch

Mangels Rohstoffen wurden in den Nachkriegsjahren oft Ersatzschokoladen hergestellt. Ab 1953 wurde die Vitalade angeboten, hergestellt unter anderem aus Haferflocken, Braumalz, Sojamehl und gehärtetem Pflanzenfett. Kaum war wieder richtige Schokolade verfügbar, ging der Absatz der Ersatzschokoladen schnell zurück.

Qualität und Menge der in der DDR angebotenen Schokoladenwaren hing stark von der Verfügbarkeit der Rohstoffe ab. Rohstoffe mussten für harte Währung eingekauft werden, die stets knapp war. Sind genug Rohstoffe vorhanden, liefert die ostdeutsche Süßwarenindustrie die gleiche Qualität wie die Nachbarn im Westen.

Schokoladenfabriken und DDR typische Süßwarenproduktion

Schokoladenersatzprodukte in der DDR

Während im Westen Schokoladenersatzprodukte längst verschwunden waren, gab es sie im Osten bis zum Ende der DDR. Das bekannteste Produkt war die „Schlager Süßtafel“ von Zetti, die ganz ohne Kakaobestandteile auskam. Die „Schlager Süßtafel“ bestand aus Fett, Zucker, Molke, Nüssen und 7 Prozent Kakao - und laut Volksmund sogar aus Stierblut, was sich als Gerücht herausstellte.

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Produkt Hauptzutaten Besonderheiten
Schlager Süßtafel Fett, Zucker, Molke, Nüsse, Kakao Bekanntestes Schokoladenersatzprodukt, angebliches Stierblut-Gerücht
Creck Fett, Zucker, Molke, Knäckebrot, Eiweiß, Calcium, Lecithin Energieprodukt für Kinder und Sportler
Vitalade Haferflocken, Braumalz, Sojamehl, Pflanzenfett Erfolgreich in den Nachkriegsjahren

Die ostdeutsche Süßwarenindustrie lieferte bei ausreichender Rohstoffverfügbarkeit die gleiche Qualität wie die Nachbarn im Westen. Allerdings blieben die Schokoladenersatzprodukte bis zum Ende der DDR erhalten.

DDR Schokoladenherstellung und alternative Süßwaren

Die Zeit nach der DDR und die Rückkehr der Schokoladen-Klassiker

Mit dem Ende der DDR 1989/1990 werden zahlreiche Betriebe der Schokoladenindustrie geschlossen, von Firmen aus dem Westen aufgekauft oder privatisiert. Ostdeutsche Schokoladenprodukte verschwinden zunächst völlig vom Markt, der jetzt von westdeutschen und internationalen Marken beherrscht wird. Erst einige Jahre später kommen mit der „Ostalgie“ ehemalige DDR-Marken zurück auf den Markt.

Kakao mit Nuss Likör: Genuss, Rezept und Tradition

Nüsse und Kakaobohnen sind einfach wie füreinander gemacht. Das beweisen nicht nur diverse Brotaufstriche und Süßwaren, sondern auch der Kakao-mit-Nuss-Likör. Likör mit Überraschungseffekt! Unsere Naturtalente sind ein besonderes Erlebnis. Kakao mit Nuss verblüfft Ihre Sinne im Stil der "Goldenen Zwanziger".

Zitronenzeste zur Deko abziehen und Zitronen auspressen. 4-5 Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben und Kakao Nuss, Lagerkorn und Zitronensaft dazugeben.

Die Brennerei Sassekorn steht für ehrliche Brennkunst aus dem Münsterland. In der traditionsreichen Feinbrennerei kombinieren sie überliefertes Handwerk mit modernem Qualitätsanspruch. Ihre Geschichte ist geprägt von Mut zur Veränderung, dem Anspruch an Qualität und dem festen Willen, Korn wieder seinen verdienten Platz in der Genusswelt zu geben. Sassekorn ist mehr als nur ein Getränk - es ist ein Erlebnis.

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Kakao mit Nuss Likör, Zutaten und Zubereitung

Kreativität und Ersatzstoffe in der DDR-Lebensmittelproduktion

Der Mangel machte kreatives Mixen und die Suche nach Ersatzstoffen nötig. In der Lebensmittelproduktion der DDR ging es um "Substitution". Während einer Leipziger Messe in den 1980er Jahren bekam Klaus V. das Muster einer holländischen Firma von seinem Vorgesetzten in die Hand gedrückt: Es war eine Backwarenfüllmasse; Hauptbestandteil Mondbohnen. Zwar preisgünstig, aber auch nur für Valuta zu haben. So suchte der Chemiker nach eigener Umsetzung. Bohnen empfand er nicht als geeignet, aber Erbsen erwiesen sich als Geschmacksträger mit guter Konsistenz. In einem besonderen Verfahren gekocht, mit Zucker und Aromen versetzt, konnte die Masse gut als Marzipan- und Persipanersatz in Backwaren durchgehen.

Die Chemiker des "Zentralinstituts für Ernährung" in Potsdam waren die kreativen Köpfe bei der Nachahmung von Geschmack und Konsistenz. Sie fanden grüne Tomaten als Ersatz für das Zitronat im Christstollen. Eine komplett synthetisch hergestellte fettarme Mayonnaise taugte als Creme für Süßwaren und Schmelzkäse - in der BRD wurde ähnliches für Diabetiker entwickelt. "Schokoladenersatzprodukte" hießen dann die wie Schokolade eingepackten Tafeln, und das war wenigstens nicht gelogen.

Für weitere umfangreiche Informationen und Quellen zur Geschichte von Schokolade und Süßwaren in der DDR ist das Buch „Geschichte der Süsswarenindustrie der DDR“ von Dr. Michael Heinemann sehr zu empfehlen. Es beleuchtet alle Aspekte der Süßwarengeschichte, von Politik und Wirtschaft bis hin zu Konsumenten und Arbeitern der Süßwarenindustrie.

Kreative DDR Lebensmittelproduktion - Ersatzstofflösungen

Anhaltende Bedeutung von Kakao und Schokolade

Heutzutage ist Schokolade beliebter denn je. Rund 9,3 kg Schokolade isst der*die Deutsche im Jahr. Seit einigen Jahren haben auch der Bio- und Fairtrade-Gedanke Einzug in die süße Schokoladenwelt erhalten.

Unsere Naturtalente sind ein besonderes Erlebnis. Kakao mit Nuss verblüfft Ihre Sinne im Stil der "Goldenen Zwanziger".

Heutiger Genuss von Kakao, Nuss Likör und Schokolade

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