Honig im Kopf: Produktionskosten, Budget und Erfolg eines deutschen Blockbusters

Der deutsche Film „Honig im Kopf“ sorgte in Deutschland für volle Kinosäle und erfüllte alle Bedingungen eines Blockbusters. Mit einem Einspielergebnis von 60 Millionen Euro übertraf er seine Produktionskosten bei Weitem und lockte Jung und Alt teilweise mehrmals vor die Leinwand. Dieser Artikel beleuchtet die Produktionskosten, das Budget und den Erfolg von „Honig im Kopf“ und analysiert, wie der Film zu einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der letzten Jahre wurde.

Blockbuster-Definition und Erfolgskriterien

Der Begriff Blockbuster hat sich in der Filmgeschichte seit den späten 1970er-Jahren etabliert. Ursprünglich bezeichnete er Filme mit großen Budgets, die ein breites Publikum ansprechen und hohe Einspielergebnisse erzielen. Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ von 1975 gilt als einer der ersten Filme, der von zeitgenössischen Kritikern als Blockbuster bezeichnet wurde. Bei einem Budget von nur 7 Millionen Dollar spielte er 471 Millionen Dollar ein.

Um ein möglichst breites Publikum anzusprechen, werden Blockbuster-Produktionen in der Regel als sogenannte „Four-Quadrant Movies“ gestaltet. Damit versuchen die Produzenten, eine maximale Zielgruppe abzudecken, die sowohl jung als auch alt, sowohl Frauen als auch Männer umfasst.

Ein Blockbuster zeichnet sich dadurch aus, dass er viele Menschen vor den Bildschirm lockt und die eigenen Produktionskosten mindestens wieder einspielt oder sie bestenfalls sogar weit übertrifft.

„Honig im Kopf“: Ein deutscher Blockbuster

„Honig im Kopf“ ist ein Beispiel für einen Film, der alle Kriterien eines Blockbusters erfüllt, zumindest im deutschsprachigen Raum. Der Film erzählt die Geschichte eines an Alzheimer erkrankten Großvaters und seiner Enkelin, die gemeinsam eine Reise nach Venedig unternehmen.

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Mit 60 Millionen Euro Einspielergebnis übertraf „Honig im Kopf“ seine Produktionskosten bei Weitem. Der Film lockte ein breites Publikum an, darunter sowohl junge als auch ältere Zuschauer. Die berührende Geschichte und die prominente Besetzung trugen zum Erfolg des Films bei.

Produktionskosten und Budget

Die genauen Produktionskosten von „Honig im Kopf“ sind nicht öffentlich bekannt. Allerdings deuten die Fördergelder, die der Film erhalten hat, auf ein Budget im zweistelligen Millionenbereich hin.

Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) gewährte der Til Schweiger-Produktion einen Zuschuss von 750.000 Euro. Weitere Fördergelder kamen von anderen Institutionen.

Remake: „Head Full of Honey“

Til Schweiger verfilmte „Honig im Kopf“ für den US-Markt neu unter dem Titel „Head Full of Honey“. Für dieses Remake erhielt er 4,6 Millionen Euro an Fördergeldern aus Deutschland.

Die Besetzung von „Head Full of Honey“ umfasste bekannte amerikanische Schauspieler wie Nick Nolte, Matt Dillon und Emily Mortimer. Trotzdem war der Film in den USA kein Erfolg und spielte nur 12.350 Dollar ein.

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Kritiker bemängelten die uneinheitliche Tonlage und die schrillen Darbietungen der Schauspieler. Gary Goldstein von der „Los Angeles Times“ bezeichnete den Film als ein „lärmendes, völlig unglaubwürdiges, überlanges Wirrwarr“.

Deutsche Filmförderung: Kriterien und Kritik

Die Vergabe von Fördergeldern für „Head Full of Honey“ stieß auf Kritik, da der Film weder in Deutschland spielt noch etwas über Deutschland aussagt. Kritiker bemängelten, dass ein Film, der für die ganze Welt bestimmt ist, nicht mit deutschen Fördergeldern finanziert werden sollte.

Die Kriterien für die deutsche Filmförderung umfassen unter anderem, dass der Film hauptsächlich in Deutschland spielt, Motive verwendet, die Deutschland zugeordnet werden können, oder deutsche Drehorte nutzt. Auch die kreativ Beteiligten sollen aus Deutschland oder einem anderen EU-Staat kommen.

Ein absolut mustergültiger Förderungskandidat kann in dem Test 96 Punkte erreichen, es reichen aber auch 48, um sich zu qualifizieren. Durchaus wahrscheinlich, dass „Head Full of Honey“ diese 48 erreicht hat und formell zu Recht gefördert worden ist. Das räumt aber nicht die Zweifel aus, ob solch ein Projekt überhaupt mit deutschen Fördergeldern bedacht werden sollte.

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