Honig bei Nebenhöhlenentzündung: Wirkung und Anwendung

Die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist eine Krankheit, die es schon seit Generationen gibt. Sie betrifft mindestens einen von zehn Menschen! Nasennebenhöhlenentzündung ist eine Entzündung der Schleimhäute, die das Innere der Nebenhöhlen auskleiden und wird normalerweise durch eine virale oder bakterielle Infektion verursacht. Wenn sich ein Virus oder eine Bakterie in den Nebenhöhlen ausbreitet, wird die Schleimhaut gereizt und schwillt an, wodurch die Nebenhöhlen verstopft werden können.

Anatomie der Nasennebenhöhlen

Die Schmerzen und das Druckgefühl im Gesicht entstehen durch die Ansammlung von Schleim im Inneren der Nebenhöhle(n). Ein Sinusitis-Anfall dauert bis zu vier Wochen! Es gibt zwei Arten von Nasennebenhöhlenentzündungen: Akute Sinusitis, bei der die Symptome meist weniger als vier Wochen dauern, und chronische Sinusitis, die oft länger anhält oder immer wiederkehrt.

Honig als Hausmittel bei Sinusitis

Seit Jahrhunderten wird Honig als Omas Hausmittel angesehen. In der Naturheilkunde vieler Kulturen spielt Honig seit jeher eine bedeutende Rolle. Ein Honigpflaster lässt zum Beispiel Wunden besser heilen. Hierzulande schätzen die Menschen Honig in heißer Milch als Mittel gegen Erkältungsbeschwerden.

Naturmedizin: Honig und Heilpflanzen

Honig ist ein anerkanntes Hausmittel gegen Sinusitis und andere Erkältungen. Die antibakterielle Wirkung von Honig konnten inzwischen auch verschiedene Studien nachweisen. Honig attackiert auch resistente Bakterien. Kanadaische Forscher der Universität Ottawa haben herausgefunden, dass das süße Naturprodukt sogar gegen chronische Sinusitis helfen kann: Honig attackiert den sogenannten Biofilm, der die Entzündung der Nebenhöhlen zu einer schwer therapierbaren Krankheit macht. Diese Lebensgemeinschaft verschiedener Bakterien auf einer dünnen Schleimschicht widersetzt sich jeder Antibiotikabehandlung, sodass eine Entzündung immer wieder aufflackert.

Honig und antimikrobielle Wirkung - wissenschaftliche Studien

Die HNO-Experten um Talal Alandejani von der Universität Ottawa brachten im Labor eine Reihe Bakterienfilme verschiedener Zusammensetzung mit Honig in Kontakt, darunter vor allem Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeroginosa. Beide Bakterien sind weitverbreitet, für zahlreiche Infektionen verantwortlich und einige Stämme sind resistent gegen die gängigen Antibiotika. Die Honigbehandlung tötete in jeder einzelnen Probe mehr Bakterien ab als die zum Vergleich eingesetzten Antibiotika.

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Wirkmechanismen und Inhaltsstoffe von Honig

Honig enthält ein antimikrobielles Mittel, das Bakterien bekämpfen kann, die für verschiedene Infektionen verantwortlich sind. Grundsätzlich haben alle Honigsorten eine antibakterielle Wirkung. Diese beruht allerdings auf einer peroxiden Wirkung, die in Zusammenhang mit Flüssigkeiten erlischt.

Honig enthält:

  • Vitamine: Vitamin B1 verbessert die Zuckerverwertung; Vitamin C hilft, die Eisenausnutzung zu optimieren.
  • Mineralstoffe: Kalium und Magnesium steuern die Muskel- und Nervenfunktionen, wichtig für den Stoffwechsel.
  • Kohlenhydrate: Insbesondere Traubenzucker füllt die Energiereserven wieder auf.
  • Enzyme: Wandeln den Zucker im Honig um und produzieren antibakterielle Stoffe.
  • Aminosäuren: Unverzichtbar für den Stoffwechsel.
  • Säuren und Pollen: Wirken appetitanregend und verdauungsfördernd.
  • Aromastoffe: Stimulieren das Immunsystem.

Infografik: Inhaltsstoffe und Wirkungen von Honig
Wichtige Inhaltsstoffe Wirkung
Enzyme Produktion antibakterieller Stoffe
Methylglyoxal (MGO)* Starke antimikrobielle Wirkung, v.a. bei Manukahonig
Vitamine und Mineralstoffe Unterstützung des Immunsystems

*V. a. im Manukahonig hoch konzentriert

Besonderheit des Manukahonigs bei Sinusitis

Die Wirkung von Manukahonig ist wissenschaftlich belegt und in vielen praktischen Erfahrungen bewiesen. Mich freut es vor allem, dass uns so viele Menschen ihre positiven Erlebnisse, oft nach langer Odyssee mit klassischen Präparaten, erzählt haben. Ich selbst habe Manukahonig vor über 25 Jahren zum ersten Mal durch die neuseeländische Kosmetikmarke Living Nature kennengelernt. Der Manukabusch ist eine endemische Pflanze, die nur in Neuseeland auch unter extremen Bedingungen wächst. Manukahonig ist einer von vielen besonderen neuseeländischen Rohstoffen, die ihre Existenz der isolierten Lage und der jahrtausendelangen Isolation Neuseelands zu verdanken haben.

Der Manukahonig: Herkunft und Besonderheit

Die ersten Untersuchungen zum Manukahonig machte Prof. Dr. Peter Molan von der Waikato Universität in Wellington. Er verglich die Wirkung von antibiotischen Lösungen mit der des Manukahonigs bei klassischen Bakterienstämmen. Er vergab je nach Wirkung des Manukahonigs den UMF - Unique Manuka Faktor, der ab 1998 ein Qualitätsstandard für Manukahonig wurde. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Henle an der TU in Dresden wurde 2006 der nicht-peroxide Wirkstoff Methylglyoxal (MGO) entdeckt, und damit das Rätsel der antibakteriellen Wirkung des Manukahonigs gelöst.

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Henle fand heraus, dass Manukahonig große Mengen an Methylglyoxal enthält. Methylglyoxal ist in anderen Honigsorten nicht oder nur in sehr geringer Konzentration enthalten. Aufgrund des MGO behält Manukahonig seine antibakterielle Wirkung auch in Zusammenhang mit Flüssigkeiten. In manchen Krankenhäusern wird Manukahonig an Stelle antibiotischer Salben, zum Beispiel bei der Behandlung von offenen Wunden, vor allem bei Diabetesbeinen, mit sehr guten Erfolgen eingesetzt.

Anwendung von Honig bei Nebenhöhlenentzündung

Damit die Wirkung optimal ist, sollte der Honig von guter Qualität sein. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte das Mittel dreimal täglich nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Lösen Sie einen Teelöffel Honig (am besten Thymianhonig) in einem Glas lauwarmen Wassers auf. Rühren Sie ein paar Sekunden lang um, und schon ist es fertig! In der Erkältungszeit esse ich morgens auf nüchternen Magen einen TL Manukahonig MGO 100 und lasse ihn langsam im Mund zergehen.

Ist meine Nase bei Schnupfen zu und ich merke, dass ich nicht mehr gut durch die Nase atmen kann, mache ich mir eine Nasenspülung mit Manukahonig MGO 100. Dazu löse ich eine gute Messerspitze Manukahonig in etwa 5 ml warmem Wasser auf und spritze mir diese Lösung mit einer Spritze (ohne Nadel!!) abwechselnd in beide Nasenlöcher. Man muss sich unbedingt hinlegen und den Kopf nach hinten überstrecken. Wenn es einfacher gehen soll, nehme ich den Honig auf ein Wattestäbchen und streiche ihn mir in die Nasenlöcher.

Illustration: Nasenspülung mit Honig

Für Kinder oder empfindliche Personen ist auch ein Honigtee zu empfehlen: Besonders wohltuend ist ein Tee aus heißem Wasser mit frischen Ingwerscheiben und etwas Honig. Bei Tee sollte man beachten, dass man diesen erst auf Trinktemperatur abkühlen lässt, bevor man ihn einrührt - so bleiben Inhaltsstoffe wie Enzyme am besten erhalten.

Kombination mit anderen Hausmitteln

Viele wirksame Hausmittel findest du direkt in deiner Küche oder im Gewürzregal. Zwiebel enthält schwefelhaltige Verbindungen und ätherische Öle, denen eine schleimlösende und antimikrobielle Wirkung zugeschrieben werden. Zwiebeldampf, Zwiebelsäckchen oder einfach eine angeschnittene Zwiebel neben dem Bett können unterstützend wirken. Ebenso gibt es den bewährten Rettich-Honig: Füllen Sie hochwertigen Honig in einen ausgehöhlten Rettich, lassen Sie ihn ziehen und nehmen Sie den Saft löffelweise ein.

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Warme, nährstoffreiche Flüssigkeiten wie Hühnersuppe ergänzen die Anwendung. Die richtige Ernährung hilft den Körper mit den nötigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen und unterstützt so das Immunsystem im Kampf gegen die Infektion.

Hausmittel Wirkungsweise Kombination mit Honig
Zwiebeldampf/-sirup Antibakteriell & Schleimlösend Sirup aus Zwiebel und Honig
Rettich-Honig Schleimlösend & entzündungshemmend Honig in Rettich ziehen lassen
Ingwertee Entzündungshemmend & wärmend Honig im lauwarmen Tee

Vorteile von Honig und Hausmitteln bei Sinusitis

Hausmittel bei einer Sinusitis sind oft die sanfte, natürliche Begleitung in der Genesungsphase. Sie wirken auf verschiedene Weisen und können dabei helfen, Symptome zu lindern und den Heilungsprozess zu unterstützen:

  • Unterstützung und Beruhigung der Schleimhäute
  • Schleimlösende Wirkung - der zähe Schleim wird verflüssigt
  • Verbesserte Durchblutung und entzündungslindernde Eigenschaften
  • Einfachheit und Alltagstauglichkeit mit wenigen unerwünschten Nebenwirkungen

Hausmittel bei Sinusitis im Überblick

Honig ist ein sehr guter "Transporterstoff" für alle anderen Substanzen. Nimmt man beispielsweise eine Tablette zusammen mit Honig ein, so ist die Wirkung derselben wesentlich schneller als sonst zu beobachten.

Studien haben gezeigt, dass eine Spülung mit Manuka-Lösung als Vorbereitung für die operative Behandlung einer chronischen Rhinosinusitis Bakterien effektiv aus den Nebenhöhlen entfernt. Biofilme aus Staphylokokken und Pseudomonaden lassen sich damit beseitigen. Das Schleimhautepithel wird durch die Behandlung nicht beeinträchtigt.

Wichtige Hinweise zur Anwendung von Honig

Kinder im ersten Lebensjahr dürfen keinen Honig zu sich nehmen. Er enthält mitunter für sie lebensgefährliche Bakteriengifte. Auch sollte bei bekannter Allergie gegen Honig oder einzelne Honigbestandteile auf die Anwendung verzichtet werden. Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Bei starken Symptomen, wiederkehrenden Entzündungen oder Fieber ist eine medizinische Abklärung dringend angeraten.

Praktische Tipps für den Alltag bei Sinusitis

  • Sorgen Sie für ausreichende Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen
  • Ruhe und ausreichend Schlaf unterstützen die Genesung
  • Spaziergänge an der frischen Luft sind sinnvoll, wenn es Ihr Zustand zulässt
  • Viel trinken: Zwei bis drei Liter warme Flüssigkeit pro Tag
  • Heiße Bäder, Kompressen oder Inhalationen ergänzen die Maßnahmen
  • Rauchen meiden, ebenso wie zu kräftiges Schnäuzen
Alltagstipps bei Sinusitis und Anwendung von Hausmitteln

Bewährt hat sich Honig auf zerkleinerten Zwiebeln oder Rettich. Über Nacht zieht der Zucker die Flüssigkeit heraus und liefert einen Hustensirup, den man über den Tag verteilt löffelweise einnimmt.

Hausgemachte Hustensirupe: Zwiebel-Honig und Rettich-Honig

Dieses umfangreiche Wissen rund um die Anwendung von Honig bei Nebenhöhlenentzündung kann nicht nur Beschwerden lindern, sondern auch als vorbeugende Maßnahme und zur Stärkung des Immunsystems dienen.

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