Gute Bio-Schokolade im Test: Ein umfassender Überblick

Dunkle Schokolade erfreut sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt aufgrund der Behauptung, sie sei gesund. Doch was macht gesunde Schokolade aus? Reicht es, Zartbitterschokolade zu konsumieren, oder ist ein höherer Kakaoanteil erforderlich? Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 % zu den gesunden Lebensmitteln gezählt werden kann. Dies bedeutet, dass herkömmliche Zartbitterschokolade mit einem Kakaoanteil von etwa 55 % noch nicht als "gesunde" Schokolade gilt.

Die Bedeutung des Kakaoanteils

Je höher der Kakaoanteil, desto geringer ist in der Regel der Zuckeranteil. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass auch Bitterschokolade mit einem Kakaoanteil von 70 % oder mehr einen ähnlichen Kaloriengehalt wie Milchschokolade aufweisen kann. Der Unterschied liegt in der Verteilung der Makronährstoffe. Während Milchschokolade hauptsächlich aus Zucker, Fett und wenig Eiweiß besteht, setzt sich Bitterschokolade hauptsächlich aus gesunden Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen zusammen, bei einem geringeren Zuckeranteil.

Dunkle Schokolade als Teil einer gesunden Ernährung

Obwohl dunkle Schokolade gesundheitliche Vorteile bieten kann, sollte sie in Maßen genossen werden. Das intensive Aroma und der geringe Zuckergehalt können dazu beitragen, übermäßigen Konsum zu vermeiden. Dunkle Schokolade kann ein genussvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein, ähnlich wie eine Handvoll Nüsse als gesunder Snack.

Warum ist dunkle Schokolade gesund?

Die Kakaobohne enthält über 300 gesunde Nährstoffe, darunter Theobromin, das chemisch mit Koffein verwandt ist und stimmungsaufhellend wirken kann. Kakao enthält auch Tryptophan, eine Vorstufe von Serotonin, das das Wohlbefinden beeinflusst. Darüber hinaus ist dunkle Schokolade reich an Antioxidantien, die vor freien Radikalen schützen. Zu den Antioxidantien gehören Polyphenole, die sich positiv auf die Stimmung auswirken können, wie eine Studie aus Seoul, Korea, zeigte.

Was macht eine gute Bio-Schokolade aus?

Gesunde Schokolade mit einem Kakaoanteil ab 70 % besteht hauptsächlich aus Kakaomasse, Kakaobutter und etwas Zucker. Milchpulver sollte nicht enthalten sein. Bio und Fairtrade sind wichtige Aspekte bei der Auswahl von Schokolade, um einen fairen, respektvollen und ressourcenschonenden Umgang mit Mensch und Natur zu gewährleisten.

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Test von Bio-Schokoladen

Es wurden sieben gesunde Schokoladen mit einem Kakaoanteil von 70 % und mehr aus Supermärkten, Bioläden und Drogeriemärkten getestet. Die Verkostung erfolgte von den dunkelsten, bittersten Schokoladensorten mit dem höchsten Kakaoanteil (99 %) bis zum geringsten (70 %).

Love Choc 99% Kakao

  • Preis: 5 bis 10 Euro pro 100 g
  • Verpackung: Kompostierbare Folie
  • Zutaten: Rohe Kakaomasse aus Ecuador, Kakaobutter, Lucumapulver, Vanillepulver, Meersalz
  • Geschmack: Zuckerfrei, sehr intensiver Schokoladengeschmack, wenig Säure, kräftig und bitter

GEPA Grand Noir Edelbitter 85%

  • Preis: Etwa 2,40 Euro pro 100 g
  • Zutaten: Kakaomasse, Rohrzucker, Kakaobutter (alles aus biologischer Landwirtschaft)
  • Geschmack: Etwas mehr Säure als Love Choc, aber gefälliger, da weniger bitter. Blend aus Kakaobohnen aus der Dominikanischen Republik.
  • Besonderheiten: Zart durch langes Conchieren, angenehme Cremigkeit, ausgewogener Geschmack, Fair-Trade Unterstützung der Kleinbauern vor Ort.

Andere getestete Schokoladen

Weitere getestete Schokoladen waren unter anderem Sorten mit gemahlener Vanille, die geschmacklich punkteten, sowie solche mit höherem Zuckeranteil, die als süßer empfunden wurden.

Öko-Test Schokoladen-Test: Schadstoffe und Produktionsbedingungen im Fokus

Öko-Test hat verschiedene Bitterschokoladen auf Schadstoffe und Produktionsbedingungen geprüft. Das Ergebnis: Keine Schokolade konnte rundum überzeugen.

Ergebnisse des Öko-Tests

  • Mineralölrückstände (MOSH-Verbindungen) wurden in einigen Zartbitterschokoladen gefunden.
  • Erhöhte Mineralölgehalte wurden unter anderem in Schokoladen von Ritter Sport und Lindt festgestellt.
  • Besonders bedenkliche Mineralölrückstände (MOAH-Verbindungen) wurden in Schokoladen von Dm Bio, Sarotti und Best Moments von Penny gefunden.
  • Pestizide wurden in einigen Marken nachgewiesen.
  • Kein Unternehmen konnte Kinderarbeit ausschließen.

Empfehlungen aus dem Öko-Test

  • Auf Bio- und Fairtrade-Siegel achten.

Getestete Schokoladen und Ergebnisse

  • Lindt Excellence Mild 70% Cacao Edelbitter Mild: "Ungenügend" aufgrund von erhöhten Mineralölbestandteilen und mangelnder Transparenz in der Lieferkette.
  • Best Moments Edelbitter-Schokolade, 74% Kakao von Penny: "Ungenügend" aufgrund von stark erhöhten Gehalten an MOSH/MOSH-Analogen und MOAH.
  • Rapunzel Edelbitterschokolade 70 %: Gesamturteil „gut“, überzeugte insbesondere im Bereich der Inhaltsstoffe.
  • Ener Bio Feine Bitter Schokolade mit 70 % Kakao von Rossmann: Note "gut", keine Mineralölbestandteile oder Pestizide.

Weitere Testergebnisse und Empfehlungen

  • Stiftung Warentest (12/2018): 15 von 25 getesteten Schokoladensorten schnitten mit einer guten Note ab.
  • Konsument (VKI, 11/2016): 9 von 20 Zartbitterschokoladen erhielten die Note "gut".

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