Glutenfreier Käsekuchen: Rezepte und Tipps von Tanja Gruber

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine glutenfreie Ernährung, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Unverträglichkeiten. Das bedeutet aber nicht, dass man auf leckere Kuchen und Torten verzichten muss. Tanja Gruber, eine erfolgreiche Glutenfrei-Bloggerin im deutschsprachigen Raum, zeigt in ihren Büchern und auf ihren Online-Kanälen, wie man köstliche glutenfreie Backwaren zaubern kann.

Warum glutenfrei backen?

Für Menschen mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit ist eine glutenfreie Ernährung unerlässlich. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Wer darauf verzichten muss, steht oft vor der Herausforderung, passende Alternativen für Brot, Kuchen und andere Backwaren zu finden.

Tanja Gruber hat selbst die Diagnose Zöliakie erhalten und weiß daher, wie schwierig der Einstieg in das glutenfreie Backen sein kann. Mittlerweile hat sie sich jedoch ein umfangreiches Wissen angeeignet und teilt dieses auf ihrem Blog www.rezepte-glutenfrei.de, in ihren Büchern und auf ihrem YouTube-Kanal.

Tanjas Angebot für glutenfreies Backen

Tanja Gruber bietet eine Vielzahl von Ressourcen für alle, die glutenfrei backen möchten:

  • Blog: Auf ihrem Blog finden sich über 700 glutenfreie Rezepte.
  • App: Es gibt eine rein glutenfreie Rezepte-App.
  • YouTube-Kanal: Auf ihrem Kanal veröffentlicht Tanja Videos mit Zubereitungstipps und Produktvorstellungen für ihre Abonnenten.
  • Backmischungen: Tanja hat selbst entwickelte Backmischungen für die schnelle und einfache Zubereitung von glutenfreien Backwaren.
  • Koch- und Backbücher: In ihren bisher erschienenen Büchern finden sich viele Rezepte für ein variationsreiches glutenfreies Leben.
  • Backkurse: Tanja bietet auch glutenfreie Backkurse an, sowohl online als auch offline.

Tanjas Buch über glutenfreie Kuchen und Torten

Eines ihrer Bücher widmet sich speziell dem Thema glutenfreie Kuchen und Torten. Es beinhaltet eine Vielzahl von Rezepten, von einfachen Kuchenklassikern bis hin zu aufwendigen Tortenkreationen.

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Inhalt des Buches

Das Buch ist in verschiedene Bereiche unterteilt:

  • Grundlagen des glutenfreien Backens: Hier erfährt man mehr über die Besonderheiten des Backens ohne Gluten.
  • Glutenfreie Mehle, Mehlmischungen und Backmischungen: Tanja erklärt die verschiedenen Alternativen zu herkömmlichem Weizenmehl.
  • Rezepte: Der Hauptteil des Buches besteht aus über 50 Rezepten für Kuchen, Torten und andere süße Leckereien. Darunter finden sich Klassiker wie Birnen-Mohn-Käsekuchen, Nuss-Schoko-Gugelhupf, Himbeerherz zum Muttertag oder Rhabarber-Charlotte. Aber auch ungewöhnlichere Rezepte sind dabei, die man auch als Vor-, Nach- oder Hauptspeisen oder Beilagen umsetzen kann.
  • Alternativen bei Unverträglichkeiten: Die Autorin geht auch auf weitere Unverträglichkeiten ein und verweist innerhalb ihrer Rezepte auf Alternativen (laktosefrei, vegan, Nussallergie).

Aufbau der Rezepte

Die Rezepte sind leicht verständlich und gut beschrieben. Jedes Rezept ist auf einer Seite notiert, während daneben das passende Bild zu sehen ist. Grundrezepte wie Mürbeteig und Bisquitteig finden sich vorn im Buch, Beispiele zum Mischen eigener Mehlmischungen im Anhang.

Glutenfreier Käsekuchen: Rezepte und Tipps

Käsekuchen ist ein beliebter Kuchenklassiker, der auch in einer glutenfreien Variante hervorragend schmeckt. Hier sind einige Tipps und Rezepte für glutenfreien Käsekuchen:

Käsekuchen ohne Boden nach Omas Rezept

Dieses Rezept ist besonders einfach und schnell zubereitet, da kein Boden gebacken werden muss.

Zutaten:

  • 750 g Quark, Magerstufe
  • 4 Eier (Gr. M)
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (glutenfrei)
  • 400 ml süße Sahne
  • 4 EL Öl (z.B. Rapsöl)
  • Evtl. Früchte, Rosinen oder Schokoladenraspel

Zubereitung:

  1. Die Eier trennen.
  2. Alle restlichen Zutaten, auch die Eigelbe, in eine Schüssel geben und verrühren.
  3. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Quarkmasse heben.
  4. Die Masse in eine gefettete und mit glutenfreien Semmelbrösel ausgestreute Springform füllen.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze, auf mittlerer Schiene) etwa 60 - 65 Minuten backen.
  6. In der Form auskühlen lassen.

Tipps:

  • Für eine fruktosearme Variante auf Trockenfrüchte wie Cranberrys und Rosinen verzichten, da diese sehr viel Fruchtzucker enthalten. Zucker durch etwa 300g Reissirup ersetzen.
  • Wer kein Puddingpulver im Kuchen möchte, kann auch Stärkemehl benutzen. Pro Päckchen Puddingpulver bitte 40 g Stärke benutzen. Der Vanillegeschmack kann dann entweder durch Vanillemark, Vanillezucker oder Vanillearoma erzielt werden.
  • Für einen Zebrakuchen je eine Hälfte der Masse mit Vanillepudding und Schokopudding verrühren und abwechselnd je einen Löffel in die Form geben.
  • Mit Rosinen schmeckt der Kuchen auch sehr lecker. Dazu ca. eine Handvoll Rosinen unter die Masse heben.
  • Um aus dem Käsekuchen einen Straciatella-Kuchen zu machen, kann man ca. 75 - 100 g Schokostreusel unter die Masse heben.
  • Für eine fruchtige Variante können Kirschen unter die Quarkmasse gehoben werden, oder der Kuchen wird mit Mandarinenspalten belegt (2 Dosen Mandarinen reichen für einen Kuchen).

Käsekuchen mit Mürbeteigboden

Für einen Käsekuchen mit Boden wird ein Mürbeteig zubereitet und vorgebacken.

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Zutaten für den Mürbeteig:

  • 250 g glutenfreies Mehl
  • 125 g kalte Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Quarkmasse:

  • 750 g Quark
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (glutenfrei)
  • 200 ml Sahne
  • Abrieb einer halben Zitrone

Zubereitung:

  1. Für den Mürbeteig alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Gegen Ende der Ruhezeit den Ofen auf 190°C Umluft oder 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Den Mürbeteig auf ca. 5 mm Dicke ausrollen, den Boden ausschneiden und in die dünn gefettete Kuchenform legen. Den Boden einige Male mit einer Gabel einstechen, damit sich keine Blasen bilden, und für 10 bis 12min im Ofen halb backen. Er sollte noch sehr hell und nicht braun sein. Das verhindert, dass der Boden speckig wird. (Tipp: Dieser Schritt kann auch am Vortag gemacht werden. Der restliche Teig für den Rand kann dann bis zur Verwendung eingepackt im Kühlschrank gelagert werden.)
  4. Während der Boden abkühlt, den restlichen Mürbeteig nochmals gleichmäßig dick ausrollen, Streifen in der Höhe des Randes der Kuchenform schneiden und den gefetteten Rand der abgekühlten Form mit diesen Streifen auslegen. Unten, am Übergang zum Boden, den Mürbeteig etwas andrücken, damit beim Backen keine Quarkmasse ausläuft.
  5. In einer großen Schüssel Zucker, Maisstärke, Vanillezucker und etwas Zitronenabrieb trocken gut vermischen. Die Eier dazugeben und kräftig verrühren, damit keine Klumpen entstehen. Nun den Quark gut unterrühren. Die ganze Sahne aufschlagen, aber drauf achten, dass sie nicht zu fest wird. Die geschlagene Sahne unter die Quarkmasse heben, alles in die Kuchenform füllen und die Oberfläche schön glatt streichen.
  6. Den Kuchen in den heißen Ofen stellen und, sobald die Masse über den Rand der Form schaut, wieder sehr vorsichtig rausholen. Mit einem nassen Messer direkt über dem Rand der Kuchenform die Quarkmasse etwas einschneiden (Messer im 90° Winkel auf den Rand auflegen), danach den Kuchen sofort wieder vorsichtig in den Ofen stellen und weiterbacken.
  7. Sobald die Masse ca. 1 bis 1,5 cm hoch über die Kuchenform gestiegen ist, den Kuchen aus dem Ofen nehmen und so lange draußen lassen, bis die Masse auf die Höhe der Form abgesunken ist. Das dauert durchaus mehrere Minuten. Danach den Kuchen erneut in den Ofen geben und nochmals solange backen, bis die Masse wieder 1 bis 1,5 cm über die Form hochgestiegen ist. Jetzt ist der Kuchen fertig. Er wird noch etwas wabbelig sein, aber er wird beim Abkühlen fester werden.
  8. Den Kuchen bitte sehr gut in der Form auskühlen lassen, dabei entwickelt er auch seinen typischen Glanz.

Tipps für das glutenfreie Backen

  • Verwende glutenfreie Mehle und Mehlmischungen: Es gibt eine Vielzahl von glutenfreien Mehlen wie Reismehl, Maismehl, Buchweizenmehl, Kartoffelmehl und Mandelmehl. Diese können einzeln oder in Mischungen verwendet werden.
  • Achte auf die Bindung: Gluten sorgt normalerweise für die Bindung im Teig. Beim glutenfreien Backen muss diese Funktion durch andere Zutaten wie Stärke, Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl ersetzt werden.
  • Experimentiere mit Rezepten: Es gibt viele tolle Rezepte für glutenfreie Kuchen und Torten. Probiere verschiedene Rezepte aus und finde deine Favoriten.
  • Lass dich nicht entmutigen: Glutenfreies Backen kann anfangs etwas knifflig sein. Aber mit etwas Übung und den richtigen Tipps gelingen auch dir köstliche glutenfreie Backwaren.

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