Frittiertes Gebäck Rezepte mit Puderzucker: Eine süße Vielfalt

Frittiertes Gebäck, bestreut mit Puderzucker, ist eine köstliche Süßspeise, die in vielen Kulturen und Regionen beliebt ist. Von fluffigen Schmalzkuchen bis hin zu knusprigen Churros bietet diese Kategorie von Gebäck eine breite Palette an Geschmacksrichtungen und Texturen. Ob für den Karneval, den Weihnachtsmarkt oder einfach nur als süße Leckerei für zwischendurch - frittiertes Gebäck mit Puderzucker ist immer eine gute Wahl.

Schmalzkuchen: Fluffige Köstlichkeiten selbstgemacht

Schmalzkuchen sind ein traditionelles, frittiertes Gebäck, das seinen Namen von der ursprünglichen Zubereitung im heißen Schmalz hat. Es ist in vielen Formen und Varianten bekannt, von den klassischen Schmalzkuchen über Mutzenmandeln bis hin zu Krapfen und Quarkbällchen. Typisch für das Schmalzgebäck Rezept ist die knusprige Außenschicht und der weiche, saftige Kern. Das Gebäck wird häufig mit Puderzucker bestäubt und warm genossen - ein wahrer Genuss, der nicht nur im Winter für Glücksgefühle sorgt.

Zutaten:

  • 350 g Weizenmehl (Type 405) oder Dinkelmehl Type 630
  • ½ Würfel Hefe (21 g oder 1 Pck. Trockenhefe)
  • 120 ml Milch
  • 30 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (Gr. M)
  • 1 Eigelb (Gr. M) - für bekömmlicheres Gebäck
  • 750 ml neutrales Speiseöl oder Butterschmalz zum Frittieren
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Milch und Butter in einem Topf lauwarm erhitzen. Beiseite stellen.
  2. Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen. Hefe darüber bröckeln.
  3. Warmen Milch-Mix, Ei und Eigelb zugeben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes 3 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
  4. Mit einem Geschirrtuch abdecken und 45 Minuten ruhen lassen.
  5. Aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 5 mm dünn ausrollen. Einmal von der Arbeitsplatte lösen, damit sich der Teig beim Schneiden nicht zusammenzieht.
  6. Mit einem Messer 3-4 cm große Rauten schneiden (schräge Rechtecke).
  7. Öl in einem Topf erhitzen. Bei mittlerer Hitze einige der Rauten in das Fett geben, nur so viele dass diese sich nicht im Fett berühren.
  8. Von beiden Seiten 1-2 Minuten goldbraun backen.
  9. Mit Hilfe einer Schaumkelle die Schmalzkuchen aus dem Fett holen, auf einem Stück Küchenpapier abtropfen.
  10. Im warmen Zustand mit etwas Puderzucker bestreuen und servieren.

Schmalzgebäck: Variationen und Tipps

Das Rezept für Schmalzgebäck lässt sich in der Fritteuse zubereiten oder im Topf frittieren. Für den Schmalzkuchen wird zunächst einen klassischen Hefeteig aus Mehl, Hefe, Milch, Zucker, Butter, Eiern und einer Prise Salz hergestellt. Dieser ist besonders luftig und weich, da die Hefe den Teig schön aufgehen lässt. Durch die Zugabe von Milch, Butter und Eiern wird der Teig geschmeidig und erhält eine zarte Konsistenz. Nach einer Ruhezeit an einem warmen Ort verdoppelt sich der Teig in Volumen und ist bereit, in köstliches, goldbraunes Schmalzgebäck verwandelt zu werden. Der Teig enthält nur wenig Zucker, dafür wird das Schmalzgebäck in unserem Rezept nach dem Frittieren noch in Puderzucker gewälzt. Achtet beim Kauf darauf, dass sich um raffiniertes/ hocherhitzbares Öl handelt.

Hefeteig zubereiten: Der Hefeteig lässt sich am besten mit Hilfe einer Küchenmaschine herstellen. Alternativ knetet ihr den Teig von Hand. Der Teig muss bei Zimmertemperatur (ca. 22 Grad) eine Stunde ruhen, bis er weiterverarbeitet werden kann. Bitte beachtet, dass sich die Ruhezeit bei kälteren Temperaturen verlängert und bei wärmeren Temperaturen verkürzt.

Form zuschneiden: Den fertigen Hefeteig rollt ihr auf einer bemehlten Unterlage aus und schneidet ihn mit einem Pizzaschneider oder mit einem Messer in Rauten.

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Frittieren: Erhitzt das Frittieröl langsam auf 170 Grad. Wer kein Thermometer hat, kann den Stiel eines Holzkochlöffels in das Fett geben. Die Temperatur ist richtig, wenn leichte Blasen aufsteigen. Das Schmalzgebäck wird nun von beiden Seiten ca. 30 Sekunden goldbraun gebraten.

Nauzen: Quarkbällchen für Genießer

Nauzen, auch bekannt als Quarkbällchen, sind ein weiteres beliebtes frittiertes Gebäck, das mit Puderzucker bestreut wird. Sie zeichnen sich durch ihre lockere, weiche Konsistenz und den leicht säuerlichen Geschmack des Quarks aus.

Zutaten:

  • 500 g Magerquark
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Pck. Backpulver
  • 500 g Mehl
  • Fett zum Frittieren
  • Zucker oder Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten bis auf das Frittierfett gut verkneten, bis ein glatter und fluffiger Teig entsteht.
  2. Das Bratfett in einem großen Topf erhitzen. Wichtig: Nachdem das Fett heiß und flüssig geworden ist, die Herdplatte auf halbe Hitze herunterstellen und warten, bis sich die Temperatur auf dieser Einstellung stabilisiert hat!
  3. Mit zwei Teelöffeln kleine Mengen Teig in das heiße Fett geben und warten, bis die Bällchen oben schwimmen und eine goldbraune Farbe haben. Gelegentlich umrühren, damit die Bällchen von allen Seiten gleichmäßig bräunen.
  4. Dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf einem mit Küchenkrepp ausgelegten Rost abtropfen lassen. Den Vorgang wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.
  5. Bei Bedarf mit Zucker oder Puderzucker bestreuen.
  6. Die Nauzen schmecken am besten noch leicht warm.

Beignets: Ein Hauch von New Orleans

Beignets sind ein weiteres Beispiel für köstliches, frittiertes Gebäck, das besonders in New Orleans beliebt ist. Sie sind bekannt für ihre quadratische Form und ihre großzügige Puderzucker-Bestäubung.

Zutaten:

  • (siehe Originalrezept für klassische Beignets nach King Arthur Flour)

Zubereitung:

  1. Die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, der aber leicht klebrig ist.
  2. Den Teig abgedeckt für 1 Stunde in der Küche ruhen lassen.
  3. Danach vorsichtig etwas flachdrücken (entgasen) und in eine gefettete Schüssel legen.
  4. Die Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  5. Den Teig zum Rechteck (ca. 35 x 25 cm) ausrollen, dabei auch die Ecken so eckig wie möglich ausrollen.
  6. Den Teig in möglichst gleichgroße Quadrate (5 x 5 cm) schneiden.
  7. Das Öl in einer Pfanne oder einem Topf auf ca. 180°C erhitzen und in 5er-Portionen die Quadrate ins Öl geben.
  8. Die Beignets erst 1 Minute von der einen, dann 1 weitere Minute von der anderen Seite frittieren, bis sie rundherum eine goldbraune Farbe haben und schön aufgegangen sind.
  9. Mit einer Schaumkelle aus dem Öl nehmen und auf Küchenpapier legen.
  10. Großzügig mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Spritzkuchen/Spritzringe: Knusprig und luftig

Spritzkuchen, auch bekannt als Spritzringe, sind ein weiteres beliebtes frittiertes Gebäck. Sie ähneln in gewisser Weise den Donuts, haben aber eine einzigartige, luftige Textur. Ein typisches Merkmal der Spritzkuchen ist, dass der Teig durch einen Spritzbeutel mit einer sternförmigen Tülle in heißes Fett gespritzt wird, was ihm eine geriffelte Oberfläche und oft eine ringförmige Gestalt gibt. Nach dem Frittieren werden die Spritzkuchen häufig in Zucker gewälzt oder mit einer Glasur aus Puderzucker versehen. Manchmal werden sie auch mit Schokolade überzogen.

Zutaten:

  • (siehe Originalrezept von Bettina Schliephake-Burchardt)

Zubereitung:

  1. Wasser, Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker in einem Topf erhitzen.
  2. Sobald alles kocht, das gesiebte Mehl in einem Schub dazugeben und sofort mit einem Holzlöffel verrühren, bis ein glatter Teig entsteht, der sich als Kloß vom Topfboden lösen lässt.
  3. Den Teig in die Küchenmaschine geben und diese mit dem Paddel langsam laufen lassen, bis der Teig auf Handwärme abgekühlt ist.
  4. Nun nach und nach die Eier unterrühren.
  5. Das Öl im Topf auf ca. 185°C erhitzen. Nicht heißer!
  6. In der Zeit Backpapier-Quadrate zuschneiden und einen Ring von 7,5 cm Durchmesser aufmalen. Das geht gut mit einem Glas als Schablone. Die Quadrate mit Öl bestreichen.
  7. Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf jedes Backpapier-Quadrat zwei übereinander liegende Kreise aufspritzen.
  8. Die Teiglinge mitsamt dem Papier kopfüber in das Öl gegeben, einmal kurz untertauchen und das sich lösende Papier mit der Holzzange herausfischen.
  9. Die Kringel von jeder Seite ca. 3 min. frittieren.
  10. Den Puderzucker sieben und mit heißem Wasser glatt rühren bis eine feine, geschmeidige Glasur entsteht.
  11. Die ausgekühlten Spritzkuchen auf jeweils einer Seite bis ca. zur Gebäckmitte glasieren.

Churros: Spanische Köstlichkeiten

Churros sind ein beliebtes frittiertes Gebäck, das besonders in Spanien und Lateinamerika verbreitet ist. Sie werden aus Brandteig hergestellt und traditionell mit Zimtzucker bestreut oder in Schokolade getunkt.

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Zutaten:

  • 260 ml Wasser
  • 50 g Butter
  • 120 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • Fett oder Öl zum Frittieren
  • Zimtzucker

Zubereitung:

  1. Für den Brandteig Butter, Wasser, Salz und Zucker in einem Topf aufkochen.
  2. Das Mehl auf einmal in die kochende Flüssigkeit geben und mit einem Holzlöffel verrühren, bis ein glatter Teig entsteht, der sich vom Topfboden löst.
  3. Den Teig etwas abkühlen lassen und dann die Eier nacheinander unterrühren, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht.
  4. Den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und ca. 15 cm lange Stücke in heißes Fett spritzen.
  5. Die Churros goldbraun frittieren, wenden und anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  6. Mit Zimtzucker bestreuen und servieren.

Chiacchiere: Karnevalsgebäck aus Italien

Chiacchiere sind knusprige und zarte frittierte Blätter, die typisch für die Karnevalszeit in Italien sind. Je nach Region haben sie unterschiedliche Namen wie Chiacchiere, Lattughe, Cenci oder Frappe.

Zutaten:

  • (siehe Originalrezept für Chiacchiere)

Zubereitung:

  1. Mehl und Backpulver sieben und in eine Küchenmaschine geben.
  2. Zucker, Salz, Eier, Eigelb und Grappa hinzufügen.
  3. Mit dem Knethaken die Samen der Vanilleschote und die Butter hinzufügen und 15 Minuten kneten, bis eine homogene Masse entsteht.
  4. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
  5. Den Teig in Portionen teilen und mit einer Nudelmaschine dünn ausrollen (ca. 2 mm).
  6. Rechtecke schneiden und in heißem Öl goldbraun frittieren.
  7. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Tipps für das perfekte frittierte Gebäck

  • Die richtige Temperatur: Die Temperatur des Frittierfetts ist entscheidend für das Gelingen von frittiertem Gebäck. Sie sollte idealerweise zwischen 170°C und 180°C liegen. Verwenden Sie ein Thermometer, um die Temperatur zu überwachen. Wenn das Fett zu heiß ist, verbrennt das Gebäck außen, während es innen noch roh ist. Ist das Fett zu kalt, saugt sich das Gebäck mit Fett voll.
  • Nicht zu viele Teigstücke auf einmal: Geben Sie nicht zu viele Teigstücke auf einmal in das heiße Fett, da die Temperatur sonst zu schnell sinkt. Die Teigstücke sollten sich im Fett frei bewegen können.
  • Abtropfen lassen: Lassen Sie das frittierte Gebäck nach dem Ausbacken auf Küchenpapier abtropfen, um überschüssiges Fett zu entfernen.
  • Frisch genießen: Frittiertes Gebäck schmeckt am besten frisch. Bestreuen Sie es kurz vor dem Servieren mit Puderzucker.

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