Schwarzen Fondant herstellen oder einfärben: Tipps und Tricks

Die zähe Zuckermasse kommt bei vielen Torten und Kuchen zum Einsatz, um eine besonders schöne Optik zu erzielen. Da Fondant von Natur aus häufig weiß oder zumindest sehr hell ist, möchten viele Hobbybäcker ihren Fondant färben. Wer Fondant färben möchte, sollte im Vorfeld ein paar Vorkehrungen treffen.

Vorbereitung: Material, Arbeitsplatz und Fondant

Es ist essenziell, sehr hellen oder am besten weißen Fondant zu verwenden. Der Fondant sollte zudem zuvor auf Zimmertemperatur gebracht werden, da er sich dann besser verarbeiten lässt. Um die Hände vor Verfärbungen zu schützen, sind Gummihandschuhe sinnvoll. Außerdem sollte eine Unterlage bereitliegen, wenn man Fondant färben will. So färbt man die Arbeitsplatte nicht gleich mit, was den Reinigungsaufwand im Anschluss erheblich reduziert.

Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel ist Stärke. Dadurch klebt der Fondant nicht am Untergrund fest. Am besten eignet sich Bäckerstärke - also ganz feine Kartoffelstärke. Sie bildet keine Klümpchen und verändert den Fondant also nicht. Die Arbeitsfläche mit Bäckerstärke bestäuben.

Welche Lebensmittelfarben sind geeignet?

Es ist nicht egal, welche Art von Farbe man verwendet. Ganz im Gegenteil - einige Produkte können den Fondant regelrecht zerstören. Daher heißt es: Finger weg von flüssiger Lebensmittelfarbe. Profis raten deshalb davon ab, da sich der Fondant durch das Färben mit flüssiger Lebensmittelfarbe auflösen kann. Das liegt daran, dass Fondant aus Zucker besteht, welcher sich in Flüssigkeiten auflöst.

Pulver- bzw. Lebensmittelfarbe in Pulver- oder Puderform enthält keine zusätzliche Flüssigkeit. Dadurch kann sie den Fondant nicht auflösen. Wer Fondant mit Puderfarbe färben möchte, muss allerdings viel kneten. Das Pulver muss sich vollständig auflösen, sonst gibt es Streifen oder Pünktchen. Besser verwendet man diese Art von Lebensmittelfarbe also zum Abpudern von kleinen Dekoren.

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Unkomplizierter lässt sich Fondant mit Pastenfarbe färben. Sie ist sehr ergiebig, sodass man nur wenig Farbe für den Fondant benötigt. Ebenso gut eignet sich Gelfarbe, um Fondant zu färben. Diese ist zwar etwas weniger ergiebig als Pastenfarbe, ergibt aber genauso schöne Farbergebnisse. Somit steht fest: Gel- und Pastenfarbe eignen sich am besten dafür, die Farbe von Fondant zu ändern.

Vor- und Nachteile der Farbtypen

  • Flüssige Farben: nicht zu empfehlen, verändern die Konsistenz des Rollfondants negativ.
  • Pulverfarben: eignen sich zum Abpudern; beim Einmischen können sie viel Knetarbeit erfordern und die Konsistenz verändern.
  • Pasten- oder Gelfarben: am besten geeignet, sehr farbintensiv, verändern die Konsistenz nicht.

Grundtechnik: Fondant einfärben Schritt für Schritt

Liegen der zimmerwarme Fondant und die Lebensmittelfarbe bereit, gehst du zum Einfärben wie folgt vor:

  1. Forme den Fondant zu einer Kugel.
  2. Trage ein paar Tupfer Farbpaste oder -gel auf. Nicht zu viel auf einmal nehmen!
  3. Jetzt gilt es, die Zuckermasse auf einer Unterlage gründlich zu kneten, um die Farbe gleichmäßig einzuarbeiten. Um Abfärbungen auf die Haut zu vermeiden, sind dünne Handschuhe empfehlenswert.
  4. Nach und nach kannst du mehr Farbe hinzugeben, bis der passende Farbton entsteht.
  5. Knetest du weniger, erhält der Fondant eine Marmorierung.
  6. Durch das Mischen verschiedener Farben entstehen Nuancen.

Farben sind untereinander mischbar. Dazu trägt man zunächst eine kleine Menge auf den Fondant auf und knetet ihn gut durch. Dadurch kann man die Farbintensität am besten einschätzen. Man kann nach und nach immer mehr Farbe zugeben, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Ist die Farbe nicht intensiv genug, könnt ihr wieder einen Durchgang starten.

Schwarz einfärben: besondere Herausforderungen

Ihr wollt euer Fondant schwarz einfärben? Dann scheint Ihr Herausforderungen zu lieben. Fondant intensiv zu schwärzen ist ein echter Aufwand! Fondant intensiv schwarz oder rot einzufärben ist dabei ein echter Aufwand, und nicht jeder Fondant verträgt diese geballte Farbladung. Manchmal wird der Fondant davon einfach brüchig und man kann ihn im Grunde in die Tonne kippen.

Arbeitet am besten einen Tag im Voraus, denn nicht selten verändert das Fondant beim Einfärben mit sehr dunkler Farbe seine Konsistenz. Im Notfall habt Ihr dann noch einen kleinen Zeitpuffer, falls das Projekt vom Vortag gescheitert ist. Hier ist es generell sinnvoll etwas mehr Zeit einzuplanen (bestenfalls 24 Stunden), da die Farben mit der Zeit etwas nachdunkeln.

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Kleiner Tipp: Das beste Schwarz-Ergebnis erzielt Ihr, indem Ihr bunte Fondantreste nehmt und diese schwarz einfärbt. Sollte es Euch passieren, dass durch das Einfärben mit Lebensmittelfarben das Fondant zu weich wird, so könnt Ihr durch Beimengen von CMC die Konsistenz retten.

Praxis-Tipp: Schrittweises Vorgehen

Zu Beginn sollte man nicht zu viel Farbe verwenden. Man sollte sich vielmehr Schritt für Schritt vortasten, um den gewünschten Farbton zu erzielen. Immerhin gelten Gel- und Pastenfarben als sehr ergiebig. Dazu trägt man zunächst eine kleine Menge auf den Fondant auf und knetet ihn gut durch. Dadurch kann man die Farbintensität am besten einschätzen.

Wenn ihr einen intensiven bzw. dunklen Farbton wollt, solltet ihr den Fondant mindestens 24 Stunden vorher einfärben, weil die Farben dann nachdunkeln. Danach könnt ihr den Farbton noch anpassen, d.h. ggf. noch etwas mehr Farbe unterkneten.

Schritt-für-Schritt Fondant kneten und einfärben

Farben mischen: Grundlagen und Fallen

Es ist durchaus möglich, die Farben, mit denen man den Fondant färben möchte, zu mischen. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn man bestimmte Farben gerade nicht zur Hand hat. Allerdings gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten. Wichtig ist, reine Farben zu verwenden. Wer beispielsweise ein Lila mischen möchte, sollte reines Blau und reines Rot verwenden und keine Farben, die vielleicht Gelbtöne enthalten. Dann kann das Resultat schnell Braun und nicht Lila sein.

Beim Grüntönen wäre es in diesem Beispiel ein Graubraun. Zudem ist es wichtig, den Fondant besonders gut zu kneten. Nur so können beide Farben, die man mischen will, gleichmäßig verteilt werden. Es lohnt sich daher, die Farben zuvor anzurühren und erst dann in den Fondant zu geben. Im Prinzip benötigt man nur die drei Grundfarben.

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Profis raten dazu, direkt die gewünschte Farbe als Lebensmittelfarbe zu kaufen. Für Einsteiger sind Farbsets eine super Möglichkeit sich auszutoben, ohne sich gleich das gesamte Farbsortiment zulegen zu müssen.

Rezepte für spezielle Nuancen

Pastenfarbe selbst einfärben (z. B. folgendes Mischungsverhältnis: 33 g Rosa, 27 g Gelb, 10 g Pastellblau) um Hautfarbe zu erzielen. Um Hautfarbe z. B. Pastenfarbe selbst einzufärben (z. B. folgendes Mischungsverhältnis: 33 g Rosa, 27g Gelb, 10 g Pastellblau. erzielen.

Techniken für spezielle Effekte

Man kann nach und nach immer mehr Farbe zugeben, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Wer sich etwas Arbeit beim Kneten sparen will, kann übrigens auch ein schönes Marmor-Muster anpeilen! Dabei wird der Fondant nicht so gründlich durchgeknetet, wodurch eine natürliche Marmorierung entsteht.

Die Rollfondantstücke mit der Hand zu gleich langen Strängen formen. Wiederholen, bis der gewünschte Farbverlauf entsteht. Tipp: Manchmal ist die Rückseite schöner als die Vorderseite. Je mehr vermischen sich die Farben. Die Rollfondantstücke mit der Hand zu gleich langen Strängen formen. Unregelmäßige Kanten ggf. beschneiden.

Marmorierter Fondant: Beispiel und Struktur

Färben bei der Herstellung und Nachbearbeitung

Wenn ihr den Fondant selbst herstellt und einen intensiven Farbton wollt, könnt ihr den Fondant auch bereits bei der Herstellung voreinfärben. Das Voreinfärben empfiehlt sich, wenn ihr eine große Menge Fondant (z.B. für das Einkleiden der Torte) in einem intensiven, recht dunklen Farbton braucht. Dann lässt sich der Fondant später besser nachfärben und wird auch nicht so schnell brüchig.

Ist die Farbe zu dunkel, kneten Sie weißen Rollfondant unter. Es ist sinnvoll, das Färben ein paar Stunden vor der Weiterverarbeitung vorzunehmen. Das liegt daran, dass die Farbe noch nachdunkeln kann. Es ist durchaus möglich, die Farben, mit denen man den Fondant färben möchte, zu mischen.

Fehlerquellen vermeiden

Vermeiden sollte man bei Fondant die Tubenfarben von Dr. Oetker und das Farbpulver von Brauns-Heitmann. Die Farben sind bei weitem nicht intensiv genug. Die Dr. Oetker Farben aus der Tube matschen zudem den Fondant durch und sind nicht mal untereinander mischbar (Blau + Rot ergibt nicht etwas Lila, sondern ein hässliches Braun!!). Das Farbpulver von Brauns-Heitmann enthält Kristalle, die sich im Fondant nicht auflösen. Wenn man das Pulver mit den Kristallen drin vorher mit Wasser auflöst, hat man jedoch das gleiche Problem wie bei den Dr.

Wer Fondant mit Puderfarbe färben möchte, muss allerdings viel kneten. Das Pulver muss sich vollständig auflösen, sonst gibt es Streifen oder Pünktchen. Besser verwendet man diese Art von Lebensmittelfarbe also zum Abpudern von kleinen Dekoren. Puderfarben eignen sich zum Abpudern von Deko-Elementen wie Blüten, Buchstaben und Co. Mit einem Pinsel aufgetragen sind die Puderfarben ganz leicht anwendbar.

Konsistenzprobleme und Rettung

Je mehr Farbe auf einmal einknetet, desto größer das Risiko, die Konsistenz zu verändern oder die Hände stark zu verfärben. Ihr solltet nicht zu viel Farbe auf einmal einkneten, da es eine ganz schöne Sauerei ist und ihr dann eure Hände gleich mit einfärbt. Ihr könnt auch jetzt mit einer anderen Farbe mischen. Dabei die benutzten Zahnstocher immer schön auf der Untertasse ablegen.

Sollte es Euch passieren, dass durch das Einfärben mit Lebensmittelfarben das Fondant zu weich wird, so könnt Ihr durch Beimengen von CMC die Konsistenz retten. CMC steht für “Carboxymethylcellulosen”. Es ist ein Cellulosestoff, den man in Pulverform erhalten kann. Er gibt dem Fondant seine Festigkeit und sorgt dafür, das es aushärten kann. Für 250 Gramm Fondant braucht Ihr einen Teelöffel CMC. Generell gilt: lieber zu viel, als zu wenig.

Tipp: Fondant mit CMC anreichern zur Stabilisierung

Praktische Tipps für die Verarbeitung und Lagerung

Den Rollfondant kneten, bis sich die Farbe gleichmäßig verteilt hat. Zieht den Fondant auseinander und klappt ihn wieder zusammen, um zu viel Luft einzukneten. So lange kneten, bis die Farbe sich gleichmäßig verteilt hat. Wenn ihr eine größere Menge Fondant (z.B. für das Einkleiden der Torte) einfärben wollt, kann man auch, statt einen großen Klumpen mühsam zu kneten, den Fondant halbieren (oder dritteln), und nur einen der zwei (bzw. drei) Teile intensiver einfärben.

Reste könnt Ihr ganz einfach im Kühlschrank lagern und wieder verwenden. Dabei solltet Ihr aber unbedingt darauf achten, dass Ihr die Masse vorher von Kuchenkrümeln befreit! Außerdem müssen die Fondant-Reste luftdicht verpackt werden. Am besten wickelt Ihr die Masse zuerst in Frischhaltefolie und packt dann alles nochmal in eine Dose oder eine Tüte. Achtet darauf, dass in dem Kühlschrank, wo Ihr das Fondant lagert, kein Obst oder Gemüse verstaut wird. Obst und Gemüse geben nämlich Feuchtigkeit ab und die zwei F-Wörter Fondant und Feuchtigkeit vertragen sich so überhaupt nicht! Deswegen ist Fondant auch nicht zum Einfrieren geeignet.

Wann Puderfarbe, wann Pastenfarbe?

Puderfarben werden zum Setzen von Akzenten bei trockenen Fondants verwendet. Die Pulverfarbe ist leicht mit einem trockenen Pinsel zu dosieren. Puderfarben eignen sich zum Abpudern von Deko-Elementen wie Blüten, Buchstaben und Co. Ihr könnt mit dem feinen Pulver im Handumdrehen wundervolle Effekte zaubern, Euren Zuckerblumen ein realistischeres Aussehen verleihen oder einfach Konturen besser zum Vorschein bringen.

Für das Einfärben von Fondant, Blütenpaste oder Modellierfondant braucht ihr so genannte Pastenfarben. Pastenfarben sind speziell für das Arbeiten mit Fondant, Buttercreme, Royal Icing und auch Teig entwickelte Lebensmittelfarben, die besonders hoch pigmentiert sind. Fangt mit ein oder maximal zwei Zahnstocherspitzen Pastenfarbe an und steigert Euch nach Bedarf langsam - und schon wird aus der weißen Masse ein farbenfrohes Dekomaterial.

Auswahl an Pasten- und Gelfarben

Weitere nützliche Tipps

  • Das Voreinfärben empfiehlt sich, wenn ihr eine große Menge Fondant in einem intensiven Farbton braucht.
  • Die Farben dunkeln nach: Färbt einige Stunden oder einen Tag vorher und passt ggf. noch an.
  • Bei Unsicherheiten: lieber langsamer und in kleinen Schritten Farbe zufügen.
  • Zum Dosieren von Pastenfarbe ist ein Zahnstocher ein praktisches Hilfsmittel.
  • Wenn die Farbe zu dunkel ist, knetet weißen Rollfondant unter.

Kurzer FAQ-Auszug

  • Antwort: Ja, man kann Fondant färben.
  • Flüssige Farbe? Besser nicht!
  • Gel- und Pastenfarben sind die besten Optionen.
  • Bei intensiven dunklen Farbtönen besser Reste verwenden oder Voreinfärben.
Demonstration: Fondant mit Pastenfarbe schwarz einfärben

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