Sallos Lakritz ohne Zucker: Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorteile im Überblick
Sallos von Villosa bietet mit der zuckerfreien Variante eine beliebte Alternative für alle, die Lakritz genießen wollen und dabei auf Zucker verzichten möchten. Doch was steckt wirklich in „Sallos Lakritz ohne Zucker“ und welche Vor- und Nachteile bietet der Verzicht auf Haushaltszucker? In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten Inhaltsstoffe, ihre Herstellung und die gesundheitlichen Aspekte im Zusammenhang mit klassischem und zuckerfreiem Lakritz.
Die Grundlage: Die Süßholzwurzel als Seele des Lakritz
Die Basis aller Lakritzprodukte ist der Saft der Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra). Ursprünglich wird Lakritz aus der Wurzel der Süßholzpflanze gewonnen, die vorwiegend im Mittelmeerraum und in Teilen Asiens gedeiht. Diese Wurzel, von den Ägyptern als "das braune Gold der Götter" bezeichnet, blickt auf eine lange Geschichte als Heilpflanze zurück.
Zuerst wird die Wurzel zu feinen Spänen geraspelt und dann geduldig eingekocht, um anschließend ausgepresst zu werden. Nach mehrstündigem Kochen und Eindicken können die Fasern entfernt und das Rohlakritz verarbeitet werden.
Die Süßholzwurzel als solche hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile:
- Sie fördert die Verdauung
- Hat eine antioxidative Wirkung
- Lindert Magenbeschwerden
- Wirkt entzündungshemmend und antibakteriell
- Ist schleimlösend bei Atemwegserkrankungen
- Stärkt die Abwehrkräfte
Bei Erkältungen oder Beschwerden im Hals- und Rachenraum erfreut sich die Süßholzwurzel noch heute großer Beliebtheit. Aufgrund einer Vielzahl medizinisch wirksamer Inhaltsstoffe wirkt der Saft der Süßholzwurzel gegen bestimmte Erkältungsviren.
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Zuckerfreie Inhaltsstoffe: Was macht Sallos ohne Zucker besonders?
Während klassische Lakritzsorten Zucker, Glukosesirup oder Invertzucker enthalten, setzen zuckerfreie Varianten wie Sallos ohne Zucker auf andere Süßungsmittel. Anstelle von Haushaltszucker kommen bei Sallos zuckerfrei typischerweise folgende Zutaten zum Einsatz:
- Süßstoffe wie Sorbit, Isomalt, Maltit, Aspartam oder Acesulfam K
- Farbstoffe (z.B. Pflanzenkohle oder Zuckerkulör)
- Emulgatoren wie Lecithin
- Pflanzliche Fette, oft auch Palmöl
| Typischer Inhaltsstoff | Funktion | Bemerkung |
|---|---|---|
| Süßstoffe (z.B. Isomalt, Aspartam, Maltit) | Süßen ohne Zucker | Geringe Kalorien, Einfluss auf Blutzucker gering, teilweise abführend bei großen Mengen |
| Pflanzenkohle, Zuckerkulör | Färbung | Pflanzenkohle ist nicht löslich und färbt intensiv schwarz |
| Lecithin | Emulgator | Stabilisiert Konsistenz, meist aus Soja gewonnen |
| Palmöl | Textur und Haltbarkeit | Palmöl-Fragen zur Nachhaltigkeit beachten, Hersteller setzt zertifiziertes Palmöl ein |
Süßstoffe: Typen, Besonderheiten und mögliche Nebenwirkungen
Aspartam besteht aus den beiden Eiweißbausteinen (Aminosäuren) Asparaginsäure und Phenylalanin. Die weißen Kristalle schmecken etwa 200-mal süßer als Haushaltszucker (Saccharose), verlieren ihre Süßkraft jedoch bei großer Hitze und in Gegenwart von Säuren. Aspartam wird durch chemische Reaktion aus Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol hergestellt. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge beträgt 40 mg pro kg Körpergewicht. Menschen, die unter der seltenen Krankheit Phenylketonurie leiden, dürfen das im Aspartam enthaltene Phenylalanin nur im begrenzten Umfang aufnehmen. Die eventuelle Gefährlichkeit von Aspartam ist in den letzten Jahren immer wieder kontrovers diskutiert worden.
Isomalt ist ein Gemisch aus zwei Stoffen, die chemisch zu den Zuckeralkoholen gehören. Seine Süßkraft ist etwa halb so groß wie die des Haushaltszuckers (Saccharose). Im Gegensatz zu Haushaltszucker ist für die Verwertung des Isomalts im menschlichen Stoffwechsel aber kein Insulin nötig. In der Lebensmittelindustrie wird Isomalt insbesondere für energiereduzierte Lebensmittel eingesetzt. Aufnahmemengen über 20-30 g können abführend wirken und zu Blähungen führen.
Das aus Stärke hergestellte Maltit gehört chemisch ebenfalls zu den Zuckeralkoholen. Es hat einen reinen Süßgeschmack und etwa 60-90 % der Süßkraft des Zuckers. Auch sein Energiegehalt ist mit etwa 2,4 kcal/g etwas geringer als der des Zuckers. Für die Verwertung reinen Maltits ist im menschlichen Stoffwechsel kein Insulin nötig. Sie verhindern das Austrocknen von Lebensmitteln. Bei Tagesdosen über 30 bis 50 g bei Erwachsenen und 20 g bei Kindern können Durchfälle oder Blähungen auftreten.
Pflanzenkohle und Zuckerkulör: Färbung und Herkunft
Pflanzenkohle ist das klassische Schwarzpigment der Malerei. Sie besteht zu mindestens 95 % aus reinem Kohlenstoff und wird häufig zur Schwarzfärbung von Lakritz eingesetzt. Im Unterschied zu löslichen Farbstoffen wird das Pigment Pflanzenkohle nicht gelöst, sondern fein verteilt. Sie wird durch unvollständiges Verbrennen (Verkohlung) von Holz, Torf, Kokosnussschalen oder anderen pflanzlichen Materialien gewonnen.
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Zuckerkulör entsteht, wenn Haushaltszucker, Glucose, Fructose oder Invertzucker unter Temperaturzufuhr und mit Reaktionsbeschleunigern auf 120 bis 150 °C erhitzt werden. Es gibt unterschiedliche Arten wie Ammoniak-Zuckerkulör, bei denen Ammoniumverbindungen zum Einsatz kommen. Diese Stoffe dienen primär der optischen Gestaltung und sind in den gesetzlich zugelassenen Mengen unbedenklich.
Emulgator Lecithin: Technologie und Gesundheitswert
Lecithin kommt in jeder lebenden Zelle vor. Als natürlicher fettähnlicher Stoff gehört es zur Gruppe der Phospholipide. Es ist ein wichtiger Baustein der Zellwände, beeinflusst den Transport von Fetten und Cholesterin im Blut und wirkt als Bestandteil der Gallenflüssigkeit an der Fettverdauung mit. Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett- und Wasser-Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. In der Lebensmittelindustrie wird Lecithin meist aus Sojabohnen, aber auch aus Sonnenblumen, Raps, Mais oder Eigelb gewonnen.
Welche Zusatzstoffe und Allergene können enthalten sein?
Bei Sallos Lakritz ohne Zucker wird darauf geachtet, dass keine Allergene wie Gluten oder Laktose enthalten sind. Dieses Produkt ist glutenfrei und laktosefrei - basierend auf Analyse der Verpackungsangaben. Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind glutenfrei, Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer enthalten Gluten. Glutenunverträglichkeit ist eine Autoimmunerkrankung, die den Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln problematisch macht.
Laktose, auch Milchzucker, ist in Milch und ihren Produkten enthalten. Menschen mit Laktoseintoleranz können Laktose nicht abbauen und leiden daher nach dem Genuss unter Beschwerden wie Völlegefühl, Krämpfen und Durchfall. Werden im Herstellungsprozess keine Standardformulierungen zum Laktose- und Glutengehalt verwendet, oder sind sie unvollständig, kann die Einschätzung jedoch falsch sein.
Vegane und vegetarische Aspekte: Was ist mit tierischen Inhaltsstoffen?
Ob Sallos Lakritz ohne Zucker vegan oder vegetarisch ist, lässt sich nicht immer abschließend klären, da dies von der Herstellung abhängt und die Daten zum Teil unvollständig oder widersprüchlich sind. Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise, bei der auf alle tierischen Produkte und deren Bestandteile verzichtet wird. Auch Vegetarismus verzichtet auf Fleisch und Fisch, jedoch können u.a. Milch, Eier oder Honig Bestandteil sein.
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Informationen zum Vegan- oder Vegetarisch-Status sind auf den Verpackungen nicht immer eindeutig angegeben. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, unmittelbar beim Hersteller nachzufragen.
Palmöl und Nachhaltigkeit: Umweltrelevanz bei Sallos ohne Zucker
In Sallos Lakritz ohne Zucker kann Palmöl als pflanzliches Fett enthalten sein. Deutschland verbraucht pro Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl, vor allem für Biodiesel, aber auch in Lebensmitteln, und rund jedes zweite Supermarktprodukt enthält Palmöl. Die Firma Katjes setzt 100 % zertifiziertes Palmöl ein. Allerdings werden für den Anbau von Ölpalmplantagen häufig Regenwälder gerodet, mit gravierenden Folgen für Umwelt und Artenvielfalt.
Ökologisch nachhaltiges Palmöl ist noch selten. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) zertifiziert zwar Anbauflächen, doch gibt es Kritik an der Wirksamkeit und Überwachung dieser Zertifizierung. Wer Wert auf nachhaltige Produkte legt, sollte explizit auf Siegel achten und bei den Herstellern nachfragen.
Gesundheitliche Aspekte von Lakritz und Süßholzwurzel
Das wichtigste medizinisch wirksame Inhaltsstoff der Süßholzwurzel ist Glycyrrhizin. Der in der Süßholzpflanze enthaltene Pflanzenstoff Glycyrrhizin weist eine 50-fach höhere Süßkraft auf als klassischer Haushaltszucker. Glycyrrhizin kann - in zu großer Menge konsumiert - jedoch die Gesundheit beeinträchtigen. Im Körper wird es zu Glycyrrhetinsäure umgebaut, die den Mineralstoffhaushalt stören kann. Die Folgen sind erhöhter Blutdruck, Muskelschwäche und Wassereinlagerungen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, nicht mehr als 100 mg Glycyrrhizin pro Tag zu konsumieren. Bei Kindern sollte die aufgenommene Menge noch niedriger sein.
Auch Ammoniumchlorid (Salmiak) wird in Lakritzprodukten eingesetzt. Produkte mit mehr als 20 g Salmiak pro Kilogramm müssen entsprechend gekennzeichnet werden - höhere Dosen können zu Übelkeit, Erbrechen oder neurologischen Beschwerden führen.
| Lakritztyp | Empfohlene Höchstmenge/Tag | Glycyrrhizin | Salmiak |
|---|---|---|---|
| Kinderlakritz | bis zu 100 g | gering | < 0,2 g/100 g |
| Erwachsenenlakritz | < 50 g | 0,2 g/100 g | > 20 g/kg |
| Starklakritz | max. 25 g | 0,4 g/100 g | 44,9-79,9 g/kg |
Für wen ist Sallos Lakritz ohne Zucker geeignet?
- Diabetiker oder Personen, die Zucker meiden möchten, profitieren vom Verzicht auf Haushaltszucker.
- Personen mit Gluten- oder Laktoseintoleranz können Sallos ohne Zucker in der Regel problemlos genießen.
- Bei Unsicherheiten bezüglich veganer oder vegetarischer Zutaten ist eine Rückfrage beim Hersteller ratsam.
- Bestimmte Personengruppen (Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangere) sollten Lakritz wegen Glycyrrhizin nur in Maßen konsumieren.
Sallos Lakritz ohne Zucker: Genuss mit Verantwortung
Trotz ihrer vielen gesundheitlichen Vorteile sollte Lakritz stets verantwortungsvoll genossen werden. Besonders bei zuckerfreiem Lakritz ist auf die Menge der konsumierten Süßstoffe zu achten, da übermäßiger Verzehr abführend wirken kann. Die schwarze Leckerei bietet mit ihren zahlreichen Geschmacksvarianten als Genussmittel ein vielfältiges Spektrum, das - bei richtiger Wahl und Dosierung - nicht nur regionales Kulturgut, sondern auch eine Bereicherung für ernährungsbewusste Lebensweisen ist.
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