Esterházy Torte Rezept – Traditionelles Backen mit Christina

Die Esterházy Torte ist ein köstlicher Klassiker aus der österreichisch-ungarischen Konditorei und wurde nach der ungarischen Adelsfamilie Esterházy benannt. Dieses festliche Dessert besteht aus mehreren hauchdünnen Nussbaiser-Böden, bekannt als Japonaise-Böden, die mit einer zarten Vanillepudding-Buttercreme gefüllt sind. Obenauf kommt eine feine Marzipanschicht mit dem typischen Spinnenweb-Muster aus dunkler Glasur.

Zutaten der Esterházy Torte

Böden (Esterházy-Masse)

  • 5 Eiweiß
  • 150 g Zucker
  • 160 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
  • Etwas Mehl
  • Prise Salz

Creme

  • 250 g Butter, weich
  • 1/4 l Milch
  • 70 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 20 g Stärke oder Vanillepuddingpulver
  • Optional: ein Schuss Kirschwasser oder anderer Likör

Dekor

  • 2 EL Marillenmarmelade
  • Ca. 100 g Fondant
  • Schokolade zum Verzieren
  • Geröstete Mandelblättchen
Esterházy Torte mit Spinnenweb-Muster und Marzipandecke

Herstellung der Esterházy Böden (Japonaise-Böden)

  1. Backrohr auf 160 bis 165 °C Umluft vorheizen.
  2. Fünf Kreise mit ca. 24 cm Durchmesser auf Backpapier aufzeichnen (Teller als Vorlage nutzen).
  3. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Zucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt und fast Spitzen bildet.
  4. Gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln), Mehl und Puderzucker vorsichtig unterheben, damit die Luftigkeit erhalten bleibt.
  5. Die Masse dünn (circa 0,5 cm) auf die vorbereiteten Backpapierkreise streichen.
  6. Die Böden nacheinander im Ofen backen, bei leicht geöffneter Backofentür, für 8-12 Minuten, bis sie leicht goldbraun sind.
  7. Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.

Tipp: Das Backpapier mit etwas zerlassener Butter bestreichen, so lässt sich der Baiser nach dem Backen leichter ablösen.

Zubereitung der Buttercreme mit Vanillepudding

  1. Etwa 250 ml Milch mit Zucker und Vanillezucker in einem Topf verrühren und aufkochen.
  2. In einer separaten Schüssel Eigelbe mit Stärke oder Vanillepuddingpulver glatt rühren und vorsichtig mit etwas heißer Milch temperieren.
  3. Eigelbmasse unter ständigem Rühren in die kochende Milch geben und einmal kräftig aufkochen, bis die Masse eindickt.
  4. Den Pudding durch ein Sieb streichen, direkt mit Frischhaltefolie bedecken, damit keine Haut entsteht, und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
  5. Inzwischen Butter in einer Rührschüssel etwa 5 Minuten schaumig schlagen, bis sie hell und luftig ist.
  6. Den abgekühlten Pudding esslöffelweise unter die Butter rühren, bis eine glatte Buttercreme entsteht.
  7. Nach Belieben mit Kirschwasser oder Mandellikör verfeinern.

Schichtung und Fertigstellung der Torte

  1. Die abgekühlten Japonaise-Böden vorsichtig vom Backpapier lösen.
  2. Einen Boden auf eine Tortenplatte legen und mit etwa einem Fünftel der Buttercreme bestreichen.
  3. Die restlichen Böden und Creme schichtweise aufsetzen und dabei die Creme komplett verwenden.
  4. Die Tortenränder mit etwas Creme bestreichen und mit gerösteten Mandelblättchen oder Haselnusskrokant dekorieren.
  5. Die Oberfläche dünn mit Marillenmarmelade bestreichen.
  6. Fondant vorsichtig auf Körpertemperatur (ca. 35-40 °C) erwärmen und auf die Marmeladenschicht gießen, zügig mit einer Palette glatt streichen.
Schichten der Esterházy Torte mit Buttercreme

Verzierung mit dem typischen Spinnenweb-Muster

  1. Etwas Fondant mit Kakao vermischen und in einen kleinen Papierkegel (Stanitzel) füllen.
  2. Querstreifen mit der dunklen Schokolade im gleichen Abstand auf die weiße Fondantschicht spritzen.
  3. Mit einem Messerrücken oder Zahnstocher Linien von außen nach innen ziehen, sodass das typische "Spinnenweb-Muster" entsteht.
  4. Torte etwa 20 Minuten kalt stellen, damit die Glasur aushärtet.
Spinnenweb-Muster auf Esterházy Torte

Zusatztipps und Wissenswertes zur Esterházy Torte

  • Die Esterházy Torte schmeckt oft am besten, wenn sie mindestens über Nacht im Kühlschrank ruht, damit sich die Buttercreme gut mit den Böden verbinden kann.
  • Die Schichtung und das sorgfältige Backen der hauchdünnen Böden sind entscheidend für die typische zarte Konsistenz der Torte.
  • Die Butter muss beim Einrühren der Creme Zimmertemperatur haben, sonst gerinnt die Buttercreme.
  • Für Schnitte werden rechteckige Böden gebacken und geschichtet, ideal für leichteres Portionieren beim Servieren.
  • Bei Verwendung von Heißluft können mehrere Bleche gleichzeitig gebacken werden; die Backzeit sollte genau beobachtet werden, da die Böden sehr dünn sind und schnell braun werden.
  • Die Buttercreme hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche und kann auch eingefroren werden.

Historischer Hintergrund

Die Esterházy Torte wurde im 19. Jahrhundert in Budapest erfunden und ist eng mit der österreichisch-ungarischen Adelskultur verbunden. Sie galt als Festtagstorte und hebt sich durch ihre feinen Nussböden und die sanfte Buttercreme von anderen Torten ab.

Historische Postkarte aus Budapest

Alternative Füllungen und Dekoration

Neben der klassischen Vanillecreme kann die Buttercreme mit Kirschwasser, Mandellikör oder Rum verfeinert werden. Marzipanrohmasse eignet sich hervorragend für die oberste Schicht. Einige Variationen nutzen statt Haselnüssen auch Walnüsse in den Böden.

Video-Anleitung zur Herstellung der Esterházy Torte von Christina Backen

Tabellarische Übersicht: Zutaten und Backzeiten

Zutat Menge Verwendung
Eiweiß 5 Stück Japonaise-Böden
Zucker 150 g Japonaise-Böden und Creme
Haselnüsse gerieben 160 g Böden
Butter 250 g Buttercreme
Milch 250 ml Pudding für die Creme
Stärke oder Puddingpulver 20 g Für Pudding
Marillenmarmelade 2 EL Glasur vor Fondant
Fondant ca. 100 g Deckschicht / Verzierung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange muss die Esterházy Torte ruhen?

Mindestens eine Nacht im Kühlschrank, damit die Buttercreme durchzieht und die Torte beim Schneiden stabil bleibt.

Lesen Sie auch: Esterházy-Torte Rezept

Kann ich die Torte vorbacken?

Ja, die Torte schmeckt sogar besser, wenn die Böden und die Creme einige Tage durchgezogen sind. Backe die Böden am Vortag und dekoriere die Torte erst am Serve-Tag.

Wie gut eignet sich die Buttercreme für das Überziehen mit Fondant?

Die Creme lässt sich durch eine dünne Ganache-Schicht gut für Fondant vorbereiten, die sorgt für Stabilität und schützt vor Feuchtigkeit.

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