Englischer Biskuit: Warme Varianten für jeden Geschmack

Der englische Biskuit, auch bekannt als Sponge Cake, ist ein Klassiker der britischen Küche, der sich durch seine Vielseitigkeit und seinen luftig-leichten Charakter auszeichnet. Ob als Basis für eine festliche Torte, als Beilage zum Nachmittagstee oder als warmes Dessert - der Biskuit bietet unzählige Möglichkeiten, ihn zu genießen. In diesem Artikel werden verschiedene warme Varianten des englischen Biskuits vorgestellt, die sowohl traditionelle als auch moderne Einflüsse berücksichtigen und für jeden Geschmack etwas bieten.

Der Klassische Victoria Sponge Cake: Ein königlicher Genuss

Der Victoria Sponge Cake ist wohl die bekannteste Variante des englischen Biskuits. Benannt nach der englischen Königin Victoria, die diesen Kuchen täglich zu ihrem Fünf-Uhr-Tee genoss, besteht er aus zwei Schichten Biskuit, die mit Buttercreme und Erdbeermarmelade gefüllt sind.

Zutaten für den Biskuit:

  • 230 g Weizenmehl
  • 150 g Zucker
  • 250 ml Wasser
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Vanilleschote
  • 6 EL Albaöl (aromatisiertes Rapsöl, das nach Butter schmeckt)

Zutaten für die Buttercreme:

  • 225 g Alsan (vegane Butter)
  • 300 - 400 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 2 EL Pflanzenmilch (Soja oder Mandel)

Zutaten für die Füllung:

  • 4 - 5 EL Erdbeermarmelade
  • Beeren nach Wahl (z.B. Erdbeeren)

Zubereitung:

  1. Für den Biskuit alle Zutaten in einer Rührschüssel mit einem Handrührgerät oder der Küchenmaschine zu einem klumpenfreien Teig verarbeiten. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform (25 cm Durchmesser) füllen und ca. 20 Minuten backen. Anschließend aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen.
  2. Für die Buttercreme die zimmerwarme Butter in eine Rührschüssel geben und ca. 2 Minuten lang cremig und fluffig schlagen. Nach und nach den Puderzucker, das Vanilleextrakt und die Pflanzenmilch hinzufügen und verrühren, bis eine homogene Creme entsteht.
  3. Den ausgekühlten Biskuitboden waagerecht halbieren. Den unteren Teil auf eine Tortenplatte setzen und mit einem Drittel der Buttercreme bestreichen. Die Erdbeermarmelade auf der Buttercreme verteilen.
  4. Den zweiten Boden aufsetzen und mit dem zweiten Drittel der Buttercreme bestreichen. Die restliche Buttercreme in kleinen Rosetten auf die Kuchenplatte spritzen. Mit frischen Beeren dekorieren.

Vegane Biskuit-Varianten: Genuss ohne Ei

Auch für Veganer gibt es köstliche Biskuit-Varianten, die dem Original in nichts nachstehen. Eine beliebte Methode ist die Verwendung von Aquafaba, dem Kichererbsenwasser, als Eiersatz.

Vegane Victoria Sponge Cake:

Ein veganer Biskuitboden ist die Grundlage für diese vegane Variante des Klassikers aus England! Der vegane Biskuitboden hat eine besonders samtige Textur und eignet sich somit hervorragend als Ei-freie Grundlage für den klassischen „Victoria Sponge Cake“. Diese vegane Variante des Klassikers enthält zwei Schichten Vanille-Biskuit ohne Ei, die mit Holunderblütensirup getränkt werden. Alternativ kann man eine Milch oder einen anderen Sirup nach Wahl verwenden. Eine fruchtige Erdbeermarmelade dient als Füllung. Anstelle einfacher Sahne wird eine Sahne-Mascarpone-Creme verwendet, da diese etwas stabiler ist.

Zutaten für den veganen Eischnee:

  • 60 g Aquafaba (kalt)
  • 45 g Zucker
  • ⅓ TL Cream of Tartar

Zutaten für den veganen Biskuit:

  • 235 g Weizenmehl
  • 25 g Speisestärke
  • 140 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 6,5 g Backpulver
  • ¼ TL Natron
  • ¼ TL Salz
  • 80 g Öl
  • 245 g Sojamilch
  • 1 TL Apfelessig
  • ½ Fläschchen Buttervanille-Aroma

Zutaten für die Mascarpone-Sahne-Creme:

  • 185 g Vegane Mascarpone
  • 150 g Vegane Sahne-Vollfett
  • 2 TL SanApart
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

Zutaten für die Fertigstellung:

  • 5 TL Erdbeermarmelade
  • Sirup nach Wahl oder Sojamilch
  • Erdbeeren

Zubereitung:

  1. Den Boden der Springformen mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für den veganen Eischnee das kalte Aquafaba in eine nicht zu große Schüssel geben und mit dem Handmixer mixen, bis sich etwas Schaum an der Oberfläche bildet. Den Zucker mit dem Cream of Tartar in einer Schüssel vermischen, zu dem Aquafaba hinzufügen und auf hoher Geschwindigkeit steif schlagen.
  3. Für den veganen Biskuit das Mehl, die Speisestärke, das Backpulver und das Natron in eine Schüssel sieben. Den Zucker, den Vanillezucker und das Salz hinzufügen und gut miteinander vermischen. In einer separaten Schüssel das Öl, die Sojamilch, den Apfelessig und das Buttervanille-Aroma miteinander vermischen. Die feuchten Zutaten zu den trockenen Zutaten hinzufügen und kurz zu einem glatten Teig vermischen. Den veganen Eischnee in 2-3 Portionen vorsichtig unter den Teig heben.
  4. Den Teig gleichmäßig in die Backformen aufteilen und für 20-25 Minuten backen. Mit einer Stäbchenprobe testen, ob die Kuchen durchgebacken sind. Nach der Backzeit die Tortenböden vollständig abkühlen lassen und für mindestens 1,5 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  5. Für die Mascarpone-Sahne-Creme die Mascarpone, die Sahne und den Vanillezucker in eine Schüssel geben und auf mittlerer Stufe mixen. Nun das SanApart hinzufügen und die Masse auf hoher Geschwindigkeit steif schlagen. Die Creme nicht zu lange schlagen.
  6. Den ersten Tortenboden auf einen Teller setzen und mit dem Sirup oder der Sojamilch tränken. Etwas Creme entweder auf dem Tortenboden verstreichen oder Rosetten an den Rand spritzen. Erdbeerscheiben am Rand bzw. auf den Rosetten platzieren und in die Mitte die Erdbeermarmelade geben. Die Unterseite des zweiten Tortenbodens ebenfalls tränken, auf den ersten Tortenboden setzen und vorsichtig etwas andrücken. Den zweiten Tortenboden mit Creme bestreichen und Erdbeerhälften am Rand platzieren.

Chai Latte Biskuitrolle: Ein winterlicher Genuss

Für Liebhaber von würzigen Aromen ist die Chai Latte Biskuitrolle eine ideale Wahl. Der Biskuit wird mit Chai-Tee-Gewürzen verfeinert und mit einer cremigen Buttercreme gefüllt.

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Zutaten:

  • Glutenfreies Mehl und Stärke zu gleichen Teilen
  • Eier
  • Zucker
  • Backpulver
  • Inhalt eines Beutels Chaitee
  • Weiche Butter
  • Kondensmilch

Zubereitung:

  1. Ofen auf 160 °C vorheizen. Trockene Zutaten (Mehl, Stärke, Backpulver, Inhalt eines Beutels Chaitee) in eine Schüssel einwiegen.
  2. Eier trennen und Eiweiß und Eigelb in 2 separate Schüsseln geben. Sowohl zum Eigelb und zum Eiweiß kommen jeweils 50g Zucker. Beides wird mit dem Handrührgerät und/oder der Küchenmaschine schaumig aufgeschlagen.
  3. Nun das Eigelb zum Eiweiß geben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben. Ist alles halbwegs gut vermischt werden die trockenen Zutaten dazu gegeben. Und zwar durch ein Sieb. Was nicht durch das Sieb passt, auch nicht durchdrücken. Wir wollen keine Klumpen im Teig.
  4. Nun wieder vorsichtig mit dem Teigschaber unterheben. Ein kleines Backblech (ca. 20×30 cm) mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verstreichen. Im vorgeheizten Ofen nun für 12-14 Minuten backen.
  5. Ein Küchenhandtuch ausbreiten und leicht mit Zucker bestreuen. Den Biskuitteig vorsichtig darauf stürzen und das Backpapier vorsichtig entfernen. Die Rückseite ebenfalls leicht mit Zucker bestreuen. Nun den Teig fest aufrollen und die Rolle zum Auskühlen zur Seite legen.
  6. In der Zwischenzeit die Buttercreme herstellen. Dazu die weiche Butter mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen. Dann die Kondensmilch und den Tee unter Rühren unterheben.
  7. Ist die Rolle vollständig erkaltet, können wir sie vorsichtig entrollen und mit der Füllung bestreichen. Wieder fest aufrollen und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Vor dem Servieren mit der restlichen Buttercreme bestreichen oder mit geschlagener Sahne verzieren.

Trifle: Die Schichtspeise aus England

Trifle ist ein englisches Dessert, das aus verschiedenen Schichten besteht. Traditionell werden Biskuit, Früchte, Creme und Alkohol geschichtet. Es gibt unzählige Variationen, die je nach Geschmack und Saison angepasst werden können.

Zutaten:

  • Biskuitwürfel (oder Kuchenreste, Kekse, Löffelbiskuits)
  • Orangenlikör oder Sherry, Brandy, Whisky (alkoholfreie Alternative: Fruchtsaft)
  • Himbeerkonfitüre
  • Vanillepudding
  • Sahne
  • Erdbeeren und Blaubeeren gemischt (oder andere Früchte)

Zubereitung:

  1. Den Biskuit in ca. 3 cm große Würfel schneiden.
  2. Einen Vanillepudding nach Packungsanleitung zubereiten und warmhalten.
  3. Die Sahne cremig aufschlagen.
  4. Die Erdbeeren und Blaubeeren waschen und die Erdbeeren in Stücke schneiden. Ein paar Früchte für die Deko beiseitelegen.
  5. Schichte jetzt jeweils die Hälfte der Zutaten in dieser Reihenfolge in eine große Glasschüssel: Biskuitwürfel, Likör oder Orangensaft, Himbeerkonfitüre, Vanillepudding, Sahne, Früchte. Wiederhole dies mit der zweiten Hälfte der Zutaten.
  6. Belege das Trifle zum Schluss mit den beiseite gelegten Früchten und streu zur Deko ein paar Schokospäne drüber (optional).
  7. Das Trifle muss jetzt noch für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank. Am besten schmeckt es am nächsten Tag, weil es dann erst so richtig gut durchgezogen ist.

Scones: Das perfekte Gebäck zum Tee

Scones sind ein traditionelles englisches Gebäck, das oft zum Nachmittagstee serviert wird. Sie sind einfach zuzubereiten und können sowohl süß als auch herzhaft zubereitet werden.

Zutaten:

  • Weizenmehl
  • Butter (kalt)
  • Zucker
  • Ei
  • Backpulver
  • Joghurt
  • Salz

Zubereitung:

  1. Mehl, Backpulver, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen.
  2. Kalte Butter in kleinen Stücken hinzufügen und mit den Fingern oder einem Teigmesser unter die Mehlmischung reiben, bis eine krümelige Masse entsteht.
  3. Ei und Joghurt hinzufügen und kurz verkneten, bis ein Teig entsteht.
  4. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2,5 cm dick ausrollen und mit einem Ausstecher oder einem Glas Kreise ausstechen.
  5. Die Scones auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit Eigelb bestreichen.
  6. Im vorgeheizten Ofen bei 190 °C ca. 15 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.

Englische Desserts: Mehr als nur Trifle

Die englische Küche hat mehr zu bieten als nur Fish and Chips. Auch die Dessert-Vielfalt ist beeindruckend. Neben Trifle gibt es noch viele weitere köstliche Optionen wie Crumbles, Pies und Eton Mess.

Crumbles:

Crumbles sind ein einfaches Dessert aus Obst und Streuseln. Besonders beliebt ist der Apple Crumble, der warm mit Vanillesoße oder Eis serviert wird.

Pies:

Pies sind ein typisch britisches Gericht, das in süßen und herzhaften Varianten zubereitet werden kann. Bekannte Beispiele sind Shepherd's Pie, Apple Pie und Banoffee Pie.

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Eton Mess:

Eton Mess ist ein Dessert aus zerbröseltem Baiser, Sahne und Früchten. Es ist schnell zubereitet und eignet sich perfekt für spontane Genussmomente.

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