Engelsaugen Rezept ohne Zucker: Ein Genuss für die Weihnachtszeit (und darüber hinaus)

Engelsaugen, auch bekannt als Husarenkrapfen, sind ein Klassiker in der Weihnachtsbäckerei. Dieses Rezept präsentiert eine zuckerfreie Variante, die den traditionellen Geschmack beibehält, aber auf raffinierten Zucker verzichtet. Damit sind sie eine tolle Alternative für alle, die auf ihren Zuckerkonsum achten möchten oder müssen, ohne auf den Genuss von Weihnachtsplätzchen zu verzichten. Ob für Babys mit erster Fingerfood-Erfahrung, gesundheitsbewusste Erwachsene oder einfach nur Liebhaber leckerer Kekse - diese Engelsaugen sind für jeden etwas.

Warum zuckerfreie Engelsaugen?

Ein übermäßiger Konsum von Industriezucker ist nachweislich schädlich für die Gesundheit. Er kann zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Gerade in der Weihnachtszeit, in der viele süße Leckereien locken, ist es sinnvoll, auf zuckerarme Alternativen zurückzugreifen. Diese Engelsaugen ohne Zucker sind eine köstliche Möglichkeit, die Weihnachtszeit zu genießen, ohne die Gesundheit zu gefährden.

Zutaten und Zubereitung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Engelsaugen ohne Zucker zuzubereiten. Hier werden zwei Varianten vorgestellt: eine mit Dinkelmehl und Xylit/Birkenzucker und eine weitere mit Dinkelmehl, Haselnüssen und Xylit/Birkenzucker.

Variante 1: Engelsaugen mit Dinkelmehl und Xylit/Birkenzucker

Zutaten:

  • 240 g Dinkelmehl
  • 150 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 75 g Xylit/Birkenzucker
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Eine Prise Salz
  • Zuckerfreie Marmelade zum Befüllen (Erdbeer, Aprikose, Himbeere, etc.)
  • Etwas Puder-Erythrit zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Das Mehl mit der Butter, Eigelb, Xylit/Birkenzucker, gemahlener Vanille, Zitronenabrieb und Salz in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen und für ca. 1-2 Stunden kühlen.
  3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  4. Aus dem Teig kleine Kugeln formen und mit etwas Abstand auf das Backpapier setzen.
  5. Mit dem Ende eines Kochlöffels jeweils ein Loch in jede Kugel bohren (nicht durchbohren).
  6. Die Teigrohlinge im heißen Ofen ca. 15 Minuten backen.
  7. Nach dem Backen die Plätzchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  8. In der Zwischenzeit die Konfitüre in einem kleinen Topf erwärmen und anschließend mit einem Löffel in die Mulden der Plätzchen füllen.
  9. Nach dem Abkühlen mit Puder-Erythrit bestäuben.

Variante 2: Schokoladige Engelsaugen mit Haselnüssen und Xylit/Birkenzucker

Zutaten:

  • 250 g Dinkelmehl
  • 80 g gemahlene Haselnüsse
  • 225 g Butter
  • 3 Eigelb
  • 110 g Xylit/Birkenzucker
  • 2 TL gemahlene Vanille
  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL Nelke gemahlen
  • 20 g Backkakao
  • 1 Fläschchen Rumaroma
  • Eine Prise Salz
  • Zuckerfreie Marillenmarmelade zum Befüllen (optional: Himbeermarmelade, Nuss-Nougat-Creme, etc.)
  • Etwas Puder-Erythrit zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Das Mehl mit der Butter, Nüssen, Eigelb, Xylit/Birkenzucker, gemahlener Vanille, Backkakao, Rumaroma, Zimt, Nelke und Salz in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen und für ca. 1-2 Stunden kühlen.
  3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  4. Aus dem Teig kleine Kugeln formen und mit etwas Abstand auf das Backpapier setzen.
  5. Mit dem Ende eines Kochlöffels jeweils ein Loch in jede Kugel bohren (nicht durchbohren).
  6. Die Teigrohlinge im heißen Ofen ca. 15 Minuten backen.
  7. Nach dem Backen die Plätzchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  8. In der Zwischenzeit die Konfitüre in einem kleinen Topf erwärmen und anschließend mit einem Löffel in die Mulden der Plätzchen füllen.
  9. Nach dem Abkühlen mit Puder-Erythrit bestäuben.

Tipps und Variationen

  • Süßen: Anstatt Xylit oder Birkenzucker können auch andere Zuckerersatzstoffe wie Erythrit oder Stevia verwendet werden. Auch die Verwendung von Obstmus oder pürierten Datteln ist möglich, um eine natürliche Süße zu erzielen.
  • Mehl: Wer kein Dinkelmehl verwenden möchte, kann auch Weizenmehl (Type 1050) oder eine Mischung aus verschiedenen Mehlsorten verwenden. Für eine noch gesündere Variante kann ein Teil des Mehls durch gemahlene Nüsse ersetzt werden.
  • Füllung: Anstatt zuckerfreier Marmelade können die Engelsaugen auch mit zuckerfreier Nuss-Nougat-Creme, Obstmus oder selbstgemachtem Chiasamen-Gelee gefüllt werden.
  • Teig: Für einen besonders zarten Teig kann ein Teil der Butter durch Quark oder Joghurt ersetzt werden.
  • Vegane Variante: Für eine vegane Variante können die Eier durch Apfelmus oder Leinsamenmehl ersetzt werden. Die Butter kann durch eine vegane Margarine ersetzt werden.
  • Aromen: Der Teig kann nach Belieben mit verschiedenen Aromen wie Zitronen- oder Orangenabrieb, Mandelaroma oder Gewürzen wie Zimt, Nelken oder Kardamom verfeinert werden.
  • Aufbewahrung: Die Engelsaugen sollten in einer luftdichten Dose an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. So bleiben sie mehrere Wochen frisch.

Zuckerfreie Marmelade selber machen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Marmelade für die Engelsaugen auch selbst zubereiten. Hierfür eignen sich frische oder tiefgekühlte Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Aprikosen oder Johannisbeeren. Die Früchte werden mit etwas Wasser und einem Süßungsmittel nach Wahl (z.B. Xylit, Erythrit oder Stevia) aufgekocht und anschließend püriert. Für eine festere Konsistenz kann etwas Johannisbrotkernmehl oder Chiasamen hinzugefügt werden. Die selbstgemachte Marmelade ist nur bedingt haltbar und sollte schnell aufgebraucht oder sterilisiert werden.

Engelsaugen backen mit Kindern

Das Backen von Engelsaugen ist eine tolle Aktivität für die ganze Familie. Kinder können beim Abwiegen der Zutaten, beim Teig kneten und beim Ausstechen der Plätzchen helfen. Besonders viel Spaß macht es den Kleinen, die Mulden mit Marmelade zu füllen. So werden die Engelsaugen zu einem gemeinsamen Projekt und die Vorfreude auf Weihnachten steigt.

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Fazit

Engelsaugen ohne Zucker sind eine köstliche und gesunde Alternative zu herkömmlichen Weihnachtsplätzchen. Sie lassen sich leicht zubereiten und können nach Belieben variiert werden. Ob für Kinder, Erwachsene oder gesundheitsbewusste Genießer - diese zuckerfreien Engelsaugen sind ein Genuss für jeden. Mit diesem Rezept können Sie die Weihnachtszeit ohne schlechtes Gewissen genießen und Ihre Lieben mit selbstgebackenen Köstlichkeiten verwöhnen. Und das Beste daran: Plätzchen oder Kekse gehen doch eigentlich immer! Also, worauf warten Sie noch? Ran an den Teig und viel Spaß beim Backen!

Zusätzliche Informationen

Es ist wichtig zu beachten, dass auch Zuckerersatzstoffe wie Xylit und Erythrit in großen Mengen abführend wirken können. Daher sollten sie nur in Maßen konsumiert werden.

Die hier genannten Nährwerte sind Schätzungen und können je nach verwendeten Zutaten variieren.

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