Drip auf Torte anbringen – Schritt-für-Schritt Anleitung
Drip Cakes sind derzeit extrem beliebt und die Suche nach Drip Cake allein auf Google generiert satte 54 Mio. Ergebnisse. Genau deshalb lohnt es sich, die Technik zu beherrschen: Mit lediglich zwei Zutaten könnt ihr einen genialen Guss herstellen, der sich zu DER Torten- und Kuchendekoration überhaupt entpuppt hat.
Was ist ein Drip und welche Glasuren eignen sich?
Für einen Drip sind sie hervorragend geeignet: Candy Melts, Ganache, fertige Drips, Schokolade und Royal Icing. Candy Melts sind eine Fettglasur, die ähnlich wie weiße Schokolade schmeckt und sich verhält, sie sind aber nicht mit Kakaobutter sondern mit pflanzlichen Fetten hergestellt.
Eine sehr einfache Möglichkeit eine Masse für den Drip zu machen ist Ganache, hergestellt aus Candy Melts oder Kuvertüre, Sahne und Butter. Die Butter gibt der Glasur den strahlenden Glanz.
Vor- und Nachteile der Materialien
- Schokolade: Ein Drip mit Schokolade ist unglaublich lecker, nur hat die Schokolade den Nachteil, dass sie temperiert werden muss.
- Candy Melts: Sie werden einfach nur erhitzt und sind einsatzbereit. Ein wenig unterschiedlich verhalten sich die Melts von den verschiedenen Herstellern.
- Royal Icing: Im Gegensatz zu allen anderen Glasuren lässt sich das Royal Icing nicht von der Temperatur der Torte beeindrucken, es stockt also nicht wenn es kalt wird.
- Fertige Fondantglasur/Schmelzfondant: Die Glasur härtet nach der Verarbeitung aus und behält nach dem Auskühlen einen schönen Glanz.
Grundrezept Ganache-Drip (einfach und bewährt)
Die erwärmte Sahne sollte nicht kochen, sondern nur erhitzt werden, damit sie sich optimal mit der Schokolade verbindet. Kocht die Sahne auf und nehmt sie von der Kochstelle. Jetzt rührt die Candy Melts oder die gehackte Schokolade in die Sahne. Anschließend noch die Butter dazu.
Mit Hilfe eines Löffels wird die Ganache zunächst entlang des oberen Tortenrands aufgetragen. Die Temperatur des Drips ist jetzt genau richtig zum Drippen.
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Die richtige Konsistenz finden
TIPP: Je wärmer die Mischung ist, desto dünnflüßiger ist sie. Damit lassen sich dünnere Schokoladentropfen auf der Torte bilden, wie man sie für Drip Cakes benötigt. Beim Erkalten wird die Schokoglasur dickflüßiger und bildet dickere Schokotropfen auf der Torte. Spielt mit der Temperatur der Glasur und findet für euch die passende Konsistenz.
Die Glasur solle aber auch nicht zu dickflüßig sein, sonst laufen die Tropfen nicht richtig und die Glasur wird nicht schön glatt und gleichmäßig. Sie sollte nicht zu dünnflüßig sein, so dass sie nicht einfach bis zum Boden der Torte runterläuft. Macht immer eine Probe und testet die Konsistenz eurer Glasur.
Probetest vor dem Drippen
Empfehlenswert ist es, bevor es an die Torte geht, die Konsistenz Eures Drips zu testen. Dazu stellt am besten direkt mit der Torte am Vorabend ein gerades Wasserglas in den Kühlschrank. Dieses Glas ist nun Euer Testobjekt, es hat die gleiche Temperatur wie die Torte, der Drip verhält sich auf dem Glas also genau wie er sich auf der Torte verhalten wird. Stellt das Glas auf den Kopf und spritzt am Rand entlang.
Wenn die Tropfen zu lange laufen, dann wartet noch ein wenig bis Eure Masse etwas abgekühlt ist bzw. fügt bei Royal Icing ein wenig Puderzucker hinzu um es dickflüssiger zu machen. Umgekehrt, wenn die Tropfen zu schnell stocken, erwärmt Eure Masse noch bzw. fügt Eurem Royal Icing noch ein paar Tropfen Wasser hinzu.
Vorbereitung der Torte
Der Kuchen ist die Grundlage, auf dem alles passiert. Die Torte sollte hoch sein, wenn möglich mindestens 12 cm, denn auf einem hohen Kuchen wirkt der Drip einfach besser. Nach dem Auskühlen und Schneiden der Böden stellt den ersten Boden auf ein dünnes Cakeboard, das ein kleines bisschen größer als der Boden selber ist. Füllt und stapelt nun Eure Torte auf diesem Boden.
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Mit einem großen Kuchenschaber könnt Ihr nun am oberen und unteren Cakeboard entlang um den Kuchen streichen, so dass die Creme wunderbar glatt wird. Wenn die Creme außen kalt genug ist, dass sie stabil bleibt nehmt Eure Torte aus dem Kühlschrank und entfernt das obere Cakeboard. Am Besten lasst Ihr den Kuchen jetzt länger in der Kühlung, der Kuchen sollte vor dem Drippen sehr gut gekühlt sein, am Besten über Nacht.
Wie man den Drip tatsächlich aufträgt
Beim Drippen könnt Ihr eine Schmelzflasche verwenden, mit einem Löffel arbeiten oder einen Spritzbeutel nutzen. Für meine Drip Cakes fülle ich die Glasur in solche Zuckerguss Flaschen bzw. Dekorier-Stifte. Damit gelingen die Tropfen einfach viel besser und man hat mehr Kontrolle darüber, wie die Längen der Tropfen werden sollen.
- Haltet die Spitze Eurer Schmelzflasche oder Euren gefüllten Löffel an die obere Kante der Torte und drückt etwas Drip aus der Flasche bzw. lasst vorsichtig etwas Drip vom Löffel laufen.
- Je nachdem wieviel Ihr spritzt bzw. laufen lasst, desto länger wird der Tropfen an der Torte entlanglaufen und desto länger wird der Drip selber.
- Jetzt dreht Ihr die Torte immer weiter und spritzt den kompletten Rand der Torte entlang.
- Ist der Rand mit der Creme versehen wird der Rest der Oberfläche flächig bedeckt und glatt gestrichen.
Tipps für perfekte Tropfen
Je wärmer die Mischung ist, desto dünnflüssiger ist sie - für längere Tropfen. Beim Erkalten wird die Glasur dickflüssiger und bildet dickere Tropfen. Vor dem Auftragen ist es wichtig, die Ganache leicht auskühlen zu lassen. So behält die Torte ihren Stand und die Konsistenz der Creme wird etwas fester und lässt sich besser auftragen.
Die Glasur sollte nicht zu dünnflüssig sein, so dass sie bis zum Boden läuft, aber auch nicht zu dick, sonst laufen Tropfen nicht sauber. Wenn Ihr mit Eurem Drip zufrieden seid, dann wagt Euch nun an die Torte.
Nach dem Drippen: Dekoration und Finish
Als finales Topping könnt ihr euch in Sachen Früchte richtig austoben. In unserer Videoanleitung haben wir uns für ein Beerenmix-Dekor entschieden. Die Baisertuffs idealerweise immer erst vor dem Servieren auf die Torte setzen.
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Für die Zahlen habe ich diese Silikonform verwendet. Sofort mit Cupcakes, Marshmallows, Baiser und Cakesicles dekorieren.
Wichtige Zusatzhinweise
- Glasuren mit Candy Melts, Royal Icing und Schokolade werden sehr hart auf dem Kuchen und splittern schnell wenn der Kuchen angeschnitten wird. Ihr solltet Eure Torte dann mit einem heißen Messer anschneiden.
- Mit Ganache und Butter lässt sich die Glasur glänzend halten.
- Die erwärmte Sahne sollte nicht kochen, sondern nur erhitzt werden, damit sie sich optimal mit der Schokolade verbindet.
- Wenn Ihr öfter Drip Cakes machen möchtet, ist es viel einfacher, zu kalkulieren, wie der Drip auf dem Kuchen laufen wird, wenn der Kuchen kalt ist.
Praktisches Rezeptbeispiel (Kurzfassung Ganache-Drip)
| Zutat | Menge / Hinweis |
|---|---|
| Sahne | erhitzen, nicht kochen |
| Schokolade oder Candy Melts | gehackt oder Stücke in die heiße Sahne einrühren |
| Butter oder Kokosöl | für Glanz und bessere Fließfähigkeit |
Häufige Fragen kurz beantwortet
- Kann ich verschiedene Farben verwenden? Ja, ihr könnt die Glasur mit normalen Gelfarben einfärben; Ganache kann problemlos mit Pasten- oder Gelfarben eingefärbt werden.
- Was wenn der Drip zu schnell stoppt? Erwärmt die Masse noch leicht.
- Was wenn der Drip zu schnell läuft? Lasst die Masse abkühlen oder macht sie etwas dicker.
- Gelingt der Drip auf Fondant? Ja, aber auch auf Buttercreme, Ganache, Cream Cheese Frosting, Sahne- oder Moussetorten.
Viel Spaß beim Ausprobieren: Macht immer eine Probe, spielt mit der Temperatur und den Materialien und dekoriert anschließend nach Lust und Laune - Beeren, Baiser, Cakesicles oder essbares Gold verleihen dem Drip Cake den letzten Schliff.
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