Der Beste Käsekuchen der Welt: Ein Rezept, Viele Variationen

Käsekuchen - ein Klassiker, der Generationen verbindet. Ob als einfacher Kuchen für den Sonntagnachmittag oder als Krönung des festlichen Dinners, Käsekuchen erfreut sich großer Beliebtheit. Doch was macht einen wirklich guten Käsekuchen aus? Und wie gelingt er garantiert? Dieser Artikel widmet sich dem Thema Käsekuchen in all seinen Facetten, von traditionellen Rezepten bis hin zu modernen Variationen und gibt Tipps für ein perfektes Ergebnis.

Die Suche nach dem perfekten Rezept

Viele Hobbybäcker bezeichnen ihr Käsekuchenrezept als "das beste der Welt". Rezepte werden von Generation zu Generation weitergegeben und immer wieder verfeinert. So experimentierte auch ich mit dem Rezept von Tante Gertrud, reduzierte die Zuckermenge, ersetzte das Puddingpulver durch Stärke und Vanille und passte die Menge an die Größe meiner 26cm Springform an.

Käsekuchen mit oder ohne Boden?

Beim Käsekuchen scheiden sich die Geister: mit oder ohne Boden? Die traditionelle Variante setzt auf einen Mürbeteigboden, der dem Kuchen Stabilität verleiht und einen knusprigen Kontrast zur cremigen Füllung bildet. Käsekuchen ohne Boden hingegen zeichnet sich durch seine besonders cremige Konsistenz aus und ist zudem schneller zubereitet, da der Teig wegfällt.

Das Grundrezept für klassischen Käsekuchen mit Mürbeteigboden

Ein klassischer Käsekuchen besteht aus zwei Komponenten: einem Mürbeteigboden und einer Quarkfüllung.

Zutaten für den Mürbeteig:

  • 150 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g weiche Butter

Zutaten für die Quarkfüllung:

  • 1 kg Magerquark (oder 500 g Magerquark + 250 g 20% Quark für eine cremigere Variante)
  • 200 g Zucker (oder Süßstoff nach Bedarf)
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1 Vanilleschote (oder 1 Päckchen Vanillinzucker)
  • 100 ml Milch
  • 2 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 500 ml Milch
  • 2 TL Zitronenabrieb
  • 200 ml neutrales Speiseöl

Zubereitung:

  1. Mürbeteig zubereiten: Mehl, Zucker, Vanillinzucker und Salz mischen. Butter zugeben und alles zu einem Teig verkneten. Den Teig in die Springform drücken (keinen Rand hochziehen!). Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und für 12-14 Minuten bei 200 Grad (Umluft: 180 Grad) backen. Wer einen Käsekuchen mit Rand bevorzugt, kann die doppelte Menge des Mürbeteigs zubereiten.
  2. Quarkfüllung zubereiten: 100 ml der Milch mit Puddingpulver glatt rühren. Quark mit Zucker und Eiern in einer großen Schüssel verrühren. Vanilleschote längs halbieren, das Mark ausschaben und zusammen mit Zitronenabrieb und Puddingpulver-Mischung in den Quark rühren. Zuletzt die übrige Milch (500ml) und Öl unter Rühren zugeben und alles 1 Minute gut verrühren. Wichtig: Werden die Zutaten zu kurz verrührt, kann es sein, dass sich das Öl beim Backen absetzt.
  3. Backen: Backofentemperatur auf 160 Grad (Umluft: 140 Grad) reduzieren. Flüssige Quarkmasse in die heiße Springform gießen und für ca. 70 Minuten backen. Auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. Nach Belieben vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Käsekuchen ohne Boden: Die schnelle Variante

Wer es eilig hat oder eine besonders cremige Konsistenz bevorzugt, kann den Käsekuchen auch ohne Boden zubereiten.

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Zutaten:

  • 750 g Magerquark
  • 3 Eier (Größe M)
  • 150 g Zucker (oder Süßstoff nach Bedarf)
  • 500 ml Milch
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • Zitronenaroma
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Speisestärke

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren, bis die Masse eine cremige Konsistenz hat.
  2. Den Teig in eine gefettete Springform geben. Mit einer Gabel den Teig mehrmals einstechen. Jetzt den Boden in den Kühlschrank stellen.
  3. Dann den Teig aus dem Kühlschrank holen und die Creme mit einem Schöpflöffel gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
  4. Den Backofen auf 170 Grad einstellen und den Kuchen auf mittlerer Schiene 45 - 50 Minuten backen.

Tipps und Tricks für den perfekten Käsekuchen

Damit der Käsekuchen perfekt gelingt, gibt es einige Tipps und Tricks zu beachten:

  • Die richtige Quarkwahl: Für einen klassischen Käsekuchen empfiehlt sich Magerquark. Wer es cremiger mag, kann auch Quark mit höherem Fettgehalt verwenden.
  • Die Temperatur: Käsekuchen sollte bei mäßiger Temperatur (160-180 Grad Ober-/Unterhitze) gebacken werden. So wird er gleichmäßig gar und die Oberfläche reißt nicht ein.
  • Das Abkühlen: Nach dem Backen sollte der Käsekuchen langsam abkühlen, am besten im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür. So vermeidet man, dass er zusammenfällt.
  • Die Käsekuchenhilfe: Für zusätzliche Stabilität kann man eine spezielle Käsekuchenhilfe verwenden. Diese wird einfach unter die Quarkmasse gemischt und verhindert, dass der Kuchen zusammenfällt.
  • Die Dauerbackfolie: Ich nutze für meine Springform eine runde Dauerbackfolie. Das ist wirklich sehr praktisch, denn so muss man die Springform nicht fetten und ich habe keinerlei Probleme den Kuchen aus der Form zu bekommen. Die Dauerbackfolie ist abwaschbar und muss nach dem Backen nur mit einem Tuch oder Schwamm gereinigt werden.

Variationen für jeden Geschmack

Käsekuchen lässt sich vielseitig variieren und an jeden Geschmack anpassen.

Fruchtiger Käsekuchen:

Für eine fruchtige Note können frische Früchte wie Himbeeren, Erdbeeren oder Mandarinen in die Quarkmasse gegeben oder nach dem Backen auf dem Kuchen verteilt werden. Auch Fruchtpüree oder Marmelade eignen sich hervorragend zum Verfeinern. Wer es etwas fruchtiger mag, kann einfach ein paar Himbeeren und Erdbeeren nehmen, die Hälfte davon pürieren und über den Kuchen klecksen.

Schokoladen-Käsekuchen:

Schokoladenliebhaber können dem Käsekuchen mit Kakao oder geschmolzener Schokolade eine schokoladige Note verleihen. Auch Schokostückchen oder Schokostreusel passen hervorragend.

Käsekuchen mit Streuseln:

Ein Käsekuchen mit Streuseln ist ein echter Klassiker. Die knusprigen Streusel bilden einen tollen Kontrast zur cremigen Füllung.

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Herzhafter Käsekuchen:

Auch herzhafte Varianten des Käsekuchens sind möglich. Hierfür kann man die Quarkmasse mit Kräutern, Gemüse oder Käse verfeinern.

Probleme und Lösungen

Trotz aller Tipps und Tricks kann es beim Backen von Käsekuchen zu Problemen kommen.

Der Käsekuchen fällt zusammen:

Ein häufiges Problem ist, dass der Käsekuchen nach dem Backen zusammenfällt. Dies kann verschiedene Ursachen haben:

  • Zu fettiger Quark: Für den Kuchen am besten zu Magerquark greifen. Dieser ist fester und stockt besser als seine sahnigen Verwandten.
  • Stärke vergessen: Das klassische Rezept sieht die Verwendung von Stärke vor. Hier in Form von Vanillepuddingpulver. Das gibt der Masse zusätzlichen Halt.
  • Kuchen zu schnell aus dem Backofen genommen: Ideal ist es, den Klassiker zunächst ca. 1 Stunde im ausgeschalteten Backofen mit geöffneter Tür abkühlen zu lassen. Anschließend sollte er auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen.

Der Käsekuchen reißt ein:

Auch Risse in der Oberfläche des Kuchens sind ein häufiges Problem. Dies kann durch zu hohe Backtemperatur oder zu schnelles Abkühlen verursacht werden.

  • Backt den Kuchen nicht am Stück, sondern in mehreren Etappen. Während des Backens wird er ringsum mit einem großen Messer vom Rand gelöst, sodass die Luft entweichen kann, die für Risse und Wölbungen und damit Einfallen sorgt. Wenn die Backzeit zuende ist, bleibt der Kuchen noch im Ofen stehen. Die Tür ist dabei einen Spalt breit geöffnet, etwa mit einem Holzkochlöffel.

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