Birnen einkochen: Ein Rezept für die süße Ernte
Wenn der Spätsommer naht und die Birnenbäume im Garten reichlich Früchte tragen, stellt sich oft die Frage: Was tun mit all den Birnen? Eine wunderbare Antwort ist das Einkochen. So lässt sich der süße Geschmack der Früchte für die kalten Monate bewahren. Ob als Dessert, Beilage oder einfach pur - eingekochte Birnen sind ein Genuss.
Warum Birnen einkochen?
Das Einkochen von Birnen ist eine hervorragende Möglichkeit, um die Ernte haltbar zu machen und zu verhindern, dass wertvolle Lebensmittel verschwendet werden. Außerdem können selbstgemachte, eingekochte Birnen eine leckere Bereicherung für die Küche sein und eine Ergänzung für die Vorratskammer darstellen.
Welche Birnensorten eignen sich zum Einkochen?
Grundsätzlich eignen sich alle Birnensorten zum Einkochen. Es gibt jedoch einige Sorten, die sich besonders gut eignen. Kochbirnen, wie der "Große Katzenkopf" oder die "Lange Grüne Winterbirne", behalten ihre feste Struktur auch beim Kochen und sind daher ideal. Allerdings sind sie roh oft nicht sehr geschmackvoll.
Für den Rohverzehr geeignete Tafelbirnen, wie die Williams Christbirne, die "Gute Luise" oder die "Abate Fetel", können ebenfalls eingekocht werden. Wichtig ist, dass die Birnen nicht zu reif und weich sind, da sie sonst beim Einkochen zerfallen können. Eine Woche vor der Vollreife geerntet, haben sie das optimale Aroma und eine feste Konsistenz. Auch alte Birnensorten wie "Gute Graue", "Gellerts Butterbirne" oder "Köstliche von Charneu" eignen sich gut zum Einkochen. Robuste Sorten wie "Alexander Lucas", "Condo" oder "Bayerische Weinbirne" sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.
Vorbereitung zum Einkochen
Bevor es losgeht, sollten die Birnen gründlich gewaschen, geschält und von Druckstellen oder braunen Stellen befreit werden. Es ist empfehlenswert, die Birnen zu schälen, da sich die Schale beim Einkochen lösen und im Glas schwimmen kann. Anschließend werden die Birnen je nach Rezept halbiert, geviertelt, in Scheiben oder Stücke geschnitten.
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Sauberkeit ist das A und O
Beim Einkochen ist Sauberkeit von größter Bedeutung. Die Einmachgläser und Deckel müssen sterilisiert werden, um die Haltbarkeit der eingekochten Birnen zu gewährleisten. Die Gläser und Deckel können ausgekocht oder im Backofen erhitzt werden.
Grundrezept für eingekochte Birnen
Hier ist ein einfaches Grundrezept, um Birnen einzukochen:
Zutaten:
- 1 kg Birnen
- 500 g Zucker (oder weniger, je nach Süße der Birnen)
- 1 Liter Wasser
- 1 TL Zitronensaft
- Gewürze nach Geschmack (z. B. Zimtstange, Vanilleschote, Nelken, Zitronenabrieb)
Zubereitung:
- Die Einmachgläser und Deckel sterilisieren.
- Die Birnen schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Damit sie nicht braun werden, in Wasser mit Zitronensaft legen.
- Das Wasser mit dem Zucker in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Gewürze nach Geschmack hinzufügen.
- Die Birnenstücke in die sterilisierten Einmachgläser füllen. Dabei etwa 2-3 cm Platz zum Rand lassen.
- Die heiße Zuckerlösung über die Birnen gießen, bis sie vollständig bedeckt sind und noch ca. 1-2 cm Platz zum Rand bleibt.
- Die Gläser fest verschließen.
Einkochen im Wasserbad
- Die Gläser in einen großen Topf oder Einkochautomaten stellen. So viel heißes Wasser hinzufügen, dass die Gläser zu etwa drei Vierteln im Wasser stehen.
- Die Gläser bei 90°C für ca. 30 Minuten einkochen.
- Anschließend die Gläser vorsichtig herausnehmen und auf einem Küchentuch oder Holzbrett vollständig abkühlen lassen.
Einkochen im Backofen
- Die Gläser mit etwas Abstand zueinander auf ein tiefes Backblech stellen.
- Das Backblech mit Wasser füllen, bis eine Füllhöhe von ca. 2-3 cm erreicht ist.
- Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Gläser ca. 1 Stunde einkochen.
- Danach den Ofen ausschalten und die Gläser ca. 30 Minuten im Wasserbad abkühlen lassen.
- Anschließend die Gläser vorsichtig herausnehmen und auf einem Küchentuch oder Holzbrett vollständig abkühlen lassen.
Nach dem Abkühlen prüfen, ob sich ein Vakuum gebildet hat. Der Deckel sollte nach innen gewölbt sein.
Birnen einkochen ohne Zucker
Es ist auch möglich, Birnen ohne Zucker einzukochen. Dazu kann der Zuckersirup durch reines Wasser oder Saft ersetzt werden. Da Zucker eine konservierende Wirkung hat, ist es besonders wichtig, sehr sauber zu arbeiten und sterilisierte Gläser zu verwenden. Die Gläser sollten dunkel und kühl gelagert und regelmäßig auf Schimmel oder undichte Deckel kontrolliert werden.
Rezept für Birnenmus ohne Zucker
- Birnen schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
- Mit etwas Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind.
- Für zusätzlichen Geschmack Zimtstange oder Vanilleschote hinzufügen.
- Die weich gekochten Birnenstücke zu einem feinen Mus pürieren.
- Das heiße Birnenmus sofort in sterile Gläser füllen, dabei ca. 2-3 cm Platz zum Rand lassen.
- Die Gläser fest verschließen und im Wasserbad oder Backofen einkochen.
Variationen und Tipps
- Gewürze: Zimt, Vanille, Nelken, Sternanis oder Zitronenabrieb verleihen den eingekochten Birnen eine besondere Note.
- Alkohol: Ein Schuss Cointreau oder Rum kann den Geschmack zusätzlich verfeinern.
- Rotwein-Zimt-Birnen: Für eine besondere Variante können die Birnen in einem Sud aus Rotwein, Wasser, Zucker, Zimt und Nelken eingekocht werden.
- Lagerung: Eingekochte Birnen sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Bei richtiger Lagerung sind sie mindestens ein Jahr haltbar.
- Verwendung: Eingekochte Birnen können als Dessert, Beilage zu Fleischgerichten, in Kuchen oder Torten verwendet werden. Auch als Kompott oder Marmelade sind sie ein Genuss.
Probleme beim Einkochen
Manchmal kann es vorkommen, dass die eingekochten Birnen verderben, obwohl das Vakuum funktioniert hat. Mögliche Ursachen dafür sind:
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- Falsche Temperatur oder Einkochdauer: Die Gläser müssen ausreichend lange bei der richtigen Temperatur eingekocht werden, um alle Bakterien abzutöten.
- Unsauberes Arbeiten: Bereits kleinste Verunreinigungen können dazu führen, dass die Birnen verderben.
- Beschädigte Gläser oder Deckel: Beschädigte Gläser oder Deckel können das Vakuum beeinträchtigen.
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