Belgische Waffeln in Brüssel: Eine süße Geschichte

Brüssel, die Hauptstadt Belgiens, verzaubert mit ihren Zunfthäusern, dem Kopfsteinpflaster, charmanten Straßencafés und dem Duft von warmen Waffeln. Die Stadt ist ideal für einen Kurztrip und lässt sich gut an einem Tag erkunden. Neben vielen anderen Köstlichkeiten ist Belgien vor allem für seine Waffeln bekannt.

Brüssel erkunden: Ein Rundgang durch die Stadt

Die Besichtigungstour beginnt am Busbahnhof an der Rue du Cardinal Mercier/Kardinaal Mercier Straat. In Brüssel sind alle Straßennamen zweisprachig (Französisch und Flämisch). Vom Busbahnhof aus erreicht man schnell den Gare Centrale, den Hauptbahnhof. Eine Fahrt mit der U-Bahn zum Aussichtspunkt am Place Poelaert bietet einen ersten Überblick über die Stadt. Von hier aus sieht man die Gassen des Viertels Marolles, die Türme und Kuppeln rund um den Grand’ Place und die Wohnblocks der neueren Bezirke.

Der Königliche Palast (Palais Royal/Koninklijk Paleis) liegt auf einem Hügel über der Altstadt. An seiner Stelle stand einst die Hofburg der Burgunder und Habsburger, die 1731 einem Feuer zum Opfer fiel. Wilhelm I., König der Niederlande, ließ hier einen Palast errichten. Nach der Unabhängigkeit Belgiens im Jahr 1830 wurde der Palast Amtssitz von König Leopold I. Heute wohnt die königliche Familie im Schloss Laeken im Norden Brüssels.

Durch die Gartenanlage Mont des Arts gelangt man in die Altstadt. Hier befindet sich das Carillon du Mont des Arts, ein Glockenspiel mit 24 Glocken. In der Altstadt gibt es viele Schokoladengeschäfte, Waffelbuden und Souvenirläden.

Ein Wahrzeichen Brüssels ist das Manneken Pis, eine Brunnenfigur eines urinierenden Knaben. Nicht weit davon entfernt liegt der Grand’ Place, der zentrale Platz der Stadt. Mit seinen barocken Fassaden und dem gotischen Rathaus ist er einer der schönsten Plätze Europas. Hier finden Blumenmärkte, der Vogelmarkt und der Ommegang statt.

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Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Bronzeskulptur Zinneke Pis und die Comic Strip Route mit über 50 Wandbildern. Comic-Fans sollten das Centre Belge de la Bande Dessinée besuchen.

Der Duft der Waffeln: Eine kulinarische Verführung

In Brüssel weht der Duft von Waffeln durch die Gassen. Die ersten Waffeln wurden bereits im Mittelalter in Europa zubereitet. Die original Brüsseler Waffeln entstanden im 19. Jahrhundert und wurden von Straßenverkäufern angeboten.

Auf der Freitreppe vor der Börse (Bourse/Beurs) kann man eine Waffel genießen. Die Rue des Bouchers, die Brüsseler Fressgasse, bietet viele Restaurants. Hier gibt es auch Moules Frites, ein beliebtes belgisches Gericht. In einer Seitengasse der Rue des Bouchers steht Jeanneke Pis, das weibliche Pendant zu Manneken Pis. In der Nähe befindet sich das Délirium Café mit einer großen Bierauswahl.

Die luxuriösen Galeries Saint-Hubert laden zum Flanieren ein. Bei Neuhaus, einem belgischen Schokoladenhersteller, kann man süße Mitbringsel kaufen.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt das Atomium, ein Wahrzeichen Brüssels.

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Die Geschichte der belgischen Waffel

Belgien gilt als das Land der Butterwaffel. Es gibt zwei Hauptvarianten: die Brüsseler und die Lütticher Waffel.

Die Brüsseler Waffel soll um 1856 von Maximilian Consael in Gent erfunden worden sein. Er reiste mit seinem Verkaufswagen von Markt zu Markt.

Um die Lütticher Waffel rankt sich folgende Legende: Im 18. Jahrhundert soll ein Prinz in Lüttich seinem Koch den Auftrag gegeben haben, einen süßen Kuchen zu backen. Der Koch improvisierte und buk aus Hefeteig mit Kristallzucker einen Fladen, den er in Stücke schnitt. Der Prinz war begeistert, da der Kristallzucker beim Backen karamellisiert und der Waffel einen besonderen Geschmack verlieh.

Die Brüsseler Waffel wird aus einem weichen Rührteig hergestellt und in einer rechteckigen Form mit tiefen Löchern gebacken. Die Lütticher Waffel wird aus Hefeteig mit Kristallzucker zubereitet und hat eine unregelmäßige Form.

Variationen und Genuss

Waffeln schmecken frisch gebacken am besten. Puristen essen sie nur mit Puderzucker. Beliebte Beilagen sind eingelegte Kirschen mit Sahne, Fruchtkompotte, Eis oder geröstete Nüsse. Gastronomen sind bei der Zubereitung von Waffeln sehr kreativ.

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Eine Möglichkeit ist ein Waffelsandwich mit zwei Lütticher Waffeln, Vanilleeis, Früchten und Schokosoße.

Fertige Waffeln sind eine praktische Alternative, wenn es schnell gehen muss. Sie können einzeln entnommen und aufgetaut werden.

Brüssel: Mehr als nur Waffeln

Brüssel bietet neben Waffeln auch zeitgenössische Kunst. Das Festival Ars Musica findet seit 30 Jahren in Brüssel statt. Das Kulturzentrum WIELS zeigt eine Einzelschau von Gabriel Kuri. PhotoBrussels widmet sich dem Stillleben. Eine Ausstellung zeigt die Verbindung von Grafik und Subkultur im Punk.

Andere Städte mögen Jugendstil haben, Brüssel hat Art déco. Das Jazz-Café L’Archiduc empfängt seit 1937 Gäste. KOMPLOT ist ein nomadisches Künstlernetzwerk mit einem Standort in Brüssel. Der EU Mies Award ist der Architekturpreis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur. Die Galerie von Deborah Bowmann verkauft alles, einschließlich des Ausstellungsdesigns. Nicolas Partys Bilder erinnern an René Magritte. Sean Landers präsentiert bei Rodolphe Janssen das Alter Ego „Plankboy“.

Tipps für den ersten Besuch in Brüssel

Die Brussels Card bietet freien Eintritt in über 40 Museen und kostenlose öffentliche Verkehrsmittel. In kleineren Geschäften und Restaurants sollte man Euro dabei haben. Brüssel ist offiziell zweisprachig (Französisch und Flämisch), aber Englisch wird auch gesprochen. In touristischen Gebieten sollte man auf seine Sachen achten. Die meisten Museen sind montags geschlossen.

Die beste Reisezeit für Brüssel ist das ganze Jahr über. Der Sommer bietet sonniges Wetter und Veranstaltungen im Freien, der Winter Weihnachtsmärkte.

Die Top 5 Attraktionen in Brüssel

  1. Grand-Place
  2. Atomium
  3. Manneken Pis
  4. Belgian Beer World
  5. Comics Art Museum

Die besten Stadtteile für einen Besuch

  1. Sablon
  2. Saint-Gilles
  3. Marolles

Kulinarische Highlights

  1. Moules-frites
  2. Stoemp
  3. Carbonade flamande
  4. Belgische Waffeln
  5. Speculoos

Anreise und Fortbewegung

Der Flughafen Brüssel (BRU) ist gut angebunden. Es gibt drei Hauptbahnhöfe: Midi/Zuid, Central und Nord. Brüssel verfügt über ein gutes öffentliches Verkehrsnetz. Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden.

Was man in Brüssel vermeiden sollte

  • Restaurants direkt am Grand-Place sind oft überteuert.
  • Man sollte nicht nur in bekannten Geschäften Schokolade kaufen.
  • Inoffizielle Taxis sollte man vermeiden.
  • Große Attraktionen sollte man nicht ohne Voranmeldung besuchen.
  • Brüssel sollte man nicht mit Brügge verwechseln.

Brüssel ist eine weltoffene Stadt, in der sich Menschen unterschiedlicher Herkunft wohlfühlen können.

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