Amaretti Rezept mit Marzipan backen: Anleitung für weiche Amaretti Morbidi

Der erste Biss ist leicht kross, dann wird es wolkig zart und bestes Mandelaroma erfüllt den Gaumen - das sind Amaretti Morbidi. Amaretti kennt jeder aus dem Supermarkt oder als Beilage zum Cappuccino. Doch die kleinen, krossen Dinger haben größere Geschwister: Amaretti Morbidi. Außen leicht kross und innen weich und zart und dazu mit einem fantastischen Mandelaroma. Dafür lohnt es sich, den Backofen anzuwerfen!

Warum Marzipan und gute Mandeln wichtig sind

Die Sorte Pizzuta gilt als die nährstoffreichste und beste Mandel der Welt und ist mit nichts zu vergleichen, was es im Supermarkt gibt. Sie hat ein deutliches Aroma nach bestem Marzipan und enthält eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien. Ganz anders, als ich die mitgebrachten Mandeln aus Avola probierte: Sofort war mir klar, wieso Amaretti Morbidi in Sizilien so unvergleichlich gut schmeckten. Was für ein intensives Aroma!

Müssen es nun unbedingt die Mandeln aus Sizilien sein? Natürlich nicht. Auch andere Mandeln sind gut. Man könnte auch bereits geschälte oder gemahlene Mandeln verwenden, doch dabei geht immer ein bisschen Geschmack verloren. Wer den italienischen Mandelgebäck-Klassiker lieber traditionell haben möchte, kann sie natürlich auch ausschließlich mit Mandeln backen.

Mandeln aus Avola auf einem Markt in Sizilien

Zutaten (Basisrezept für ca. 20 Stück)

  • 250 g Mandeln, am besten Pizzuta aus Avola (alternativ gemahlene Mandeln ohne Haut)
  • 140 g Zucker
  • 70 g Eiklar (ca. 2 Eier Größe L)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Spritzer Bittermandelaroma (oder 4-5 Tropfen Bittermandelöl)
  • 1 EL Amaretto (optional)
  • 3 EL Puderzucker zum Bestäuben

Vorbereitung und Geschmackstipp

Ich habe sie nun online in jenem Markt in Marzamemi bestellt, doch das hatte auch nostalgische Gründe. Das Paket aus Sizilien kam aber zusammen mit wunderbaren Oliven, Tomatensugo und Thunfisch-Bottarga überraschend zuverlässig innerhalb einer Woche in Berlin an. Das ist herrlich kontemplativ: Man kann dabei Podcast hören oder eine Folge „Rote Rosen“ in der Mediathek anschauen.

Ins Originalrezept kommen noch ein paar wenige Bittermandeln. Doch die sind wegen des hohen Gehalts an Blausäure mit Vorsicht zu genießen. Deshalb gebe ich lieber ein paar Tropfen Bittermandelaroma und einen Schuss Amaretto in den Teig. Den Amaretto haben wir ohnehin immer da, um dem Ö. bei Stress und schlechter Laune ein schnelles Tiramisu zu zaubern.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Mandeln schälen und trocknen

Die Mandeln für 20 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren und anschließend in eiskaltem Wasser abschrecken. Dann die Mandeln einfach aus der Hülle quetschen und die Hüllen entsorgen. Mandeln auf einem Blech ausbreiten und in den Ofen schieben. Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen und während er heizt, die Mandeln für ein paar Minuten antrocknen. Nicht im Ofen vergessen, sie sollen nicht rösten!

2. Mandeln mahlen

Die geschälten und getrockneten Mandeln mit der Küchenmaschine oder einem Blitzhacker fein mahlen. Dann mit dem Zucker und der Prise Salz mischen. Wer die (blanchierten) Mandeln nicht selber mahlen will, nimmt einfach die bereits gemahlenen Mandeln ohne Haut.

3. Eischnee und Aromatisieren

Eiklar mit dem Handrührer schaumig, aber nicht steif schlagen. Amaretto und Bittermandelaroma anschließend zugeben. Die Eiweiße in einer Schüssel schaumig, aber nicht steif schlagen. Den Amaretto dazugeben.

4. Teig fertigstellen

Die gemahlenen Mandeln vorsichtig unterheben, bis eine feuchte, leicht klebrige Masse entsteht. Es sollte sich ein gleichmäßiger und leicht klebriger Teig ergeben. Davon walnussgroße Kugeln formen.

5. Formen und Puderzuckerschicht

Mit den Händen ca. walnussgroße Stücke abstechen, rund formen und dann leicht plattdrücken. Sie sollten ca. 20 g schwer sein, um am Ende 20 Stück herauszubekommen. Die Amaretti in Puderzucker wenden, so dass sie damit gut bestäubt sind und auf ein Backblech setzen, das mit Backpapier ausgelegt ist. Puderzucker und feinen Zucker auf zwei tiefe Teller verteilen. Wälze die Teigkugeln in der Puderzuckermischung und lege sie mit genügend Abstand auf das Backblech. Die Amaretti dürfen schön dick überzogen sein.

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6. Backen

Amaretti Morbidi auf der unteren Schiene bei 170°C Ober-/Unterhitze in den Backofen schieben und 16-18 Minuten lang backen, bis sie leicht Farbe annehmen. Rund 16-18 Minuten backen. Die Amaretti sollten leicht gebräunt, aber dennoch weich sein, wenn sie aus dem Ofen kommen. Die Amaretti sind fertig, wenn die Unterseite leicht gebräunt ist - sie sind dann aber noch sehr weich.

7. Auskühlen und Aufbewahrung

Die Amaretti auskühlen lassen, ggf. noch mit etwas Puderzucker bestäuben und in einem luftdicht schließenden Glas oder einer Blechdose aufbewahren. Sie halten sich ca. 2 Wochen - theoretisch. Praktisch sind sie schneller weg, als man gucken kann!

Amaretti Morbidi auf einem Backblech, bestäubt mit Puderzucker

Varianten und Tipps

  • Für eine Version mit Marzipan: Marzipanrohmasse, Zucker, Eiweiß und Bittermandelöl mit den Knethaken verrühren; eventuell etwas gemahlene Mandeln zugeben und in Häufchen spritzen oder formen.
  • Wer Abwechslung möchte, ersetzt einen Teil der Mandeln durch fein gemahlene Pistazien oder Walnüsse. Für eine spannende Variante einfach 125 g der Mandeln durch andere gemahlene Kerne oder Nüsse ersetzen.
  • Die Amaretti morbidi werden außen fest und leicht knusprig, von innen sind sie aber dennoch wunderbar weich. Also ganz anders als die kleinen festen Amaretti, die oft zum Kaffee im Restaurant gereicht werden.
  • Wenn du eine größere Menge brauchst, verdopple oder verdreifache die Zutaten direkt.
  • Die Teigkugeln kannst du vor dem Backen 5 Stunden oder über Nacht bei Raumtemperatur trocknen lassen, damit sie eine dünne Haut bilden - so behalten sie besser ihre Form.
Videoanleitung: Amaretti Morbidi formen und backen

Warum Amaretti Morbidi backen lohnt

Diese genialen Mandelkekse sind einfach super lecker! Sie stecken voller köstlicher Zutaten wie Mandeln und sind ganz einfach zu backen. Die Textur ist sehr besonders. Denn die Amaretti Morbidi sind außen hart und innen weich. Sie schmecken wunderbar nach Marzipan und passen somit perfekt als köstliches Weihnachtsgebäck. Die kleinen feinen Amaretti Morbidi sind der Knaller und nicht nur einfach gebacken, der Geschmack ist unglaublich gut.

Zutat Menge
Mandeln (Pizzuta/Avola) 250 g
Zucker 140 g
Eiklar 70 g (ca. 2 Eier)
Amaretto 1 EL (optional)
Bittermandelaroma 2 Spritzer
Puderzucker 3 EL zum Wälzen

Diese Amaretti Kekse sind außen knusprig süß und innen wunderbar weich und saftig. Du kannst die Mandelkekse das ganze Jahr über backen und wie in Italien zu einem Espresso genießen. Gerade dieses tolle Mandelgebäck lässt sich hübsch in durchsichtigen Gläsern oder Tüten als Advents- oder Geschenk verpacken.

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