Zwetschgen einfrieren für Marmelade: ausführliche Anleitung

Zwetschgen haben nur eine kurze Saison, meist von August bis Oktober. Wer den fruchtigen Geschmack auch im Winter genießen möchte, kann sie problemlos einfrieren. Damit sie nach dem Auftauen noch aromatisch und gut zu verarbeiten sind, kommt es auf die richtige Vorbereitung an. Hier erfährst du, wie Zwetschgen einfrieren kannst und auf was du achten musst.

Kann man Zwetschgen einfrieren?

Zwetschgen lassen sich sehr gut einfrieren. Das gilt sowohl für frisch gepflückte Früchte als auch für gekaufte Ware, solange sie reif und unbeschädigt sind. Eingefrorene Zwetschgen sind bei intakter Kühlkette etwa neun bis zwölf Monate lang haltbar. Im Gefrierfach halten sich Zwetschgen etwa zehn bis zwölf Monate. Danach sind sie nicht schlecht, verlieren aber langsam an Geschmack und werden weicher.

Warum und wann einfrieren?

Zwetschgen kannst du durch Einfrieren haltbar machen und so auch im Winter genießen. Friere die Zwetschgen am besten direkt nach der Ernte ein. Der beste Zeitpunkt, um frische Zwetschgen einzufrieren, ist direkt nach der Ernte. Zwetschgen schmecken direkt nach der Ernte im Herbst am besten. Zwischen Juli und September sind sie meist zu haben. Wer Zwetschgen einfriert, kann die gesunden Früchte über die Saison hinweg genießen.

Vorbereitung: Auswahl und Kontrolle

Voraussetzung für kulinarischen Genuss ist immer, dass makellose Früchte verwendet werden, der Kern vorher entfernt wird und die Behälter luftdicht verschlossen sind. In den Gefrierbeutel sollten nur makellose Zwetschgen wandern. Früchte sorgfältig kontrollieren: sie dürfen keine Druckstellen aufweisen. Weiche und sichtbar beschädigte Zwetschgen werden deshalb ganz zu Anfang kritisch angesehen und aussortiert. Aus überreifen Früchten kocht man besser Marmelade oder macht Kompott, denn durchs Einfrieren verlieren sie leicht die Form und werden matschig. Prüfe, ob in den Zwetschgen Maden sind.

Muss man Zwetschgen entsteinen?

Ja, das ist sehr empfehlenswert. Ganze Zwetschgen mit Stein lassen sich zwar auch einfrieren, doch nach dem Auftauen wird das Fruchtfleisch weicher, und das Entsteinen ist dann deutlich mühsamer. Es wäre theoretisch möglich, Zwetschgen im Ganzen einzufrieren. Sinnvoll wäre dies jedoch nicht, da sich im Inneren Maden befinden könnten. Diese würden mit konserviert werden. Die bessere Vorgehensweise ist: Früchte gründlich waschen, trocken tupfen, halbieren und den Kern entfernen. So sind sie später direkt einsatzbereit, egal ob für Kuchen, Kompott oder Marmelade.

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Soll man Zwetschgen blanchieren oder vorfrieren?

Blanchieren ist nicht nötig, da Zwetschgen roh eingefroren ihr Aroma behalten. Sinnvoll ist jedoch das sogenannte Vorfrieren, besonders wenn du viele Früchte auf einmal einfrieren willst. Variante 2: Verteile die Zwetschgenhälften auf einem Teller oder Backblech und lasse sie etwa eine Stunde lang vorfrieren, bevor du sie in die Gefrierbehälter füllst. Möglich ist auch, die geschnittenen Zwetschgen auf einem sauberen Backblech auszulegen und dieses für etwa drei Stunden in den Tiefkühler zu stellen. Wenn du ein kleines Gefrierfach hast, kannst du die Pflaumen auch auf einem Teller oder Tablett schockfrieren. Dieser Vorgang ist wichtig, damit die eingefrorenen Pflaumen später nicht aneinander kleben.

Zwetschgen einfrieren: Anleitung in 6 Schritten

  1. Wasche die Zwetschgen oder Pflaumen vor dem Einfrieren gründlich ab. Die Früchte dafür in eine grosse Schüssel mit kaltem Wasser geben oder unter fliessendem Wasser abspülen.
  2. Trockne die gewaschenen Zwetschgen mit einem sauberen Küchentuch ab. So verhinderst du, dass sich Eiskristalle bilden und Vitamine und Geschmack verloren gehen.
  3. Anschliessend entfernst du die Stiele von den Zwetschgen und überprüfst die Früchte auf Druckstellen. Überreife Früchte eignen sich nur zum Einfrieren, wenn du später Kompott oder Marmelade daraus machen möchtest.
  4. Halbiere die Zwetschgen mit einem scharfen Messer und entferne die Steine. Alternativ kannst du die Zwetschgen auch vierteln, so lassen sich die gefrorenen Früchte besonders einfach portionieren. Für die spätere Verarbeitung empfehlen wir jedoch, die Früchte vor dem Frieren zu entsteinen.
  5. Nun kannst du die geschnittenen Zwetschgen auf einem sauberen Backblech auslegen und dieses für etwa drei Stunden in den Tiefkühler stellen. Wenn du ein kleines Gefrierfach hast, kannst du die Pflaumen auch auf einem Teller oder Tablett schockfrieren.
  6. Fülle die angefrorenen Pflaumen nun in Gefrierbeutel oder Tupperdosen. Achte dabei darauf, dass möglichst wenig Luft in den Behältern ist, da es sonst schnell zu Gefrierbrand kommt. Etikettieren nicht vergessen!
Zwetschgen auf Backblech zum Vorfrieren

Varianten des Einfrierens

  • Roh einfrieren: Wer die Zwetschgen - beispielsweise frisch aus dem Garten - später für einen Kuchen verwenden will, friert sie auf einem Tablett oder flachen Gefäß ausgebreitet etwa eine Stunde vor: So kleben sie dann nicht mehr aneinander, wenn man sie in Gefrierbehälter abfüllt.
  • Zwetschgenkompott einfrieren: Ist eine fruchtige Zugabe zu Eis oder Waffeln gefragt? Dann kann man auch Zwetschgenkompott auftauen, das man einige Zeit vorher gekocht hat. Auf ein Pfund Zwetschgen kommt dabei etwa ein halber Liter Wasser, etwas Zitronensaft und Zucker nach Geschmack. Vor allem im süddeutschen Raum gehört auch unbedingt etwas Zimt dazu. Dann kocht man alle Zutaten auf, schaltet den Herd aus, gibt einen Deckel aufs Zwetschgenkompott und lässt die Mischung auskühlen und ziehen.
  • Zwetschgendatschi einfrieren: Ist vom Zwetschgenkuchen wider Erwarten etwas übrig geblieben? Den Datschi kann man auch portionsweise einfrieren. Dazu legt man die Stücke mit jeweils Backpapier dazwischen übereinander. Tipp: Vor dem Servieren den Zwetschgenkuchen auftauen und kurz aufbacken - dann schmeckt der Boden schön knusprig und wie frisch gebacken.

Mein Geheimtipp für Marmelade und Mus

Wenn du aus den Zwetschgen später Mus oder Marmelade kochen möchtest, kannst du sie vor dem Einfrieren bereits mit Zucker vermengen. Dadurch tritt beim Auftauen mehr Saft aus, und du sparst dir später Arbeit. Außerdem kannst du die Früchte so schon geschmacklich anpassen, etwa mit etwas Zimt oder Vanille. Um Konfitüre selber zu machen, werden die Zwetschgen eingekocht. Daher musst du das Obst vor dem einfrieren nicht schockfrieren, wenn du schon weisst, dass du sie später zu Konfitüre oder Mus weiterverarbeitest.

Einmachgläser mit Zwetschgenkompott

Aufbewahrungsbehälter und Haltbarkeit

Benutze am besten große Schraubgläser oder wiederverwendbare Aufbewahrungsboxen zum Einfrieren der Zwetschgen. Zwetschgen können auch in großen Gläsern eingefroren werden. Bei -18 Grad Celsius sind Zwetschgen und Pflaumen 6 bis 12 Monate haltbar. Mindestens sechs Monate kann man sie auf diese Weise aufbewahren, dann sollten sie verwendet werden. Es sollte möglichst wenig Luft im Behältnis sein, so bleibt die Gefahr des Gefrierbrands gering.

Auftauen und Verarbeitung

Die beste Methode ist, sie langsam im Kühlschrank auftauen zu lassen. Das dauert je nach Menge mehrere Stunden oder über Nacht, sorgt aber dafür, dass sie weniger Saft verlieren und ihre Form besser halten. Für viele Rezepte, zum Beispiel Kuchen oder Crumble, kannst du die Früchte auch direkt gefroren verarbeiten. Die Back- oder Kochzeit verlängert sich dann nur geringfügig. Gefrorene Zwetschgen kann man gleich tiefgefroren für Rezepte verwenden. Unsere Tipps: Damit die Flüssigkeit, die beim Erhitzen freigesetzt wird, aufgesaugt wird - der Teig schmeckt sonst labberig - gibt man gemahlene Haselnüsse, Mandeln, Semmelbrösel oder etwas Speisestärke auf den Boden.

Zwetschgen-Marmelade kochen: Schritt-für-Schritt

Rezepte und Verwendungs-Ideen

Zwetschgen schmecken nicht nur pur wunderbar: Du kannst gefrorene Zwetschgen auch zu feinem Chutney, Zwetschgen-Crumble, Desserts oder Konfitüre weiterverarbeiten. Eingefrorene Zwetschgen und Pflaumen eignen sich ausserdem bestens für frische Zwetschgenwähen und fruchtigen Pflaumenkuchen mit Streuseln oder Baiser. Servieren den Zwetschgenkompott zum Beispiel mit frischen Waffeln. Für welche Methode der Konservierung man sich entscheidet, hängt vor allem von dem späteren Verwendungszweck ab. Sollen die Früchte als Kuchenbelag dienen, macht Einkochen wenig Sinn, da sich die Konsistenz verändert.

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Praktische Tipps zusammengefasst

  • Nur makellose, feste Zwetschgen einfrieren.
  • Zwetschgen am besten gleich nach der Ernte verarbeiten.
  • Vor dem Einfrieren entsteinen, halbieren oder vierteln.
  • Vorfrieren (schockfrieren) verhindert Zusammenkleben.
  • Wenig Luft in Behältern, gut verschließen und etikettieren.
  • Für Marmelade lässt sich gezuckertes Fruchtfleisch einfrieren.
  • Direkt gefroren für Kuchen verwenden oder langsam im Kühlschrank auftauen.
SchrittEmpfehlung
AuswahlFeste, makellose Früchte
VorbereitungWaschen, trocknen, entsteinen, halbieren/vierteln
Vorfrieren1-3 Stunden auf Tablett
VerpackenGefrierbeutel/Gläser, wenig Luft, etikettieren
Haltbarkeit6-12 Monate bei −18 °C

So kannst du das frische Obst auch nach der Saison zu Kuchen, Konfitüre und Zwetschgenkompott verarbeiten. Es ist überhaupt kein Problem, Zwetschgen einzufrieren. Dies sollte jedoch in so frischem Zustand wie irgendwie möglich passieren.

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