Ist Zucker in Coca‑Cola Zero enthalten?
Viele Menschen greifen zu Cola Zero, um die schädlichen Auswirkungen des weißen Zuckers zu umgehen. Coca‑Cola Zero Zucker ist ein zuckerfreies Erfrischungsgetränk der Coca‑Cola Company, das in der Europäischen Union und speziell in Deutschland weit verbreitet ist. Das Getränk wird mit künstlichen Süßungsmitteln wie Aspartam, Acesulfam‑K und Natriumcyclamat gesüßt, um einen ähnlichen Geschmack wie originale Coca‑Cola zu erreichen, ohne Zucker und Kalorien hinzuzufügen.
Kurze Antwort
Coca‑Cola Zero enthält keinen Haushaltszucker; laut EU‑Nährwertdeklaration (LMIV) enthält das Getränk pro 100 ml nur 0,2 kcal und 0 g Zucker, wobei die sehr niedrigen Kalorienwerte gemäß EU‑Rundungsregeln angegeben werden. Coca‑Cola Zero enthält 0.0 g Zucker pro 330 ml Portion.
Woraus besteht Coca‑Cola Zero?
Die Inhaltsstoffe umfassen Wasser, Farbstoff (Zuckerkulör E150d), Säuerungsmittel (Phosphorsäure E338, Natriumcitrate), Süßstoffe (Aspartam, Acesulfam‑K, Natriumcyclamat) und natürliche Aromen inklusive Koffein. Das Getränk enthält 32 mg Koffein pro 330‑ml‑Dose (standardmäßige europäische Einzelportionsgröße) und wird mit Kohlensäure versetzt. Coca‑Cola Zero hat 0.7 kcal pro 330 ml Portion. Das Getränk enthält kein Fett, keine Kohlenhydrate und vernachlässigbare Mengen Natrium (0,02 g Salz pro 100 ml).
Warum schmeckt Zero trotzdem süß?
Zero‑Produkte erhalten durch den Einsatz von Süßungsmitteln ihre Süße. Dazu gehören Stoffe wie Aspartam, Saccharin, Cyclamat oder Sucralose. Süßstoffe haben eine deutlich höhere Süßkraft als normaler Haushaltszucker. Sie besitzen aufgrund ihrer chemischen Struktur die Fähigkeit, in Wechselwirkung mit den Süßrezeptoren der Geschmackswahrnehmung zu treten - also den biochemischen Bindestellen, an die auch Zuckermoleküle andocken. Dabei wird ein Reiz ausgelöst, der bis ins Gehirn weitergeleitet wird und dort die Sinneswahrnehmung „süß“ hervorruft.
Welche Süßstoffe sind in Coca‑Cola Zero und wie sicher sind sie?
Natriumcyclamat (E952)
Natriumcyclamat, international unter dem Code E952 bekannt, wurde 1937 von Michael Sveda an der Universität von Illinois entdeckt und wird seit 1950 als künstlicher Süßstoff verwendet, da er keine Kalorien hat und über 50‑mal süßer als andere Süßstoffe ist. Die zulässige tägliche Aufnahmemenge wird von den Gesundheitsbehörden mit 11 mg pro kg Körpergewicht pro Tag angegeben. Für eine Person mit 80 kg wären das etwa 800 mg, ohne die Gesundheit zu gefährden; da eine Dose Coca‑Cola Zero etwa 60 mg enthält, wäre man erst bei mehr als 13 Dosen, also über 4 Litern pro Tag, in einem kritischen Bereich. Die Verwendung wurde 1970 in den USA ausgesetzt, basierend auf dieser Studie an Ratten von den Food and Drug Research Laboratories, die ein Krebsrisiko vermutete. Allerdings zeigten viele spätere Studien, dass Cyclamat für den Menschen sicher ist. Tatsächlich kam die Food and Drug Administration (FDA) zu dem Schluss, dass Cyclamat nicht krebserregend ist und laut Analysen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein gesundheitlich unbedenklicher Süßstoff ist, eingestuft in die „Gruppe 3“ der nicht krebserregenden Stoffe.
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Acesulfam‑K (E950)
Acesulfam‑Kalium, international unter dem Code E950 bekannt, wurde 1967 entdeckt und ist ein synthetischer Süßstoff, der etwa 200‑mal süßer als Zucker ist. Die zulässige tägliche Aufnahmemenge liegt bei 15 mg pro kg Körpergewicht. Das entspricht bei einer Person mit 80 kg etwa 1,2 g pro Tag; da eine Dose Coca‑Cola Zero etwa 150 mg pro 330 ml enthält, müsste man mehr als 8 Dosen trinken, um die zulässige Menge zu überschreiten, also über 2,5 Liter. Es gibt nur wenige Studien zur Sicherheit von Acesulfam‑Kalium, daher kann man nichts mit 100 %iger Sicherheit sagen. In einer Studie an Ratten, die eine mögliche krebserregende Wirkung untersuchte, wurden keine Belege für eine solche Beziehung gefunden. 1990 wurde eine Überprüfung von FAO/WHO durchgeführt, 2000 folgte eine weitere durch die EFSA, und 2003 sowie 2015 aktualisierte die FDA diese Überprüfung, wobei stets bestätigt wurde, dass der Stoff sicher für den Verzehr ist.
Aspartam (E951)
Aspartam ist ein kalorienfreier Süßstoff, der 150‑ bis 200‑mal süßer als Zucker ist. Die FDA gibt eine sichere tägliche Aufnahmemenge von 50 mg/kg an. Für eine Person mit 80 kg wären das 4 g Aspartam pro Tag, um gesundheitsschädlich zu sein, also mehr als 22 Dosen, da eine Dose Coca‑Cola Zero 0,18 g Aspartam enthält. Der schlechte Ruf kommt daher, dass bei der Aufnahme und Hydrolyse Methanol entsteht, der sich in Formaldehyd umwandelt, welcher als krebserregend gilt. Das ist aber eher irrelevant, da die Menge an Formaldehyd, die dabei entsteht, sogar geringer ist als in manchen gesunden Lebensmitteln wie Banane oder Karotte, die mehr Methanol enthalten als Aspartam produzieren kann. Dennoch gibt es eine Auseinandersetzung zwischen Soffritti und der EFSA. Während die EFSA in einer über 250 Seiten umfassenden Überprüfung die Sicherheit von Aspartam bestätigt, führt Soffritti Studien an, um zu zeigen, dass Aspartam in normalen Dosen gefährlich sein soll. Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Zuckeraustauschstoff neu kategorisiert. Demnach gilt Aspartam nun als "möglicherweise krebserregend". Demnach ist in kleinen, normalen Mengen der Verzehr jedoch unbedenklich, heißt es. In Europa wird Aspartam als "unbedenklich für den menschlichen Verzehr" eingestuft.
Säuerungsmittel und Farbstoffe
Das Säuerungsmittel (E338) ist Phosphorsäure und wird verwendet, um dem Getränk eine gewisse Säure zu verleihen. Es wird vermutet, dass der regelmäßige Konsum die Zahnschmelzerosion begünstigt. Einige Studien bringen ihn mit einer geringeren Knochendichte in Verbindung, doch diese sind oberflächlich und zeigen keine Gesundheitsgefahr. Der schwarze Farbstoff (E150d) ist ein Karamellfarbstoff, genauer gesagt Ammoniumsulfit‑Karamell, der für den menschlichen Verzehr zugelassen ist. 2011 sorgte er für etwas Aufregung, weil die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) ihn als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ einstufte. Die EFSA hat nach Prüfung aller verfügbaren Informationen festgestellt, dass kein Grund zur Sorge besteht und der Zusatzstoff sicher ist und in Lebensmitteln und Getränken verwendet werden darf. Der Säureregulator (Natriumcitrat, E331) ist als völlig unbedenklich einzustufen; die FDA hat für diese Substanz keine maximale tägliche Aufnahmemenge festgelegt.
Ist Cola Zero gesünder als normale Cola?
Viele greifen lieber zur Cola Zero anstatt zur zuckerhaltigen Alternative - mit vermeintlichem Nutzen für die Gesundheit. Aber stimmt das? Es ist sicherer, eine Coca‑Cola Zero zu trinken als eine klassische Coca‑Cola, die 37 g Zucker enthält, während die empfohlene Tagesmenge bei etwa 50 g pro Person liegt - jetzt kannst du selbst rechnen. Dennoch eignet sich auch diese Cola nicht für jeden Tag. Das heißt nicht, dass man das Produkt bedenkenlos in Massen trinken sollte - denk daran, dass es sich um ein verarbeitetes Produkt handelt, das man möglichst selten und in Maßen konsumieren sollte.
Gewichtsverlust und Süßstoffe
Du kannst Coca‑Cola Zero trinken, wenn du auf Diät bist, denn sie enthält weder Kalorien noch Zucker, was sie zu einer guten Option macht, um deinen Durst nach kohlensäurehaltigen Getränken zu stillen, ohne deine Kalorienzufuhr zu beeinflussen. Das kann es leichter machen, eine Diät durchzuhalten, da du einen süßen Geschmack genießen kannst, ohne deine Abnehmziele zu gefährden. Allerdings ist es wichtig, deine Ernährung nicht nur auf kalorienfreie Getränke zu stützen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Proteinen und Vollkornprodukten ist entscheidend für effektiven Gewichtsverlust und gute Gesundheit. Genieße Coca‑Cola Zero in Maßen und ergänze deine Ernährung mit nährstoffreichen Lebensmitteln und regelmäßiger Bewegung.
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Viele Studien deuten allerdings darauf hin, dass die Kalorien, die durch die Süßstoffe eingespart werden, durch andere Lebensmittel wieder aufgenommen werden. Untersuchungen haben ergeben, dass nach der Aufnahme von Süßstoffen keine Sättigungshormone ausgeschüttet werden und es schnell wieder zu einem Hungergefühl kommt. Mit Zero‑Produkten nimmt man also nicht unbedingt ab. Studien deuten allerdings darauf hin, dass Süßstoffe bei häufigem Verzehr mitverantwortlich für die Gewichtszunahme sein können. Denn Süßungsmittel wie Aspartam und Acesulfam‑K fördern Heißhungerattacken.
Mögliche Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
- Gängige kurzfristige Auswirkungen sind Magen‑ und Darmprobleme, wie etwa Durchfälle oder Krämpfe.
- Die langfristigen Folgen bei regelmäßigem Konsum sind noch nicht eindeutig geklärt und Gegenstand zahlreicher Forschungen.
- Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass beispielsweise Xylit oder Erythrit das Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen erhöhen kann - vor allem bei Personen mit entsprechenden Vorerkrankungen.
- Die WHO rät generell vom Verzehr von Süßungsmitteln ab, da sie das Risiko von Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen erhöhen können.
Praktische Hinweise und Alternativen
Wenn Sie auf Zucker verzichten wollen, können Sie die normale Cola meiden und auf Cola Light oder Cola Zero ausweichen. Alternativen: Anstatt zu Zero‑Getränken greifen Sie lieber zu Mineral‑ oder Leitungswasser, ungesüßten Tees oder Fruchtsaftschorlen. Wenn Sie Koffein brauchen, ist ein Cold‑Brew‑Kaffee eine gute Erfrischung. Schwarzen Kaffee und ungesüßten Tee kannst du zusätzlich trinken, das sorgt für Abwechslung. Wenn du es etwas fruchtiger magst, sind verdünnte Saftschorlen genau das richtige für dich. Dann am besten so verdünnt wie möglich, denn unverdünnt sind auch Fruchtsäfte eine richtige Zuckerfalle.
Informationen zur Zuckerherkunft bei Coca‑Cola (Kontext)
30 Prozent der rund 3.900 Getränke weltweit von The Coca‑Cola Company enthalten schon heute wenig oder keinen Zucker. Zucker ist für uns ein zentrales Thema. Weil viele unserer Getränke Zucker enthalten und Zucker ein wichtiger Rohstoff für Coca‑Cola ist. Weil wir gleichzeitig daran arbeiten, den Anteil von Zucker in unseren Getränken weiter zu senken und kontinuierlich kalorienreduzierte Alternativen entwickeln. Über den Nährwertkompass GDA (Guideline Daily Amount), den Coca‑Cola in Deutschland bereits 2007 eingeführt hat, informieren wir unter anderem über Zuckergehalt und Kalorienzahl. 98 Prozent des Zuckers*, den Coca‑Cola in Deutschland verarbeitet, stammt aus Zuckerrüben von heimischen Feldern.
| Produkt | Zucker pro 330 ml | Kcal pro 330 ml |
|---|---|---|
| Coca‑Cola Original | 37 g | ca. 140 kcal |
| Coca‑Cola Zero | 0.0 g | 0.7 kcal |
Klarheit schafft der Blick in die Nährwerttabelle: Zucker gehört zu den Kohlenhydraten und wird dort gesondert aufgeführt („davon Zucker“). Diese Angabe informiert über den „Gesamtzuckergehalt“ eines Lebensmittels, unabhängig davon, ob Zucker zugesetzt wurde oder ob er bereits von Natur aus enthalten ist.
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