Playmobil und Lebkuchen-Schmidt: Geschichte, Kooperation und faszinierende Details
Die außergewöhnliche Partnerschaft zwischen Playmobil und Lebkuchen-Schmidt vereint zwei Ikonen deutscher Kultur und Wirtschaft: den Nürnberger Lebkuchenspezialisten, bekannt für Qualität und Tradition, sowie das kreative Systemspielzeug Playmobil, das Generationen von Kindern in fantasievolle Welten entführt. Die Kooperation spiegelt nicht nur Innovationskraft und Unternehmergeist, sondern auch gelebte Firmenkultur und gesellschaftliche Verantwortung wider.
Lebkuchen-Schmidt: Von der Waggonladung zum Weltunternehmen
1926 fing alles an: Da hat Emil Otto Schmidt die Idee seines Lebens. Eine Waggonladung Lebkuchen teilt der Nürnberger Kaufmann in einzelne Sortimente auf und inseriert diese in Zeitungen. Der Clou: Schmidt verschickt die Pakete direkt nach Hause. Das kommt so gut an, dass er im kommenden Jahr selbst eine kleine Backstube übernimmt - die Geburtsstunde von Lebkuchen-Schmidt.
Der legendäre Ruf von Schmidt basiert vor allem auf dem unverwechselbaren Geschmack und der außergewöhnlichen Qualität seiner weltberühmten Nürnberger Lebkuchen und der anderen feinen Gebäckspezialitäten. Die bekannten Produkthighlights und Klassiker werden auch heute noch mit viel Leidenschaft nach überlieferten Rezepten aus hochwertigsten Zutaten hergestellt.
Stolz auf 90 Jahre Tradition: 2017 blickt die ganze Lebkuchen-Welt auf Lebkuchen-Schmidt und gratuliert zum Jubiläum. Zu diesem Anlass veröffentlicht das Unternehmen ein besonderes Sortiment und feiert mit vielen Aktionen seinen Geburtstag. In einer kleinen Backstube in einem Hinterhaus in Nürnberg, Voltastraße 91, wurden auf einer Fläche von 50 Quadratmetern die Lebkuchen von 10 Arbeitskräften her- und zu Sortimenten zusammengestellt. Vertrieben wurde weiterhin über den Versandweg an Endverbraucher.
In den folgenden Jahren wurde die „Keimzelle“ in der Voltastraße zu klein, so dass der Unternehmer ein Grundstück in der Gyulaer Straße erwarb und dort ein kleines Fabrikgebäude errichtete. Nach Kriegsende wurde von den Alliierten zunächst ein Treuhänder eingesetzt. 1949 erfolgte der Wiederaufbau der zerstörten Gebäude und 1950 arbeiteten bereits wieder 300 Beschäftigte bei Lebkuchen-Schmidt.
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Nachdem ihr Ehegatte Rudolf Schmidt-Burkhardt 1980 verstarb, gefolgt vom Tod ihres Schwagers 1983, führte Frau Henriette Schmidt-Burkhardt von 1983 bis zu ihrem Tod 2014 das Unternehmen. Bereits 1956 deckte man den Personalbedarf durch Mitarbeiter ab, die mit Bussen aus der Nürnberger Umgebung abgeholt wurden. Da sich zu dieser Zeit erneut Kapazitätsgrenzen abzeichneten, erwarb man 1959 ein Grundstück an der Zollhausstraße. Emil Otto Schmidt erlebte die Einweihung nicht mehr, er verstarb als 69-Jähriger am 31. Dezember 1961.
In den folgenden Jahrzehnten expandierte das Unternehmen kontinuierlich. Diese Liebe zu Lebkuchen verlangt jedoch einer vollautomatisierten Produktion absolute Höchstleistungen ab: Im 3-Schicht-Betrieb werden so rund um die 60 Tonnen Rohstoffe verarbeitet und bis zu 3 Mio.
Doch Lebkuchen-Schmidt steht nicht nur für Tradition und Qualität, sondern auch für soziale Verantwortung. Hauptgesellschafter ist eine gemeinnützige Stiftung, weshalb sich die Schmidt-Gruppe für zahlreiche soziale, gesellschaftliche und kulturelle Projekte ihrer Heimatregion einsetzt. Durch den globalen Versand der Produkte versteht sich Schmidt zudem als Botschafter Nürnbergs in aller Welt.
Playmobil: Von der Idee zum globalen Markenerfolg
Die Horst Brandstätter Group ist ein Global Player. Die bekannten Marken PLAYMOBIL und LECHUZA stehen für Qualität, Innovation und bieten damit den Konsumenten echten Mehrwert. Playmobil ist eine Spielzeug-Marke der deutschen geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG, die zur Horst Brandstätter Holding GmbH gehört. Die Markteinführung erfolgte im Jahre 1974 mit den ersten Figuren Ritter, Indianer und Bauarbeiter.
Erfinder von Playmobil ist der Mustermacher und damalige Chefentwickler Hans Beck, der die Idee eines neuen Spielsystems auf Wunsch von Firmeneigentümer Horst Brandstätter realisierte. Das ursprüngliche Hauptelement war eine 7,5 cm große, menschenähnliche Spielfigur aus Kunststoff. Der Markenname „Playmobil“ geht ebenfalls auf Hans Beck und Horst Brandstätter zurück. Der charakteristische blaue Schriftzug wurde von dem Künstler und Grafikdesigner Rainer Willingstorfer entworfen.
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Die rund 40 Spielthemen werden in rund 100 Ländern weltweit vertrieben. Das fantasievolle Rollenspiel mit den historischen und modernen Themenwelten fasziniert seit über 50 Jahren Kinder und wird von Eltern und Pädagogen gleichermaßen geschätzt. Seit 1974 wurden bereits über 3,9 Milliarden PLAYMOBIL®-Figuren gefertigt. Die Aufstellfiguren sind von ihrer Funktion her Nachfolger von Kinderspielzeug nach Art von Zinnsoldaten. Menschen darstellende Playmobil-Figuren bestehen aus einem Kopf, einer Perücke, zwei Armen sowie einem Rumpf mit Innenteil und Beinpaar. In der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt genügt ein kräftiger Druck auf den Schädel, und alles klickt fest zusammen.
Ein besonderes Merkmal der Playmobil-Figuren ist die Reduziertheit auf wesentliche kindliche Wahrnehmungsmuster: Hans Beck hat den Kopf der Figuren groß und kugelig gemacht, weil Kinder, wenn sie Personen zeichnen, Köpfe genau so, als hervorstechendstes Körpermerkmal, malen. Playmobil-Figuren haben stets Hände, mit denen Gegenstände universell gegriffen werden können. Auf diese Weise lassen sich Figuren setübergreifend verwenden.
In einem Urteil vom 28. Oktober 1994 stellte das Landgericht Nürnberg-Fürth fest, dass Playmobil-Figuren als „Werke der angewandten Kunst“ eine „urheberrechtliche Werksqualität“ besitzen. In ihnen komme „künstlerische Individualität“ zum Ausdruck.
Die Größe der klassischen Playmobil-Figur entspricht mit 7,5 cm der Modellbau-Nenngröße 2, die einem Maßstab von 1:22,5 entspricht. Die Eisenbahnmodelle sind auch mit der dazugehörenden Modellbahn-Spur IIm (G) kompatibel. Einige Sets wie z. B. Eisenbahnmodelle bilden passende Ergänzungen.
Meilensteine und gesellschaftliche Entwicklung
Seit der Jahrtausendwende wird dieses Vorgehen zunehmend aufgelockert. Playmobil produziert seit 2017 unter Lizenz auch einige Sets für Filmserien, wie z. B. Spirit: wild und frei, Dreamworks Dragons oder Ghostbusters, deren Charaktere dann auch in den Playmobil-Sets auftauchen. Dass sich in der jüngeren Gegenwart die traditionellen Lebensverhältnisse und Rollenmuster auflockern, spiegelt sich auch in der Playmobilwelt wider: Waren anfangs die Frauenfiguren entweder helfende Krankenschwestern, kochende indianische Frauen oder repräsentierende Königinnen, so drangen sie allmählich in Männerberufe vor und konnten etwa Polizistin werden.
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Anders als bei der Konkurrenz, wie z. B. Lego, gab es bei Playmobil lange bewusst keine lizenzierten Merchandising-Produkte - also Sets, die im Rahmen einer gemeinsamen Vermarktung mit Filmen oder anderen Medien angeboten werden. Erst 2016 gab Playmobil eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Figurenhersteller Funko bekannt. Mit der “Wiltopia”-Serie werden Naturfarbstoffe verwendet, wodurch häufig ein pastelliger Farbton entsteht.
Zeitgeschichtliche und kulturelle Ereignisse greifen Playmobil und Partner immer wieder mit speziellen Editionen auf. Die Verwendung des Playmobil-Designs hat eine Eigendynamik entwickelt: Künstler wie Men Rabe oder Ralf Gemein verwenden die Punkt-Punkt-Strich-Gesichter in ihren Werken.
Die Kooperation: Lebkuchen-Schmidt und Playmobil verbinden Generationen
Die Kooperation zwischen Lebkuchen-Schmidt und Playmobil ist ein exzellentes Beispiel für gelungene Markenpartnerschaft, bei der Tradition auf Innovation trifft. Zahlreiche thematische Aktionen und exklusive Editionen verbinden die markanten Lebkuchen-Kreationen mit der fantasievollen Playmobil-Welt. Für viele Generationen war und ist es etwas ganz Besonderes, eines der unverwechselbaren Pakete in den Händen zu halten und schon beim Auspacken Vorfreude auf den Inhalt zu bekommen. Seitdem steht dieser Name für außergewöhnliche Genussmomente und leuchtende Augen bei Groß und Klein.
| Jahr | Meilensteine Lebkuchen-Schmidt | Meilensteine Playmobil |
|---|---|---|
| 1926 | Firmengründung durch E. Otto Schmidt | - |
| 1974 | - | Markteinführung Playmobil auf Spielwarenmesse, erste Sets: Ritter, Western, Bauarbeiter |
| 1981/83 | - | Erste Kinder- und Babyfiguren |
| 2017 | 90-jähriges Jubiläum | Playmobil produziert lizensierte Filmsachen und historische Sondereditionen |
Durch kreative Kooperationen entstehen Produkte, die für Sammler, Familien und Fans beider Marken gleichermaßen reizvoll sind. Sie verbinden eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte mit emotionalen Werten und wecken die Neugier auf gemeinsame Zukunftsprojekte.
So tragen beide Marken als Kulturbotschafter ihre regionale Identität und internationale Bedeutung nach außen - verbunden durch gelebte Werte, Originalität und Leidenschaft. Beide Unternehmen beweisen, wie Traditionsbewusstsein und zukunftsorientiertes Unternehmertum Hand in Hand gehen können.
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