Zimtsirup ohne Zucker selber machen Rezept

Ist nur Sirup, kein Schnaps! Sirup im Kaffee ein Träumchen. Eigentlich trink ich ihn schwarz. Aber im Winter find ich so ein Schüsschen Zimtsirup ganz lecker. Noch toller: Sirup selber machen geht total einfach. Wie einfach du dir leckeren Zimtsirup zubereitest, das zeige ich dir in diesem Beitrag.

Zimtsirup ist Weihnachten flüssig in der Flasche. Denn welcher Duft ist weihnachtlicher als der von Zimt? Dieser Geruch ist für mich immer der Start in die Weihnachtszeit, ob im Kaffee, im Sekt, auf Eis, im Kuchen….. Zimtsirup ist einfach perfekt und so schnell und einfach selbst gemacht.

Flaschen mit selbstgemachtem Zimtsirup als Geschenk

Warum Zimtsirup selber machen?

Da gekaufte Produkte häufig Aromen, Konservierungs- und Farbstoffe enthalten, ist die selbstgemachte Variante nicht nur leckerer und günstiger, sondern auch gesünder. Du erhältst ein Produkt, das garantiert frei von künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern oder Farbstoffen ist. Also alles ganz natürlich. Mit einem selbstgemachten Zimtsirup kannst du dir dieses warme Aroma das ganze Jahr über bewahren.

Sirups sind die perfekten Geschmacksgeber, die man auf Vorrat zu bereiten kann. Der Zucker in einem Sirup macht das Ganze lange haltbar, perfekt für spontane Drinks, schnelle Heißgetränke oder auch kurzfristige Geschenke aus der Küche und kulinarische Mitbringsel. Zimtsirup hat den großen Vorteil, dass keine frischen Lebensmittel verarbeitet werden. Dadurch ist der Sirup bei einer sauberen Arbeitsweise schon an sich sehr lange haltbar.

Welche Zimtsorte verwenden?

Es wird beim Zimt in zwei Arten von Zimt unterschieden: Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt. Ceylon-Zimt besteht aus dünngeschnittenen Rindenschichten, die in der typischen Zigarrenform gerollt wird. Aromatisch gilt dieser als hochwertiger und entsprechend kostet dieser auch mehr. Cassia-Zimt ist dicker, dunkler und gröber. Auch wenn er etwas intensiver riecht, ist sein Aroma trotzdem weniger komplex und weniger intensiv. Ceylon-Zimt enthält fast gar kein Cumarin, was ihn quasi ungiftig macht. Cassia-Zimt ungefähr 100-mal soviel.

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Genießt du den Zimtsirup oder allgemein Zimt häufiger, empfehlen wir dir zu Ceylon-Zimt zu greifen. Er ist zwar etwas teurer, hat dafür aber einen deutlich niedrigeren Cumaringehalt. An den Stangen kann man beide Arten leicht unterscheiden. Ceylon-Zimt sieht mit seinen vielen Schichten wie eine gerollte Zigarre aus, wohingegen der Cassia-Zimt aus nur einer Wickelschicht besteht.

Zimtstangen: Ceylon links, Cassia rechts

Grundprinzip und Haltbarkeit

Sirup besteht in der Basis aus Wasser und Zucker. Kocht man diese zwei Komponenten miteinander über eine gewisse Zeit ein, erhält man ein dickflüssiges Zuckerwasser, genannt Sirup. Die unterschiedlichsten Sirupe sind nichts anderes als dick eingekochtes Zuckerwasser mit zusätzlich Geschmack. Zimt eignet sich perfekt, um seinen Geschmack in einem Sirup festzuhalten.

Zimtsirup hat den großen Vorteil, das keine frischen Lebensmittel verarbeitet werden. Dadurch ist der Sirup bei einer sauberen Arbeitsweise schon an sich sehr lange haltbar. Zusätzlich wirken die ätherischen Öle des Zimts antibakteriell und vorallem auch antifungizid. Zimt hat also eine natürliche Wirkung gegen Pilze und auch Hefen. Dadurch ist der Zimtsirup extrem lange haltbar.

Bewahre Zimtsirup kühl und dunkel in dicht verschlossenen Flaschen auf, so hält er sich mindestens 2 Monate. Ungeöffnet hält er sich einige Monate. Nach dem Öffnen solltest du ihn in den Kühlschrank stellen und zeitnah verbrauchen. Mit der Zeit setzt sich der Zimt am Flaschenboden ab - kein Problem: die Flasche dann einfach gut schütteln.

Rezept: klassischer Zimtsirup (etwa 500 ml)

Die angegebene Menge an Zutaten ergibt circa 500 ml. Je nachdem, welche Menge du für dich selbst oder zum Verschenken benötigst, musst du das Rezept gegebenenfalls anpassen. 100 ml sind meiner Meinung nach eine gute Menge zum Schenken, da man ja nicht Unmengen an Sirup nutzt.

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  • 400 g Zucker
  • 400 ml Wasser
  • 2 Zimtstangen (idealerweise Ceylon)
  • 1-2 Sternanis (optional)
  • 1 Vanilleschote (Mark optional)
  • Bügelflaschen zum Abfüllen

Zubereitung

  1. Den Zucker gibst du mit 2 EL Wasser in einen Topf. Den Zucker nun bei mittlerer Hitze erhitzen und immer mal wieder rühren. Ziel ist es, dass der Zucker karamellisiert. Durch das Wasser kannst du den Zucker einfacher sanfter karamellisieren lassen und die Gefahr, dass er anbrennt und bitter wird, sinkt.
  2. Den Zucker solltest du so lange erhitzen, bis er eine goldgelbe Farbe bekommt. Dann schüttest du ganz vorsichtig und langsam 400 ml Wasser hinzu. Aber Achtung: die Zuckermasse wird hart und es kann blubbern, pass auf, dass du dich nicht verbrennst.
  3. Den festgewordenen Zucker kochst du nun bei mittlerer Hitze wieder los. Sobald er sich ganz ausgelöst hat, gibst du die Zimtstangen, den Sternanis und das Mark der Vanilleschote dazu. Dann ca. 12 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  4. Die Zimtstangen werden dann entnommen, bevor man den Sirup abfüllt. Den Zimtsirup heiß in die Bügelflaschen füllen.
  5. Ich lasse alles noch ein bisschen stehen, damit der Sirup nochmal nachziehen kann. Nach dem Köcheln einfach durch ein Sieb gießen. Fertig.

Den Zucker zusammen mit dem Wasser, den Zimststangen und dem gemahlenen Zimt aufkochen und etwa 15 Minuten leicht köcheln lassen. Sirup ist süß und konzentriert. Durch seinen hohen Zuckergehalt ist er verschlossen auch ungekühlt lange haltbar.

Zubereitungsschritt: Sirup köchelt im Topf

Alternative: Zimtsirup ohne (haushalts)Zucker

Sirup ohne Zucker ist einfach herzustellen und gleichzeitig wesentlich kalorienärmer. Wenn du auf herkömmlichen Zucker verzichten möchtest, kannst du einen zuckerfreien Sirup mit Zuckeralternativen wie Erythrit oder Xylit herstellen. Beide Austauschstoffe gehören zu den sogenannten Zuckeralkoholen. Erythrit und Xylit lösen sich in heißem Wasser hervorragend, können in kaltem Zustand aber (teilweise) wieder kristallisieren.

Sirup ohne Zucker hat etwas andere Eigenschaften in Bezug auf Konsistenz und Haltbarkeit. Konsistenz: Wenn du Sirup mit Erythrit oder Xylit selber machst, wird dieser nicht so dickflüssig wie Sirup mit Zucker. Haltbarkeit: Anders als zuckerhaltiger Sirup ist Sirup mit Xylit oder Erythrit nicht so lange haltbar.

Man kann, wenn man bestimmte Regeln einhält! Regel Nr. 1: Das Konzentrat muss genügend Säure enthalten. Wenn wir zwei einfache Regeln beachten, geht das. Zuckeraustauschstoffe können ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Erythrit und Xylit sind kalorienarm, haben keinen Einfluss auf den Insulinspiegel und besitzen eine karieshemmende Wirkung. Trotz zahlreicher positiver Eigenschaften solltest du bei dem Konsum von Erythrit und Xylit jedoch vorsichtig sein.

Praktische Tipps & Variationen

  • Für einen besonders aromatischen Sirup empfehle ich dir, hochwertigen Ceylon-Zimt zu verwenden. Für extra Aroma gebe ich die Stücke direkt mit in den Sirup.
  • Wenn du gemahlenen Zimt verwendest, erhältst du einen intensiveren Geschmack in kürzerer Zeit. Allerdings kann das Pulver den Sirup leicht trüben und es bleibt oft ein feiner Bodensatz.
  • Die ausgekratzte Vanilleschote kannst du wunderbar für selbst gemachten Vanillezucker verwenden. Dafür einfach die Schote Dritteln und zusammen mit Zucker in ein Glas füllen. Ab und zu durchmischen.
  • Die kleine Prise Salz im Zimtsirup wirkt wie ein natürlicher Geschmacksverstärker.
  • Alte Zimtstangen müssen keineswegs in den Müll! Du kannst sie vielseitig wiederverwenden und damit noch etwas Gutes für dein Zuhause tun. Als natürliche Deko verbreiten sie zum Beispiel einen herrlich würzigen Duft.
  • Flaschen: 100 ml sind eine gute Schenkgröße; für mehrere Gäste oder Geschenke kannst du 4-5 Flaschen à 100 ml füllen oder das Rezept verdoppeln für 4×250 ml Flaschen.
Zimtsirup auf Pancakes und im Kaffee

Wofür passt Zimtsirup?

  • Kaffee: Ob Milchkaffee oder normaler Kaffee - mit einem Teelöffel Zimtsirup bekommt dein morgendlicher Muntermacher einen winterlichen Geschmack.
  • Tee/Chai: Verfeinere schwarzen Tee oder deinen morgendlichen Milchkaffee mit der würzigen Süße. Unser Geheimtipp, den du unbedingt probieren musst: Zimtsirup im Pumpkin Spice Latte!
  • Cocktails: Zimtsirup passt zu zahlreichen Cocktail-Varianten - und für einen schmackhaften Weihnachtscocktail kannst du Zimtsirup mit Korn kombinieren.
  • Desserts: Milchreis, Vanillepudding, Eiscreme oder über Pfannkuchen und Pancakes.
  • Kuchen: Insbesondere mit Obstkuchen wie etwa Kirsch- oder Apfelkuchen harmoniert Zimtsirup als Soße wunderbar.

Haltbarkeit, Lagerung und Sicherheit

Ungeöffnet hält er sich einige Monate. Nach dem Öffnen solltest du ihn in den Kühlschrank stellen und bald verbrauchen. Bei sauberen Arbeitsweise und hohem Zuckeranteil bleibt Zimtsirup sehr lange aromatisch. Ich habe meinen bereits fast ein Jahr im Kühlschrank gelagert und kann keinerlei Ausflockungen oder Veränderungen in der Aromatik wahrnehmen. Aus Sicherheitsgründen würde ich aber trotzdem keine so lange Lagerung empfehlen.

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Hinweis zur Verwendung von Zuckeralternativen

In Sirup-Rezepten kannst du den Zucker leicht ersetzen. Dennoch: Zuckeraustauschstoffe sind mit Vorsicht zu genießen. Eine Studie der Cleveland Clinic aus dem Jahr 2023 hat gezeigt, dass Erythrit ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle bedingt. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2024 belegt ähnliche Ergebnisse auch für Xylit. Deshalb solltest du bei der Verwendung von Erythrit und Xylit vorsichtig sein.

Zubereitung von Zimtsirup Schritt für Schritt

Kurze Nährwertangabe (klassischer Sirup)

PortionsgrößeKalorienKohlenhydrateEiweiß
ca. 1 Glas (200 ml)843 kcal206 g1 g

Noch mehr Ideen

  • Probier Zimtsirup auf Pfannkuchen, im Porridge oder über Milchreis.
  • Als Geschenk aus der Küche: hübsch verpackt macht selbstgemachter Zimtsirup richtig was her.
  • Bei Pinterest und Instagram findest Du noch mehr Rezeptideen.

Hast du den Zimtsirup schon ausprobiert oder eigene Tipps zur Zubereitung? Teile deine Ideen und Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

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