Zimt Bonbons ohne Zucker: Herstellung und Inhaltsstoffe
Die meisten Menschen naschen gern - obwohl wir alle wissen, dass zu viel Zucker ganz schön ungesund ist. Das Versprechen: Genuss ohne negative Folgen für die Figur und die Zähne. Auch viele Eltern bieten ihren Kindern Süßigkeiten ohne „echten" Zucker an. Doch ist der Verzehr solcher künstlich hergestellten Industrieprodukte tatsächlich gesünder? Oder gibt es auch beim Verzehr von zuckerfreien Süßigkeiten etwas zu beachten?
Was bedeutet „zuckerfrei“ rechtlich und praktisch?
Doch was bedeutet „zuckerfrei“ genau? Laut EU-Verordnung darf ein Lebensmittel als „zuckerfrei“ gekennzeichnet werden, wenn es maximal 0,5 g Zucker pro 100 g oder 100 ml enthält. Für die Angabe „zuckerfrei“ gibt es klare gesetzliche Vorgaben. Sie ist erlaubt, wenn 100 Gramm Lebensmittel maximal 0,5 Gramm Zucker enthalten. Etwas, das als „zuckerfrei“ gilt, darf maximal 0,5 g Zucker pro 100 g bzw. 100 ml Zucker enthalten.
Das Label „zahnfreundlich“ ist nicht gleichzusetzen mit Bezeichnungen wie „ohne Zuckerzusatz“ oder „zuckerfrei“. Es stellt nur sicher, dass keine Zuckerarten enthalten sind, die den Kariesbakterien als Nahrung dienen können: wie Haushaltszucker, Fruchtzucker, Traubenzucker, Milchzucker oder Malzzucker. Zahnfreundlichen Produkten wird stattdessen ein Süßstoff oder Zuckeraustauschstoff zugesetzt.
Welche Süßungsmittel kommen in zuckerfreien Zimtbonbons infrage?
Statt herkömmlichem Haushaltszucker - wie Kristall- oder Rohrzucker - kommen in diesen Produkten sogenannte Zuckeraustauschstoffe oder Süßstoffe zum Einsatz. Süßungsmittel müssen in der Zutatenliste eines Produktes entweder mit dem Namen oder der E-Nummer auf der Verpackung ausgewiesen sein. Europaweit sind elf Süßstoffarten erlaubt: Acesulfam K (E 950), Advantam (E 969), Aspartam (E 951), Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962), Cyclamat (E 952), Neohesperidin (E 959), Neotam (E 961), Saccharin (E 954), Steviolglycoside (E 960), Sucralose (E 955) und Thaumatin (E 957).
Während Süßstoffe gar keine Kalorien enthalten, liefern Zuckeraustauschstoffe einen niedrigen Energiegehalt und enthalten daher - bis auf Erythrit - Kalorien. Insgesamt aber sind sie deutlich kalorienärmer als Zucker. In der EU sind acht zugelassene Zuckeraustauschstoffe: Erythrit (E 968), Isomalt (E 953), Lactit (E 966), Maltit (E 965), Mannit (E 421), Polyglycitolsirup (E 964), Sorbit (E 420) und Xylit (E 967).
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Isomalt: ein typisches Beispiel
Isomalt ist ein Zuckeralkohol (chemisch: ein Polyol), der durch enzymatische Umwandlung aus Saccharose - also gewöhnlichem Rübenzucker - hergestellt wird. Es entsteht ein Gemisch aus zwei Disaccharid-Alkoholen (Glucopyranosylmannitol und Glucopyranosylsorbitol), das in der Lebensmittelindustrie seit den 1980er Jahren verwendet wird. In der EU ist Isomalt als Lebensmittelzusatzstoff E 953 zugelassen und wird als Zuckeraustauschstoff klassifiziert - nicht als Süßstoff. Das ist ein wichtiger Unterschied: Süßstoffe wie Aspartam (E 951) oder Saccharin (E 954) sind synthetische Hochintensiv-Süßer ohne Nährwert. Isomalt hingegen ist ein Kohlenhydrat mit etwa 2 kcal pro Gramm - halb so viel wie Zucker.
Für die Bonbon-Herstellung ist Isomalt besonders gut geeignet, weil es sich ähnlich wie Zucker verarbeiten lässt. Es kristallisiert kaum, hat einen hohen Schmelzpunkt und ergibt eine klare, glänzende Bonbonmasse. Im Gegensatz zu Sorbitol oder Xylitol erzeugt Isomalt keinen kühlenden Effekt im Mund - der Geschmack bleibt sauber und neutral. Die Süßkraft von Isomalt liegt bei etwa 45-60 % im Vergleich zu Zucker.
Herstellungsprozess von Zimt Bonbons ohne Zucker (typische Schritte)
Alle unsere zuckerfreien Sorten werden nach denselben überlieferten Apothekerrezepturen und im selben Vakuumkochverfahren hergestellt wie unsere klassischen Bonbons - nur mit Isomalt statt Zucker. Für die Bonbon-Herstellung ist Isomalt besonders gut geeignet, weil es sich ähnlich wie Zucker verarbeiten lässt. Es kristallisiert kaum, hat einen hohen Schmelzpunkt und ergibt eine klare, glänzende Bonbonmasse.
- Auflösen und Vermischen der Zuckeraustauschstoffe (z. B. Isomalt, Maltitsirup oder Sorbit) mit Wasser und ggf. weiteren flüssigen Zutaten.
- Kochen unter Vakuum zur gewünschten Temperatur, um eine klare, glänzende Bonbonmasse zu erhalten.
- Einarbeitung von Aromen und Aromakomponenten wie Zimt-Extrakt oder ätherischen Ölen für den charakteristischen Geschmack.
- Formung oder Ziehen der Bonbons, Abkühlen und Glasieren, falls gewünscht.
- Verpackung unter hygienischen Bedingungen.
Inhaltsstoffe von Zimt Bonbons ohne Zucker - typische Zusammensetzung
Unsere zuckerfreien VIVIL Bonbons bestehen überwiegend aus Zuckeraustauschstoffen wie Isomalt, Maltitsirup oder Sorbit. Diese sogenannten Zuckeralkohole (chemisch betrachtet sind es mehrwertige Alkohole) sind nicht mit Alkohol im herkömmlichen Sinne zu verwechseln - denn sie enthalten keinen Ethanol. Sie schmecken süß, belasten den Blutzuckerspiegel jedoch weniger stark als Haushaltszucker und enthalten meist auch weniger Kalorien. Zusätzlich sorgen Süßstoffe wie Acesulfam K, Sucralose oder Aspartam bei unseren Bonbons für die gewünschte Süße.
Bei Zimt Bonbons ohne Zucker werden typischerweise Aromastoffe (z. B. natürliches Zimtöl), eventuell Kräuterextrakte und Farbstoffe sowie Trenn- und Füllstoffe eingesetzt. Karamellzucker oder -sirup wird häufig nur in kleinen Mengen zur Geschmacksgebung oder Färbung zugesetzt. Für die Angabe „zuckerfrei“ gibt es klare gesetzliche Vorgaben. Dass der Zuckergehalt nur sehr gering sein kann, sehen Sie auch an der Reihenfolge im Zutatenverzeichnis: Dort müssen die Zutaten in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils genannt werden. Der Karamellzucker steht weit hinten in der Zutatenliste hinter dem Kräuterextrakt.
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| Komponente | Funktion |
|---|---|
| Isomalt (E 953) | Zuckeraustauschstoff, sorgt für Süße, Struktur, geringere Kalorien |
| Andere Polyole (Sorbit, Maltit) | Süße, Textur, Karamellisierungseigenschaften |
| Süßstoffe (Acesulfam K, Sucralose, Aspartam) | Intensive Süße in kleinen Mengen |
| Aromen (Zimtöl) | Geschmack, Charakter der Zimtbonbons |
| Füll- und Trennstoffe | Verarbeitung, Haltbarkeit |
Vorteile: Blutzucker und Zahngesundheit
Der entscheidende Vorteil von Isomalt: Es wird im Dünndarm nur teilweise aufgenommen und langsam verstoffwechselt. Der glykämische Index liegt bei nur 2 - Haushaltszucker hat einen GI von 65. Das bedeutet: Der Blutzuckerspiegel steigt nach dem Verzehr kaum an. Deshalb sind Isomalt-Bonbons für Menschen mit Diabetes geeignet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat offiziell bestätigt, dass Lebensmittel mit Isomalt statt Zucker zu einem geringeren Anstieg des Blutzuckerspiegels führen - ein zugelassener Health Claim in der EU.
Karies entsteht, wenn Bakterien im Mund Zucker zu Säure vergären. Isomalt kann von Kariesbakterien nicht verstoffwechselt werden - es entsteht keine Säure, der Zahnschmelz wird nicht angegriffen. Isomalt gilt daher als nicht kariogen. Studien der Universität Zürich bestätigen die Zahnfreundlichkeit von Isomalt.
Risiken und Verträglichkeit - auf das Maß kommt es an
Wie alle Zuckeralkohole kann Isomalt bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Die Schwelle liegt bei Isomalt allerdings höher als bei anderen Polyolen: Erst ab etwa 30-50 Gramm pro Tag treten bei den meisten Erwachsenen Beschwerden auf - das entspricht 8 bis 12 Bonbons. Sorbitol verursacht bereits ab 20 Gramm Symptome. Isomalt wird deutlich besser vertragen, weil seine Disaccharid-Struktur im Darm langsamer fermentiert wird.
Der gesetzlich vorgeschriebene Hinweis „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" steht auf jeder Packung - nicht als Warnung, sondern als transparente Information. Unsere Empfehlung: 3 bis 5 Bonbons pro Tag sind für die meisten Menschen problemlos verträglich. Es gibt gesundheitlich unbedenkliche Mengenangaben für Erwachsene. Sie sind nach dem sogenannten ADI-Wert bemessen (Acceptable Daily Intake = duldbare tägliche Aufnahmemenge).
Praktische Hinweise beim Kauf und Konsum
Beim Kauf von zuckerfreien Bonbons oder anderen Süßwaren lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Begriffe wie: „zuckerfrei“, „ohne Zuckerzusatz“, „zuckerreduziert“ sind rechtlich unterschiedlich geregelt und bedeuten nicht das Gleiche. Unser Tipp: Transparente Angaben und bewusster Genuss helfen, das passende Produkt zu finden. Auf unseren Verpackungen findest du immer die Angabe zu den verwendeten Süßungsmitteln und Zuckeraustauschstoffen - verständlich und übersichtlich.
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Verbraucherschützer und -schützerinnen empfehlen zuckerfreie Süßigkeiten nicht uneingeschränkt - trotz der auf den ersten Blick erkennbaren Vorteile für Figur und Zähne. Denn selbst der konsequente Wechsel zu Süßstoffen oder auch Zuckeraustauschstoffen ist keine Garantie dafür, dass man seinen Körperfettanteil verringert. Dafür ist vielmehr die gesamte Kalorienzufuhr, die Zusammensetzung sowie Herkunft aller Speisen und Getränke entscheidend.
Für wen eignen sich Zimt Bonbons ohne Zucker?
- Für figurbewusste Genießer:innen: Bonbons ohne Zucker enthalten oft weniger Kalorien und können so beim bewussten Naschen helfen.
- Für Menschen mit Diabetes: Isomalt-Bonbons führen zu einem geringeren Anstieg des Blutzuckerspiegels.
- Für Eltern: Viele Eltern greifen bei Kindern lieber zu zuckerfreien Bonbons, um den Zuckerkonsum im Alltag einzuschränken.
- Für unterwegs: Zuverlässig verpackt sind zuckerfreie Bonbons kompakt und hygienisch - ideal „to go“.
Wichtig ist hierbei zu wissen: Wie bei allen Süßwaren gilt auch bei zuckerfreien Produkten - bitte in Maßen genießen! Einige Zuckeralkohole können bei übermäßigem Verzehr abführend wirken, was auch auf der Verpackung entsprechend gekennzeichnet ist.
Zusammenfassung wichtiger Punkte
- Zuckerfrei bedeutet maximal 0,5 g Zucker pro 100 g bzw. 100 ml.
- Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt (E 953) liefern weniger Kalorien und beeinflussen den Blutzucker weniger stark als Haushaltszucker.
- Isomalt ist zahnfreundlich und gilt als nicht kariogen.
- Bei übermäßigem Verzehr können Polyole wie Isomalt abführend wirken; die Verpackung gibt hierzu Hinweise.
- Transparente Kennzeichnung auf der Verpackung hilft, die eingesetzten Süßungsmittel zu erkennen.
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