Signora Volpe: Intrigen, Trüffel und die italienische Sonne

Die britische Serie "Signora Volpe" entführt den Zuschauer in die malerische Provinz Umbrien, Italien, wo die ehemalige Geheimagentin Sylvia Fox nach einem beruflichen Rückschlag ein neues Leben beginnt. Die erste Staffel, die am 31. März 2024 im ZDF startete, präsentiert drei in sich abgeschlossene Kriminalfälle, die Sylvia auf eigene Faust löst, wobei sie der regionalen Polizei immer wieder einen Schritt voraus ist.

Ein Neuanfang in Italien

Sylvia Fox, gespielt von Emilia Fox, sucht in dem beschaulichen Dorf Panicale Ruhe und Erholung. Ihre Schwester Isabel lebt dort mit ihrem italienischen Mann Matteo. Anlass für Sylvias Reise ist die Hochzeit ihrer Nichte Alice mit dem Notar Tommaso. Doch die Idylle trügt: Am Tag der Hochzeit ist Tommaso spurlos verschwunden, und in der Nähe seines Hauses wird eine Frauenleiche gefunden. Sylvia, die ihr Talent als Geheimagentin nicht verleugnen kann, beginnt zu ermitteln. Capitano Giovanni Riva, der die offiziellen Ermittlungen leitet, ist überrascht von Sylvias abgebrühtem Umgang mit dem Leichenfund und ihrer Hartnäckigkeit. Sylvia entdeckt eine Verbindung zwischen Tommaso und dem Drogenboss Richelmo Gregori und muss feststellen, dass ihre Nichte Alice nicht so unschuldig ist, wie sie scheint.

Verkannte Helden und dunkle Geheimnisse

Sylvia hat sich entschieden, dauerhaft in Panicale zu leben und ein altes Haus am Ortsrand gekauft. Als sie der Archäologin Mallory Bell bei Ausgrabungen am Castello di Monterosa hilft, stoßen sie auf ein Skelett. Der Fund weckt Erinnerungen an Ornella Pannacci, die vor 25 Jahren spurlos verschwand. Schnell gerät der Außenseiter Carlo Sabatini in Verdacht, der bereits damals verdächtigt wurde. Doch Sylvia glaubt an seine Unschuld und beginnt, die Vergangenheit des Dorfes zu durchforschen. Die Ermittlungen führen zu einer überraschenden Wendung, als festgestellt wird, dass es sich bei der Leiche nicht um Ornella handelt. Ist sie womöglich noch am Leben?

Trug und Trüffel

In der dritten Episode erhält Sylvia überraschenden Besuch von ihrem Ex-Mann und ehemaligen Geheimdienstkollegen Adam. Ein alter Freund der beiden, der russische Politiker Dimitri, bittet um Hilfe: Sein Sohn Sasha, der in Rom studiert, sitzt im Gefängnis, weil er seinen Kommilitonen Mario getötet haben soll. Sylvia nimmt Sasha bei sich auf und versucht, die Wahrheit herauszufinden. Parallel dazu bittet der Handwerker Salvatore Zampa Sylvia um Hilfe, weil sein Vater Gino sein wertvolles Trüffelschwein Mimi vermisst. Sylvia verspricht zu helfen und gerät in einen Strudel aus Intrigen und Geheimnissen. Sie entdeckt, dass der ermordete Mario ein Doppelleben führte, in dem auch die Studentin Roberta eine Rolle spielte.

Die Faszination von "Signora Volpe"

"Signora Volpe" besticht durch ihre charmante Hauptdarstellerin Emilia Fox, die die Rolle der Sylvia Fox mit viel Cleverness und Sympathie verkörpert. Die Serie verbindet spannende Kriminalfälle mit den malerischen Landschaften Umbriens und erzählt von Sylvias Neuanfang in Italien. Die horizontal erzählte Geschichte zeigt, wie Sylvia sich in ihre neue Heimat verliebt, ihre Karriere beim MI6 aufgibt und schließlich ein neues Leben als Hausbesitzerin beginnt.

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Obwohl die Serie in Italien spielt, werden Culture-Clash-Momente nur beiläufig thematisiert. Der Fokus liegt auf den Kriminalfällen und Sylvias Ermittlungen. Die Tatsache, dass Sylvia offiziell nicht ermitteln darf, wird zwar erwähnt, führt aber nicht zu den üblichen Konflikten mit der örtlichen Polizei.

"Signora Volpe" ist eine Krimiserie, die sich auf das Wesentliche konzentriert: spannende Geschichten, interessante Charaktere und die Schönheit der italienischen Landschaft. Auf Action und übertriebene Dramatik wird verzichtet. Stattdessen bietet die Serie einen angenehmen Krimiabend mit einer sympathischen Heldin, die immer wieder in neue und aufregende Fälle verwickelt wird.

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