Zuckerpreise bei Aldi: Ein umfassender Überblick über Preissenkungen und Hintergründe
Der Zuckerpreis, der in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist, erlebt aktuell eine deutliche Entspannung. Aldi Nord und Aldi Süd haben den Preis für die 1-Kilo-Packung ihrer Eigenmarke erheblich gesenkt. Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe dieser Preissenkungen, die Rolle von Aldi im Preiskampf und die Auswirkungen auf die Verbraucher.
Aktuelle Preissenkungen im Detail
Aldi Nord und Aldi Süd haben den Preis für ein Kilogramm Zucker von 1,49 Euro auf 89 Cent reduziert. Damit unterbieten sie sogar Lidl, das ebenfalls Preissenkungen angekündigt hat. Bei Kaufland und Lidl kostet die Packung Zucker seit dieser Woche 99 Cent. Auch andere Zuckerarten sind betroffen: Puderzucker in der 250-g-Packung kostet nun 0,39 Euro (vorher 0,49 Euro), und 1 kg Würfelzucker ist für 1,29 Euro statt 1,69 Euro erhältlich. Kaufland hat zudem den Preis für Gelierzucker um 20 Cent auf 0,79 Euro gesenkt. Edeka, Rewe, Netto, Penny und Norma ziehen mit ähnlichen Reduzierungen nach.
Aldi als Preisführer
Aldi gilt oft als Preisführer und ist bekannt dafür, bei Preisveränderungen eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die aktuelle Preissenkung beim Zucker untermauert diese Position erneut. Aldi Nord und Süd haben nach eigenen Angaben bereits im Jahr 2025 rund 1000 Artikel reduziert und kündigen weitere Senkungen an, um die Preisführerschaft zu behaupten.
Gründe für die Preissenkungen
Die Händler begründen die Preissenkungen mit sinkenden Rohstoffpreisen. Auch die Preise für andere Zuckerprodukte wie Puder- und Gelierzucker sollen demnächst fallen.
Historischer Kontext der Zuckerpreisentwicklung
In den letzten Jahren sind die Preise für viele Lebensmittel in Deutschland inflationsbedingt gestiegen. Im August 2024 mussten Verbraucher für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke durchschnittlich 32,4 Prozent mehr bezahlen als im Jahr 2020. Zucker gehörte zu den Produkten mit den stärksten Preissteigerungen: Im August 2024 war eine Packung Zucker 82 Prozent teurer als noch vor vier Jahren.
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Daten des Preisvergleichsportals Smhaggle zeigen, dass der Regalpreis für ein Kilogramm Zucker der Eigenmarke im Januar 2022 noch bei 79 Cent lag. Im Dezember desselben Jahres stieg er auf 1,49 Euro. Laut der deutschen Zuckerwirtschaft waren die Hauptursachen für diese Preissteigerungen höhere Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal. Im Dezember 2023 erreichte der durchschnittliche Zuckerpreis auf dem europäischen Binnenmarkt mit 856 Euro pro Tonne seinen Höhepunkt.
Aktuelle Einflüsse auf die Preisentwicklung
Die aktuelle Preisentwicklung wird durch die Rohölpreise beeinflusst und spiegelt die Ernteaussichten für Zuckerrohr in Ländern wie Brasilien, Thailand und Indien wider. Große Hersteller wie Nordzucker haben bereits angekündigt, dass das hohe Preisniveau bei Zucker wieder sinken wird.
Der Preiskampf im Einzelhandel
Die aktuellen Preissenkungen sind Teil eines intensiven Preiskampfes zwischen den großen Einzelhandelsketten. Lidl hatte im Mai 2025 die "größte Preissenkung der Firmengeschichte" angekündigt und über 500 Artikel dauerhaft um bis zu 35 Prozent reduziert. Aldi konterte daraufhin mit weiteren Preissenkungen, um die Preisführerschaft zu verteidigen.
Dieser Preiskampf betrifft vor allem Grundnahrungsmittel wie Zucker und Butter. Wenn ein Discounter den Preis senkt, zieht der andere schnell nach. Regionale Abweichungen von bis zu drei Cent sind möglich, da die Händler ihre Preise je nach Bundesland anpassen können.
Auswirkungen auf die Verbraucher
Die Preissenkungen bei Zucker sind eine gute Nachricht für die Verbraucher. Sie können nun Grundnahrungsmittel günstiger einkaufen. Experten erwarten, dass sich der Preiskampf weiter intensivieren wird, da sinkende Rohstoffkosten bei Zucker und Milch zusätzlichen Spielraum eröffnen. Gleichzeitig wollen die Discounter Marktanteile zurückgewinnen, die sie in der Inflationsphase von 2022 bis 2024 verloren haben.
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Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht jede "dauerhafte" Preissenkung tatsächlich von Dauer ist. Verbraucher sollten daher weiterhin die Regaletiketten vergleichen und Rabatt-Apps nutzen, um dauerhaft günstig einzukaufen.
Zucker und Backen: Die richtige Mehlsorte
Neben dem Zuckerpreis spielt auch die Wahl des richtigen Mehls eine wichtige Rolle beim Backen. Für Pizzateig eignet sich Mehl mit hohem Glutengehalt, das dem Teig Elastizität und eine gute Struktur verleiht. Für Pfannkuchen ist Weizenmehl vom Typ 405 ideal, da es sehr fein gemahlen ist und eine weiche, zarte Textur ergibt. Für Brot empfiehlt sich Weizenmehl vom Typ 550 oder 1050, da diese Mehle einen höheren Mineralstoff- und Proteingehalt haben, was zu einer guten Struktur führt.
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