Welche Marmelade passt am besten zu Scones?
Scones sind kleine, buttrige, leicht mürbe Gebäckstücke, die traditionell in Großbritannien zum Afternoon Tea gereicht werden. Sie zeichnen sich durch ihre spezielle Textur aus: außen zart und mürbe, innen samtig weich. Besonders beliebt ist die Kombination von frisch gebackenen Scones mit Clotted Cream und Marmelade - ein Genuss, der typisch britisch und geradezu unverzichtbar für die Teezeit ist.
Die perfekte Basis: Scones backen
Das Geheimnis perfekter Scones liegt in wenigen, aber hochwertigen Zutaten. Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, kalte Butter und Buttermilch werden rasch und behutsam zu einem krümeligen, leicht klebrigen Teig verarbeitet. Wichtig ist, die kalte Butter in kleinen Stücken möglichst schnell in das Mehl zu kneten, damit sie im Ofen zart zerlaufen kann, was der Teigkonsistenz zugutekommt.
Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 bis 3 cm dick ausgerollt und mit einer runden Ausstechform oder einem Glas zu kleinen Scheiben ausgestochen. Werden diese dicht an dicht auf ein Backblech oder in eine gefettete Springform gelegt, gehen die Scones beim Backen nach oben und nicht zu sehr in die Breite auf.
Im vorgeheizten Ofen bei 200 bis 250 °C Ober-/Unterhitze brauchen Scones je nach Größe etwa 10 bis 25 Minuten, bis sie goldgelb und fertig gebacken sind. Frisch aus dem Ofen bieten sie ein unvergleichliches Geschmackserlebnis - innen weich und angenehm mürbe außen.
Clotted Cream - Traditionelle Begleitung der Scones
Ein typisches Highlight zu Scones ist Clotted Cream. Diese dicke Rahmschicht, die aus frischer Milch hergestellt wird, ist in vielen Regionen außerhalb Großbritanniens schwer erhältlich. Selbstgemacht ist sie zwar zeitintensiv, aber das Ergebnis kann überzeugen. Dafür wird Sahne über Stunden bei niedriger Temperatur erwärmt, bis sich eine feste gelbliche Haut bildet, die abgeschöpft wird.
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Wer keine Clotted Cream zur Hand hat, kann als Ersatz Mascarpone oder auch Schlagsahne verwenden. Besonders Sahne ist eine leichte, schmackhafte Alternative, die auch optisch einen appetitlichen Eindruck macht.
Marmelade zur Scone-Kombination: Erdbeere und mehr
Die klassischste Marmeladensorte, die zu Scones gereicht wird, ist Erdbeermarmelade. Sie ergänzt die buttrigen Scones und die reiche Clotted Cream um eine fruchtige Süße. Besonders köstlich ist selbstgemachte Marmelade, die durch den frischen Geschmack und die Intaktheit der Beeren besticht.
Zum Marmeladekochen werden Beeren mit Gelierzucker, Zitronensaft und optional Tonkabohnenabrieb kurz aufgekocht und in sterile Gläser abgefüllt. Diese frische Marmelade ist wunderbar für die Tea Time.
Abgesehen von Erdbeere eignet sich auch andere Beerenmarmelade sehr gut, wie Himbeere oder Johannisbeere. Eine besondere Empfehlung ist zudem Lemon Curd, dessen zitronige Frische eine tolle Abwechslung darstellt.
Wie wird die Marmelade auf die Scones gestrichen? - Der berühmte Streit
Die Frage, was zuerst auf den Scone kommt - Clotted Cream oder Marmelade - ist ein klassischer britischer Streit zwischen den Grafschaften Cornwall und Devon. In Cornwall wird zuerst die Marmelade aufgetragen und dann die Clotted Cream als zarter Abschluss aufgesetzt. In Devon hingegen gibt man zuerst die Clotted Cream und streicht dann die Marmelade darauf, was optisch an die japanische Flagge erinnert.
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Eine Umfrage während der Afternoon Tea Week ergab, dass etwa 66 Prozent der Teilnehmer den cornischen Stil bevorzugen (Marmelade zuerst, Cream danach). 42 Prozent mögen zudem Butter als zusätzlichen Belag. Prominente Unterstützer dieser Traditionsfrage sind beispielsweise Prinzessin Kate, die sich für die Cornwall-Variante ausspricht.
Tabelle: Varianten beim Bestreichen der Scones
| Variante | Auftrag | Region | Beliebtheit |
|---|---|---|---|
| Cornwall | Marmelade zuerst, dann Clotted Cream | Cornwall | 66 % der Teilnehmer |
| Devon | Clotted Cream zuerst, dann Marmelade | Devon | 34 % der Teilnehmer |
Tipps für die Zubereitung und Lagerung
- Am besten schmecken Scones frisch gebacken, warm aus dem Ofen.
- Bleiben Scones übrig, bewahrt man sie in einer Papiertüte oder Brotbeutel auf und erwärmt sie am nächsten Tag kurz im Toaster oder Backofen.
- Für selbstgemachte Clotted Cream empfiehlt sich Bio-Sahne ohne Trennmittel wie Carrageen, da sich hier der Rahm am Becher von selbst absetzt und einen cremigen Ersatz bietet.
- Die Marmelade lässt sich gut am Vortag zubereiten und hält frisch und fruchtig.
- Mini-Scones in kleiner Größe sind praktisch für die Tea Time, da sie als ein Bissen genossen werden können.
Scones und Marmelade: Ein Stück britische Lebensart
Ob bei einem Cream Tea nach einer langen Wanderung durchs Dartmoor oder bei einem gemütlichen Nachmittag mit Tee zu Hause - die Kombination aus Scones, Clotted Cream und Erdbeermarmelade symbolisiert britische Genusskultur. Auch wenn die Herstellung der perfekten Clotted Cream Geduld erfordert, ist das Geschmackserlebnis die Mühe wert. Wer in Deutschland lebt und Clotted Cream nicht kaufen kann, findet mit Butter, Crème fraîche oder Mascarpone eine gute Alternative.
Zu den beliebtesten Scones-Begleitern gehört neben Erdbeermarmelade auch Lemon Curd, das mit seiner zitronigen Frische eine besondere Note setzt. Die Vielfalt an Rezepten und regionalen Traditionen macht Scones und ihr Topping zu einem kulinarischen Abenteuer, das zum Ausprobieren einlädt.
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